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Zeitfahr-Spezialist Martin: Der Herr der Schmerzen
DPA

Tony Martin denkt trotz Fleischwunde und Lungenquetschung bei der Tour de France nicht ans Aufgaben. Im Gegenteil: Für das erste Einzel-Zeitfahren rechnet der Schmerzerprobte fest mit dem Sieg - und hat für die Zeit nach der Tour schon neue Ziele.

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terramunda 10.07.2013, 11:06
20. Meckern, Nörgeln, Kritisieren

Um es vorweg zu sagen: ich kenne beim Doping keine Toleranz. Der Profi-Radsport war und ist leider durchseucht. Dass aber bei jedem Radsportartikel hier diese Klugscheisser um die Ecke kommen und jede körperliche Leistung im Sattel in Frage stellen und eine sportliche Berichterstattung ablehnen, das geht mir sowas von auf den Keks. Kam man die hier irgendwie ausbremsen? Warum lesen die das denn überhaupt?
Das ist genauso ein Jammer wie die Tatsache, dass viele immer noch mit aller Macht dopen. Dabei ist Radfahren so ein schöner Sport. Und viele Radprofis sind eben aus anderem Holz geschnitzt, das ist einfach so und davor habe ich Respekt und finde es in Ordnung darüber zu schreiben. Ich war selbst gerade bei einer Bergetappe in den Pyrenäen und bin hochgefahren und ja, ich war begeistert als später die Cracks kamen. So what? Bei Bolt schaut doch auch jeder gebannt auf den Bildschirm, bei Nadal ebenso. Dann doch bitte auch bei Berichterstattung über andere Sportarten den Finger heben und nicht so scheinheilig sein. Reden kommt von Natur, schweigen vom Verstand.

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humpensack 10.07.2013, 11:47
21. .

Für alle Sportenthusiasten nochmal zum mitmeiseln. Diese "Nörgelei" bezieht sich in erster Linie nicht auf die Leistung des Sportlers. Was aber völlig bekloppt ist mit Verletzungen seinem übertriebenen Ehrgeiz zu frönen.
Keiner klatscht Beifall, wenn der tot umfällt oder sonstige Spätfolgen davon zieht. "Ein toller Hecht der Kerl, er hat's immerhin versucht. Schade um ihn!"
Andererseits scheint es bei Sportlern ab einem gewissen Niveau aber normal zu sein. Ich kenne selbst welche, die Triathlon als Hobby ausüben. Soweit respekt vor der Leistung. Aber die würden auch lieber weiter machen und zur Not auf der Ziellinie tot umfallen, als sich nachsagen zu lassen sie wären kein "Finisher".

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ohjeee 10.07.2013, 11:56
22.

Zitat von einheureka
Höchstwahrscheinlich könnten Sie vollgepumpt mit Teste, EPO, Erythropoetin und Cortison trotzdem nicht mal den täglichen Weg zur Frittenbude selbsttätig auf einem Fahrrad zurücklegen.
Höchstwahrscheinlich haben Sie keine Ahnung von dem was Sie schreiben. Ich habe bisher nicht zu solchen Mitteln gegriffen. Aber es sei Ihnen versichert, dass ich Kampfsport- und Kraftsportbedingt sehr wohl weiß, wie das Zeug wirkt und dass Sie sich Ihre Überheblichkeit an den Hut schmieren können.

Zitat von
Natürlich verschnellert beispielsweise die Gabe von anabolen Steroiden die Regeneration, aber Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ein Fahrer/Teamarzt tatsächlich so dumm ist, während der Tour auf Teste zu sein.
mhm. Siehe Armstrong.

Zitat von
Was die Gabe von Schmerzmitteln betrifft, selbst zugedröhnt mit Opiaten würden Sie mit dererlei Verletzungen höchstwahrscheinlich noch wie ein jämmerliches Häufchen Elend im Krankenlager liegen. Was sich manche Menschen hier anmaßen ist wirklich ekelerregend.
Richtig. Ihr anmaßendes Getue ist wirklich ekelerregend.
Ich habe bereits Schlimmeres hinter mir. Von Motorradunfall über Freizeitsport, Knochen-/Rippenbrüche, Quadrizeps- und Patellarsehnenruptur, Gehirnerschütterungen, ausgekugeltes Gelenk, Bänder- und Muskelrisse,... Bis auf wenige Tage trotz monatelanger Behandlung ohne Schmerzmittel.
Ich will die Verletzungen von Martin nicht herunter spielen. Aber es gibt tatsächlich Schlimmeres. Wenn Sie das nicht abkönnen, ok.

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Micha_Zimmer 10.07.2013, 12:52
23. Noch nie krank zur Arbeit gegangen?

Tony Martin verdient mit Radsport seinen Lebensunterhalt. Diese Etappe der TdF ist für ihn, und somit seinen Arbeitgeber und dessen Sponsoren, einer der wichtigsten Termine im Jahreskalender. Dass er sich da quält, um seinen Marktwert zu erhalten und somit auch für die Zukunft für Radsport-Teams und -Sponsoren interessant zu sein ist doch klar. Wer von uns ist nicht schonmal zu einem wichtigen Termin auch krank zur Arbeit gegangen?

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eknoes 10.07.2013, 13:09
24. ...

Zitat von terramunda
Um es vorweg zu sagen: ich kenne beim Doping keine Toleranz. Der Profi-Radsport war und ist leider durchseucht. Dass aber bei jedem Radsportartikel hier diese Klugscheisser um die Ecke kommen und jede körperliche Leistung im Sattel in Frage stellen und eine sportliche Berichterstattung ablehnen, das geht mir sowas von auf den Keks. Kam man die hier irgendwie ausbremsen?.....
Ich kann Ihren gesamten post inhaltlich nur bestätigen (bin i.Ü. selbst einer aus Ihrer Fraktion.)
Was nun die von Ihnen mit dem absolut richtigen Substantiv bezeichneten Doppelmoralisten betrifft, behaupte ich darüber hinaus: Wenn irgendwann (was sicher nicht passieren wird) der Sport als ganzes wirklich völlig "sauber" würde, wäre das der "worst case" für all die, weil sie dann ihres Lebenssinns enthoben wären.
Bis dahin müssen wir sie noch ertragen.

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