Forum: Sport
Zum Tod von Matti Nykänen: "Die Hölle ist nicht so schlimm wie mein Leben"
imago

Immer wieder sprach Matti Nykänen von einem Neuanfang. Doch er gelang nicht. Erinnerungen an einen faszinierenden und zugleich tragischen Skispringer.

Seite 1 von 2
kreuzberger36 04.02.2019, 17:07
1. Schade!

Hat den jemand versucht zu helfen? Ach nee, ist zu schwierig und passt nicht ins Konzept! Kommt mir auch so vor! Dann alleine weiter! Manchmal böse, manchmal heiter! Ruhe er in Frieden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sozialismusfürreiche 04.02.2019, 17:42
2. Sie haben echt gut reden.

Zitat von kreuzberger36
Hat den jemand versucht zu helfen? Ach nee, ist zu schwierig und passt nicht ins Konzept! Kommt mir auch so vor! Dann alleine weiter! Manchmal böse, manchmal heiter! Ruhe er in Frieden!
Tja. Das ist dann wohl die Hölle für die Helfer. Wie lange kann Jemand Hilfe (auf Familie, Freunde, Bekannte und ehemalige Arbeitgeber) anbieten, die vom Alkoholiker nicht angenommen wird? Die Hilfe missbraucht wird um dann weitersaufen zu können. Ganz, ganz schwierig.

Sie haben echt gut reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karend 04.02.2019, 18:05
3. .

Zitat von kreuzberger36
Hat den jemand versucht zu helfen? Ach nee, ist zu schwierig und passt nicht ins Konzept! Kommt mir auch so vor! Dann alleine weiter! Manchmal böse, manchmal heiter! Ruhe er in Frieden!
"Hat den jemand versucht zu helfen?"

Helfen kann man leider nur Personen, die sich helfen lassen wollen. Das ist leider so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Spatz aus der Asche 04.02.2019, 19:05
4. Halb richtig !

Zitat von sozialismusfürreiche
Tja. Das ist dann wohl die Hölle für die Helfer. Wie lange kann Jemand Hilfe (auf Familie, Freunde, Bekannte und ehemalige Arbeitgeber) anbieten, die vom Alkoholiker nicht angenommen wird? Die Hilfe missbraucht wird um dann weitersaufen zu können. Ganz, ganz schwierig. Sie haben echt gut reden.
Einem Alkoholiker braucht und kann man nicht helfen. Das einzige was hilft ist aufhören zu saufen. An dieser Stelle möchte ich die Anonymen Alkoholiker nennen, die aus meiner Erfahrung das Problem erfasst haben und Chancen zur Abstinenz bieten. Natürlich in typisch amerikanischer Art: unkonventionell, erfolgsorientiert, tabulos. Man muss nicht wissen warum etwas funktioniert, es muss nur funktionieren. Natürlich geht sowas in die deutschen Behördenschädel und geldgeilen Professorenschädel nicht hinein, die immer mehr dabei sind, erfolglose Therapien mit Medikamenten und Psychologie zu installieren. Einzige Ursache fürs Saufen ist der Hang zum Alkohol, daher kommen alle Probleme, und wenn man aufhört zu saufen ist man wieder ein normaler Mensch. Wie man aus der Abhängigkeitsspirale rauskommt, wissen die anonymen Alkoholiker aus eigener Erfahrung. Nur wer trockener Alkoholiker ist, weiß was ein Alkoholiker fühlt, was in ihm vorgeht und wie man herauskommt. Ich verfolge immer gespannt die Prominenten, wenn sie in teure Privatkliniken an Traumstränden gehen, und nach dem x-ten Mal krepieren. Ja, ein Alkoholiker stirbt nicht, sondern krepiert auf übelste Weise.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 04.02.2019, 19:40
5. Einfach nur schade und traurig

Wer in seinem Leben so erfolgreich war, kann vielleicht schlecht damit umgehen, dass er nicht mehr der Mittelpunkt des allgemeinen Interesses ist. Es entsteht eine Leere: im Kopf und im Körper. Das sollte der Alkohol ausfüllen. Damit lag Matti leider falsch; denn diese Sucht verändert den Menschen, Offensichtlich hatte er wegen seines dadurch verursachtes Verhalten niemanden, der ihm helfen konnte und wollte. RIP!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 04.02.2019, 20:17
6.

