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Zu wenig Fans, zu hohe Kosten: Formel Krise
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Die Formel 1 feiert den neuen Weltmeister - und sich selbst. Warum eigentlich? Die Rennserie steckt in der größten Krise ihrer Geschichte. Hier sind die Gründe für den Niedergang.

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charlybird 26.10.2015, 18:45
40. Es ist simpel ausgedrückt

eine unglaublich langweilige Veranstaltung, die überteuert ist, von 2, 3 Firmen dominiert wird und letztlich dadurch auch keinen Spannungsbogen mehr erhält.
Dieser bescheuerte Boxenfunk tut noch ein übriges und gibt einem das Gefühl, man könnte auch einen Roboter ins Cockpit setzen. Sehr weit weg ist man davon nicht mehr.
Ich hoffe, dass sich dieses Karussellfahren irgendwann durch mangelnde Einschaltquoten erledigt.
Der Erkenntnisgewinn ist aber auch, dass die Dominanz des Geldes einfach der Tod einer jeden Sportart ist, weil die ärmere Konkurrenz schlichtweg Füllstoff ist.
Wir werden in nicht allzu ferner Zeit ähnliches im Bundesligafußball erleben, wenn Bayern zur 10. Meisterschaft in Folge aufläuft.

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bbrot99 26.10.2015, 18:47
41. bohrende Langeweile...

vor langer Zeit (sicher so 15 Jahre oder mehr) haben wir uns sogar Nachts getroffen um gemeinsam Formel 1 im Fernsehen zu schauen. Auch wenn damals schon einzelne dominiert haben, war's noch halbwegs spannend was auf den Plätzen passiert ist. Der subjektive Eindruck bleibt, dass die Fahrer mehr über Erfolg oder Miserfolg entschieden haben.
Auch interessieren die superklinischen Kurse irgendwo in Asien oder der Araischen Welt nicht wirklich.
Es erscheint an der Zeit, dass eine neue Serie benötigt wird - wohlklingende Namen wie Estoril, Hockenheim, Nürburgring, Spa, Silverstone etc. dürfen da nicht fehlen

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peeka(neu) 26.10.2015, 18:48
42. Formel E

Gleich das erste Rennen in Berlin hat über 20.000 Zuschauer bei vernünftigen Eintrittspreisen gebracht.
Wenn es unbedingt Benzinmotoren sein müssen, sollten sich ein paar Teams bilden, die die billigen Strecken anmieten (z.B. Lausitzring), um mit neuen Rennställen zu beginnen.
Vielleicht gewinnt man als Unterstützer ein paar Legenden wie Jackie Stewart oder noch bekannte B-Stars wie Heinz Harald Frentzen, vielleicht finanziert man das per crowdfunding und fängt ganz unten an.
Eine unmittelbare Nähe zu den Fahrern und den Teams würde evtl. Zuschauer zu den Rennen locken, die aktuell kein großes Interesse haben.
Beim Fußball empfehle ich auch jedem die Amateurspiele seiner Region.

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uvg 26.10.2015, 18:49
43. Es ist alles noch viel schlimmer, denn ...

der ehemalige Gebrauchtwagenhändler Ecclestone hat aufgrund seines beruflichen Hintergrunds alle Tricks drauf, um vor jedem Rennen festlegen zu können, wer Sieger wird. Da die Rennställe ihre Formel1-Geldanteile von Herrn Ecclestone direkt bekommen, erfüllen sie natürlich seine Wünsche diskret. So geht zufällig immer an Rosbergs Mercedes pünktlich - von der Box ferngesteuert - etwas kaputt, sodass der befohlene englische Seriensieger den geforderten Weltmeistertitel bekommt. Da halten Engländer wirklich zusammen.

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athenemedia 26.10.2015, 18:51
44. War ab zu sehen

Seit dem die Regeln immer wieder verschärft worden sind, so dass es nicht mehr das Team, sondern mehr und mehr nur noch vom Budget und Fahrer - und letzten Endes vom Budget abhängt wer gewinnt, ist dieser Sport dem Tot geweiht.

Es gibt keinen Individualismus mehr, keine neuen Konzepte. Das ist wie Kartfahren, wo alle das selbe Gefährt haben und es KEINEN Unterschied gibt.

Formel 1 - das war nicht nur die Leistung eines einzelnen, sondern eines kompletten Teams, das den Wagen entwickelt, gebaut, gewartet und am Ende auch gewonnen hat.

