Forum: Sport
WM-Aus des Titelverteidigers: Jetzt beginnt die neue Spanien-Ära
Getty Images

Spaniens WM-Aus ist spektakulär, die Kritik am Team groß. Es heißt: Die Dominanz der Spanier im Weltfußball sei jetzt gebrochen. Das stimmt nicht. Manch Star ist über seinen Zenit hinaus. Doch schwächer wird das Team dadurch nicht - im Gegenteil.

Seite 15 von 21
bluemetal 19.06.2014, 13:32
140. Absurder Kommentar

Der Welt-und Europameister hat sich bis auf die Knochen blamiert, ohne Biss und Ideen mit satten und müden Spielern. Was sich schon vorher abzeichnete ist eingetreten.

In der Gruppenphase als Weltmeister mit Null punkten rauszufliegen ist ein Meisterleistung.

Die Championsleague ist null aussagekräftig, spielen in den Vereinen doch überwiegend Ausländer.

Nein, lieber Autor, der spanische Fussball ist amtlich auf Jahre im Arsch und dieser Kommentar an Absurdität nicht mehr zu überbieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Traffical 19.06.2014, 13:33
141.

Zitat von horstma
Spanien hat jetzt 2 Spiele verloren, und man macht daraus ein Ereignis, als würde die ganze Fußballwelt wanken. Das ist meiner Meinung nach Wunschdenken.

Ja stimmt, aber wie. Die haben mehr Tore kassiert, ja, als wann eigentlich? Wären die durch einen unberechtigten Elfer und einem sehr unglücklichen 2:0 rausgeflogen, würde keiner was sagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eisenhower2.0 19.06.2014, 13:33
142. Freut euch nicht

zu früh! Sie werden zurück kommen! Ist doch normal nach den vergangenen Erfolgen Satt zu sein! Jetzt sind halt andere dran ( Deutschland?).Übertriebene Häme ist lächerlich die Erfolge nimmt ihnen keiner mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joe75 19.06.2014, 13:37
143.

Zitat von Traffical
deswegen haben die ja auch nur ein Sternchen auf dem Trikot. Aber die letzten Jahre waren schon sehr beeindruckend. Wenn ich bei Wiki mir die Tabelle ansehe, finde ich die spanische Flagge gerade zweimal. Einmal erster, einmal vierter. Im Vergleich zu anderen, scho a weng wenig.
Da haben sie mit Sicherheit recht! Doch vergessen sie nicht das es im Spanischen Fußball/Sport andere Probleme gab. Vor allem der Hass zwischen Katalanen,Kastilien und Basken hat in der Nationalmannschaft seine Auswirkungen gehabt. Heute ist das nicht mehr so schlimm! Denn es ist doch kein Zufall das die Spanischen Nationalmannschaften im Fußball,Handball und Basketball in der jüngeren Vergangenheit WM und EM-Titel holen konnten. Doch die Ligen waren schon immer stark(früher bis heute).Das sollte man schon berücksichtigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Behaglichkeit 19.06.2014, 13:39
144. Pfff ...

Zitat von hfftl
Wie kommen Sie denn darauf? Selbstverständlich haben die Spanier eine Qualifikation absolviert und wurden dabei auch Gruppensieger - haben allerdings dabei in ihren Heimspielen gegen Frankreich und Finnland (!) jeweils nur 1:1 gespielt.
Ich hatte das nicht verfolgt. In einer Vergangenheit war es so, daß ein WM oder EM nicht die Qualli zur nächsten durchlaufen mußte. Ich muß Ihnen glauben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DMenakker 19.06.2014, 13:40
145.

Natürlich ist es die Blamage des Jahrhunderts, dass Spanien sich jetzt schon aus dem Turnier verabschiedet. Aber was ist denn passiert?

Holland hat sich in einen wahren Rausch gespielt, angetrieben von zwei überragenden Einzelspielern. Ich sage ganz einfach, das kann passieren. Man muss sich nur anschauen, wie vor 2 Jahren München und Dortmund im Gleichschritt Madrid und Barcelona geradezu gedemütigt haben. Dass man deswegen nicht davon ausgehen kann, dass die beiden spanischen Manschaften jetzt total out wären, hat die laufende Saison ja eindrucksvoll gezeigt.

