Forum: Sport
Zukunft der DFB-Elf: Jetzt erst recht

Wie geht es nach dem WM-Aus weiter mit der Frauen-Nationalmannschaft? Einen radikalen Umbruch dürfte es nicht geben, das Gros des Teams bleibt gesetzt. Eine*schlaue Strategie, denn die Perspektiven sind gut. Nur die Defensive muss dringend renoviert werden.

Seite 2 von 13
gewgaw 11.07.2011, 12:53
10. :{[

Ich werte jetzt mal den Frauenfußballsport ein wenig auf:
Neid raus, du Pfeife!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juergene_mg 11.07.2011, 12:53
11. Tipp an den Autor

Viel weiter daneben kann man nicht liegen.
Die Aussage, dass zuvorderst die Abwehr erneuert werden müsse, dokumentiert nachhaltig den sehr geringen Kompetenzstand.

„Hinten“ und zwar ganz hinten gibt es Änderungsbedarf, die besten Tage unserer verdienten Torfrau liegen allesamt in der schon längst abgeschlossenen Vergangenheit.
Die Abwehr hat sich teilweise großartig präsentiert – das meine ich ernst.
Handlungsbedarf gibt es im Mittelfeld und im Angriff.
Die Alexandra Popp hat das Problem gehabt, dass man sie einfach nicht oft und lange genug spielen ließ.
Die Dame im Sturm, die nach dem Tor im ersten Spiel gegen Kanada von den meisten Medien hochgejubelt wurde, ist noch lange nicht Nationalmannschaftstauglich (Wenn der Maßstab England, Frankreich, Schweden, USA oder Japan ist).
Ein generelles Kopfballtraining, vor allem für die Stürmerinnen sollte Pflicht sein.
Im Spiel gegen Frankreich hat die Grings, die gewiss nicht die Längste ist, gezeigt, wie gutes Kopfballspiel geht. Man schaue sich nur die letzten zwanzig Minuten der Partie an; jeder Kopfball gehörte ihr auch gegen Französinnen, die 15 cm höher gewachsen sind.
Gegen Japan kamen genug hohe und auch platzierte Bälle von der Behringer, die trotz zwischenzeitlicher Verletzung ein gutes Spiel gemacht hat, rein; rein in den Strafraumund wurden nicht verwertet.

Zusammenfassung: alleine in der Abwehr haben wir mindestens drei Spielerinnen, die im Turnier gezeigt haben, dass sie tatsächlich Weltklasse sind.
Im Mittelfeld haben sowohl Kulig als auch Behringer gezeigt, wie unglaublich gut Fußball gespielt werden kann. Behringer war zum Beispiel in der Partie, die sie leider verletzungsbedingt verlassen musste, bis zum Ausscheiden die allerbeste auf dem Platz. Kulig zeigte eine absolute Weltklasse Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Kanada. Besonders gelobt wurden in den Medien aber die Torschützinnen.
These: wenn 80 Prozent der Spieler meines Lieblingsvereins in der Bundesliga die Einstellung, den Charakter,die Leidenschaft und die Fußballintelligenz einer Peter, Krahn, Schmidt, Bartusiak, Kulig und Behringer zeigen würden - jeden Samstag - wir würden mindestens aller drei Jahre Meister - vorausgesetzt wir hätten die Stürmer, die die Bälle vorne rein machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frubi 11.07.2011, 12:54
12. .

Zitat von Mülheimer
Ich dachte eigentlich, dass Problem ist die Offensive! Gegen Japan hört man ist denen doch nach vorne überhaupt nichts eingefallen. Naja, Hochmut kommt vor dem Fall: "Dritte Plätze sind was für Männer" und "Männer wir rächen Euch". Gegen diese Sprüche hätte man vorgehen müssen, aber Frau fand sie wohl gut. Jetzt lachen die Männer über solche großmäuligkeit.
Dieser dämliche Spruch kam doch aus den Kelleretagen der DFB-Marketingabteilung oder von einer schnöden Argentur. Ich gehe jede Wette ein, dass die Spielerinnen ebenfalls nicht viel von solchen Sprüchen gehalten haben. Die wissen schon genau, wo sie sich einordnen müssen. Ich hätte mir vieleicht im Vorfeld ein etwas mehr Ehrlichkeit der Spielerinnen gewünscht. Vieleicht hätte man des öfteren ansprechen sollen, dass dieser Hype einen zu großen Druck auslösen könnte. Spielerisch haben unsere Frauen eigentlich alles drauf. Das konnte man in der Vorbereitung und gegen Frankreich gut sehen. Es hat halt letztlich die Leichtigkeit gefehlt und die hatte wiederum Japan. Wenn wir auch schon ausscheiden, dann gegen eine Manschaft wie Japan. Die haben zwar auch nicht den besten Fußball gespielt aber ich gönne es dieser Nation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harmlosarm 11.07.2011, 12:55
13. dann sollte.......

Zitat von sysop
Wie geht es nach dem WM-Aus weiter mit der Frauen-Nationalmannschaft? Einen radikalen Umbruch dürfte es nicht geben, das Gros des Teams bleibt gesetzt. Eine*schlaue Strategie, denn die Perspektiven sind gut. Nur die Defensive muss dringend renoviert werden.
......Frau Neid auch mal in sich gehen und über ihre offensichtlich gemachten Fehler und über den Vorwurf der Arroganz nachdenken. Wenn im Artikel zum künftigen Kader über heute 30- oder 32-Jjahrige sinniert wird, sollte Frau Neid eine um ihre in der öffentlichen Meinung gesunkene Führungsqualität entfachte Diskussion bzgl. Beteiligung der im Jahre 2013 oben genannten und dann älteren Akteurinnen höchste Priorität einräumen. Subtile Trotzreaktionen a la Löw und eigene Fehler negierende Überheblichkeit helfen dem Team und ihr nicht weiter.

