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Zukunft des Fußballs: Wie der DFB das Frauennationalteam sabotiert
REUTERS

Das Rampenlicht WM ist für die deutschen Fußballerinnen erloschen. Nun gilt es, den Sport nachhaltig zu fördern. Der DFB hat daran aber wenig Interesse - obwohl es viele leicht umzusetzende Ideen gibt.

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orca20095 02.07.2019, 14:31
90. Das ist ja eine witzige Kolumne,

kann man das für alle Sportarten so fordern, so ganz ohne Frage nach dem Geschlecht?? Als Wasserballer fände ich das richtig toll.
Was hebt denn den Frauenfußball gegenüber anderen Sportarten heraus, dass die Forderungen nur dafür erhoben werden. Also lieber Autor, entweder ganz oder gar nicht, oder vielleicht finden Sie noch ein paar andere Argumente, wie dem Frauenfußball auf die Beine zu helfen ist. Vielleicht so: Wenn Papa zum Männerfußball geht, muss Mama zum Frauenfußball gehen. Wär ja ein Anfang zum Generieren von Finanzquellen.

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Don Slawinde 02.07.2019, 15:26
91. @Karla Winterstein

Joa, es ist "erwünscht". Allerdings nicht vom "DFB" sondern lediglich von den Frauen im DFB. Interessant in jedem Fall, dass die Grenze immer weiter nach oben verschoben wurde, bleibt aber die Frage warum sie überhaupt noch existiert. Wenn 17jährige Mädchen mit den Jungs spielen können, warum können das 18jährige dann nicht mehr?!?
Ohne diese Grenze (dieses VERBOT) würde übrigens trotzdem keine Frau in der Herren-Bundesliga spielen, aber selbst eine Frau in der 3. Liga bspw. wäre ja schon interessant.
Ob das allerdings (insbesondere für die Frauen selbst) erstrebenswert ist bei den Männern mitzuspielen, dessen bin ich mir nicht sicher.

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pollux_1969 02.07.2019, 16:02
92. Zeit-Artikel ist deutlich besser

Die hier vorgetragenen Vorschläge würden nichts bewirken, abgesehen von der geradezu lächerlichen Forderung nach einem Stammplatz nach der Babypause... Im "besten" Fall hat frau drei Jahre lang nicht trainiert und darf wieder in die Nationalmannschaft wegen der alten Verdienste. Sowas ist doch unhaltbar.
Der ZETI-Artikel offeriert bessere Ideen, die das Spiel spannender und schneller machen würden, aber das kann der Autor wohl nicht erkennen. Sein journalistisches Niveau dümpelt auf dem der Frauen-WM.

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pjotrmorgen 02.07.2019, 16:12
93. Denkfehler

Zitat von Don Slawinde
Zu bestreiten, dass Männer "sooooooo verschieden" sind ist tatsächlich hanebüchen, spielt im weiteren aber keine Rolle. Die Mixed im Tennis sind zwar etabliert, richtig interessieren tun sie aber auch nicht was natürlich mehrere Gründe hat. Da es zwingend (!) 50:50 (bzw. 1:1) gemischte Teams sind, ist es logisch, dass da "kein Schwein über körperliche Unterschiede labert", es gibt sie in diesem Fall schlicht nicht. Ansonsten ist es aber auch im Tennis so, dass Herren-Tennis etwas anderes als Damen-Tennis ist, eben wegen der körperlichen Unterschiede, ohne bewerten zu wollen, was davon ansehnlicher ist. ... Ich glaube aber, dass es zu wenige Mädchen schaffen würden als das sich gemischte Teams wirklich etablieren könnten. Das Verbot dazu gehör aber tatsächlich überdacht.
Der große Denkfehler aller und meist männlicher "Frauenfussballexperten" ist die Annahme, dass ein Mann aufgrund der Durchschnittsbetrachtungsweise immer Frauen körperlich überlegen wäre. Gerade wenn es um Körpergröße, Athletik, Sprintfähigkeit, Koordination und Präzision liegen für jeden einzelnen Bereich bei Männern und Frauen Gauß´sche Normalverteilungen vor (ja die bekannten Glockenkurven). In jedem Fall dürfte das Mittel bei den Männern "besser" liegen, doch individuell gibt es einfach Frauen die größer als die meisten Männer, sogar muskulöser als die meisten Männer, schneller als die meisten Männer, geschickter als die meisten Männer usw. sind. Das sind zwar nicht viele, doch diese Frauen können eben mit den eher normalverteilten Fussballern mithalten - mit den ganzen Couchpotatoes im Forum, die nämlich die eigentlichen Schreier nach den gewaltigen Unterschieden sind, sowieso. Auf jeden Fall sollte das Experiment gewagt werden. Vor allem bei den Kinder/Jugendmannschaften könnte man problemlos wie bei G gemischte Mannschaften auch für die Altersklassen E und F zulassen bzw. eigene Ligen dafür einrichten. Langfristig müsste man dies dann auf die höheren Altersklassen ausweiten.