Und dann gegen Chile. Das Spiel, das ich gesehen habe, hat eine spanische Manschaft gezeigt, die zwar deutlich verunsichert war ( kein Wunder nach der Demontage durch NL ) aber durchaus gleichwertig. Spanien hat Chancen versiebt und durch einen Kreisklassefehler verloren. Und Castillas ist trotz dieser katastrophalen Faustabwehr deswegen noch lange kein schlechter Torwart. Fakt ist aber, dass dieser katastrophale Einzelfehler letztendlich die knappe Niederlage - und damit das Ausscheiden - verursacht haben.

Ich sehe das Ausscheiden von Spanien ähnlich wie damals Deutschland, das gegen Kroatien den Hintern versohlt bekommen hat. Eine gute Manschaft. Und zwar auf Dauer. Aber nach den Erfolgen der letzen Jahre war es einfach einmal Zeit, das Team von seinem hohen Ross herunter und auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Ein fähiger Nationaltrainer wird sich von den Altlasten des Teams trennen, neue, junge Spieler einbauen und den richtigen Mix aus jungen und erfahrenen Profis zur nächsten EM schicken. Und dann muss man Spanien wieder ganz vorne auf dem Zettel haben.

Tiki-Taka? Genauso wie die Maschaft: Braucht einfach eine Modernisierung. Es war vor Jahren neu, es war für Gegner demoralisierend, und mittlerweile weiss man, wie man dem begegnet. Jedes System muss sich irgendwann neu erfinden, oder es verschwindet. Man erinnere sich ( laaaange zurück ), Kick and rush war auch mal das Mass aller Dinge. Spielt heute kein Mensch mehr, aber erfolgreiche Manschaften bauen Elemente davon auch heute noch in ihr Spiel mit ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kanzlerkandidat 19.06.2014, 13:46
146. Bis eine neue Ära beginnt,

sollte erst für 2014 einer neuer Weltmeister gefunden werden, was allerdings definitiv nicht Spanien ist und dann nach 4 Jahren wenn der WM wieder soweit ist wird sich zeigen ob Spanien sich überhaupt qualifiziert und wenn ja, dann ob Spanien überhaupt eine Chance auf WM Titel hat, wenn alle diese Punkte sich für Spanien positiv entwickeln, dann kann eine neue Ära in Spanien begonnen werden, derzeit aber sieht so aus dass Spanien weg vom Fenster ist und auf abziehbare Zeit sich nicht zurück meldet, daher vergessen wir Spanien und begeben wir uns den Tagesordnung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aplprof 19.06.2014, 13:47
147. Effizienzmarkthypothese kommt plötzlich irgendwie spanisch vor

