Forum: Stil
Architekturfotografie: Hier Baukunst, dort Bausünde
Andrés Gallardo Albajar

Treppen, Fenster, Dächer, Winkel: Fotograf Andrés Gallardo Albajar findet an Häusern alles faszinierend. Für die Aufnahmen reist er um die halbe Welt. Hier sind seine besten Bilder.

noalk 12.07.2019, 12:28
1. Stadtlandschaft

Was für ein Wort! Ein Widerspruch in sich. Es handelt sich wohl eher um Stadtansichten. Mir sind Landlandschaften lieber.

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Heimratt 12.07.2019, 12:43
2. Was ist an dem Suchen von Perspektiven Kunst?

Die Künstler der Perspektive wie Bernardo Bellotto, genannt Canaletto lebten im 18. Jahrh..

Maurits Cornelis Escher wirkte und verwirrte im letzten Jahrhundert mit seinen Perspektiven.

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Referendumm 12.07.2019, 13:42
3. M.C. Escher

Zitat von Heimratt
Die Künstler der Perspektive wie Bernardo Bellotto, genannt Canaletto lebten im 18. Jahrh.. Maurits Cornelis Escher wirkte und verwirrte im letzten Jahrhundert mit seinen Perspektiven.
Ja, M.C. Escher ist ein wahrer Künstler; vor allem dann, wenn man mal nachgelesen hat, wie lange und intensiv er sich mit der Umsetzung seiner speziellen Perspektiven auseinander gesetzt hatte. Viele denken ja, der hätte das in einem, zwei Tagen hingemalt - ne, ne, das dauerte dann doch sehr viel länger.

Ansonsten: "Scharfe" Schnitte bringen es in der Fotografie halt immer; egal ob bei Gebäuden, "Landlandschaften" (danke fürs Bonmot !) oder bei Porträtaufnahmen.

Ich wette, die meisten 08/15-Fotos (inkl. schnell gemachten Urlaubfotos) lassen sich durch "Scharfe" Schnitte zu 100 Prozent verbessern. Probiert es einfach mal selber aus!

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Papazaca 12.07.2019, 15:24
4. Was erwarte ich von Architekturfotografie?

Als erstes ist es für mich Information, ich will das Gebäude kennenlernen, den Architekten verstehen. Dem sollte sich der Fotograf unterordnen.

Hier ist das anders. Bis zu dem Punkt, wo ich nicht mehr weiß, wer der Architekt war, denn es geht in erster Linie um die Fotografie.

Richtig, das hier ist auch Architekturfotografie, aber hier ist der Fotograf der Star, nicht die Architektur. Das interessiert mich aber erst in zweiter Linie, denn die ganze Welt ist voller Symmetrien, Perspektiven etc. die beschränken sich nicht nur auf die Architektur.
Das ist natürlich absolut legitim aber nicht mein Bier, die vorgestellte Architektur von Hadid verstehe ich deswegen trotzdem nicht, ich sehe nur interessant komponierte Fotos. Not for me.

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neanderspezi 12.07.2019, 16:08
5. Die Moderne wirkt dennoch langweilig gegenüber älteren Strukturen

Mit Bauklötzchen und einer Lichtquelle lassen sich auch sehr interessante Effekte erzielen, nicht umsonst spielen die Kleinen gern damit. Architektonisch ausgefallene neuzeitliche Bauwerke oder Teile davon, können kurzfristig auf den Betrachter faszinierend oder auch verwirrend wirken, haben aber zugleich infolge abstrakter Assoziationen, die Eigenschaft den Blick nicht lange fesseln zu können und mit unfreiwilliger Gleichgültigkeit honoriert zu werden. Das Auge des Betrachters ist gewöhnlich nicht so sehr auf Effekthascherei aus, sondern auf harmonische Gesamteindrücke, die eine tiefe und lang anhaltende Wirkung zeigen. Man kann das leicht beobachten, in dem man alte Stadtzentren mit einem Ensemble gut erhaltenen Bauwerken besucht, teilweise können auch Ruinen große Aufmerksamkeit wecken, wobei zumeist ein detailreiches Konglomerat aus Fassaden, Erkern, Türmchen und Giebeln reich an harmonisch zusammengestellten Formen und Farben den Betrachter verweilen lässt. Ein ausgefallenes modernes Etwas kann dagegen nicht bestehen.

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Hexavalentes Chrom 13.07.2019, 10:49
6. Ohne Lehrer

Die Armut der Moderne und des ihr Folgenden ist, abseits japanischer Versenkung, vor allem geistlos. Der letzte große Geist, Étienne-Louis Boullée, plante so, dass nichts mehr umzusetzen war. Diese merkwürdigen Knipsereien wirken wie ein armseliges Oberstufenprojekt ohne Lehrer.

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pixmax 13.07.2019, 12:40
7. Wenn es darum geht ...

... Architektur mit Fotografie in reine Geometrie aufzulösen und so Kunst entstehen zu lassen, sollte der Artikel mit dem Namen Franco Fontana beginnen.

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Papazaca 13.07.2019, 15:37
8. Die franz, Revolution, die Moderne und merkwürdige Knipsereien

Zitat von Hexavalentes Chrom
Die Armut der Moderne und des ihr Folgenden ist, abseits japanischer Versenkung, vor allem geistlos. Der letzte große Geist, Étienne-Louis Boullée, plante so, dass nichts mehr umzusetzen war. Diese merkwürdigen Knipsereien wirken wie ein armseliges Oberstufenprojekt ohne Lehrer.
Ich wollte erstmal, als ich den Namen Boullee in Ihrem Thread las, wissen, wer das ist. In der Wiki stand also: Revolutionsarchitekt, brach mit der barocken Tradition. Das gefiel mir, Barock war nie mein Fall.

Dann ging es in der Wiki wie folgt weiter: baute stilistisch in einem kargen, monumentalen Klassizismus mit imperialen Herrschaftsanspruch. So weit so gut.

Die letzte Zeile will ich ihnen aber nicht ersparen: Er entwarf zahlreiche Bauten, die wegen ihrer übersteigerten Dimensionen nicht zu realisieren waren. Das erinnerte mich an einen gewissen anderen Architekten...

Also, Danke für Anregung, wieder was gelernt. War und ist jetzt die japanische Architektur + Kunst eine Ausnahme? Positiv, negativ??

Bitte, setzen Sie Ihre Aufklärung fort. Übrigens, wird der Klassizismus der Aufklärung zugerechnet oder ist es eher ein Stil des Übergangs?

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