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Alternativer Weinkauf: Überraschend gute Tropfen
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In den Laden gehen und eine Flasche Wein kaufen kann jeder. Doch es gibt spannende Alternativen: Auktionen, Tauschbörsen, Überraschungspakete. Probieren Sie es aus!

taglöhner 03.11.2019, 19:18
1. Bohei

Die Standards für Exzellenz in den Kellern sind keine Geheimwissesnschaft mehr. Die verantwortlichen Leute sind fast nur noch Studierte, die alle das gleiche Wissen haben. Lage + Wetter = Jahrgang. Bei uns in Baden ist (wieder) in jeder 2018er Flasche Spätburgunder Spätlese, mindestens, egal was draufsteht. Klimawandel. Namen sind vor dem Hintergrund Schall und Rauch!

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Mertrager 03.11.2019, 22:46
2. Komisch

Habe das Gefühl, dasz der klassische Weinkauf im Handel oder beim Winzer nur was für undigitalisierte Anfänger ist.- Oder sind Jene bekloppt, die sich Pakete mit unbekanntem Inhalt aufschwätzen lassen ? Guter Wein hat seinen Preis. Und wer mit solchen Inszenierungen vom Inhalt ablenkt, ist mit verdächtig, alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen.

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caver 04.11.2019, 02:47
3. Weine vom Ramscher

Bei mir im kleinen Ort gibt es einen „Ramscher“ der seine Waren aus Haushaltsauflösungen bezieht. Die Flasche kostet 2€ und ist wie ein Lotterielos . Viele Nieten , aber auch Hauptgewinne . Steinberg , Baiken, Tesch Spaetlese, von Winningen Auslese alle > 20a alt , und alles Hauptgewinne . Es ist eine neues Projekt im Aufbau : hiddenwinetreasures. Könnte eine neue Quelle für gute Weine werden

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intercooler61 05.11.2019, 23:46
4. Was dagegen spricht

Bevor ich einen größeren Betrag (entweder für die Qualität oder für mehrere Flaschen) hinlege, möchte ich mir einigermaßen sicher sein, dass es _mir_ mundet.
Dafür sehe ich drei Möglichkeiten:

1. Verkostung
2. Herkunft von oder Empfehlungen von einer Stelle, mit der ich gute Erfahrungen gesammelt habe; zu letzteren zählen durchaus auch Banalitäten wie (für _meinen_ Geschmack) Parker-Punkte.
3. Kauf einer einzelnen Flasche _meiner_ Wahl, _ohne_ Bundling mit anderen, die mich eigentlich gar nicht interessieren.

Wer mehr Spannung sucht, findet sie an der Rennbahn. Bundles, und erst recht Abos wären mir ein viel zu großer moral hazard für die Anbieter, "Unfälle" und Ladenhüter zu entsorgen.
Für eine Versteigerung Eintritt zahlen? - Nur, wenn Verkostung und evtl. Imbiss selbigen rechtfertigen (dann gern auch mehr als 5 Euro).

Supermarkt ist natürlich nicht die Alternative - das ähnelt doch zu sehr dem Smartphone-Kauf in einschlägigen "Fach"märkten: Es wird en masse angeboten, was dem Namen nach gut klingt, wenig kostet und viel nachgefragt wird - von Kunden, die weder Vorkenntnisse noch besonderes Interesse mitbringen. Selten mal ein lohnenswerter Tropfen dabei. Ausnahmen gibt es, wo der Einkäufer ein Faible für das Thema hat und die lokale Kundschaft mitspielt.

Bessere Erfahrungen habe ich mit spezialisierten Importeuren gemacht, auch mit solchen für Lebensmittel schlechthin: Bei mir um die Ecke gibt's je einen spanischen und einen italienischen Supermarkt, die auch Gastro und kleinere Läden beliefern. Bei beiden komme ich auf eine zufriedenstellende Trefferquote zu halbwegs reellen Preisen.

Oder halt direkt bei einem Winzer, dessen Kostproben mich überzeugt haben.

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Papazaca 05.11.2019, 08:17
5. Interessante Ideen. Gute Weine zu probieren ist besser

Gute Ideen. Könnte man mal ausprobieren. Gut, einige Angebote (Weine ohne Angaben) erscheinen mir unseriös.

Das für mich Beste ist nach wie vor: Sich aus einem guten Weinführer sehr gute Winzer raussuchen, irgendwann
mal hinfahren, probieren und kaufen. Kein Angebot kann das Probieren ersetzen.

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