Dazu kommen die hohen Eintrittspreise, die hohen Gebühren zum Austragen, welches sich immer weniger Rennstrecken leisten können. Kein Wunder, dass Fans da ausbleiben, weil neben exorbitant hohen Ticketpreisen kommen noch hohe Reisekosten auf den Fan zu, weil er ins Ausland muss um ein Rennen sehen zu können. Da überlegt man sich, ob man 2 Wochen Urlaub auf den Malediven macht oder zu einem F1-Rennen fliegt.
Und die ganzen Affären um den Egoisten Eccelstone herum haben noch dazu beigetragen, dass dieser Sport nach und nach unattraktiv geworden ist.

Wenn jetzt nicht radikal zurück gerudert wird, wird es in einigen Jahren kein F1 mehr geben, oder es gibt einen kompletten Neustart - nämlich dann, wenn die F1 ihrer eigenen Gier zum opfer gefallen ist und aus der späteren F2 die neue F1 entsteht.

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widower+2 26.10.2015, 18:57
45. Sie haben es nicht verstanden

Zitat von mwroer
Ja oder wenn Mannschaften wie Deutschland auf Weltmeisterschaften gegen Entwicklungsländer spielen würden die weder den Etat noch die Spieler ... oh .. ach Mist :( Es geht in jeder Sportart auch immer um Material. Das war noch nie anders. In der einen mehr, in der anderen weniger. Die Formel 1 ist, wie jede Motorsportserie, schon mal grundlegend sehr technisch und materiallastig . Daher teuer. Wenn alles was in der Tat vom Material abhängt kein Sport für Sie ist dann wünsche ich viel Spaß beim Schach.
Auch die Entwicklungsländer spielen bei einer WM inzwischen mit gleichwertigen Schuhen und natürlich den gleichen Bällen. Wenn Sie Menschen als Material betrachten....

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motorradrudi 26.10.2015, 19:03
46. Moto GP

Einfach mal reinschauen. So geht Motorsport. Überholmanöver auf höchstem Niveau. Nervenkitzel, meistens bis zum Ziel, besonders bei Moto2 und Moto3. Lärm und Gänsehaut? Kein Problem! Live an der Strecke ein Inferno. Ich will es nicht laut sagen, aber noch sind die Preise für dieses Highlight bezahlbar.

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doedelheimer 26.10.2015, 19:06
47.

1) Gottvater Walter Röhrl: "Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen." warum lieben nicht nur Spinner wie ich immer noch die Gruppe-B-Monster und die Zwergenturbos in der F1 der frühen 80er? Weil hier nicht gelangweilt eine hyperkomplexe Maschinerie von einem Riesenteam gemanagt wurde, sondern echte Kerle - und KerlInnen - man denke nur an die große Michèlle Mouton - furchteinflößende Bestien zähmen mußten!
2) Formel 1 heißt für mich, alles ist erlaubt, was ein Auto schnell macht. Ein Rad, 6 Räder, zwei Motoren, Elektro, Diesel, aktive Ansaugung an den Boden - egal, solange per se nicht gefährlich für andere (und nur deshalb habe ich Plutoniumbatterien nicht genannt ;-) )
3) die aktuelle F1 ist noch langweiliger als die öden Ovalfahrten in Amiland - GÄHN!

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Charlie Brown II 26.10.2015, 19:15
48. ...

Die genannten Gründe sind für den normalen Formel 1 Fan, bis auf die Eintrittsgelder, eher zweitrangig.

Der Formel 1 fehlen die Typen. Schumacher war wenigstens noch eine Erfolgsstory aus der Provinz aber selbst er war schon kein Alain Prost mehr. Und schon gar kein Ayrton Senna. Die interessanteste Figur der derzeitigen Formel 1 ist zu alt zum fahren. Obwohl man Lauda letztlich alles zutrauen muss ;-).

Inzwischen hat man in der Formel 1 den Fußball mit Motorbrummbrumm: Angepasste, stromlinienförmige, nichtssagende Herrn, die nichtmal einer Minderheit angehören und ganz sicher nicht hingehen und mal jemand A....loch nennen...

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tel33 26.10.2015, 19:22
49. Weiteres Problem

Uncharismatische, langweilige Fahrer und Retortenteams.
Es will halt niemand mehr diese glattgebügelten, medienkonformen Jüngelchen sehen, die sich vollautomatisierten Fahrzeugen von der Box aus über den Kurs dirigieren lassen.
Um sowas wie Red Bull wäre es auch nicht schade - was fehlt sind echte Rennteams anstatt traditionslose Markenverkäufer, für die Formel 1 nur eines von vielen Verkaufsinstrumenten ist.

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