Forum: Sport
Zweitligist Leipzig: Überdosis Red Bull
DPA

Seit dem Aufstieg in die zweite Liga trifft RB Leipzig der Zorn der Fanszenen. Nun haben sich die Anhänger von Zweitligavereinen zusammengeschlossen - in Leipzig quittiert man das mit Erstaunen und Spott.

Seite 5 von 12
Attila2009 22.08.2014, 17:36
40.

So ein Unsinn gegen RB zu stänkern.

Gerade mein Aue wurde damals von der Sowjetisch-deutschen Uranbergbau AG "Wismut" aufgepäppelt und mit reichlich Geld zu dem gemacht was sie sind.
Der Verein hieß ja nicht umsonst Wismut Aue und erst nach der Wende umbenannt in Erzgebirge Aue. ( was bei vielen Fans auch auf Kritik stößt)

Es gibt viele Vereine in Deutschland die erst mit Hilfe von Sponsoren groß gemacht wurden. Wo war Wolfsburg vor 20 Jahren ?

Der Hype gegen RB ist unmöglich, das sage ich als Auer.
Ich freue mich sogar auf frischen Wind aus Leipzig und wenn der aus der Büchse kommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eros1981 22.08.2014, 17:42
41. Nächstes Jahr spielt Leipzig in Liga 1

Ich freue mich darüber, dass im Osten wahrscheinlich nächstes Jahr endlich mal wieder dauerhaft Erstligafußball gespielt wird.

Die anderen Ostvereine haben dies leider versäumt, entweder aus Unfähigkeit oder weil die finanziellen Mittel nicht ausreichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bansky 22.08.2014, 17:45
42.

Zitat von platon972
Nur das Bayer ein Werksverein ist. Das BayerKreuz ist im Logo seit 1928! und anders als die TSG und RB hat dieser Verein zumindest durch 35 Jahren ständiger Bundesligazugehörigkeit ein gewisses Standing.
Ja, nur das mit den Standing und der Tradition ist so eine Sache. Ab wann hat eine Mannschaft den genug "Standing"? Wie viele Jahre sind genügend Tradition? 5? 10? 20? Muss ich mit meinem neugegründeten Verein 20 Jahre in den unteren Ligen kicken, damit ich mir das Recht auf den Aufstieg erarbeite, nur um dann festzustellen, dass dort oben ja noch mehr Vereine mit noch längerer Tradition die Plätze besetzen?
Nein, die Modelle RB und TSG zeigen, dass es im Profi-Bereich (also bis einschließlich Liga 3 bzw. sogar 4) nicht mehr nur mit Mut und guter Laune an den Ball geht. Das sind Unternehmen auf Vereinsbasis. Ganz ernsthaft: Wenn RB Leipzig noch ein paar Mitglieder mehr reinlässt, dann unterscheidet den Verein nichts von vielen seiner Liga-Konkurrenten.
Ich muss aber auch gestehen: Wenn ich der Mäzen eines Clubs wäre und die Finanzen stemme, dann will ich auch die Entscheidungsmehrheit. Ich fürchte sowieso, dass der Fan.Traum von der Mitbestimmung im eigenen Verein eine Illusion ist, die von den großen Clubs aufrecht erhalten wird. Wenn es um die wichtigen Entscheidungen geht, hat Otto-Normal-Mitglied höchstens Abnickrechte. Oder wäre Wiesenhof sonst Trikotsponsor?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
serienchiller86 22.08.2014, 17:49
43. Grundsätzlich..

habe ich nichts gegen das Geschäftsmodell, wenn nach klaren Regeln gehandelt wird, alles fair zugeht usw.
Was mich stört und immens ankotzt, ist die 'Fankultur'. Da sind Leute auf den Rängen die sich über anfeuernde Fans wundern, über Choreos, über feiernde Fans in den Straßen.. Die Fans haben mit Fußball einfach nichts zu tun.. Wir kennen das aus der Grundschule, 20 Kids sind Bayern Fans, weil es einfach ist Bayern-Fan zu sein und lachen den Jungen aus der in ein 'Fantum' reingewachsen ist oder einen Verein supportet mit dem er sich identifizieren kann. Dass der nicht immer gewinnt ist dem Jungen egal, denn das gehört ja zum Fußball dazu.
Die RB-Menschen sind genauso.. dem Erfolg nachgieren, egal was dahinter steht. Wenn die blase platzen sollte, haben die keine Fans mehr. Bzw. Eventies..

