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Zweitliga-Aufsteiger: DFL lehnt Beschwerde von RB Leipzig ab
DPA

Aufregung um RB Leipzig: Die Deutsche Fußball-Liga hat den Einspruch des Vereins gegen die Lizenzauflagen für den Zweitliga-Aufsteiger abgelehnt. Club-Boss Mateschitz spricht jetzt sogar vom drohenden Aus für den Verein.

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fussball11 08.05.2014, 14:02
130.

Zitat von mistermoe
Hätte und sollte sind aber keine Rechtsgrundlage. Bitte verweisen sie an dieser Stelle auf die vereinsrechtliche Rechtsgrundlage, na der ein Fussballverein mindestens so viele Mitglieder wie Spieler haben muss. Bin mal gespannt.
Die Rechtsgrundlage am Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen wird durch das Regelwerk des DFB, der UEFA und der FIFA bestimmt. Es handelt sich um Spielregeln denen sich ein Verein freiwillig unterwirft. Er hat das staatlich garantierte Recht am Spielbetrieb nicht teilnehmen zu müssen, will er es dennoch unterwirft er sich dem Sportrecht des Verbandes.

Einen Verein zu gründen ist das gute Recht von Red Bull - einen Verband zu finden der ihn mitspielen lässt ist etwas anderes.

Aber Sie klagen doch hoffentlich nicht gegen Ihre Kinder wenn sie selbst beim Monopoly spielen schummeln, oder?

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mistermoe 08.05.2014, 14:03
131.

Zitat von future-trunks
es ist in einem Rechtsstaat durchaus üblich, dass regelungslücken in der rechtssprechung geschlossen werden (ohne dass das gesetz geändert wird). und in der lizensierungsregelung ist das lizensierungsverfahren quasi die rechtssprechung. und die lücke in der sich RB befindet ist nun wirklich dem verstoß der 50+1 regel näher als dem nicht verstoß. denn diese regel besagt, kein Investor oder sponsor darf bei der mitberstimmung die absolute Mehrheit haben.
Das ist nur bedingt richtig. Die Regel gilt explizit für Kapitalgesellschaften und nicht für Vereine- Regelungslücken können zwar durchaus geschlossen werden, auch ohne Regeländerung, allerdings darf dabei nicht die Regelungslücke einem Betroffenen zur Last gelegt werden. Und das dasLizenzierungsverfahren einen rechtssprechenden Rang hat ist stark anzuweifeln.

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welanduz 08.05.2014, 14:03
132. Es ist schon erstaunlich

Das sich nur Leute aufregen, die mit Leipzig selbst nichts zutun haben. Gefühlt gibt es eine Riesenmehrheit in Leipzig, welche auf Grund von Gewalt, rechten Tendenzen und daraus resultierenden massivem Polizeiaufgebaut bei Spielen kein Interesse an den sogannten Tranditionsclubs in der Region haben und sich freuen endlich wieder in positiver Atmosphäre hochklassigen Fußball zuschauen. Euere Debatte Über DFL, DFB, Verein etc ist für mich zweitrangig, da es nur ein Symptom ist. Natürlich hat Leverkusen und eine Tradition, welche auf dem Geld einer Firma ruht;vielleicht sollten sie der Leipziger Region, wo über eine Million Menschen leben, die Chance geben einen neuen Club zu haben. Niemand wird gezwungen Aspirin zu schlucken oder überteuerte Brause zu trinken.
PS: Ich bin auch Radsportfan und da interessiert die ganze Diskussion gar niemanden

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cultourist 08.05.2014, 14:04
133. oh je oh je...

Zitat von Sundown
...Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es mir beim Fußball eben gerade egal ist, ob das rechtlich ok ist, oder nicht. RBL gehört weg. ...Aber im Kern gilt doch folgendes: wenn Matteschitz sagt: "aus", dann ist RBL weg (das droht er ja jetzt an). Und DAS ist der Unterschied zu einem gewachsenen Verein, zumindest in dieser Hinsicht.
"RBL gehört weg" - Aha, da haben Sie ja mal die Katze aus dem Sack gelassen... Schade eigentlich...

Gehört zum Unterschied auch, das bei einem "gewachsenenen Verein" wie z.B. Hansa Rostock oder Dynamo Dresden, die Kommune durch Bürgschaften regelmäßig öffentliche Mittel verschwendet (z.B. aktueller Schuldenschnitt)?

Und mussten sich "gewachsenene Vereine" in ihren Gründungszeiten auch solch unglaublicher Anfeindungen erwehren?
Fragen über Fragen...

