Forum: Stil
Felsenhaus der Familie Messner: Höhlenbewohner
Rene Riller

Lange strebte Reinhold Messner in extreme Höhen. Sein Felsenhaus in Südtirol versteckt sich dagegen in der Tiefe des Berges. Den "unmöglichen" Plan umzusetzen, war Aufgabe des Architekten Werner Tscholl.

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heissSPOrN 27.08.2019, 15:36
1.

Es fehlt eine wichtige Information: Was kostet so ein Spass?

Und: Durch die Lage waren doch sicher exorbitante Energieverbräuche durch Transport und andere logistische Herausforderungen unvermeidbar - wie vereinbart Messner das mit seinem ökologischen Anspruch?

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Papazaca 27.08.2019, 16:48
2. Messner's Stonehenge, Version monumental + unsichtbar

In dem Moment, als ich die 3 Riesenfenster, Ausblicke oder Öffnungen sah, bestätigte sich meine Idee von Messner. Klein, idyllisch reicht dem Herrn nicht. Nein, es müssen gleich Zig-Museen sein. Und sein Haus muß als konzeptioneller Knaller bei SPON und anderen Eindruck machen.

Das private Haus seines Architekten gefällt mir übrigens. Sieht aus wie das Glashaus von Philip Johnson, zwischen zwei großen, überlappenden Betonplatten. platziert.

Das Haus von Messner empfinde ich einfach - siehe die Stonehenge-Öffnungen - als zu anmaßend und monumental. Und das will uns Messner uns als Architektur im Einklang mit der Natur verkaufen? Im Ernst?

Nein dem Mann geht es nur um eines: Messner. Das ist jetzt nichts neues. Nur in Verbindung mit seinen moralischen Ansprüchen wird klar, das Messner einer der vielen Großen ist, der nicht leise abtreten will.

Ja, Messner's Stonehenge ist ein Ausrufungszeichen. Sympathisch empfinde ich es nicht. Protz, ob Barock oder modern, war noch nie mein Fall.

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aquilabianco 27.08.2019, 16:52
3. Ein echter Messner

Obwohl ich erklärter Messner-Fan bin, viele Bücher über und von ihm gelesen habe und mit einer Ausnahme alle seiner Museen kenne, mehrfach auf Juval war… (und den darunterliegenden Bauernladen nur empfehlen kann)… dieses Projekt kommt mir doch etwas überambitioniert vor.
Bautechnisch zwar interessant, das Ergebnis aber deutlich Geschmacksache bei aller Philosophie die darin stecken mag.
Für den Ansatz einer „Höhle“ ist es m.E. zu offen, wirkt eher wie ein Museum für moderne Kunst, als ein gemütliches Eigenheim.
Letztlich hat auch sicher niemand nachgerechnet, ob das energetisch aufwendige Zerkleinern des ausgebrachten Gesteins wirklich ressourcenschonend war.
Aber OK, Messner wäre nicht Messner, wenn er nicht immer wieder polarisieren würde, insofern: Einmal mehr Respekt vor der Kreativität.

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Kunstgriffe 27.08.2019, 17:02
4.

Mir fehlt die Leichtigkeit in Messners Haus. Es wirkt wie eingegraben. Der Architekt ist mit seiner Hütte dem Himmel näher. Ansonsten hübsch unkonventionell - müsste man persönlich erleben. Eine 360°-Tour würde auch Sinn machen, um das besser beurteilen zu können.

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skeptikerin007 27.08.2019, 17:09
5. Richtig gefragt

Zitat von heissSPOrN
Es fehlt eine wichtige Information: Was kostet so ein Spass? Und: Durch die Lage waren doch sicher exorbitante Energieverbräuche durch Transport und andere logistische Herausforderungen unvermeidbar - wie vereinbart Messner das mit seinem ökologischen Anspruch?
Dazu noch : es fehlen die Informationen zur Energieversorgung, Wasser und Abwasserleitungen. Kanalisation?
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Küche, Bad , Toilette auf Höllenniveau ist.
Und das waren bestimmt nicht Penauts.
Ökologie für Andere

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muebbing 27.08.2019, 17:13
6. Beeindruckend !!

Absolut sensationell das Haus. Klasse!! Erinnert mich in seiner Kompromisslosigkeit und Widersprüchlichkeit an Fallingwater von Frank Lloyd Wright. Wie aus der Erde, dem Fels gewachsen und doch eckig und kantig und hochmodern, das es nur der Mensch gebaut haben kann. Grosses Kino!!
Trotzdem bin ich neugierig. Mich würde schon interessieren, was es gekostet hat.

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kulinux 27.08.2019, 17:34
7. "Das ist wohl die sauberste Art, zu bauen."

Ganz sicher nicht! Der Energieaufwand für Bau und Unterhalt dürfte grotesk sein, da fallen die winterlichen Sonnenstrahlen wohl kaum ins Gewicht.
PS: Darf man Messner jetzt also mit Fug und Recht einen "Troglodyten" nennen?
(Vermutlich nicht, denn er wohnt ja nicht in einer Höhle, sondern einer Grube… wie das Häschen im Kinderlied…?)
;-)

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housemartino 27.08.2019, 17:38
8. Erinnert mich an das Tal der Könige

in Ägypten. Ein Pharaonengrab erster
Gattung.

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heissSPOrN 27.08.2019, 17:43
9.

Zitat von skeptikerin007
Dazu noch : es fehlen die Informationen zur Energieversorgung, Wasser und Abwasserleitungen. Kanalisation? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Küche, Bad , Toilette auf Höllenniveau ist. Und das waren bestimmt nicht Penauts. Ökologie für Andere
Hehe, da fällt mir noch der Anfang eines berühmten Kinderbuches ein:

“In a hole in the ground there lived a hobbit..." Und besonders das dann folgende: "..."Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down on or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort.”

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