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Zukunft des Fußballs: Wie der DFB das Frauennationalteam sabotiert
REUTERS

Das Rampenlicht WM ist für die deutschen Fußballerinnen erloschen. Nun gilt es, den Sport nachhaltig zu fördern. Der DFB hat daran aber wenig Interesse - obwohl es viele leicht umzusetzende Ideen gibt.

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Ekkehard Grube 01.07.2019, 17:18
20. Volle Zustimmung zu dem Artikel!

Es ist abgrundtief beschämend und lächerlich, dass in Deutschland für die Förderung des Frauenfußballs zu wenig und dann auch noch das Falsche getan wird.

Und das, obwohl man weiß, wie andere Länder da rangehen.

Noch unverständlicher:

In keiner anderen Mannschafts- oder Einzelsportart wird ein derartiges Affentheater darum gemacht, das sie auch von Frauen ausgeübt wird.

Nur der Fußball soll ein Männerreservat sein.

Balla-balla, diese Einstellung zum Frauenfußball.

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alter Schwede 1965 01.07.2019, 17:18
21. Tja, wenn die Ideologie versucht

die Vernunft zu übertrumpfen, dann kommt so ein Artikel raus. Der Autor, übrigens der gleiche Autor, der schrieb, dass die Frauenfussballnationslmannschaft nicht mehr von jeder männlichen U15 Mannschaft der Bundesliga geschlagen werden würde, und jede vorgelegte Statistik dazu nicht kommentieren wollte, kommt jetzt auf die Idee, dass die Spielerinnen der Bundesliga unterbezahlt seien und diese Ungerechtigkeit durch den DFB ausgeglichen werden müsste. Erstens verkennt er, dass die Gehälter in der Bundesliga keinen Bezug mehr zu einer Arbeitsleistung haben. Sie sind vielmehr Künstlergagen, die sich einer objektiven Bewertung entziehen. Zweitens wollen in Deutschland im Schnitt 800 Menschen eine Bundesligaspiel der Damen anschauen. 43.400 wollen im Schnitt für ein Bundesligaspiel der Männer Geld ausgeben. Also 54x soviel Interesse, bei höheren Preisen, also umgerechnet Faktor 100. Die Frauen hätten bei einem WM Titel lediglich eine um Faktor 4,5 kleinere Prämie kassiert. Drittens wird bei den meisten Sportarten mit einem so geringen Zuschauerinteresse sehr wenig für Spielervergütungen ausgegeben. So zum Beispiel Männerhockey, die immerhin olympisch mit Anstand erfolgreichste Sportart, aber mit mickrigen Gehältern im Verhältnis zum betriebenen Trainingsaufwand und Professionalität der Sportler. Und was macht Krämer? Er fordert mehr Geld für Fußballerinnen, weil in USA mehr Geld bezahlt wird, von der Franchiseliga. Er hat es nicht verstanden. Solange nur wenige Frauenfußball anschauen wollen, wird dort nur wenig Geld bezahlt. Siehe die meisten Sportarten außerhalb von Fußball, Tennis, Golf und Reiten.

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AchimDirks 01.07.2019, 17:22
22. Bezahlbarer Stream

Was helfen könnte, wäre es alle Spiele der Bundesliga über eine eigene Plattform zu streaman für kein oder wenig Geld. Bei den Herren braucht man drei Abos um alles zu sehen. Wenn man die Spiele der Damen einfach sehen könnte, könnte das den einen oder anderen zum Einschalten verleiten.

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ohjeee 01.07.2019, 17:24
23.

