Forum: Sport
WM 2022 : Katar öffnet erste WM-Arena
NOUSHAD THEKKAYIL/EPA-EFE/REX

Mehr als drei Jahre vor der Weltmeisterschaft 2022 stellt Gastgeber Katar mit dem Stadion Al-Wakrah die erste Arena für das Turnier fertig. Amnesty International erhebt erneut Vorwürfe wegen der Arbeitsbedingungen.

112211 17.05.2019, 09:39
1. 200

Eines der reichsten Länder der Welt und dann nur 200 € Lohn. Im MONAT. Auch wenn jetzt durch internationalen Druck (vermutlich) nachgebessert wird, so spricht es doch Bände, dass in diesem Land überhaupt jemand auf die Idee der katastrophal niedrigen Löhne bei gleichzeitig abgrundtief schlechten Bedingungen gekommen ist.

Ich werde mir keines der Spiele der WM 2020 ansehen.

Geplante Flüge mit Qatar Airways sind bei mir gestrichen.

Andere Möglichkeiten hat man als Einzelner wohl nicht, um den Unmut auszudrücken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
streetbob011 17.05.2019, 09:40
2.

Die Araber würden besser bei ihren Kamelrennen bleiben. Die geldgeile FIFA und der prestigegeile schwule Sultan von Katar mussten unbedingt diese Weltmeisterschaft ins Land holen, dabei haben die im ganzen Land weniger Fussballspieler als allein die Stadt München. Ich habe für mich entschieden, nach Russland werde ich auch diese WM in Katar nicht im TV verfolgen, gehe lieber auf'n Weihnachtsmarkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
janfred 17.05.2019, 10:22
3. Entwicklungshilfe erzielt bei weitem...

nicht den Erfolg, wie die Gelder, die die Arbeiter monatlich an ihre Familien schicken. In den Herkunffsländern der Arbeiter liegen die Mindestlöhne oft unter 2,00 Euro pro Tag. Und dort ohne freie Verpflegung und Unterkunft. Die Arbeiter sind freiwillig in den Ländern, und die, die unzufrieden sind, reisen halt nach Vertragsende aus und kommen nicht wieder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isar56 17.05.2019, 11:50
4.

Zitat von janfred
nicht den Erfolg, wie die Gelder, die die Arbeiter monatlich an ihre Familien schicken. In den Herkunffsländern der Arbeiter liegen die Mindestlöhne oft unter 2,00 Euro pro Tag. Und dort ohne freie Verpflegung und Unterkunft. Die Arbeiter sind freiwillig in den Ländern, und die, die unzufrieden sind, reisen halt nach Vertragsende aus und kommen nicht wieder.
So kann man sich Menschentechtsverletzungen und unwürdige Ausbeutung von Menschen natürlich auch zu recht dengeln.
Diese Veranstaltung müsste boykottiert werden. Die FIFA weist mafiöse Züge auf und das nicht erst seit Blatter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
charlybird 17.05.2019, 12:30
5. Ganz schön zynisch Ihr Kommentar.

Zitat von janfred
nicht den Erfolg, wie die Gelder, die die Arbeiter monatlich an ihre Familien schicken. In den Herkunffsländern der Arbeiter liegen die Mindestlöhne oft unter 2,00 Euro pro Tag. Und dort ohne freie Verpflegung und Unterkunft. Die Arbeiter sind freiwillig in den Ländern, und die, die unzufrieden sind, reisen halt nach Vertragsende aus und kommen nicht wieder.
Und die unaufgeklärten Todesfälle ? Die einbehaltenen Pässe ? Medizinische Versorgung ? Unzureichender Zugang zum Trinkwasser ? usw. und sofort. Von der lächerlichen Bezahlung für die harte Arbeit bei den Temperaturen mal abgesehen.
Kurz : Es ist nichts anders als moderne Sklaverei, was der so vom Westen und vor allem von FIFA und UEFA gepamperte Staat Katar dort mit seinen Fremdarbeitern anstellt.
Von Menschen- oder gar Arbeitnehmerrechten innerhalb eines Milliardenspektakels ganz zu schweigen.
Und....was wissen Sie von Entwicklungshilfe, Arbeitsbedingungen und von den Löhnen, die die Arbeiter in ihrer Heimat verdienen würden ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
janfred 17.05.2019, 22:41
6. Ich bin Insider...

Zitat von charlybird
Und die unaufgeklärten Todesfälle ? Die einbehaltenen Pässe ? Medizinische Versorgung ? Unzureichender Zugang zum Trinkwasser ? usw. und sofort. Von der lächerlichen Bezahlung für die harte Arbeit bei den Temperaturen mal abgesehen. Kurz : Es ist nichts anders als moderne Sklaverei, was der so vom Westen und vor allem von FIFA und UEFA gepamperte Staat Katar dort mit seinen Fremdarbeitern anstellt. Von Menschen- oder gar Arbeitnehmerrechten innerhalb eines Milliardenspektakels ganz zu schweigen. Und....was wissen Sie von Entwicklungshilfe, Arbeitsbedingungen und von den Löhnen, die die Arbeiter in ihrer Heimat verdienen würden ?
Ich habe fast 10 Jahre in den Golfstaaten im Bausektor gearbeitet. Unter anderem auch in Katar.
Das System ist in den Ländern gleich. Während vor über 30 Jahren alles auf Facharbeiter Niveau und höher, aus den westlichen Ländern kam und der Grossteil der asiatischen Arbeitskräfte wirklich nur Hilfsarbeiter waren, sind eine Generation später bis in hohe Management Positionen fast ausschliesslich u.a. Inder, Pakistanis zu finden. Sehr oft hat der Vater als Hilfsarbeiter vor 20 Jahren mit seinen monatlichen Zahlungen dem Sohn ein Studium ermöglicht, und dieser arbeitet jetzt in den Golfländern in einer Führungsposition.
Bei den „schwarzen Schaafen“ unter den Firmen, die Löhne nicht zahlen oder sehr schlechte Unterkünfte zur Verfügung stellen, kann man davon ausgehen, dass der Verantwortliche, bzw der Initiator nicht ein Katari ist, sondern ein asiatisches oder auch ägyptisches Management.
Vor drei Jahren hat ein Bauunternehmen seinen überwiegend indischen Arbeitern/Angestellten weit mehr als drei Monate keine Löhne bezahlt. Betroffen waren über 1200 Personen. Als die Sache publik wurde, hat die Saudi Regierung die sofortige Auszahlung der Gelder angeordnet, bzw. die Zahlungen getätigt. Für jeden Betroffenen außerdem auf Wunsch eine sofortige freie Heimreise. Die angebotene Heimreise haben damals aber weniger als 100 Personen in Anspruch genommen.
Thema Arbeitssicherheit: Besonders auf Grossbaustellen ist der Sicherheitsstandard auf deutschem Niveau, eher höher.
Ich bleibe bei meiner Aussage: Sklaven gab es in den meisten Golfländern meines Wissens noch vor 70 Jahren. Den heutigen Arbeitskräften aus asiatischen oder afrikanischen Ländern geht es nicht schlecht. Aus meinem Umfeld weiss ich, dass fast jeder 50% seines Lohnes und mehr, in seine Heimat schickt.
Übrigens habe ich auch in Indien und Pakistan über 2 Jahre gearbeitet. Und ich durfte in einem Entwicklungshilfeprojekt in Äthiopien mitarbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren