Forum: Stil
Design-Start-up aus Berlin: Aufpoliert
TFOB

Mehr als 200 Millionen Tonnen mineralischer Bauabfälle fallen pro Jahr in Deutschland an. Zwei Berliner Designerinnen verarbeiten den Schutt zu modernen Terrazzo-Böden.

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K.H. Guttermann 11.03.2019, 16:14
20. Bindemittel weich, schleifen früh....

Terrazzo schon mehrfach aus Recyclematerial hergestellt, wichtig ist das Bindemittel nicht zu hart zu wählen und den ersten Schlief vergleichweise früh zu machen. Bein VorOrt Einbau wie Flure und Treppen braucht es Übung und ein paar alte Werkzeuge

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K.H. Guttermann 11.03.2019, 16:15
21. Bindemittel weich, schleifen früh....

Terrazzo schon mehrfach aus Recyclematerial hergestellt, wichtig ist das Bindemittel nicht zu hart zu wählen und den ersten Schlief vergleichweise früh zu machen. Bein VorOrt Einbau wie Flure und Treppen braucht es Übung und ein paar alte Werkzeuge

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fatherted98 11.03.2019, 16:23
22. Die Frage ist...

...wie hoch ist die Menge an Recyclingmaterial im Verhältnis zum Trägermaterial?....wenn da 2-3 Bröckchen Schutt eingemischt wurden....ist das weder umweltfreundlich noch besonders ausgefeilt.

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nici_d 11.03.2019, 19:40
23. Mülltrennung genauso

Zitat von The Independent
Naja, man könnte geneigt sein, sich Ihrem Urteil anzuschließen, wenn da nicht die Chance wäre, dass sich aus solch einem aktuell eher symbolhaften Projekt einmal ein Trend/ein Massenprodukt entwickeln könnte. Als Mitglieder meiner Familie in den späten 80ern mit Jutetaschen einkaufen gingen und Mülltrennung dadurch betrieben, dass sie Plastik- und Papierabfälle nicht in der Standard-Hausmülltonne entsorgten, sondern - ähnlich wie heute immer noch Glas - extra die ersten, oft abseits gelegenen Spezial-Container aufsuchten und dort das Plastik einwarfen, wurden sie noch ausgelacht bzw. Ihnen ein "Öko-Fimmel" unterstellt. Heute ist das in D Standard.
Die von Ihnen beschriebene Mülltrennung in Deutschland ist genauso sinnlos. Wohin geht denn der Plastik"wertstoff", seit China das auch nicht mehr haben will? Heute wäre Verbrennen noch sinnvoller. Wenn irgend wann mal die Recyclingfähigkeit besser ist, dann können Maschinen den Müll trennen, und zwar nahezu fehlerfrei.

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sotraluz 11.03.2019, 20:40
24. Ist Relotius denn überall?

Ein Blick ins Impressum von TFOB offenbart, dass die im Artikel Sasa genannte Frau Weber augenscheinlich eigentlich Rasa heißt. Hatten Spiegel und SPON nicht Besserung gelobt in Sachen Sorgfalt?

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The Independent 12.03.2019, 03:33
25.

Zitat von nici_d
Die von Ihnen beschriebene Mülltrennung in Deutschland ist genauso sinnlos. Wohin geht denn der Plastik"wertstoff", seit China das auch nicht mehr haben will? Heute wäre Verbrennen noch sinnvoller. Wenn irgend wann mal die Recyclingfähigkeit besser ist, dann können Maschinen den Müll trennen, und zwar nahezu fehlerfrei.
Nicht die Mülltrennung ist sinnlos, sondern das Duale System mit den verschiedenen Tonnen. Aktuell könnte man es bereits bei einer Tonne für den Hausmüll und einer Tonne für den Biomüll belassen, da die Maschinen bereits alles trennen können.

Und Plastikmüll (+ Metalle + Papier) können Mülltrenntrommeln mit Hilfe von Laser- und Infrarotscannern und anderen Materialprüfungsmethoden (etc.) inzwischen fehlerfrei trennen, versagen aber nun oft bei den in Mode gekommenen Verbundstoffen. Viele Verpackungen von Fertiggerichten für die Mikrowellen sind z.B. aus Papier hergestellt, das innen mit 2-3 verschiedenen Plastikarten (zusammengeschweißte Folien) ausgekleidet ist. Das kann kein Gerät trennen/auseinanderreißen. Zwar kann man das Papier von den Plastikfolien trennen, aber es bleibt dann eben der Verbundanteil. Auch Kase- und Wurstpackungen haben immer öfter Verbundverpackungen. Der Mist geht dann meist direkt in die Müllverbrennung oder wird zunächst verpresst irgendwo geparkt, oder eben ins Ausland verschifft. Inzwischen wird an einem Institut an transparenten Verpackungen aus organischem Material gearbeitet, das könnte in der Zukunft das Problem mit dem Plastik lösen.

Den größten Anteil beim Export nach China hatten übrigens PET-Flaschen, die hier alle sortenrein recyclet werden könnten, wenn genug Kapazitäten verfügbar wären bzw. wenn es dafür einen größeren Markt gäbe. Ein weiterer Anteil bestand außerdem aus anderen sortenreinen Plastikarten, die dann aber teilweise wieder für den Transport gemischt wurden, und wohl teilweise auch aus Verbundplastik. China hat zwar ein paar zertifizierte Recyclingbetriebe, aber ein gewisser Teil wurde eben nicht aufbereitet, sondern einfach in China illegal verbuddelt. Das wird mit ein Grund für den Importstopp gewesen sein.