Zitat von konterspieler
und neben den Amerikanerinnen die erfolgreichste Frauen-Nationalmannschaft der Welt. Wie konnte es überhaupt zu diesem sportlichen Niedergang kommen? Dieser Aspekt fehlt in Ihrem Artikel ganz! Das wäre aber wichtig zu wissen. Haben sich die dfb-Funktionäre auf den Erfolgen der Frauen selbstgefällig ausgeruht, nach dem Motto: die gewinnen ja so schon Alles, wofür sollten die noch Förderung benötigen? Die dfb-Frauen sollten mal so richtig auf den Putz hauen und nach dem Vorbild der grossartigen Schülerinnen von fridays for future die Nationalmannschaft bestreiken und solange nicht mehr antreten, bis der DFB sein Konzept der Minimalförderung gründlich überarbeitet! Dafür müssten sich aber alle Spielerinnen einig sein und es dürfte keine "Streikbrecherinnen" geben. Es muss so richtig "knallen", sonst ändert sich gar nichts! Das ist überall so. - Apropos: Wer hat eigentlich Lust, sich für 250 EURO auf die Knochen treten zu lassen...?
wie viele U15-Jungs bekommen überhaupt 250 Euro, anstatt monatlich noch Beitrag zahlen zu müssen? Und selbst die liegen noch über der Leistung der Damen und machen das jedes Wochenende freiwillig.
Oder schauen Sie sich doch mal teilweise die Holzer in der Kreisliga an... Spielen besser als die Frauennationalmannschaft, und für die gibts auch kein Geld, müssen aber noch Vereinsbeiträge bezahlen für kaputte Knochen.
Erfolgreich ist das eine. Attraktiver Fußball, der zum (regelmäßigen) Anschauen einlädt und dabei auch noch Geld in die Kasse spült (und nicht auf kostenfreien Eintritt angewiesen ist, damit überhaupt wenige hundert Zuschauer ins Stadion kommen) das andere.

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fcstpauli 01.07.2019, 17:25
24. Henne und Ei

Die Diskussion dreht sich mal wieder im Kreis. Wenn beklagt wird, dass zu wenig investiert wird und sich deshalb keiner interessiert, dann ist es wenig sinnvoll zu antworten, dass man wenig investiert, weil sich eben niemand interessiert.
Der DFB sollte die Ziele klar artikulieren. Ist es die Förderung des Sports, dann gibt es keinen Grund, sich ausschließlich auf Männer zu konzentrieren. Geht es dem DFB um die Bedienung eines Marktes, um möglichst viel Geld zu generieren, dann wird er vermutlich die Frauen weiter ignorieren.
Beides wäre womöglich legitim und vermutlich liegt das Ziel in der Mitte, es ist aber notwendig, das mal sauber zu formulieren, sich dann anschließend an die eigenen Zielvorgaben zu halten und sich am Erfolg messen zu lassen.
Alles andere ist Blabla.

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Nonvaio01 01.07.2019, 17:26
25. Warum macht Spon nicht den anfang?

In der Spon sport redaktion gab es auch keine Frau die ueber frauenfussball WM berichtet hat, alle berichte waren von maennern. Warum? Wollte man keine Frau einstellen, oder gab es schlicht keine? Wenn es keine gibt sollte man sich fragen warum? Weil es sich nicht lohnt extra eine Frau einzustellen die ueber die Frauen BL berichtet?

Warum liest man nicht im Sportteil von den Frauen ergebnissen genausoviel wie von den Maennern? Liegt es daran weil das keine clicks, und damit kein Geld genereirt? Geld ist doch egal beim Frauen sport? Wer solche Artikel schreibt sollte mit gutem beispiel vorran gehen.

Der Frau in der Readktion das gleiche zahlen wie den Maennern und die berichtet dann ueber die spiele. das wird leider nie passieren weil Ihr gehalt nicht ueber werbung finanziert werden kann da keiner die artikel liest, bzw nicht genug leute.

Wein Predigen und Wasser Trinken.....

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aliof 01.07.2019, 17:28
26. Ich kenne ja nicht den Artikel in der ‚Zeit'

.. Artikel in der ‚Zeit'
.. dessen Ideen Herr Krämer in seinem Kommentar als fragwürdig bezeichnete, und die mann den Frauen ‚verpassen' wollen würde ..

Aber auf die Idee, das Fußballtor erst mal kleiner zu haben, waren auch wir kleinen Männer (damals Kinder) gekommen, und auch unsere Spielfelder waren deutlich kleiner. Und niemand hatte dazu beim DFB nachgefragt, oder bei Mama. Und genau diese Flexibilität machte den Sport aus.

Konkret auf die gerade abgelaufene WM bezogen, fiel mir bei der Hälfte der gefallenen Tore auf, daß die Torhüterinnen ihre Hand zwar genau Richtung Ball ausstreckten, ihn aber nicht erreichen konnten ..

.. aber bei Anpassung der Dimensionen der Spielfelder und Geräte an die relativen Körpergrößen und Kräfte hätten sie die Bälle gehabt.
Und könnten so vergleichbare sportliche Ergebnisse resultieren (siehe Volley- und Basketball, Leichtathletik, Boxen, Judo …).

In EINEM Punkt stimme ich Herrn Krämer aber zu : es ist Sache der Betroffenen, sich nach deren Belieben zu organisieren.

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ohjeee 01.07.2019, 17:29
27.

