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Design-Start-up aus Berlin: Aufpoliert
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Mehr als 200 Millionen Tonnen mineralischer Bauabfälle fallen pro Jahr in Deutschland an. Zwei Berliner Designerinnen verarbeiten den Schutt zu modernen Terrazzo-Böden.

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ilonaveit 18.03.2019, 20:55
30. Instrumente zur Förderung der Wiederverwendung von Bauteilen

Ich bin begeistert, dass immer weitere Menschen sich der Wiederverwendung von Materialien zuwenden. Und es gibt bereits wissenschaftliche und praktische Grundlagen für die Wiederverwendung von Baustoffen. Dazu kann ich hier ein wenig informieren, die Grundlagen wurden noch viel umfangreicher und praxistauglich zur sofortigen Anwendung erarbeitet.
Träger des Deutschen Umweltpreises 2016 war Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke, sie lehrt und forscht an der BTU Cottbus-Senftenberg, sowie Walter Feeß, Betonrecycling.
Sie gelten als Wegbereiter für Recycling-Beton ,als aktive Mitstreiter der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und sind damit nicht nur Vorbilder, sondern auch Vorreiter für Veränderung einer gesamten Branche. RC Beton ist nachweislich wettbewerbsfähig. Sie haben eingefahrene Strukturen in der Rohstoffwirtschaft durchbrochen und dem Grundsatz ‚Verwerten vor Deponieren‘ eine neue Qualität verliehen. 2 Mio. Tonnen Bauschutt könnten verhindert werden, wenn dieser wieder eingebaut würde.
Altbeton aus Abbruch-Bauten für Recycling-Beton zu verwenden, ist ein wichtiges Standbein, um den Flächenverbrauch einzudämmen und Deponien zu entlasten. Hinzu komme, dass die Kiesgruben nur selten in den Ballungsgebieten liegen, wo der Beton benötigt wird.
Dies bedeute lange Transportwege zwischen Abbaugebieten und Baustelle. Schon bei einer Fahrstrecke von 40 Kilometern könne rein rechnerisch die Klimabelastung einer Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern eingespart werden.
Wir stehen vor einer Zeit der Rohstoffengpässe.
Heute stehen endlich die Klimabelastung, der Schutz knapper Ressourcen immer mehr im Focus. Dazu benötigen wir dringend besondere nachhaltige Innovationen.
Sand ist ein neuer Engpass und dafür könnten mineralische Recyclingbaustoffen eingesetzt werden.
Zu den Erfolgen Mettkes gehöre, dass aufgrund ihrer Forschungsergebnisse der Berliner Senat 2013 – wie es auch schon in der Schweiz gängig sei – beschloss, bei öffentlichen Bauvorhaben anteilig Recycling-Beton im Hochbau zu verwenden.
Dank ihres planerischen Mitwirkens sind Prototypen für den Neu- und Wiederaufbau von Wohnhäusern und im Landschafts- und Deichbau entwickelt worden, die sich auch auf den internationalen Markt übertragen lassen.Dabei können die gebrauchten Betonelemente sowohl funktionalen Charakter, als auch eine gestalterische Funktion übernehmen.“ Mettke begleitet Neubauvorhaben durch ihre wissenschaftliche Expertise und arbeite eng mit Unternehmen zusammen, um neue Einsatzfelder für Recycling-Beton auf dem Markt zu entwickeln.So gelte Mettke mittlerweile deutschlandweit und in immer mehr Ländern als Spezialistin für die Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Beton. Dabei wird das Thema Schadstoffe ebenso aussagekräftig behandelt.
Interessant ist dabei zusätzlich, dass sie nachweisen konnte, dass dadurch deutlich günstiger gebaut werden kann, was die öffentliche Hand besonders interessieren wird.
Sie hält viele Vorträge und ist international und länderübergreifend eine sehr bekannte und nachgefragte Vorreiterin in Sachen nachhaltiges Bauen, Aufbereitung und Verwertung von Bauschutt.

