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Zweite Liga: Kopfball in der 90. Minute rettet Bielefeld einen Punkt gegen St. Pauli
Thomas F. Starke / Getty Images

Ein 19-Jähriger, der bei seinem Profi-Debüt trifft, eine strittige Handelfmeter-Szene und ein Ausgleichstreffer in der Schlussphase - es war eine hitzige Partie zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli.

der_dr_Nickel 29.07.2019, 23:49
1. Auf der Alm...

...da gibts koa Sünd, dafür aber den unsäglichen VR.
Ich sage es oft und immer wieder: die Seele des recht einfachen Spiels (Fußball!!) wird sinnlos geopfert für eine pseudo Gerechtigkeit (nach der 212-Wiederholung oder so).
Um nicht falsch verstanden zu werden: natürlich war es aus der Spielsituation heraus, für den neutralen Zuschauer (vor der Glotze!) KEIN Elfer (Zeitlupe war da gar nicht notwendig). Aber wenn der Schiri auf den Punkt zeigt, weil der LR die Fahne gehoben und ihm ins Ohr geflüstert hat, ist das Fakt. Die sind nun mal näher am Spiel(ball) und dürfen AUCH etwas falsch interpretierten.
Die Erklärung von Dankert (im Interview) weshalb er seine getroffene Entscheidung wieder zurückgenommen hat muss eigentlich dafür sorgen, dass zukünftig Verteidiger in Handballtorhüterpose (immer schön mit den Armen am Körper) durch den 16er laufen und damit ihre Körperfläche vergrößern. Also statt Hände hinter dem Rücken (auch albern), vor der Brust gekreuzt und Ellenbogen raus. Ernsthaft, es war bis vor drei, vier Jahren ein recht einfaches Spiel: Hand (Foul) ist, wenn der Schiri pfeift.

Zum Spiel: die Kicker aus der Stadt-die-es-nicht-gibt haben es versäumt in den ersten 10-20 Minuten ein Tor zu machen. Wäre dies gelungen, ein völlig anderes Spiel wäre auf der Alm gespielt worden. Für den STP war der einzig vernünftige Spielzug ein Tor, weder davor noch in der kompletten zweiten Halbzeit war ein System erkennbar (oder JL hat es gut versteckt) das dieses gerechtfertigt hätte. Die Punkteteilung ist für den zweiten (sic!) Verein aus Hamburg ein klarer Gewinn, während in der Nichtvorhanden-Stadt die Busse trauern tragen.
Insofern ist die Überschrift des Artikel auch Quatsch, sie müsste lauten: der VR rettete den Braun-Weißen einen Punktgewinn.

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mr-mucki 30.07.2019, 09:02
2. warum war das kein Strafstoß?

wenn ich die Erläuterungen von CE, ARD, ZDF und dem Kicker zur neuen Handspielregel richtig verstanden dann muss das ein Strafstoß sein. ist es laut Schiedsrichter aber nicht, nach ansicht der Bilder und des VAR. wer kann mir dieses noch erklären?

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Karbonator 30.07.2019, 10:36
3.

Zitat von mr-mucki
wenn ich die Erläuterungen von CE, ARD, ZDF und dem Kicker zur neuen Handspielregel richtig verstanden dann muss das ein Strafstoß sein. ist es laut Schiedsrichter aber nicht, nach ansicht der Bilder und des VAR. wer kann mir dieses noch erklären?
Ganz einfach: Wenn man annimmt, daß der Ball zuerst das Knie berührt und von dort an den Arm weitergeleitet wird, ist es aktuell kein Elfmeter. Und die Zeitlupenvideos stützen diese Annahme.
Von daher finde ich die Diskussion um die Entscheidung sinnlos.

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tormos 30.07.2019, 10:47
4.

Zitat von mr-mucki
wenn ich die Erläuterungen von CE, ARD, ZDF und dem Kicker zur neuen Handspielregel richtig verstanden dann muss das ein Strafstoß sein. ist es laut Schiedsrichter aber nicht, nach ansicht der Bilder und des VAR. wer kann mir dieses noch erklären?
Laut YT-Zusammenfassung gab es nur die eine Szene, und die war nicht eindeutig genug. Bitter, aber so ist das nunmal. Ich hätte den Elfer gern gehabt, aber ich bin hier auch parteiisch. Um ein bißchen Objektivität reinzustreuen, muss ich aber auch sagen: Chancen müssen genutzt werden, sonst geht so eine Sache schonmal nach hinten los.
Eine (verklärende) Diskussion um den VR halte ich derweil nicht für zielführend. Auch wenns hier gegen meinen Verein ging.

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deepbrain 30.07.2019, 12:44
5.

