Forum: Stil
Fast Fashion: "Unser Kleider-Konsum ist Wahnsinn"
DPA

Die Bremerin Imke Müller-Hellmann wollte wissen: Wer hat ihre Kleidungsstücke produziert? Wo und wie? Also hat sie sich in den Flieger gesetzt. Ein Interview über unseren Modekonsum und seine Folgen für Mensch und Umwelt.

Seite 11 von 20
kaltmamsell 21.12.2017, 19:35
100. Viele kaufen jetzt Vintage- oder Flohmarkt-Textilien. Secondhand eben,

da bleiben dann noch Leibwäsche und Socken, die möchte man schon neu. Verständlich. Natürlich ist das alles auch mit dieser Einschränkung immer noch ein Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudi_grolig 21.12.2017, 19:44
101. Auch ich habe mit Erschrecken von diesem verschmutzten Fluss gelesen

Dass dieser schwarz ist und Plastik darin schwimmt. Dieses Plastik sammelt sich dann in den Weltmeeren an. Deshalb hat man in Deutschland die Plastiktüten (umgangssprachlich: Türkenkoffer) verboten. Weiter ist anzumerken, dass die Dame auch nur deshalb schreiben kann, weil sie von Instituten finanziert wird. Sonst müsste sie zu Hause bleiben und könnte ihre Schriftwerke nicht veröffentlichen. Auch gebe ich zu bedenken, dass auch in Deutschland/Europa Menschen nach Stückzahl bezahlt werden. Das nennt man Akkord. Was wäre eigentlich, wenn man diese Firmen zum Schutz der Arbeiterinnen schließen würde? Würden die Arbeiterinnen dann auch zum Job Center gehen und sich arbeitslos melden und ALG II bzw. Hartz IV beziehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
coralie.berger-leroc 21.12.2017, 19:45
102. Mehr Info, weniger Moral

Grundsätzlich ein wichtiges Thema und offenbar gute Arbeit von Frau Müller-Hellmann. Aber ich wünsche mir mehr Informationen (bsp über Modefirmen, die wirklich fair produzieren und über deren Preisgestaltung, die Sachen kommen mir nämlich oft überteuert vor) und weniger Moral-Keule. Ich kann dieses "mir wird um diesen Planeten Angst und Bange", "Profit vor Mensch" etc. pp. nicht mehr hören. Jeder bringt diese ewig gleichen Sprüche, von Energie über Lebensmittel bis jetzt Textil.
Noch eine Anmerkung: ich kaufe oft bei H&M und habe nie kapiert, warum so viele Leute behaupten, die Sachen dort seien "nach der ersten Wäsche verzogen" oder ähnliches. Wenn 30 Grad und Schonwaschgang auf dem Etikett steht, dann bitte auch so waschen, nicht bei 40 Grad und 1.800 Umdrehungen in der Trommel. Ich besitze ein Kleid von H&M, das ist ungelogen 26 Jahre alt. Passt noch immer, sieht noch immer gut aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_de_chepe 21.12.2017, 19:48
103. Keine Basis für Kapitalismuskritik

China und Vietnam sind kommunistische Staaten, die von einer KP regiert werden. Linksdeutsche Denkschablonen und linksdeutsche Betroffenheit bringen einem beim Verständnis der internationalen Handelsbeziehungen und Produktionsbedingungen nicht weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Etienne LM 21.12.2017, 19:49
104. Seltsam

Diese ominösen Globalisierungsgegner die - auch im Spiegel - regelmäßig schlecht geredet werden prangern genau diese Zustände seit Jahren an.
Es sind eben nicht die bösen Firmen - es ist das System der Gewinnmaximierung in Verbindung mit armen Ländern deren Einwohner derartiges mit sich machen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
foamberg 21.12.2017, 19:49
105.

was ich nicht verstehe ist warum menschen 20 hosen und 50 t-shirts gleichzeitig besitzen! noch nie was von waschmaschinen gehört? (es zeugt nicht gerade von intelligenter lebensführung jeden morgen vor dem kleiderschrank zu stehen und sich zu fragen was ziehe ich heute an!) aber scheinbar gibt es genügend idioten denen das als lebensthema reicht! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Havel Pavel 21.12.2017, 19:54
106.

