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Wie geht es weiter mit Löw und der Nationalmannschaft?

Nach der Niederlage gegen Spanien herrscht Frust bei der DFB-Elf - doch auch Zuversicht für die kommenden Jahre. Wie sehen Sie die Zukunft des Bundestrainers und des Teams?

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privatbahn 08.07.2010, 10:19
10.

Zitat von sysop
Nach der Niederlage gegen Spanien herrscht Frust bei der DFB-Elf - doch auch Zuversicht für die kommenden Jahre. Wie sehen Sie die Zukunft des Bundestrainers und des Teams?
Ich hatte mich schon gefragt von Sie diesen Thread endlich öffnen.

Kommt doch jetzt die Gelegenheit für alle "Löw-Basher" richtig loszuledern.

Aber zur Sache:
Die Zukunft des Teams sehe ich positiv. Diese Mannschaft wird ihren Weg gehen. Selbstverständlich immer unter der Voraussetzung betrachtet, dass gerade die jungen Spieler in ihren Vereinen die entsprechende Leistung konstant bringen können, sie von Verletzungen o. ä. verschont bleiben.

Ob Jogi Löw wirklich Bundestrainer bleibt? Da bin ich mir (noch) nicht so sicher. Die "Löw-Basher" hier im Forum würde es sicher freuen. Aber der Mannschaft würde er fehlen. Ich hoffe das Löw weiter macht. Denn sollt ein anderer Trainer übernehmen, ist dies keine Garantie dafür, dass sich der Erfolgsfussball unserer Mannschaft automatisch fortsetzt.

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galaxyaner 08.07.2010, 10:20
11. aufgefallen...

Zitat von franneck
Genau das ist es. Spanien z.B. spielt seit etlichen Jahren in ihrem Verbund, die harmonieren perfekt. Bei der DFB-Elf hat man doch gemerkt, dass wenn die richtig harten Brocken kommen, es noch an spielerischer Routine fehlt. Das Löw-System ist eingeführt, und es hat die Mannschaft schon weit nach vorne gebracht, keine Frage. Es muss nun darum gehen dass der personelle Kern, der sich bei dieser WM etabliert hat, zusammen bleibt und das spielerische System voll und ganz verinnerlicht. Deswegen: Das Trainer-Team muss bleiben, ein Umbruch wäre fatal für eine solch junge Mannschaft!
Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass im Halbfinale gestern 6 Spieler vom EM-Finale 2008 gestanden haben. Also haben wir es nicht geschafft, in 2 Jahren, das zu schaffen, was sie jetzt einfordern.

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BeckerC1972 08.07.2010, 10:24
12.

Zitat von galaxyaner
Na, wobei ich doch mal in den Raum stellen möchte: Ist der Trainer weiterhin der richtige? Welche Taktik sollte das gestern gewesen sein, die vorgegeben wurde? Lasst die Spanier sich kaputt laufen und dann schlagt zu? Zwei mal gehen wir, ohne jede Chance, gegen Spanien unter. Hat man aus 2008 nichts gelernt?
Selbst wenn der Trainer ein Motivationsguru WÄRE - das junge Spieler einem solchen Gegner vielleicht unterbewußt dennoch im Vorfeld Angst und zuviel Respekt einflößt, ist eher eine Frage der Unerfahrenheit denn eine Frage der "richtigen Einstellung". Auch wenn es in amerikanischen Highschool-Footballfilmen immer anders aussieht - "Ansprachen" in der Form verpuffen eher.

Da kann auch der Trainer nicht viel machen, als die taktische Marschroute vorzugeben und HOFFEN, dass die Mannen die umsetzen. Aber das sind halt alles keine Roboter.

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chilee 08.07.2010, 10:25
13. EIGENE Philosophie

Zitat von dongiovanni25
Schade, aber irgendwie auch einleuchtend, dass sich Löw an der spanischen Spiel-Philosophie orientiert, wie er ja zugab...gut wäre es, eine eigene Spiel-Philosophie zu entwickeln.
Richtig, es reicht anscheinend nicht für ganz oben, nur die Besten zu kopieren. Wichtig scheint zu sein, EIGENES Potential zu entwickeln, das kann ja auch völlig anders aussehen als bei anderen. Es sah so aus als würde zuviel Denken und zuviel Taktik alles Individuelle ersticken. Schade. Außerdem bleibe ich dabei: Philip Lahm hatte es nicht verdient nach der Mega-Intrige. Vielleicht spielte auch das dadurch verursachte "negative Karma" eine Rolle.

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BeckerC1972 08.07.2010, 10:25
14.

Zitat von galaxyaner
Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass im Halbfinale gestern 6 Spieler vom EM-Finale 2008 gestanden haben. Also haben wir es nicht geschafft, in 2 Jahren, das zu schaffen, was sie jetzt einfordern.
6 < 23.

Das man zwischen dem EM-Finale 2008 und dem gestrigen Spiel ein komplett anderes System gespielt hat, ist Ihnen wohl entgangen.