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juri. 12.03.2019, 08:56
26. Strassenbau.

Zitat von Gleichstrom
200 Millionen Tonnen im Jahr ... sind 2,5 Tonnen pro Person im Jahr. Wo um alles in der Welt wird denn deratig viel abgerissen? Und vor Allem wieso? Sollten Gebäude nicht irgendwie langfristig geplant und genutzt werden? ...
Der meiste "Bauschutt" fällt im Strassenbau an, und wird, oh preisverdächtiges Wunder, gleich wieder im Millionen-Tonnen-Maßstab eingearbeitet (Betonbruchschotter für Wegebau und Strassenfundamente. Deswegen kostet Betonschotter auch richtig Schotter und ist knapp. Alte Schwarzdecke teils als Zuschlagkorn für neue Schwarzdecke, der Rest in die Schachtverfüllung. Das einzige, was schwer an den Mann zu bringen ist, ist Ziegelbruch - der ist für anspruchsvolle Arbeiten einfach zu weich.

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gunpot 12.03.2019, 10:15
27. Mit großem Interesse habe ich die

höchst sachgerechten Beiträge zu diesem Thema gelesen. Nur sollte man da nicht mit neuen Umweltbedenken diese Recycling wieder in Frage stellen. 'Schließlich ist das alles auch eine Kostenfrage. Für mich ist es z.B. selbstverständlich, dass Strassenbauschutt, soweit er nicht das Grundwasser schädigt, an Ort und Stelle als Unterbelag wiederverwendet wird. Alles andere ist schon allein wegen der Transportkosten zu teuer. Die Transportkomponente übersteigt bei vielen Baumateralien die 50% - Grenze.Wenn ich mich noch an die Zeit erinnere, als unsere Mütter als Trümmerfrauen schuften mußten, um unsere Städte wieder aufzubauen, da wurde auch mit dem Bauschutt vernünftig umgegangen. Die Steine wurden vom Mörtel befreit und wiederverwendet. Alles lange her und in Vergessenheit geraten. Dabei könnte intelligentes Bauschuttrecycling erheblich dazu beitragen, die zerstörten Städte in Syrien und Jemen schneller aufzubauen. Da gibt es noch ein weites Feld, was in dieser Diskussion nicht angesprochen worden ist.

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mielforte 12.03.2019, 11:07
28. Bauschutt wird immer unreiner durch Zusätze, Dämmung, Klebstoffe usw.

auch lösen Kupfer und andere Metallteilchen Reaktionen in Zusammenhang mit Freuchtigkeit aus. Ansonsten natürlich eine tolle Idee. Terrazzo schreit nach einer Wiedergeburt, er ist einfach zu schön.

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Gleichstrom 12.03.2019, 12:17
29.

Zitat von gunpot
höchst sachgerechten Beiträge zu diesem Thema gelesen. Nur sollte man da nicht mit neuen Umweltbedenken diese Recycling wieder in Frage stellen. 'Schließlich ist das alles auch eine Kostenfrage. Für mich ist es z.B. selbstverständlich, dass Strassenbauschutt, soweit er nicht das Grundwasser schädigt, an Ort und Stelle als Unterbelag wiederverwendet wird. Alles andere ist schon allein wegen der Transportkosten zu teuer. Die Transportkomponente übersteigt bei vielen Baumateralien die 50% - Grenze.Wenn ich mich noch an die Zeit erinnere, als unsere Mütter als Trümmerfrauen schuften mußten, um unsere Städte wieder aufzubauen, da wurde auch mit dem Bauschutt vernünftig umgegangen. Die Steine wurden vom Mörtel befreit und wiederverwendet. Alles lange her und in Vergessenheit geraten. Dabei könnte intelligentes Bauschuttrecycling erheblich dazu beitragen, die zerstörten Städte in Syrien und Jemen schneller aufzubauen. Da gibt es noch ein weites Feld, was in dieser Diskussion nicht angesprochen worden ist.
Absolut richtig. Aber Ziegel, kleine Quader, die man im Prinzip frei wie Legosteine anordnen kann, sind erheblich besser zum Recycling geeignet als z.B. Trümmer eines Plattenbaus oder Betoneinteilers, die ohne Rücksicht auf die Demontage hergestellt wurden, dafür aber Wandsegmente u.Ä., oder gar Gebäude, in einem Teil darstellten.

Wenn Kostenbedenken legitim sind, sind es Umweltbedenken, die zum Teil ja auch Bedenken gegen zukünftige Kosten repräsentieren, mindestens ebenso legitim.

Sinnvolles Recycling in diesem Sinn muß rohmaterialtolerant sein, kostengünstig und ohne teure Anlagen auskommen, die man neu einrichten müßte. Nur so kann es einen bedeutenden Anteil an der Menge verbauter Baustoffe erzielen - und Eigenschaften müssen dann in der Konstruktion berücksichtigt werden, z.B. dickere Wände, wenn die Festigkeit geringer ist, sonst sürzt irgendwann son Ding ein und "Das Recycling ist schuld! Die Grünen haben meine Kinder umgebracht!" - nicht so wünschenswert...

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