Was den Rentenvertrag des DFB betrifft, darüber sollte man den Mantel des Schweigens decken und nicht nachdenken. Jeder an großen Zielen gescheiterte Trainer wußte bisher, was sich gehört !!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tränengas 11.07.2011, 13:01
14. Tränenden Auges in die Versenkung

Sportlicher Misserfolg ist immer schlimm. Schlimmer ist, dass sich Frauenfußball dem wohlmeinenden Betrachter als grottenschlechtes Gekicke offenbart hat, das vor Mitleid tränende Augen hervorruft. Und das, nachdem höchste Erwartungen geweckt worden waren.
Die Luft ist raus, für lange Zeit; der Frauenfußball hat sich selbst versenkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watermark71 11.07.2011, 13:08
15. Das war eine ganz ganz ärmliche Leistung

Zitat von mcf1975
Auch die Trainerin hat in der WM, nehme ich an, dazu gelernt. Wie sie ja auch schon selbst reflektierte, war das mediale Interesse und der öffentliche Fokus eine ganz neue Erfahrung. ....
Also jetzt sollen DIE MEDIEN und das INTERESSE der Öffentlichkeit Schuld sein an der mehr als dürften Leistung der weiblichen Nationalelf?
Ich bin ja immer bereit mir irgendwelche auch abstruse Ausreden anzuhören. Bin ja irgendwie auch Vater. Aber immer dann wenn es zu extrem wird, so a la die Aliens haben mir mein Geld geklaut, ich konnte den letzten Bus nicht erwischen weil der Fön meiner Freundin kaputt war... da melden sich dann doch Zweifel.

Mein Fazit: Frau Neid und / oder ihr Team haben nicht realisiert, dass ihre Klasseleistung in der Vergangenheit liegt. Auch der Frauenfussball hat sich gewandelt. Da muss man sich dann fragen ob "das ist die beste Trainerin, die Deutschland gewinnen konnte..." wirklich ein Kompliment darstellt - oder eher ein Dolchstoß in die Brust, der nur von unserer Presse nicht so richtig verstanden wurde. Ich sachs mal so: wenn ich mir mangels Geld nur ein 30 Jahre altes Auto leisten kann - dann ist das unterm Strich auch "das Beste, was ich mir leisten konnte"...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willem.fart 11.07.2011, 13:08
16. Kreisklassenfußball in der Weltspitze

Was veranlasst eigentlich die Medien sich mit dieser Hype so unglaubwürdig zu machen?
Der Frauen-Fußball ist dieses Aufhebens nun wirklich nicht wert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watermark71 11.07.2011, 13:12
17. Hm, sehe ich etwas anders

Zitat von tränengas
Sportlicher Misserfolg ist immer schlimm. Schlimmer ist, dass sich Frauenfußball dem wohlmeinenden Betrachter als grottenschlechtes Gekicke offenbart hat, das vor Mitleid tränende Augen hervorruft. Und das, nachdem höchste Erwartungen geweckt worden waren. Die Luft ist raus, für lange Zeit; der Frauenfußball hat sich selbst versenkt.
Würde ich so nicht sagen. USA vs Brasilien war schön anzusehen. Die Luft (Lust) ist nur aus aus dem deutschen Frauenfussball - und das sehr zu recht. Vollmundig versprochen. Nix geliefert. Blender nennt man so etwas in der Wirtschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
privatbahn 11.07.2011, 13:20
18. Mangelnde Selbstkritik, aber viel Selbstüberschätzung

Zitat von sysop
Wie geht es nach dem WM-Aus weiter mit der Frauen-Nationalmannschaft? Einen radikalen Umbruch dürfte es nicht geben, das Gros des Teams bleibt gesetzt. Eine*schlaue Strategie, denn die Perspektiven sind gut. Nur die Defensive muss dringend renoviert werden.
Mich überrascht das geringe Maß an Selbstkritik - vorallem aus dem Munde der Bundestrainerin.
Gewiß, würde diese WM irgendwo anders auf der Welt stattfinden, das Interesse bei den Deutschen wäre vergleichsweise gering ausgefallen. Es mag sein, dass vieles was da in den letzten Tagen von außen (Kulisse, Erwartungshaltung, Art der Berichterstattung...) kam, sich auf das Team ausgewirkt hat, aber als Entschuldigung allein wird des kaum herhalten können.

Eine Personalie wie Birgit Prinz während eines Endrunden-Turniers auf diese Weise in den Fokus zu rücken, hätte ein Jogi Löw unterlassen. Da wäre im Vorfeld eine entsprechende Entscheidung gefallen.

Die taktischen Entscheidungen aus dem Japan-Spiel lassen zumindest insoweit Zweifel an Frau Neid zu, dass die Frage erlaubt sei, ob sie am Samstag selbst ihren besten Tag am Spielfeldrand hatte?

Besonders bitter finde ich den Ausgang des Ganzen unter dem Blickwinkel der PR-Aktivitäten im Vorfeld (Stichwort: der 3. Platz ist nur was für Männer). Typische mediale deutsche Selbstüberschätzung. Schöner Schlammassel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
privatbahn 11.07.2011, 13:25
19. Wagner trifft es auf seine Weise auf den Punkt

Zitat von flötrolf
Wenn es taktisch und spielerisch nicht reicht, hat die Trainerin von außen die Möglichkeit über Auswechselungen einzugreifen. Dazu bedarf es (i) einer taktischen Analyse, und (ii) der Analyse der körperlichen .....
Bin sicher kein Freund von diesem Herren.
Aber hiermit trifft er es auf den Punkt.
http://www.bild.de/news/standards/fr...4984.bild.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 13