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WM 2018: Frage nach Doping - Russlands Trainer steht auf und geht
DPA

Fragen gerne - aber nicht zum Thema Doping: Russlands Nationaltrainer reagierte im Gespräch mit dem SPIEGEL dünnhäutig, als er zu den enormen Laufleistungen seiner Spieler befragt wurde: Stanislaw Tschertschessow wollte das Interview abbrechen.

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fixik 13.07.2018, 19:19
10.

Russland war ein Super-Gastgeber, Deutschland anscheinend schlechter Gast. Nein, man kann in Russland nicht verstehen, wieso man in Verdacht steht. Auch zurecht. Es wurde nie was bewiesen, russische Sportler wurden sowieso alle getestet, dass Thema ist hiermit durch. Auch bei anderen Sportlern hat man nie irgendwelche Beweise gesehen. Paar Wenige wurden erwischt, bei den meisten hat sich der Westen irgendwelche Geschichte ausgedacht. Vermutlich im Auftrag von oben. Macht zumindest diesen Eindruck. Dieses Interview ist weiterer Beweis, dass an diesem Eindruck einiges dran ist. Den irgendwie verhalten sich gerade die westlichen Journalisten verdammt verdächtig.

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RalfHenrichs 13.07.2018, 19:23
11.

Zitat von norbertwolff
... lesen Sie doch einfach die Berichte.
Welche Berichte? Die russischen Sportler sind vom CAS weitgehend freigesprochen worden. Der von Propagandist Seppelt immer wieder herangezogene Russe, der jetzt gut in den USA lebt, wurde von CAS ignoriert, da er selbst seine "Beweise" nur von Hörensagen hat. Wie gesagt: ein neutrales Gericht, kein russisches. Trotz der Wiederholungen in der deutschen Presse gibt es bis heute keinen Beweis, dass es ein staatliches Dopingsystem in Russland gegeben hat. Dass SPIEGEL eine solche Frage stellt, zeigt nur, auf welch dümmliches Niveau dieses Medium angekommen ist. Ich frage mich nur, ob die SPIEGEL-Redaktion inzwischen ihre eigenen Lügen glaubt oder nicht.

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bauklotzstauner 13.07.2018, 19:26
12.

Zitat von barlog
Im Gegensatz zu den aufgeregten Kommentaren vor mir finde ich es völlig normal, wenn Journalisten an einen Trainer, der für ein Land arbeitet, das für sein staatlich unterstütztes Dopingsystem berüchtigt ist, Fragen zu dieser Thematik stellen. Die Reaktion des russischen Herrn ist für jemanden, dem derartige Praktiken fremd sind, nicht gerade als gelassen zu bezeichnen.
Ich stell mir gerade Jogi Löw vor, wie der reagieren würde, wenn ihm Spiegel-"Jouirnalisten" dieselbe "Frage" (es war ja wohl eher eine Konfrontation mit einem unbewiesenen Vorwurf) stellen würden - was glauben Sie, wie lange der ruhig sitzen bleiben würde? Dagegen wäre Rudi Völlers "Weißbier"-Wutausbruch wohl eine zahme Randerscheinung gewesen...

Allein, das wird nicht passieren, weil ihm niemand diese Frage stellen wird! Nicht ihm und auch sonst keinem anderen Trainer - nur gegenüber den Russen ist offenbar alles "erlaubt".

Dabei könnte man doch beispielsweise mal die Leichtathletikverbände der USA, Großbritanniens, Jamaikas, Äthiopiens, Kenias, Kanadas, Deutschlands und Polens fragen, mit welchen Dopingmitteln und -Methoden sie es 2015 bei der WM eigentlich geschafft haben, im Medaillenspiegel VOR den "systematisch staatsdopenden" Leichtathleten Russlands zu bleiben? Die man ja genau deswegen ein Jahr später von den Olympischen Spielen ausschloß...

Hm?

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Trollflüsterer 13.07.2018, 19:36
13.