Von Helge Peukert

Stolz sprach aus der Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom 12.07.2010 (http://www.diw.de/sixcms/detail.php?....c.358432.de):
„Fußball-Weltmeisterschaft: DIW-Prognose zum dritten Mal goldrichtig
Mit seiner von Soziologie-Professor Jürgen Gerhards und dem Volkswirtschafts-Professor Gert G. Wagner erstellten WM-Prognose lag das DIW Berlin zum dritten Mal in Folge goldrichtig. Die beiden Forscher hatten den Marktwert aller 32 Mannschaften basierend auf dem Marktwert der einzelnen Spieler berechnet und prognostiziert, dass Spanien den Titel gewinnen wird. Das spanische Team bringt es auf einen Marktwert von 650 Millionen Euro und ist damit die teuerste Mannschaft des Turniers ... Damit lag das DIW-Prognose-Team nach der WM 2006 und der EM 2008 zum dritten Mal richtig.“
Wagner und Gerhards vertreten hier schlicht die nobelpreisgekührte Effizienzmarkthypothese, die zur theoretische Rechtfertigung der Deregulierungen der letzten Jahrzehnte diente: Da beim Transfer von Fußballern ein relativ vollkommener Markt existiert und rationale Akteure alle zugänglichen Informationen über Spieler einpreisen und somit die Preise der Spieler ihren fußballerischen Wert angemessen ausdrücken, müssen die Teams gewinnen, deren Marktwert am höchsten ist.
An der allerdings letztlich doch nicht so berauschenden Korrelation zwischen Sieg und Marktwert sind natürlich andere schuld. Gerhards argumentiert: "Der relativ schwache Zusammenhang zwischen Mannschafts-Wert und Platzierung wurde auch durch die vielen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter herbeigeführt. Wäre zum Beispiel das zweite Tor der Engländer im Spiel gegen die deutsche Mannschaft gegeben worden und England weitergekommen, wäre der Zusammenhang zwischen Marktwert und endgültiger Platzierung viel stärker gewesen.“
Der DIW-Ökonom und Auchfußballexperte Gert G. Wagner tritt demgegenüber für eine Hardlinerversion der Effizienzmarkthypothese ein: „Aufgrund der verbesserten Trainingsmethoden und insbesondere der Taktik-Schulung leisten sich die so trainierten Spitzenteams kaum noch Ausrutscher. Die Spieldisziplin hat ja auch zum Endspielsieg der Spanier wesentlich beigetragen. Das … ist aber nicht gut für den Fußball. Es bleibt nur spannend, wenn durch Zufall und Fehlentscheidungen oft genug die Favoriten stolpern. Darum: Hände weg vom Videobeweis.“
So legt sich jeder seine Effizienzmarkthypothese zurecht und bereichert die Fußballwelt mit Vorschlägen und Erklärungen. Für kritische Zeitgenossen, in deren Herzen auch ein Rest fußballerischen Nationalstolzes ruht, tut sich hier natürlich ein gewisser Abgrund auf, da man als Kritiker der Effizienzmarkthypothese wünschen muss, dass Deutschland nicht im Endspiel steht.
Aber letztlich dürfte es v.a. darauf ankommen, dass mit nicht unbedingt realitätsaffinen Konzepten wie der Effizienzmarkthypothese Ökonomen z.B. zu Fragen der Finanzmarktregulierung auf die Menschheit losgelassen werden und die Zeche hieraus resultierender wirtschaftspolitischer Fehlberatung zumeist der Durchschnittsbürger und Steuerzahler zahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.ohler 19.06.2014, 13:51
148. @bluemetal

Sie sollten Ihren Kommentar abspeichern, damit Sie ihn am Ende der EM 2016 schnell zur Hand haben. Aber wundern Sie sich im Fall der Fälle nicht, wenn die jungen und hungrigen Spiler, die jetzt in die erste Elf rücken werden, Sie eines Besseren belehrt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cucarracca 19.06.2014, 13:55
149. Die Verjüngung...

...eines erfolgreichen Teams ohne vorübergehende Leistungseinbußen ist schwierig bis unmöglich, weil die Zahl der nachrückenden Talente zu gering ist: Außer Isco, Thiago und Koke gibt es in Spanien momentan kaum Feldspieler, die die fußballerische Qualität haben, die in die Jahre gekommen Altstars zu ersetzen. Die vielgepriesene Jugendarbeit der Top-Vereine konzentriert sich immer mehr auf ausländische Talente und auch die Teams werden vor allem mit Ausländern verstärkt, während der heimische Fußballnachwuchs auf der Bank versauert. Das erinnert mich doch alles sehr an den englischen Fußball, dem ebenfalls schon seit Jahren der Nachwuchs aus dem eigenen Land fehlt. Gerade im läuferisch-konditionellen Bereich sind jüngere Spieler der Ü-30-Generation in der Regel haushoch überlegen. Deshalb wird es auch nicht reichen, bis zur WM nur die drei genannten Schlüsselspieler zu ersetzen. Iniesta hat inzwischen genau so läuferische Defizite wie Alonso. Auch Piqué und Torres würde ich nicht gerade als Bewegungstalente bezeichnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 21