Wer geht davon aus, dass es keine Unterschiede gibt? Wenn ich 11 Frauen einsetze, die athletisch wie Siebenkämpferinennen sind und gegen 11 männliche Couchpotatoes des Forums einsetze, werden die nach einer Frauenquote betteln, um eine Chance zu haben. Aus pragmatischen Gründen würde ich aber eine Mindestquote von jeweils 4 Männern bzw. 4 Frauen einführen. Es gibt kein Gesetz, dass hier Experimente verbietet. Wenn am Ende mehr Frauen Fusball spielen und Spass daran haben, kann das nur positive Effekte haben, abgesehen von den üblichen Blessuren, die es beim Fussball immer gibt.

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deho0209 02.07.2019, 16:16
94.

Das Problem ist halt auch das Interesse der Zuschauer. Viele guggen sich die Damen halt nur an wenn die Nationalmannschaft spielt und dann auch nur bei der WM oder EM. Die Frauen Bundesliga zieht halt nicht! Vorallem gibt es fast nur noch Vereine von Männer Bundesliga Clubs. Da gibt es auch zb das Problem das die Herren vom FC Bayern Sonntags abends zb in Freiburg spielen und die Damen morgens oder Mittags in Potsdam oder weiß der Geier wo. Der DFB hatte die Chance Anfang der 2000er Jahre als der Frauen Fussball durch die WM und EM Titel boomte, etwas drauß zu machen. Hat man aber mal wieder verschlafen. Jetzt hinkt man mal wieder den andern hinterher. Und wenn sich nix ändert, dann wird der Deutsche Frauenfussball International weiter nach unten gereicht.

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steueragent 02.07.2019, 16:52
95. @Don Slawinde Ich denke, 17 Jahre (U17) ist im Moment die Grenze.

Zitat von Don Slawinde
Joa, es ist "erwünscht". Allerdings nicht vom "DFB" sondern lediglich von den Frauen im DFB. Interessant in jedem Fall, dass die Grenze immer weiter nach oben verschoben wurde, bleibt aber die Frage warum sie überhaupt noch existiert. Wenn 17jährige Mädchen mit den Jungs spielen können, warum können das 18jährige dann nicht mehr?!? Ohne diese Grenze (dieses VERBOT) würde übrigens trotzdem keine Frau in der Herren-Bundesliga spielen, aber selbst eine Frau in der 3. Liga bspw. wäre ja schon interessant. Ob das allerdings (insbesondere für die Frauen selbst) erstrebenswert ist bei den Männern mitzuspielen, dessen bin ich mir nicht sicher.
Vielleicht ist das in zehn Jahren anders. Aber im Moment geht nicht mehr, denn die Leistungsunterschiede sind zu groß. Außer in den ganz unteren Klassen. Aber eine sehr gute Fußballerin hat ja auch nicht unbedingt Lust, bei einer Gurkentruppe mitzuspielen nehme ich an.