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GerwinZwo 08.07.2010, 10:27
15. Richtig

Zitat von galaxyaner
Na, wobei ich doch mal in den Raum stellen möchte: Ist der Trainer weiterhin der richtige? Welche Taktik sollte das gestern gewesen sein, die vorgegeben wurde? Lasst die Spanier sich kaputt laufen und dann schlagt zu? Zwei mal gehen wir, ohne jede Chance, gegen Spanien unter. Hat man aus 2008 nichts gelernt?
Denke, man nahm sich die Schweiz zum Vorbild. Hinten dicht, vorne hilft der liebe Gott bzw. Klose.
Man reagierte nur, agierte nicht. Kein "Mir san mir", sondern nur Grübeln, wie man Spanien stoppen und deren Spiel zerstören kann. Rückfall in alte Zeiten.
Und das nachdem man die meisten Tore geschossen hatte. Von Offensivtaktik zur Mauerkelle Rehhagels bzw, Paraguays gegriffen, das war eindeutig Jogis Fehler. Symptomatisch: Müller wurde nicht durch einen Marin, einen Kroos oder Cacau ersatzt, sondern durch Trocho.
Schleierhaft auch Jogis festhalten an Gomez als Stoßstürmer, wenns brennt.
Nicht Cacau, nicht Kießling, ne Gomez. Das
Löw zu verklären ist angesichts dieser Blackouts völlig unangemessen.

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loncaros 08.07.2010, 10:27
16.

Zitat von galaxyaner
Vielleicht ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass im Halbfinale gestern 6 Spieler vom EM-Finale 2008 gestanden haben. Also haben wir es nicht geschafft, in 2 Jahren, das zu schaffen, was sie jetzt einfordern.
Der Unterschied ist wohl eher dass sich bei Spanien der WM Kader aus ganz wenigen Vereinen zusammensetzt während wir außer dem Bayern-Block in der Defensive alles zusammengemischt haben.

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privatbahn 08.07.2010, 10:27
17.

Zitat von galaxyaner
Na, wobei ich doch mal in den Raum stellen möchte: Ist der Trainer weiterhin der richtige? Welche Taktik sollte das gestern gewesen sein, die vorgegeben wurde? Lasst die Spanier sich kaputt laufen und dann schlagt zu? Zwei mal gehen wir, ohne jede Chance, gegen Spanien unter. Hat man aus 2008 nichts gelernt?
Diese Frage macht man nicht von einem Spiel abhängig.
Hier geht es um einen Entwicklungsprozess. Der beinhaltet auch mal einen Rückschlag. Es wird immer noch ein bißchen Verbesserungspotential geben. Das gilt für jeden Prozess (auch im Fußball).
Daher sollte man auf dem Erreichten aufbauen und weiter machen.

Man sollte nicht übersehen, dass dieses Team zu den vier besten Mannschaften der Welt gehört. Ist das etwa nichts? Zählt immer nur der Titelgewinn?

Bei den vergangenen drei großen Turnieren, ist die DFB-Auswahl stets mit dem selben Trainer bis ins Halbfinale gekommen. Wann gab es das zuletzt in Serie über so einen Zeitraum?

Das spricht für Kontinuität und das "System Löw". Daher sollte es mit Jogi & Co. weitergehen.

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Mojo81 08.07.2010, 10:29
18. Warum?

Warum sollte Löw nicht der richtige Trainer sein? Bloß weil gestern Spanien gewonnen hat? Wäre im Falle eines Sieges der Deutschen der Spanische Trainer fehl am platze gewesen?

Löws konzept hatte sich doch ausgezahlt... bis auf das Spiel gestern.Hinterher ist man immer schlauer, aber natürlich wussten es wieder viele Hobbyzuschauer schon vorher besser.

Genau wie man das Spiel besser gespielt hätte.. man denkt hier wohl auch Fußballer spielen sich selbst aus der Vogelperspektive mit PS3-Controller in der Hand..
Aber gerade bei Weltmeisterschaften gilt wohl: Vae victis!

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SURE 08.07.2010, 10:30
19.

Zitat von galaxyaner
Na, wobei ich doch mal in den Raum stellen möchte: Ist der Trainer weiterhin der richtige? Welche Taktik sollte das gestern gewesen sein, die vorgegeben wurde? Lasst die Spanier sich kaputt laufen und dann schlagt zu? Zwei mal gehen wir, ohne jede Chance, gegen Spanien unter. Hat man aus 2008 nichts gelernt?
Sie haben natürlich recht. Vergessen wir aber nicht, dass die Spieler zwei schwere ( auch mental) Spiele ( Gauchos, England) in den Knochen hatten.
Nur so sind die vielen Fehlpässe und der berühmte Schritt zu spät zu erklären.
Im Aufbauspiel fehlt einfach die Konzentration. Die Jungs waren platt.
Für die Spanier waren wir die erste ernst zu nehmende Mannschaft.
Man merkte Ihnen vor allen Dingen die mentale Frische an.

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