Zitat von cyber_noob
Kann man bitte mal aufhören bei jeder Kleinigkeiten misstrauisch zu werden? Dass die Russen dopen wurde ja schon vor der WM von allen Medien ausgeschlachtet ohne dass das das erste Spiel gespielt wurde...und wenn man krampfhaft sucht findet man natürlich auch irgendwas. Nur weil Russland einmal gut spielt sollen sie gedopt haben? Als Island bei der EM 2016 überraschend über die Gruppenphase hinaus kam, gab es auch keinen Dopingverdacht. Wenn ich dann als Trainer ständig nur auf das Thema Doping angesprochen werde und nicht darauf wie man es z.B. angestellt hat mit viel Konditionstraining diese hohen Laufleistungen zu erbringen, dann würde ich auch kein Bock auf das Interview haben... Sollten die Russen bewiesenermaßen gedopt haben nehm ich meine Äußerungen natürlich zurück aber bitte bitte hört auf mit diesem Russland Bashing bevor irgendwas bewiesen ist.
Sie können sich ja etwas einlesen bzw. einhören, was so auf dem Tisch liegt.
https://www.ardmediathek.de/tv/Sport...entId=53160526
https://www.sportschau.de/doping/dop...ssball100.html

Herr Seppelt sucht nicht nur in Russland. Er hat gerade erst eine große 45 min. Doku zum Doping in Brasilien und besonders im Fußball gemacht. Das Selbe auch über Afrika, ganz ohne Russland. Sagt er auch am Ende des Interviews. Ich halte für mich fest, erster Kommentar, Vorwurf angebliches "Russland Bashing", stimmig.

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Samuell 13.07.2018, 19:59
14.

2014 hatte das deutsche Team die beste Laufleistung. Hat Spiegel da auch nach Doping gefragt? Nein.
Mit der Frage ging es Spiegel nur um Provokation! Gute Reaktion des russischen Trainers.
Vielleicht hätte man seitens von Spiegel den deutschen Trainer fragen soll, ob seine Spieler Schlaftabletten bekommen haben...

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uzsjgb 13.07.2018, 20:00
15.

Zitat von colja_kosel
dass der hiesige Medienkonsument mittlerweile den doch sehr plumpen Meinungmache-Versuch umgehend entlarvt.
Sind Sie sicher, dass das alles "hiesige Medienkonsumenten" sind? Diese "Medienkonsumenten" gehen doch immer gleich vor: Ablenken, Unwahrheiten verbreiten, Fakten ignorieren. Besonders auffällig sind solche "Medienkonsumenten", wenn diese für ihre Beiträge neue Accounts eröffnen.

Ziel ist es Unsicherheit zu erzeugen, die Fakten zu verwischen - und wie man sieht, funktioniert das auch bei weniger geübten "Medienkonsumenten", die diese Unwahrheiten nachplappern.

Da der russische Staat mittlerweile gegenüber der Wada das Staatsdoping zugegeben hat ist es ein bisschen albern, wenn die "Medienkonsumenten" weiterhin versuchen, das abzustreiten.

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colja_kosel 13.07.2018, 20:13
16. @uzsjgb

„Ablenken, Unwahrheiten verbreiten, Fakten ignorieren.“
Können Sie die größten Dopingsünder der letzten Jahre nennen? Schauen Sie sich die WADA-Liste an!
Ich helfe Ihnen, es sind nicht die Russen? Warum die verengte Sicht, weil die Russen Staatsdoping betrieben haben sollen? Ich helfe Ihnen erneut:
http://m.spiegel.de/sport/sonst/studie-der-humboldt-universitaet-systematisches-doping-in-der-brd-a-914597.html

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Strai 13.07.2018, 20:15
17. Die russische Propagandamaschine läuft prima

… wenn man sich mal die ersten Kommentare hier im Forum anschaut.
Bei der Reaktion des russischen Trainers fällt mir jedenfalls eine alte Redensart ein: „Getroffene Hunde bellen.“

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Trollflüsterer 13.07.2018, 20:16
18.