Zitat von mirage122
Wer in seinem Leben so erfolgreich war, kann vielleicht schlecht damit umgehen, dass er nicht mehr der Mittelpunkt des allgemeinen Interesses ist. Es entsteht eine Leere: im Kopf ... Offensichtlich hatte er ... niemanden, der ihm helfen konnte und wollte. RIP!
Im Text stand es ganz klar: er begann mit 14 Jahren mit der Sauferei und gefährdete mehrfach seine Karriere.

Wie ein anderer schon schrieb, man kann da so ziemlich garnichts machen. Das passiert armen Schluckern genauso wie Promis. Einsamen und geliebten Menschen.

Es gibt wohl eine Therapie, wo man kontrolliertes Trinken erlernen soll, um die Menge zu senken und Eskapaden zu vermeiden. Ob das hilft, weiß ich aber auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Spatz aus der Asche 04.02.2019, 20:18
7. Völliger Schwachsinn !

Zitat von mirage122
Wer in seinem Leben so erfolgreich war, kann vielleicht schlecht damit umgehen, dass er nicht mehr der Mittelpunkt des allgemeinen Interesses ist. Es entsteht eine Leere: im Kopf und im Körper. Das sollte der Alkohol ausfüllen. Damit lag Matti leider falsch; denn diese Sucht verändert den Menschen, Offensichtlich hatte er wegen seines dadurch verursachtes Verhalten niemanden, der ihm helfen konnte und wollte. RIP!
er hatte schon seine Problem in frühester Jugend, im Erfolg und im Mißerfolg. Sie tun ja gerade so, als ob Alkohol nur ein Problem Prominenter wäre. Jeder 7. Mann und jede 9. Frau ungefähr haben ein Alkoholproblem. Und jetzt fangen sie schnell an zu zählen, bei sich, ihrer Familie, Ihren Freunden ihren Berufskollegen., usw. Bei 50 habe Sie schon ungefähr 5 Personen mit Alkoholproblemen gefunden. Die Zahlen 7 und 9 beziehen sich allerdings nur auf bis 65jährige. danach wird es erst richtig übel. Sie dürfen auch gerne im Bundestag anfangen zu zählen, dann wissen sie, was sich dort abspielt. Ich würde vor jeder Abstimmung die Abgeordneten blasen lassen, wie bei einer Verkehrskontrolle. Vielleicht gibt es auch deshalb den Fraktionszwang, weil die sonst nicht wissen was sie tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mueller23 04.02.2019, 20:34
8. Problem Child

Das war er wohl, von Kindesbeinen an.
Aber er hat die mentale Stärke gehabt, sich da runterzustürzen und auf den Punkt genau abzuheben um anschließend die Weiten seiner Kontrahenten zu pulverisieren.

Die mentale Stärke ist das wichtigste Kriterium für den Erfolg eines Skispringers.
Der Weltmeister Martin Schmitt ist doch nicht daran gescheitert, dass er die Technik nicht mehr beherrscht hätte.

Der nächste deutsche Überflieger hat sich wegen Burnout abgemeldet.

Ich sehe auch wenige Springer, die mehrere Jahre durchgängig erfolgreich waren, Adam Malysz fällt mir da noch ein, aber die meisten fliegen ein zwei Jahre gut und dann kriegen sie ein selbstgemachtes Problem.

Der Einzige der mir einfällt diesen Stress zu handeln ist Noriaki Kasai.

OK, das wars für dich, wahrscheinlich warst du ein kleines Arschloch, trotzdem einer der Besten der sich je die Schanze runtergestürzt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dachhase 04.02.2019, 21:40
9.

Gascoigne, Ullrich, Nykänen und eben Gerd Müller. Der letzte ist einer von ganz wenigen, der mit solchen Problemen von jenen aufgefangen wurden, die durch ihn geworden sind, was sie heute sind. Heiße Kartoffeln fallen deutlicher langsamer als unbrauchbar gewordene Sportler und Prominente. Der Matti war sicher speziell: Nykänen-Schanze in Lahti, das hört sich in einer Übertragung trotzdem sicher nicht so schlecht an!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2