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Empfang zur Museumsinsel: Neuer Klassizismus
AFP

Die James-Simon-Galerie soll ab dem Sommer 2019 der zentrale Eingang für die fünf Museen auf der Berliner Museumsinsel sein. Für manche ist der 134-Millionen-Euro-Bau einfach "die teuerste Garderobe der Welt".

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christoph_schlobies 13.12.2018, 21:07
1.

Eine unglaubliche Katastrophe.Der bisher großzügige Platz wird zugemauert.Statt eines freien Blicks auf die reichverzierte Eingangsfront des Pergamnomuseums,ein stupider Säulenvorhang.-Man hätte dort einen kleinen Hafen und eine Anlegestation für kleinere Schiffe bauen können .
Mit dem Schiff direkt zum Museumseingang das hat der Louvre nicht.-.
Welche städtebauliche Chance ist hier vertan worden.Unglaublich ,dass solch eine Barbarei durch das Parlament kommt. - Der Architekt ist ja für ästhetische ,kristalline Gebilde mit riesigen Fenstern ohne jeden Bezug zur Umwelt bekannt -daher wohl auch hiesiger Lieblingsarchitekt.Was für eine Schande für Berlin.

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mintie 13.12.2018, 21:39
2.

Sehr cool, ich liebe es. So wird unsere piefige Hauptstadt vielleicht doch mal sehenswert.

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Ronald Dae 13.12.2018, 22:19
3. Wird wahrscheinlich nicht ewig stehen!?

Richtig angenehm ist die Architektur nicht, oder? Die geraden, kalten Linien und die Säulenkaskaden finde ich einigermaßen brutal.

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ach 13.12.2018, 22:25
4.

Also wenn man den Artikel zu dem Bau erst 19:03 ins Netz stellt, hätte man ja schon mal schauen könne, was man in den Foren der Berliner Tageszeitungen dazu schreibt.
Und da hält sich die Begeisterung für diese Architektur im Stile der 40er Jahren des letzen Jahrhunderts in Grenzen.
Und selbst die, die dem was abgewinnen können, kömmen nicht auf die Idee, daß das eine Visitenkarte für Berlin wäre.

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neandertal 13.12.2018, 22:45
5. Schön ist anders

Ein Aushängeschild für Berlin ist dieser, durch Beton geprägte, Bau sicher nicht. Was soll an riesigen Betonhallen schön sein, was an Gitterstäbe erinnernde "Säulen"? Da hat Berlin wieder eine Chance vertan. Weniger kann mehr sein.

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Sportzigarette 13.12.2018, 23:06
6. wunderschön!

Schlichte Elegeanz! Einfach wunderbar! Habe mich jahrelang darauf gefreut und nun ist es soweit. Und nein, es verdeckt nicht den Haupteingang, lediglich die sehr schlichte Seitenansicht. Früher stand dort auch ein Gebäude, eine Freifläche wäre dort völlig Fehl am Platze, einfach mal das Gesamtkonzept anschaun....Dann ergibt alles Sinn und die Architektur ist die zeitgemäße Umsetzung des Klassizismus und passt sehr stimmig zu den umliegen Bauten. Ja, spießige Kleingeister finden es halt doof, aber das adelt diese Architektur ja erst.

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Berliner42 14.12.2018, 00:24
7.

Zitat von christoph_schlobies
Eine unglaubliche Katastrophe.Der bisher großzügige Platz wird zugemauert.Statt eines freien Blicks auf die reichverzierte Eingangsfront des Pergamnomuseums,ein stupider Säulenvorhang.-Man hätte dort einen kleinen Hafen und eine Anlegestation für kleinere Schiffe bauen können . Mit dem Schiff direkt zum Museumseingang das hat der Louvre nicht.-.
Der Bau steht überhaupt nicht vor der Eingangsfront des Pergamnomuseums, sondern dockt seitlich an. Für keine Ahnung ziemlich viel gemeckert. Und wer soll da bitte mit seinem Sportboot festmachen?

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missourians 14.12.2018, 01:17
8.

Haben wir im Schwabenland schon lange, seitseit 2006:

https://www.dla-marbach.de/museen/literaturmuseum-der-moderne/

Außer dass es bei uns besser aussieht, da das Museum bei uns frei steht, und nicht an einem Altbau, der nicht dazu passt, heran gebaut wurde.

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Papazaca 14.12.2018, 09:14
9. Pomp und Systemarchitektur

Vorausgeschickt: Man muß den Bau erstmal selbst sehen. Positiv ist die Aufnahme alter Elemente wie die Säulen, das Material und die Größe des Baukörpers. Die führt dann auch zu dem früheren Pomp mit Freitreppe und den vielen Säulen.

Was mich stört bei Chipperfield ist die wiederkehrende Systematik des rechten Winkels, siehe auch Unger, besonders dominant im Innenausbau, dazu ausgeführt in dunklen Farben (Holz?).

Was für die Architektur spricht: Sie ist nicht langweilig und polarisiert. Architektur muß was wagen. Mittelmäßige Langeweile haben wir genug.

Mein Fazit: Berlin ist Immer eine Reise wert: Diesmal Chipperfield, die obligatorische Currywurst und vieles mehr. Es lohnt sich in jedem Fall.
Und das gemeckert wird ist auch eine Art von Referenz siehe die schwangere Auster.

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