Und Rasenballsport ist kein Wort.. sehen die sich noch??

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirkhs 22.08.2014, 17:50
44. ps

und PSV Eindhoven ist auch nur DIN werksclub

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nabusehel 22.08.2014, 17:57
45.

Zitat von walter_de_chepe
Das Engagement von Red Bull für den Sport ist einmalig. Das hat viele Sportarten nach vorne gebracht und viele Sportler in ihrem Sport gehalten. Gerade RasenBallsport Leipzig ist für mich, gerade auch vor den vielen anderen Aktivitäten von Red Bull nicht der größte Fall von Kommerzialisierung. Die Summen die von anderen Konzernen in den deutschen Fussball fließen sind viel höher; besonders Bayern, Dortmund, Hamburg dürfe nicht das Maul aufreißen.
Dazu, dass die traditionsreichen Vereine nicht ihr Maul aufreißen sollen:
1. Diese Vereine, die Sie genannt haben spielen in der 1. Bundesliga, deshalb ist es nur berechtigt, dass dort viel höhere Summen fließen,
2. Finden Sie es wirklich normal, dass ein (damaliger) Drittligist das Geld dazu hat einen dänischen Nationalspieler (Poulsen), oder wie jetzt einen 29-jährigen ehemaligen deutschen Nationalspieler zu kaufen (Commper), obwohl man immer betont hatte nur junge Spieler verpflichten zu wollen.

Ich finde das jedenfalls nicht normal!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berg 22.08.2014, 17:58
46.

Zitat von truth_or_dare
Wenn sich hier viele über RB aufregen sollte man sich vielleicht auch mal fragen, wie es dazu kommen konnte, dass ein Konzern wie Red Bull sich in der einer traditionsreichen Fußballstadt wie Leipzig (erster deutscher Meister überhaupt) breit machen konnte. Das hängt weniger mit der Aushöhlung aktueller Statuten des DFB und der DFL zusammen, dafür umso mehr was mit dem DDR-Fußball nach der Wende geschehen ist. Die Spitzenclubs (den Stasi-Club Dynamo Berlin nehme ich jetzt mal aus, der gehörte verboten) der Oberliga wurden mit Billigung des DFB von den finanzstärkeren West-Clubs leer gekauft. Die Regulierungen gegen den Ausverkauf waren lächerlich. Bekannt ist die Story, dass sich ein Vertrauter von Reiner Calmund beim letzten DDR-Länderspiel damals auf die Bank schmuggeln und während des Spiels mit Profis Wechselgespräche begann. Das ist nur ein Beispiel.Außerdem haben westdeutsche Manager viele Ostvereine damals in den Ruin getrieben, siehe VfB Leipzig.
Leipzig hat seit der Wende mit seinen "Traditionsvereinen" Lok, Chemie, VfB keine Chance gehabt, in der Bundesliga mitzuspielen. Mit dem neuen Stadion (positive Begleitung aus der Olympiabewerbung) ist eine wichtige Voraussetzung gegeben, mit einem treuen und beharrlichen Sponsor den Aufstieg durch einige Ligen zu versuchen. Und siehe: es klappte! Freuen wir uns für die Leipziger Fans, die endlich wieder höherklassige Mannschaften erleben. Wir Dresdner bedauern, abgestiegen zu sein, und wir müssen wieder weiter warten, bis es wieder ein Fußballspiel Leipzig-Dresden geben wird. Wie der Sponsor heißt, ist völlig wurscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vorortkoelner 22.08.2014, 17:59
47.