Zitat von grommeck
über 30 Jahre und immer wieder aufs Neue, in jeder Gemneration. Profit ist angesagt, immer und immer mehr. Demnächst werden Unternehmen überhaupt keine Steuer mehr zahlen müssen. So kann sich die humane Oberschicht noch ein Privatinselchen dazu kaufen oder andere dekadente Sch.... Die Geschichte wiederholt sich und es leiden immer die schwächsten Gruppen.
Das mit den Unternehmensteuern ist ein zweischneidiges Schwert. Wo wird denn dann wohl wieder rigoros eingespart wenn der Gewinn nicht mehr stimmt? Richtig bei den Mitarbeitern natürlich und wenn das nicht gelingt wird die Produktion eben ausgelagert, Kapazitäten und Regionen die nur auf Investoren warten gibt es zuhauff. Ich erinnere mich noch an Zeiten in denen die Unternehmen bei weitem noch nicht diesen wahnsinnigen Kostendruck hatten und auf gute Mitarbeiter angewiesen waren weil die eben noch rar waren. Hier wurden ganz freiwillig grosszügige Sozialleistungen und übertarifliche Löhne und Gehälter gezahlt, ja selbst Ferienheime für einen kostenlosen Erholungsaufenthalt des Nachwuchses wurden unterhalten und das alles ganz freiwillig eben zur Mitarbeiterbindung. Natürlich hatten auch damals die Mitarbeiter der Unternehmensleitung gegenüber dem regulären Arbeitehmer ein deutlich höheres Einkommen, eine Firmenwagen Mercedes 300 mit Chauffeur usw., aber alles hielt sich noch in überschaubaren Grenzen weitab von der sich heutzutage abzeichnenden Abgehobenheit.
Die Frage stellt sich doch was ist besser, ob die Unternehmen steuerlich entlastet werden und den dadurch höheren Gewinn in Form höherer Löhne an die Mitarbeiter wieder weitergeben und diese dann die Steuer gemäss iher persönlichen Situation abführen oder ob den Unternehmen hohe Steuern auferlegt werden und hinterher nur wenig Gewinn und damit wenig Mittel zur Lohnzahlung bereitstehen, also nur Minimallöhne gezahlt werden können. Sicher, je weniger der Einzelne verdient umso weniger Steuern, bis hin zu vielleicht Null im Falle eines Familienvaters mit Kindern muss dieser abführen. Aber für die Sozialversicherungen, allen voran die Rente, wäre erster Fall ganz eindeutig der langfristig sinnvollere, denn je höher die geleisteten Beiträge umso höher die später Rente und gerade an dieser Stelle klemmt es ja gegenwärtig ungemein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KlausKreuter 21.12.2017, 19:55
107. Wer hat Schuld

Der Konsument der „billig“ einkaufen will, der Vertreiber der viel Geld verdienen will? Letztlich müssen wir uns da alle an die Nase fassen und uns sagen dass wir das nur über fairen Handel ändern können. Nichts kaufen heisst den Menschen die Grundlagen des Lebens wegzunehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lamblies 21.12.2017, 19:56
108. Mein Titel

Zitat von me-and-bobby
denken sollte schon möglich sein, oder...? Wenn es nach mir ginge, wäre KIK oder H&M und auch AMAZON & Co etc. längst pleite...Ich kaufe relativ wenig ein und trage es lange...Mein Motto: Lieber wenig und modeunabhängig, solide VOR-ORT einkaufen und nicht jeden Schnick-Schnack mitmachen... Aber ich bin kein TRENSETTER... Stattdessen heiß es fast überall: Mehr immer Mehr von Allem und zwar sofort... Man stelle sich vor AMAZON stellt seinen Betrieb ein...Die DHL & CO - Sklaven- Arbeiter (Dienstleister neudeutsch) sind plötzlich ohne Arbeit... Man stelle sich vor alles was gekauft wird, muß bar bezahlt werden... Es gibt keine Konsum- Kredite, auch nicht für Autos... Man muss vor dem Kauf sparen...Advent, die Vorfreude... Das Warten ist aber der Tod der Markt-und Konsum- Wirtschaft... Diese ganze Luftballon- Nummer genannt (soziale) Marktwirtschaft bricht zusammen und implodiert wie ein kaputter Fernseher... Für viele ist diese Vision eine Horror- Vorstellung, für mich ist die derzeitige Marktwirtschaft mit dem aufgeblähten Finanz- und Konsum- Wirtschaft ein Moloch und ein Horror... Ein alt- modischer Mensch wünscht frohe Weihnachten
Danke, ich wünsche ihnen auch frohe Weihnachten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maler 21.12.2017, 20:03
109.

Zitat von rudi_grolig
Dass dieser schwarz ist und Plastik darin schwimmt. Dieses Plastik sammelt sich dann in den Weltmeeren an. Deshalb hat man in Deutschland die Plastiktüten (umgangssprachlich: Türkenkoffer) verboten. Weiter ist anzumerken, dass die Dame auch nur deshalb schreiben kann, weil sie von Instituten finanziert wird. Sonst müsste sie zu Hause bleiben und könnte ihre Schriftwerke nicht veröffentlichen. Auch gebe ich zu bedenken, dass auch in Deutschland/Europa Menschen nach Stückzahl bezahlt werden. Das nennt man Akkord. Was wäre eigentlich, wenn man diese Firmen zum Schutz der Arbeiterinnen schließen würde? Würden die Arbeiterinnen dann auch zum Job Center gehen und sich arbeitslos melden und ALG II bzw. Hartz IV beziehen?
So einen Fluss (ganz in Meeresnähe) habe ich in Indien auch schon gesehen. Es hat fürchterlich gestunken trotz geschlossener Fenster.

Zu dem Dilemma "was wird aus den Arbeitern/innen wenn alle Deutschen plötzlich nur noch Fair Trade kaufen". Tja, viele haben dann keinen Job mehr und werden hungern müssen, weil nur noch halb soviel soviel produziert werden wird, da der Geldbeutel der Endverbraucher ja nicht plötzlich doppelt so dick sein wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 20