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aprilhh 02.07.2019, 17:22
96.

Natürlich, ganz klar. Liegt am bösen DFB, dass sich keiner für Frauen Fußball interessiert. Vielleicht liegt es auch am Sport selbst, dass der deutsche Frauen Fußball Meister, so ungefähr 1000 Zuschauer pro Heimspiel hat. Die Frauen Mannschaft von BMG hat 200 Zuschauer im Schnitt. Warum sollte man also in diesen Sport Zeit und Geld investieren? Die Frauen NM würde gegen jeden Vertreter im DFB-Pokal, einschließlich 6. Ligisten, zweistellig verlieren. Nur um mal so das Niveau zu umreißen.
Und unsere Gender Experten hier, die irgendwas von Leistungsgleichheit fasseln. Realitätsfremd. Leider sind Männer und Frauen eben nicht zu gleichen sportlichen Leistungen fähig. Einfach mal die Olympia Rekorde in den vielfältigen Sportarten vergleichen. Da sollte dann alles geklärt sein.
Die Amerikaner hatten ja die glorreiche Idee, dass Tansgender bei Frauenwettkämpfer antreten dürfen. Die pulverisieren jeden Rekord. Absolut unsportlich gegenüber biologisch echten Frauen. Aber hauptsache die SJW sind happy.

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im_ernst_56 02.07.2019, 17:30
97.

Zitat von pjotrmorgen
Der große Denkfehler aller und meist männlicher "Frauenfussballexperten" ist die Annahme, dass ein Mann aufgrund der Durchschnittsbetrachtungsweise immer Frauen körperlich überlegen wäre. Gerade wenn es um Körpergröße, Athletik, Sprintfähigkeit, Koordination und Präzision liegen für jeden einzelnen Bereich bei Männern und Frauen Gauß´sche Normalverteilungen vor (ja die bekannten Glockenkurven). In jedem Fall dürfte das Mittel bei den Männern "besser" liegen, doch individuell gibt es einfach Frauen die größer als die meisten Männer, sogar muskulöser als die meisten Männer, schneller als die meisten Männer, geschickter als die meisten Männer usw. sind. Das sind zwar nicht viele, doch diese Frauen können eben mit den eher normalverteilten Fussballern mithalten - mit den ganzen Couchpotatoes im Forum, die nämlich die eigentlichen Schreier nach den gewaltigen Unterschieden sind, sowieso. Auf jeden Fall sollte das Experiment gewagt werden. Vor allem bei den Kinder/Jugendmannschaften könnte man problemlos wie bei G gemischte Mannschaften auch für die Altersklassen E und F zulassen bzw. eigene Ligen dafür einrichten. Langfristig müsste man dies dann auf die höheren Altersklassen ausweiten. Wer geht davon aus, dass es keine Unterschiede gibt? Wenn ich 11 Frauen einsetze, die athletisch wie Siebenkämpferinennen sind und gegen 11 männliche Couchpotatoes des Forums einsetze, werden die nach einer Frauenquote betteln, um eine Chance zu haben. Aus pragmatischen Gründen würde ich aber eine Mindestquote von jeweils 4 Männern bzw. 4 Frauen einführen. Es gibt kein Gesetz, dass hier Experimente verbietet. Wenn am Ende mehr Frauen Fusball spielen und Spass daran haben, kann das nur positive Effekte haben, abgesehen von den üblichen Blessuren, die es beim Fussball immer gibt.
Der Fehler in Ihrer Annahme besteht darin, dass sich im Leistungssport - über den reden wir hier, denn Ausgangspunkt war das schlechte Abschneiden der DFB-Auswahl - nicht Durchschnittsmenschen wiederfinden, sondern solche, die für die betreffende Sportart überdurchschnittlich begabt sind, also bereits eine Auswahl. Das gilt selbst für die 3. Liga und für die U-23-Mannschaften der Bundesligisten, die sich in den 4. Ligen herumtreiben. Alles was darunter ist, wäre für Frauen, die fußballerisch begabt sind, finanziell und vom Zuschauerinteresse nicht interessant. Und auch in der 5. Liga werden sie keine Couch-Potatoes finden. In den genannten Ligen 1 - 4 hätten aber selbst sehr gute Frauen kaum eine Chance auf die Ersatzbank, geschweige denn eine Chance auf dem Einsatz auf dem Spielfeld. Mit mathematischen Betrachtungen und Kenntnissen der Gaußschen Normalverteilung können sie keine vernünftige Frauenquote in Männermannschaften im Leistungssport begründen. Und was würde es den fußballspielenden Frauen nützen, wenn eine oder zwei unter Hundert vielleicht den Sprung in einer Mannschaft der 4. Liga schafft. Im Kinder- und Jugendbereich gibt es mindestens bis zur C-Jugend gemischte Mannschaften. Insofern ist Ihr Vorschlag nicht neu.

