Forum: Stil
Dekotipps vom Hollywood-Profi: "Schon geht das Kopfkino an"
Rebecca Duke/ Courtesy of Meridith Baer Home

Wenn in Los Angeles Millionenvillen den Besitzer wechseln, werden sie oft ausgestattet wie Filmkulissen. Staging nennt man das, und Meridith Baer ist die Königin der Zunft. Hier verrät sie ihre Tricks.

Seite 1 von 2
Fragende_Leere 26.05.2019, 15:39
1. Echt jetzt?

Sieht für mich aus wie IKEA 2.0 für Budget+. Es fehlt jedoch für mich persönliches, was jedoch auch gar nicht Ziel ist. Vermutlich hat die Dame damit viel Erfolg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
weltraumschrott 26.05.2019, 16:26
2. Geht mir genauso wie #1

Bis auf den Orientteppich sieht alles aus wie aus dem IKEA-Katalog. Was nur wieder beweist, dass die Skandinavier einen guten Geschmack haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
snusket 26.05.2019, 17:39
3. Mit sexuellem Humor?

Mir ist schon klar, wie es gemeint ist und ich sehe auch kein Problem darin. Bin aber neugierig, ob das in den USA zu Zeiten von metoo wirklich Stilsicher ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 26.05.2019, 19:35
4. Möblierung als Verkaufshilfe für den Verkauf von Häusern

Es geht also ausdrücklich nicht um individuellen Geschmack sondern um Möbel und ein Ambiente, das dem Großteil der imaginären Hauskäufer entspricht. Dabei muß man berücksichtigen, das viele Käufer amerikanische Geschmacksvorstellungen haben. Die klassische Moderne der Inneneinrichtung ist sicher eher nicht so deren Ding sondern das vordergründige Präsentieren. Und ob ein Hip Hop-Mogul, dessen Möbel erstmal weiss sein müssen, ein Beispiel für guten Geschmack ist, lassen wir mal dahin gestellt.

Mir war gar nicht klar, das es diese Geschäftsidee gab und gibt. Wenn es das noch nicht in Deutschland gibt wäre es eine gute Idee, den Verkauf teurer Häusern hier zu fördern. Das sich ein mittelprächtiges möbliertes Haus besser verkauft als ein leeres Haus leuchtet mir ein. Und das Geld für die temporäre Möblierung kommt sicher über einen guten Verkaufspreis allemal rein. Gute Geschäftsidee, Chapeau!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 26.05.2019, 22:02
5. Zu Nr.4 Papazaca

Lange nichts von dir gelesen:). Also so neu ist das Homestagen nicht. In den USA gibt es das schon lange. Die Spartenkanäle haben Serien, in denen Makler oder Handwerker billig Gebrauchtimmobilien kaufen, diese komplett sanieren und kurz vor dem Weiterverkauf fahren dann Möbelwagen vor, die die Häuser zum Besichtigungstermin komplett ausstatten. Es gibt mittlerweile auch bei uns die ersten Homestager, die Häuser vor dem Verkauf noch schnell oberflächlich Streichen und zeitgemäß mit Mietmöbeln einrichten, damit der Käufer sich eine bessere Vorstellung über den Raum machen kann. Leere Zimmer oder die siebziger Jahre Möbel und Tapeten der Vorbesitzer schrecken ja eher ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dunnhaupt 27.05.2019, 01:13
6. Etwas übertrieben?

Natürlich betreibt diese Dame Werbung für ihr Unternehmen, aber derartige Staging-Firmen gibt es seit Jahren in allen amerikanischen Großstädten. Lustig fand ich die Anekdote von der Kundin, die das Staging ihres eigenen Hauses so toll fand, dass sie sich entschied, gar nicht zu verkaufen, sondern drin zu bleiben. Zum Staging gehört auch perfektes Ambiente: ein aufgeschlagenes Buch, frische Blumen und Obst, ein aufgedecktes Bett, das Aroma von frisch gebackenem Brot in der Küche, und Besichtigungen nur bei gutem Wetter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 27.05.2019, 06:44
7. Homestagen - Macht viel Sinn

Zitat von dasfred
Lange nichts von dir gelesen:). Also so neu ist das Homestagen nicht. In den USA gibt es das schon lange. Die Spartenkanäle haben Serien, in denen Makler oder Handwerker billig Gebrauchtimmobilien kaufen, diese komplett sanieren und kurz vor dem Weiterverkauf fahren dann Möbelwagen vor, die die Häuser zum Besichtigungstermin komplett ausstatten. Es gibt mittlerweile auch bei uns die ersten Homestager, die Häuser vor dem Verkauf noch schnell oberflächlich Streichen und zeitgemäß mit Mietmöbeln einrichten, damit der Käufer sich eine bessere Vorstellung über den Raum machen kann. Leere Zimmer oder die siebziger Jahre Möbel und Tapeten der Vorbesitzer schrecken ja eher ab.
Morgen, Morgen, Danke für die Info. Ja, habe ich alles nicht gewußt, macht aber viel Sinn.

Stimmt, ich war buchstäblich im afrikanischen Busch und baue ein Haus in einem kleinen Dorf (eine Millionenstadt ist aber nur 1,5 Stunden entfernt). Mußte öfters an Deine Kommentare zu Essen, Mode und Architektur denken und über Deinen Spargelbeitrag schmunzeln. Die westafrikanische Küche mit Fufu, Banku, Kenke und Yam ist von unseren Geschmacksvorstellungen weit entfernt. Im Moment gilt in Ghana für ein Monat ein Fischverbot, damit die Fischgründe sich erholen können.

Ja, das zum Teil intellektuelle Lagerfeuer des SPON hat schon viel für sich. Regt an, auch durch Widerspruch und besonders durch Kommentare wie Deine. Aber eine Gegenwelt wie Afrika läßt einen
Blick hinter die gelbe Tür zu und erinnert daran, das unsere deutsche Welt nur ein kleiner Teil der Welt ist. Spannend sind Gegenwelten allemal. War auf einer dreitägigen Beerdigung mit über 2000 Trauernden und habe illegale Goldsucher (Galamsey) besucht, inklusive vier erschossener Banditen. Wie schön ist es da in Panama (Deutschland) Grüße ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mlarsen 27.05.2019, 08:52
8.

Ist irgendwo einleuchtend. Autoanzeigen wirken auch besser, wenn sie vor einem repräsentativen Hintergrund abgelichtet werden (Schloss, Denkmal), anstatt in einem schäbigen Hinterhof neben Müll und Leergut. Auf die Idee die Bücher nach Farben zu sortieren wäre ich allerdings auch nicht gekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derjoey 27.05.2019, 15:29
9.

Nach IKEA sehen die Fotos mMn nicht aus, aber dafür sehr unbelebt: keine Gläser auf den Tischen, kein Obst, keine Kuhle auf den Sofakissen, keine knallig-grünen Topfpflanzen, rechte Winkel und Symmetrie dominieren, alles irgendwie gebügelt und steril - keineswegs irgendwas, was mein Kopfkino anschmeißen würde. Wenn da irgendwo High-Heels herumliegen würden, würden die nach genau dem aussehen, was sie sind: bewusst platzierte Fremdkörper.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2