Zitat von anja-boettcher1
... führt Italien, Frankreich und die USA auf den Plätzen eins bis drei. Die Untersuchungen beziehen sich auf den folgenden Zeitraum: Dem Bericht zufolge gab es 2016 1595 bestätigte Verletzungen der Doping-Regeln (Anti-Doping Rule Violations - ADRVs). Sportler aus 117 Ländern in 122 Sportarten waren beteiligt. 1326 der ADRVs waren positive Resultate der 229.514 durchgeführten Urin- oder Blutproben, der Rest der von Sportlern und Helfern begangenenen Verletzungen wurde aus Untersuchungen und belegten Erkenntnissen abgeleitet. 666 Proben sind noch nicht endgültig beurteilt worden. 2016 war die Zahl der Doping-Verstöße von 1953 im Vergleich zum Vorjahr geringer geworden. Überwiegend, zu 79 Prozent, sind Dopingsünder Männer. Russland steht nicht ansatzweise an erster Stelle. Italien darf für sich die meisten Sportler mit Dopingverstößen verbuchen. In Italien waren es 2016 147 Sportler, in deutlichem Abstand kommt Frankreich an zweiter Stelle mit 86 Sportlern. Die USA liegen mit 76 Sportlern auf dem dritten Platz, gefolgt von Australien und Belgien. Russland und Indien befinden sich auf dem sechsten Platz mit jeweils 66 Sportlern. Die trotz des eindeutigen Berichts zu konstatierende Fixierung der deutschen Presse auf Russland beim Thema Doping ist ganz offensichtlich nicht sachgeschuldet, sondern reiht sich ein in eine Stimmungsmache, mit der sich deutsche Leitmedien in einem Ausmaß in den Augen des deutschen Publikums seit 2014 derart massiv selber schädigen, dass es rational nicht mehr nachzuvollziehen ist.
Was sie in ihren Zahlenspielen vergessen, ... wie Rodschenkov ausgesagt und die McLaren Untersuchungen bestätigt haben,
sind halt ganz viele positive russ. Doping Proben gar nicht ans Licht sondern vertuscht worden. Ihre Zahlen sind nur die erwischten und da hat Russland ja eben massiv eingegriffen. Sie haben es ja vor Kurzem ein klein wenig, um gut Wetter zu machen, selber zugegeben.

https://www.sportschau.de/doping/rus...glisch100.html
Von daher greift ihr Versuch der Reinwaschung nicht.

Und die deutschen Medien angeblich mal wieder... hier diese große Arbeit von Herr Seppelt ist quasi noch warm.

https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2...heimsache.html
oder Afrika
https://www.sportschau.de/doping/geh...doping100.html

Oder die große, aktuelle Berichterstattung über Froome, Armstrong, Team Telekom, andere Rennställe, alles keine Russen. Also bitte die Stimmungsmache gegen die deutschen Medien wieder einpacken. Nur Ablenkung.

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langerkerl 13.07.2018, 20:22
19. Ein Haar in der Suppe?

Ja was laufen sie denn so viel, was schnüffeln sie denn da? Wenn man nichts, aber auch nichts findet, um die WM in Russland schlecht zu machen, dann muss man das Thema Doping herauskratzen. Dass Spiegel- Journalisten die perfekte und beste WM nicht passt, und die Sbornaja bei weitem besser spielte als unsere satte Mannschaft, das kann man so nicht stehenlassen. Also Laufleistungsdoping-das ist so krass und beschämend, so etwas überhaupt den Trainer als Frage vorzulegen. Oder hat man den redaktionellen Auftrag erhalten, genau diese Frage zu stellen? Volle Stadien, perfekte Organisation, keine Ausschreitungen, herzliche Russen, liebe Gastfreundschaft, fröhliche Stimmung- Ein russisches Sommermärchen, nur nicht nach dem Geschmack von Spiegel.de

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