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caracinho 02.07.2019, 17:31
98. Zu hohe Erwartungen

Im DFB haben alte weiße Männer das Sagen. Eine Veränderung ist nicht in Sicht. Was soll man da anderes erwarten?!

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Karla Winterstein 02.07.2019, 17:42
99. Die Grenze ist schon recht hoch

Zitat von Don Slawinde
Wenn 17jährige Mädchen mit den Jungs spielen können, warum können das 18jährige dann nicht mehr?!?
Ich habe kürzlich ein Interview mit Lena Oberdorf gelesen, die bis vor etwas mehr als einem Jahr in einer gemischten U-17-Mannschaft gespielt hat (das ist meines Wissens die B-Jugend, bin mir aber nicht ganz sicher).

Wer sie letzte Saison in der Bundesliga gesehen hat oder jetzt bei der WM, der wird zugestehen, dass sie ausgesprochen durchsetzungsfähig im Zweikampf ist und zur Not auch "Blutgrätschen" ansetzt. Ausserdem war ersichtlich, dass sie zu den schnelleren Spielerinnen gehört.

Bezüglich ihrer Spiele in der gemischten Mannschaft sagte sie unter anderem, dass sie Geschwindigkeitsnachteile gegenüber den Jungens durch Zweikampfstärke ausgleichen musste.

Ausserdem kam zur Sprache, dass sie von gegnerischen Spielern manchmal beschimpft wurde, aber auch Opfer von Frustfouls war, weil es Gegner nicht verkrafteten, von einem Mädchen überspielt zu werden. Nach eigener Aussage machte ihr das nicht viel aus, weil sie dadurch Spielhärte lernte.

In höheren Altersklassen sind Jugendliche und Männer noch schneller und auch kräftiger, so dass es mindestens zwei Probleme geben kann.

Einmal kommen Frauen bezüglich Antritt und Geschwindigkeit dann keinesfalls mehr mit (siehe beispielsweise Leichtathletik). Sie könnten also nur noch in einer niederen Klasse mit relativ langsamen Männern spielen, die aber wahrscheinlich seitens des technischen Niveaus auch nicht sonderlich gut sein werden. Das bringt nicht mehr wirklich etwas.

Zweitens können Fouls von deutlich schwereren und grösseren Männern üblere Konsequenzen haben. Wenn sie also angenommenerweise in einer unteren Klasse mit technisch schlechteren Spielern auflaufen, dann könnte das zu Frustfouls führen, die gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Das will nun aber niemand.

Wahrscheinlich haben Erfahrungen über Jahre gezeigt, dass es bei den besten Spielerinnen noch bis zur U-17 geht. Bei älteren Mädchen und Erwachsenen kann ich mir das im höherklassigen Bereich nicht vorstellen.

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