Zitat von schwaebischehausfrau
... den Leipzigern dies abzusprechen, nur es in ihrer Stadt keinen passenden Sponsor gibt, ist scheinheilig. Dann müssen immer geschwurbelte Kategorien herhalten wie "Lokalkolorit" oder "Traditionsverein".
Mein Kommentar bezog sich auf die sogenannten Werksclubs Wolfsburg, Ingolstadt und Hoffenheim.
Den Fans dieser Vereine wird es offenbar nicht ganz abgenommen, wenn sie RB Leipzig nicht so toll finden, da diese Vereine einen starken Sponsor im Rücken haben.

Meiner Meinung nach geht es den Fans dieser Vereine nicht um das Sponsoring an sich, sondern um die Willkür, sich einen Verein zu basteln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interesanteBeobachtung 22.08.2014, 18:00
48.

Zitat von serienchiller86
habe ich nichts gegen das Geschäftsmodell, wenn nach klaren Regeln gehandelt wird, alles fair zugeht usw. Was mich stört und immens ankotzt, ist die 'Fankultur'. Da sind Leute auf den Rängen die sich über anfeuernde Fans wundern, über Choreos, über feiernde Fans in den Straßen.. Die Fans haben mit Fußball einfach nichts zu tun.. Wir kennen das aus der Grundschule, 20 Kids sind Bayern Fans, weil es einfach ist Bayern-Fan zu sein und lachen den Jungen aus der in ein 'Fantum' reingewachsen ist oder einen Verein supportet mit dem er sich identifizieren kann. Dass der nicht immer gewinnt ist dem Jungen egal, denn das gehört ja zum Fußball dazu. Die RB-Menschen sind genauso.. dem Erfolg nachgieren, egal was dahinter steht. Wenn die blase platzen sollte, haben die keine Fans mehr. Bzw. Eventies.. Und Rasenballsport ist kein Wort.. sehen die sich noch??
Genau so ist es!
Und interessanter wird es jetzt durch die Tatsache, wie sich ein Herr Rummenigge plötzlich aufregt.
Vor ein paar Jahren hat es ihn, der doch durchaus hätte Einfluss nehmen können, leider nicht die Bohne interessiert. Aber jetzt, wo wegen der ja durchaus vorhandenen Kohle ein Konkurent entsteht, jetzt wird auch RolexKalle munter...
das gibt noch Spaß nächstes Jahr

Beitrag melden Antworten / Zitieren
platon972 22.08.2014, 18:03
49.

Zitat von tombrok
In der Bayer-Argimentation entlarven sie sich selbst! Ersetzen Sie Bayer durch RB und es passt genauso. Wo waere Bayer ohne Bayer? Auch RB kann nicht jeden Spieler halten und Vergleiche mit PSG und Monaco?!, naja, die Ahnungslosen...
Betreffs der Ahnungslosigkeit..Sie haben so recht.

Ich google auch gleichmal betreffs der Gesichte von Bayer ob es da einen regionalen Bezug zu der Stadt Leverkusen gibt? Und wo die Spieler als der Verein noch unterklassig war bzw. sogar eine erstklassigkeit vorlag im schwerpunktmäßig gearbeitet haben...?!

Ich wünsche mir nur das Bayer Leverkusen als das gesehen wird was es ist, nämlich ein Bundesliga Club wie die meisten anderen. Und gegen RB und TSG habe ich ja nichts...solange die Fairness halbwegs erhalten bleibt und nicht durch überzogene Gehälter etc. andere weniger potente Vereine geschädigt werden. Und wenn man in Leipzig am Ende junge Talente fördert, eine vernünftige Jugendabteilung etabliert und den Leipzigern ne nette Stadionatmossphäre bietet hat doch keiner was dagegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 12