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cook.g 08.05.2014, 14:06
134.

nicht zu vergessen, dass die ostvereine nach der wende ja genau so Wettbewerb sfaehig waren wie die alten vereine (oder doch nicht). und die ganzen talente wie Sammer und co. sind ihren traditionclubs aus dem osten treu geblieben und wurden nicht von den Retorten clubs aus dem westen weggefangen. wie war das gleich mit dem Geld??

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mistermoe 08.05.2014, 14:06
135.

Zitat von Andr.e
Sehe ich ähnlich. Also Red Bull, nehmt einen schwarzen Balken, nennt den Verein um - also werdet einer... - und prangt auf dem Shirt, wenn ihr den wollt. Einmalige Chance, etwas glaubwürdiger zu werden. Hach, wär das schön, wenn die DFL hier hart bleiben würde :-)
Hach wäre das schön wenn der Richter beim nächsten Mal wenn sie ein rechtliches Problem haben, die Regeln so macht wie es ihm beim Mittagessen einfällt und nicht so wie das Gesetz es vorschreibt und er dann auch hart bleibt mit seiner Meinung.

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savys 08.05.2014, 14:13
136. luxusprobleme

Das sind alles Luxusprobleme, Hauptsache die mind 20000 Leipziger können wieder Profifußball sehen :-), also sollten sich die beide zu einer Lösung einigen, und Ihren Ego-Trip nicht durchziehen !

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malu501 08.05.2014, 14:13
137. Nette BL-Nostalgie

Zitat von sebastian_f
Es geht nicht um Leipzig. Das sagt der Brause-Onkel zwar, aber das ist unwahr. Ich hätte auch gerne einen oder mehrere Ostvereine in der Bundesliga. Aber bitte keine Scheichs oder Brauseonkel, die unendlich viel Geld in das "Vereinsgebilde" pumpen und damit den Wettbewerb verzerren. Andere Vereine haben jahr(zehnt)elang etwas (die Bundesliga, ihr internationales Standing, etc.) aufgebaut und dann kommt irgendein Milliardär und erntet die Lorbeeren. Ich finde man muss auch die Vereine schützen, die seit Beginn der Bundesliga mitgeholfen haben, die Liga zu dem zu machen, was sie heute sind.
Sie wissen aber schon, dass es auch eine DDR-Oberliga gab, deren Mannschaften nie so konkurrenzlos waren, wie sie jetzt sind. Es gab auch ostdeutsche Europapokalsieger. Ihr Argument, nur in der Bundesliga wurde jahrzehntelang etwas aufgebaut, ist völliger Nonsens. Den Ostvereinen fehlt seit der Wende schlichtweg die Wirtschaftskraft, was wohl daran liegt, dass die Wirtschaft im Osten allgemein vergleichsweise schwach und praktisch kein großer Konzern im Osten ansässig ist und Millionen in einen lokalen Verein investieren kann. Hier liegt die eigentliche Wettbewerbsverzerrung. Hätten Dresden, Rostock, Erfurt, Magdeburg, Chemnitz die Spieler halten können, die dann bei Westvereinen zu Nationalspielern wurden, wäre der Ostfußball nicht dort, wo er heute ist, aber keinesfalls hingehört, nämlich in der Versenkung. Wie kann es sein, dass von 5 Ost-Bundesländern kein einziger Verein in der Bundesliga spielt? Das ist ein Strukturproblem, was der DFL aber an dieser Stelle herzlich egal ist. Der Osten ist leider auf solche Investoren angewiesen, denn von andere Stelle ist keine Hilfe zu erwarten. Übrigens wäre Schalke ohne Gazprom auch längst Regionalliga. Und niemand stört sich daran...

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BettyB. 08.05.2014, 14:17
138. Bundesliga kein Busuness...

Ich lach mich schlapp. Sind die DFLer vielleicht alle noch vor dem zweiten Weltkrieg geboren und haben seitdem nichts mehr mitbekommen?

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fussball11 08.05.2014, 14:17
139.

Zitat von mistermoe
Schlagen sie doch mal bitte kurz nach, unter welchem Dach die DFL firmiert. Die DFL kann keine Regeln erlassen die den Regeln das DFB widersprechen, zumindest nicht solange der DFB der Dachverband ist.
Die DFL ist der Rechteinhaber des Spielbetriebes der Bundesligen.
Wie sie etwas interpretiert ist ihre Sache, ob der DFB dagegen prozessiert ist eine andere Sache. Ich glaube nicht das es da zu Konflikten kommt.

Es gab in den 70er Jahren das gleiche Problem schon einmal.
Jägermeister wollte seinen Hirsch in das Vereinswappen von Eintracht Braunschweig integrieren und die Mannschaft hat sogar damit gespielt.

Schlagen Sie mal nach wie die Sache ausging.

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