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ilonaveit 18.03.2019, 21:13
31. Instrumente zur Förderung der Wiederverwendung von Bauteilen

Ich bin begeistert, dass immer weitere Menschen sich der Wiederverwendung von Materialien zuwenden. Und es gibt bereits wissenschaftliche und praktische Grundlagen für die Wiederverwendung von Baustoffen. Dazu kann ich hier ein wenig informieren, die Grundlagen wurden noch viel umfangreicher erarbeitet.
Träger des Deutschen Umweltpreises 2016 war Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke, sie lehrt und forscht an der BTU Cottbus-Senftenberg, sowie Walter Feeß, Betonrecycling. Prof. Dr.-Ing.
Die promovierte Bauingenieurin Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke gilt zusammen mit dem Unternehmer Walter Feeß als Wegbereiter für Recycling-Beton. RC Beton ist nachweislich wettbewerbsfähig. Sie haben eingefahrene Strukturen in der Rohstoffwirtschaft durchbrochen und dem Grundsatz ‚Verwerten vor Deponieren‘ eine neue Qualität verliehen. Sie gelten als aktive Mitstreiter der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und sind damit nicht nur Vorbilder, sondern auch Vorreiter für Veränderung einer gesamten Branche. 2 Mio. Tonnen Bauschutt könnten verhindert werden, wenn dieser wieder eingebaut würde.
Altbeton aus Abbruch-Bauten für Recycling-Beton zu verwenden, ist ein wichtiges Standbein, um den Flächenverbrauch einzudämmen und Deponien zu entlasten. Hinzu komme, dass die Kiesgruben nur selten in den Ballungsgebieten liegen, wo der Beton benötigt wird.
Dies bedeute lange Transportwege zwischen Abbaugebieten und Baustelle. Schon bei einer Fahrstrecke von 40 Kilometern könne rein rechnerisch die Klimabelastung einer Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern eingespart werden.
Wir stehen vor einer Zeit der Rohstoffengpässe.
Heute stehen endlich die Klimabelastung, der Schutz knapper Ressourcen immer mehr im Focus. Dazu benötigen wir dringend besondere nachhaltige Innovationen.
Sand ist ein neuer Engpass und dafür könnten mineralische Recyclingbaustoffen eingesetzt werden.
Zu den Erfolgen Mettkes gehöre, dass aufgrund ihrer Forschungsergebnisse der Berliner Senat 2013 – wie es auch schon in der Schweiz gängig sei – beschloss, bei öffentlichen Bauvorhaben anteilig Recycling-Beton im Hochbau zu verwenden.
Dank ihres planerischen Mitwirkens sind Prototypen für den Neu- und Wiederaufbau von Wohnhäusern und im Landschafts- und Deichbau entwickelt worden, die sich auch auf den internationalen Markt übertragen lassen. Dabei können die gebrauchten Betonelemente sowohl funktionalen Charakter, als auch eine gestalterische Funktion übernehmen.“ Mettke begleitet Neubauvorhaben durch ihre wissenschaftliche Expertise und arbeite eng mit Unternehmen zusammen, um neue Einsatzfelder für Recycling-Beton auf dem Markt zu entwickeln. So gelte Mettke mittlerweile deutschlandweit und in immer mehr Ländern als Spezialistin für die Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Beton. Dabei wird das Thema Schadstoffe ebenso aussagekräftig behandelt.
Interessant ist dabei zusätzlich, dass sie nachweisen konnte, dass dadurch deutlich günstiger gebaut werden kann, was die öffentliche Hand besonders interessieren wird.
Sie ist international und länderübergreifend eine sehr bekannte und nachgefragte Vorreiterin in Sachen nachhaltiges Bauen, Aufbereitung und Verwertung von Bauschutt.

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ha-ju-hess 30.03.2019, 07:52
32. Altglas (Flaschen) zu Terrassenplatten und mehr

Liebe Frau Katharina Cichosch und Leser,
Zeitgleich mit Publikation des guten Artikels war ich auf der kapverdischen Insel Santo Antao. Und staunte über funktionierendes Pilotprojekt wie folgt: Abertausende leere Bierflaschen landen täglich auf legalen/illegalen Plätzen inkl direkt am Strand. Diese (einige) werden gesammelt und in einer simplen Maschine kleingemahlen. Das Granulat wird mit Zement und Wasser zu ansehnlichen Bodenplatten verarbeitet. Demnächst auch zu Hohlblocksteinen, damit könnte Sand eingespart werden, der meist illegal an Stränden und Flussbetten entnommen wird. Eine überzeugende Win-Win Idee. 3 verschiedene deutsch-kapverdische Fördervereine wollen den Pilot ausweiten in 3 Gemeinden.
Gruss, Hans Hess

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