Zitat von briancornway
Spielen in der Kreisliga nicht ausschließlich Amateure ? Dann wäre der Vergleich mit den Profis von vornherein unangemessen, oder ? Alle argumentieren immer mit dem wirtschaftlichen Profit und den Einschaltquoten. Aber wollen wir wirklich jeglichen Profisport nur noch als Unterhaltungs-Produkt behandeln und den Amateursport dann als privates Hobby ohne Anspruch auf Respekt und Aufmerksamkeit ?
natürlich spielen da nur Amateure, weil sie nicht ausreichend bezahlt werden, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Warum sollten die Frauen so bezahlt werden wie Männerprofis, wenn sie schlechter leisten, als Männer-Amateure und kein Interesse bei den Zuschauern wecken? Das wird auch nicht besser, wenn Politik und die Öffentlichen TV-Sender noch mehr Frauenfußball pushen

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irgendwieanders 01.07.2019, 17:30
28. zwei Aspekte

1. spätere Anstoßzeiten / höheres Interesse
Schon heute ist es so, das zu den meisten Länderspielen im Frauenfußball Schulklassen etc. gekarrt werden, welche dann für ein volles Stadion sorgen, das wäre bei Anstoßzeiten um 20.15 eher nicht mehr der Fall.

2. Versorgung von Spielerinnen, welche schwanger sind
Sehr interessanter Ansatz. und bis zur welchen Klasse soll das gelten? Kreisliga? Kann sich da jede Frau noch schnell melden und es gibt zusätzliches Elterngeld vom DfB? Oder nur für Nationalspielerinnen?

Im Großen und Ganzen kann es nur mehr Geld geben, wenn sich die Leistungen deutlich nach oben bewegen, und da geht es erst einmal nicht um die Bezahlung, sondern um die Begeisterung. Wenn viele Mädchen einfach nicht Fußball spielen wollen, weil es andere, interessantere Freizeitbetätigungen gibt, dann ist das so.

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ThomasS79 01.07.2019, 17:36
29. Ver"markt"ung folgt den Regeln des Marktes...

Bei so viel Realitätsverlust wie in diesem Beitrag bleibt man ratlos und kopfschüttelnd zurück, und fragt sich erstens - wer und warum soll das alles bezahlen, und zweitens, wen interessiert das wirklich? Warum soll gerade der Frauenfußball über "Querfinanzierung" aus sehr fragwürdiger Fremdargumentation der Gender-Parität anderen Sportarten noch weiter begünstigt werden? Denn das passiert schon ausufernd - mit ausbleibenden Erfolg! Da nützt der wiederkäuende Blick in die USA auch nichts - wobei den Zahlenspielereien auch eine Interpretation und Zuordnung erfolgen sollte, unter Einbeziehung der amerikanischen, heiligen Dreifaltigkeit - Football, Base- und Baskeball - bleibt davon eben auch in den USA nur eine Randsportart übrig! Gemessen an der Aufmerksamkeit, wird Frauenfußball in D schon weit über Wert vermarktet, das ist die Realität! Was hier passiert ist, dass die Gleichstellungsdebatte in völlig irrationaler und unsinniger Weise auf eine Sportart projiziert wird! Das ist in höchstem Maße unredlich und verwerflich, dass einem die Spucke wegbleibt! Will sich der Frauenfußball tatsächlich selbständig besser vermarkten - denn das wäre der aufrichtige und ehrliche Weg - fände ich Gedanken wie kleinere Spielfelder den richtigen Ansatz! Das Fehlen von Geschwindigkeit und Dynamik im Spielablauf ist ein oft dargestelltes Problem. Es handelt sich also weniger um eine Wahrnehmungsstörung der kritischen Zuschauer, die durch andere Qualitäten "weggemacht" wird, sondern um ein offensichtliches Problem! Die mittlerweile wahrnehmbare Peinlichkeit wie in der Berichterstattung zum Frauenfußball, inklusive fehlender Stimmung, katastrophaler Technik (schon in der Ballannahme), völlig lahmarschigen Beschleunigungen und ausbleibender Dynamik, halbleeren Kleinst-Stadien mit übergroßen Werbebannern, ausbleibenden Totalaufnahmen und ton-technischen Tricks um einen Hauch von Stimmung zu erzeugen - es ist nur noch zum fremdschämen! Wenn wir wirklich keine anderen Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens haben, die Aufmerksamkeit und Gelder bedürfen - na dann gute Nacht! Man bin ich froh, wenn die Bundesliga wieder los geht!

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