Zitat von der_dr_Nickel
...da gibts koa Sünd, dafür aber den unsäglichen VR. Ich sage es oft und immer wieder: die Seele des recht einfachen Spiels (Fußball!!) wird sinnlos geopfert für eine pseudo Gerechtigkeit (nach der 212-Wiederholung oder so). Um nicht falsch verstanden zu werden: natürlich war es aus der Spielsituation heraus, für den neutralen Zuschauer (vor der Glotze!) KEIN Elfer (Zeitlupe war da gar nicht notwendig). Aber wenn der Schiri auf den Punkt zeigt, weil der LR die Fahne gehoben und ihm ins Ohr geflüstert hat, ist das Fakt. Die sind nun mal näher am Spiel(ball) und dürfen AUCH etwas falsch interpretierten. Die Erklärung von Dankert (im Interview) weshalb er seine getroffene Entscheidung wieder zurückgenommen hat muss eigentlich dafür sorgen, dass zukünftig Verteidiger in Handballtorhüterpose (immer schön mit den Armen am Körper) durch den 16er laufen und damit ihre Körperfläche vergrößern. Also statt Hände hinter dem Rücken (auch albern), vor der Brust gekreuzt und Ellenbogen raus. Ernsthaft, es war bis vor drei, vier Jahren ein recht einfaches Spiel: Hand (Foul) ist, wenn der Schiri pfeift. (...)
1.) Mir scheint, Sie haben nicht verstanden, warum die Situation kein Elfer war: Ball springt vom eigenen (!) (regulären) Körperteil an die eigene (!) Hand. Wenn die Spieler also wie Handballtorwarte durch den Strafraum laufen und der Ball direkt an ihre Hand fliegt, gibt es natürlich auch weiterhin Elfer.
2.) Sie sind also der Meinung, es war kein Elfer, ziehen aber eine Fehlentscheidung einer richtigen vor? Weil der Schiri seine Entscheidung ihrer Meinung nach nicht korrigieren dürfen soll? Wenn jeder vor der Glotze sieht, dass es kein Elfer war, daf das dem Schiri nicht mitgeteilt werden, der muss leider dumm bleiben und falsch pfeifen?
3.) Wenn Bielefeld dank dieses unberechtigten Elfers, also einer Fehlentscheidung, nun gewonnen hätte, dann wäre das für Sie vereinbar mit der "Seele des Spiels"? Dachte immer Fair Play gehöre zur Seele des Spiels.
4.) Von wegen Pseudo-Gerechtigkeit: In diesem Fall (und auch 2x beim Spiel Regensburg - Bochum z.B.) handelt es sich um ganz konkrete Gerechtigkeit.

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mr-mucki 30.07.2019, 13:27
6. @3&4

laut neuer regelauslegung würde eine torchance vereitelt. dabei ist es zweitrangig ob der ball von eigenen körperteil kommt oder vom gegner. so steht es in den regeln, die ich auch nicht gut finde, aber so ist es beschrieben.

also müsste es sich hierbei um keine klare torchance gehandelt haben, was nicht der fall war

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Karbonator 30.07.2019, 14:53
7.

Zitat von mr-mucki
laut neuer regelauslegung würde eine torchance vereitelt. dabei ist es zweitrangig ob der ball von eigenen körperteil kommt oder vom gegner. so steht es in den regeln, die ich auch nicht gut finde, aber so ist es beschrieben. also müsste es sich hierbei um keine klare torchance gehandelt haben, was nicht der fall war
Wo genau steht das? Ich habe mir die Regeln (für die Saison 2019/2020) hier mal kurz angeschaut: https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/204324-regeln.pdf

Und da wird das Entstehen eines Tores oder einer Torchance nur in dem Sinne erwähnt, daß Handspiel gepfiffen wird, wenn man selbst ein Tor zielt oder eine Torchance kreiiert. Eine Vereitelung wird nicht geahndet - sofern eben keine Absicht vorliegt, der Arm nicht zu weit oben ist und mit dem Arm die Körperfläche nicht unnötig vergrößert wird.

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mr-mucki 30.07.2019, 15:13
8. @7

ich beziehe mich auf die Ausführungen im Kicker und CE.
und nochmal ( wenn auch der DFB es nicht versteht.) Die Körperfläche kann physisch nicht in Sekunden vergrößert werden. nur durch starkes zu oder abnehmen ist das möglich und es dauert Monate.
nun zu dem Unterschied zwischen vereiteln und kreieren. Da besteht im Prinzip kein Unterschied, in dieser Situation, denn hätte die Hand nicht die Richtung des Balles beeinflusst wäre eine große Chance entstanden. Ich behaupte, dass diese Situation noch mehrere Male diese Saison anders bewertet wird.

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Karbonator 30.07.2019, 16:00
9.

Zitat von mr-mucki
ich beziehe mich auf die Ausführungen im Kicker und CE. und nochmal ( wenn auch der DFB es nicht versteht.) Die Körperfläche kann physisch nicht in Sekunden vergrößert werden. nur durch starkes zu oder abnehmen ist das möglich und es dauert Monate. nun zu dem Unterschied zwischen vereiteln und kreieren. Da besteht im Prinzip kein Unterschied, in dieser Situation, denn hätte die Hand nicht die Richtung des Balles beeinflusst wäre eine große Chance entstanden. Ich behaupte, dass diese Situation noch mehrere Male diese Saison anders bewertet wird.
Nun, wenn Sie sich nicht auf die geltenden Regeln beziehen, sondern auf Interpretationen von Journaliten usw., ist das natürlich schade.
Auf jeden Fall steht es explizit in den Regeln, daß nur im Falle des angreifenden Teams auf Handspiel entschieden wird, wenn daraus eine Torchance oder ein Tor entsteht - selbst wenn keine Absicht vorliegt (etwa wenn die anderen Einschränkungen gelten). Im Falle des verteidigenden Teams gibt es die Sache mit dem Tor und der Torchance nicht. Solange das verteidigende Team also nicht absichtlich Handspiel betreibt und solange der Arm nicht über Schulterhöhe ist und solange die Körperfläche nicht übermäßig vergrößert wird (und ich vermute, Sie verstehen ganz genau, was damit gemeint ist), wird auch kein Handspiel gepfiffen.

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