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WM-Aus in der Bahn: Ein netter Zug
DPA

Das Schicksalsspiel der DFB-Elf über wackliges Bahn-WLAN im Zug verfolgen müssen? Eine echte Strafe, dachte <i>Anja Rützel</i>. Dann entdeckt sie die Poesie des Gomez-Ellenbogens - und eine verlorene Welt, in der jeder die Nerven behält.

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Magoo 28.06.2018, 00:05
1. Ein Meisterwerk

In Anbetracht solch einer Niederlage einen solchen Twist aus dem WM-Aus zu ziehen ist ganz großer Journalismus! Ausgezeichnet formuliert und noch ausgezeichneter zugehört. "Shut up and listen" bewährte sich mal wieder als einer Wunderwaffe der Kommunikation! Toller Artikel, Frau Rützel!

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hal5000 28.06.2018, 00:12
2. Wohltemperiert

Wer "Wohltemperiertheit" als Idealzustand ansieht, befindet sich allerdings nicht nur im Intercity in der 2. Klasse am richtigen Ort. Mittels "Wohltemperiertheit" wäre der Säuger nicht zur dominanten Lebensform auf der Erde aufgestiegen, sondern könnte sich zusammen mit dem Lurch im wohltemperierten Schlamm wälzen, wann immer sein vegetatives Nervensystem ihm dazu den erforderlichen Reiz vermittelt. Manchmal ist das Gute, meinetwegen auch das "Wohltemperierte", einfach nur des Besseren Feind...

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dasfred 28.06.2018, 04:35
3. Herzlichen Dank für diesen Blick in eine andere Welt

Das Fussball eigentlich meilenweit an mir vorbei läuft, ist mir wieder aufgefallen, als ich bei dem Foto im ersten Moment dachte, mein Gott, was ist Kanye West doch dünn geworden. Die Situation im Zug haben sie so wunderbar dargestellt, dass ich mich fast fühle, als wäre ich dabei gewesen. Das hat in meiner Jugend kein Abenteuer Roman geschafft. Aber was sage ich, jemand der TV Trash vergolden kann, kann auch einer WM Niederlage noch heiter Besinnliches abgewinnen.

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henrich.wilckens 28.06.2018, 05:35
4. Weltschmerz

Liebe Anja Rützel, nach Lektüre Ihrer Analyse wird der bleierne Weltschmerz, der sich über die Seele der Nation legt, schon wieder einen winzigen Hauch erträglicher - oder ist es nur die Ablenkung?

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gewappnetTS 28.06.2018, 06:35
5. Fast schon eine Kurzgeschichte

Frau Rützel sollte endlich einen festen Kolumnenplatz bei SPON bekommen. Ein Kleinod wie dieses passt einfach nicht mehr in das Schema „gelegentliche TV-Kritik“. Hoffentlich taucht diese Kurzgeschichte auch in einer zukünftigen Buchveröffentlichung von ihr auf.

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andreasclevert 28.06.2018, 07:01
6. Bei Lidl war es..

...kurz nach dem Spiel nicht "wohltemperiert": https://vaterdasein.wordpress.com/2018/06/27/nicht-so-schlimm

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heidelbeere0815 28.06.2018, 07:29
7. WLan im Zug

Daß die Internetversorgung im Zug nicht optimal ist, liegt allerdings NICHT an der Bahn, sondern an unseren tollen Netzbetreibern, die astronomische Preise für unterirdische Leistungen aufrufen. Aber offensichtlich funktioniert dieses Geschäftsmodell, der deutsche Kunde zahlt das ja.

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bertlinx 28.06.2018, 07:33
8. Es gibt noch Poesie beim SPON.

Danke für diesen Beitrag.

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schgucke 28.06.2018, 07:40
9. zugfahren ist schön.

Liebe Frau Rützel,
ich fahre auch gerne Zug, vor allem wenn er nur halb gefüllt ist, und das WLAN ist ein Scherz, sehr wohl.
Wir haben noch was gemeinsam, nämlich die Freude an Worten, Wörtern und deren kreativer Verwendung. Deshalb jetzt von mir zu Ihnen, weil ich diesem Irrtum auch schon mal aufsaß: das Wort heißt AUFMANDELN. Eigentlich gefällt mir die Vorstellung, einen großen, dreimusketierhaften Umhang mit großer Geste umzuwerfen, auch besser. Aber gemeint ist das sich aufblasende Mandl. Kennen Sie vielleicht vom Gassigang, an Sie gerichtet und auf den Hund geguckt: is des a Manderl oder a Weiberl?

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