Forum: Stil
Galicische Delikatesse Tintenfisch: Hau den Pulpo
Oliver Lu¿ck

Nirgendwo in Europa wird mehr Tintenfisch gegessen als in Galicien. Das wabbelige Gummitier mit drei Herzen und Vogelschnabel gilt als Delikatesse. Die Zubereitung bei den Fischern an der Costa da morte ist mitunter brachial.

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1019 13.06.2019, 15:49
10. ruhepuls

Schoener Name.

Ich 'musste' mal vor sehr vielen Jahren in Griechenland einen
selbst gefangenen Oktopus 100x(?) schlagen.
Tja, und auch das Herz schlug bei dem Tier.
In meiner rechten Hand.

Nie. Mehr.

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ruhepuls 13.06.2019, 16:59
11. Verstehe ich...

Zitat von 1019
Schoener Name. Ich 'musste' mal vor sehr vielen Jahren in Griechenland einen selbst gefangenen Oktopus 100x(?) schlagen. Tja, und auch das Herz schlug bei dem Tier. In meiner rechten Hand. Nie. Mehr.
Verstehe ich. Als Taucher habe ich die Tiere auch lieber beobachtet. Trotzdem habe ich sie dann "beim Griechen" gerne gegessen.

Aber das gilt für jedes Lebewesen. Konsequenterweise dürfte man dann kein Fleisch oder Fisch mehr essen. Auch das "schöne Schnitzel" lief mal auf 4 Beinen rum.

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felisconcolor 14.06.2019, 10:42
12. Habe

in Portugal an der Algarve auch Tintenfisch in diversen Zubereitungsarten genossen. War sehr lecker. Und hatte absolut nichts vom viel zitierten "Radiergummi". Wer Tintenfisch nur nach den "frittierten Tintenfrischringen" beurteilt hat das Beste versäumt. Übrigens das mit dem "Schlagen des Tintenfisches" wurde schon in den Büchern von Jacques Cousteau (französischer Meeresforscher) vor einigen Jahrzehnten beschrieben

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heikod 14.06.2019, 11:31
13. Nicht nur die Ehrfurcht vor dem Meer ...

... hat dem Küstenabschnitt den Namen 'Costa da Morte' eingetragen, da waren dessen Landbewohner wohl auch massgeblich beteiligt. Empfohlen sei das Sachbuch „Fariña“ des galicischen Journalisten Nacho Carretero. In seiner sehr kleinteiligen Analyse erzählt Carretero die Geschichte des Schmuggels in Galicien zunächst vom Meer aus, denn mit fast 1500 km Küste war die lange Zeit bettelarme Provinz schon immer darauf angewiesen, was das Meer anzubieten hatte. Allerdings wollte oder konnte man sich dabei nicht auf das Fischen allein beschränken. Vor der zerklüfteten Costa da Morte gab es seit dem Mittelalter rund 1000 registrierte Schiffsunglücke. Im 19. Jahrhundert nahm diese Zahl exponentiell zu, als vor allem englische Handelsschiffe von den Küstenbewohnern durch falsche Leuchtfeuer bewusst irregeführt wurden und dadurch an den Klippen zerschellten. Die an Land gespülten Waren wurden unter den Einwohnern verteilt.

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TV1982 14.06.2019, 12:17
14.

Auch hier wieder einfach nur schlimm, was der Mensch diesen Tieren antut. Ich kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen Veganer und diverse Ausbeutungen der Natur dadurch unrentabel werden.

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wauz 14.06.2019, 12:19
15. Gegen einen Stein schmeißen!

An der griechischen Küste haben wir Oktopodiamit dem Speer gefischt. Dann schneidet man unterhalb des Beutels die Arterien durch, dreht den Beutelumund entfernt die Innereien. Am ufer muss man die Tiere dann hundert malgegen einen Stein werfen. Es muss ein glatter Stein sein. Der oktopus ist genug gehauen,wenn man die haut zwischen den Fangarmen leicht einreißen kann. Anschließendenmuss man den Oktopus so lange auf dem Stein reiben,bis er nicht mehr schäumt. Dann ist der schleimab und manmussden Oktopus nicht häuten. Gekocht wird er, klassisches rezept,in einem Sud aus Essig, Zwiebeln, Tomate, Lorbeerblatt.

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DerAndereBarde 14.06.2019, 14:07
16. Neurochauvinismus

Zitat von TV1982
Auch hier wieder einfach nur schlimm, was der Mensch diesen Tieren antut. Ich kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen Veganer und diverse Ausbeutungen der Natur dadurch unrentabel werden.
Ich vermute, gegen die Misshandlung von Pflanzen haben Sie nichts.

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Hamberliner 14.06.2019, 14:13
17. pulpo a la asquerosa

Vor so einem verklärenden Geschreibsel kann ich nur warnen. Ich bin einmal in Santiago de Compostela an sowas geraten. Als Liebhaber der mediterranen und vor allem spanischen Küche, der calamares a la romana AKA calamari fritti, wie man sie in jeder Paella Marinera findet, erwartete ich etwas mit Olivenöl frittiertes oder gegrilltes gut durchgegartes. Stattdessen hatte ich auf einmal eine kalte, säuerliche glibberige Masse im Mund. Das Zeug schien fast roh zu sein, vielleicht höchstens in Essig eingelegt. *WÜRG* Da hätte man auch gleich rohe Kaulquappen nehmen können. Ich bin wohl auf das äußere des kleinen gemütlichen Restaurants hereingefallen, wo ein rot angemalter gusseiserner Tintenfisch außen über der Tür baumelte.

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wauz 14.06.2019, 14:50
18. Bildung lacht!

Zitat von Hamberliner
Vor so einem verklärenden Geschreibsel kann ich nur warnen. Ich bin einmal in Santiago de Compostela an sowas geraten. Als Liebhaber der mediterranen und vor allem spanischen Küche, der calamares a la romana AKA calamari fritti, wie man sie in jeder Paella Marinera findet, erwartete ich etwas mit Olivenöl frittiertes oder gegrilltes gut durchgegartes. Stattdessen hatte ich auf einmal eine kalte, säuerliche glibberige Masse im Mund. Das Zeug schien fast roh zu sein, vielleicht höchstens in Essig eingelegt. *WÜRG* Da hätte man auch gleich rohe Kaulquappen nehmen können. Ich bin wohl auf das äußere des kleinen gemütlichen Restaurants hereingefallen, wo ein rot angemalter gusseiserner Tintenfisch außen über der Tür baumelte.
Kraken sind eben keine Kalmare!

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hup 14.06.2019, 15:08
19. Das kulturelle hohe Ross...

Zitat von ingo_brunk
[Es ist eine Schande]... was man diesen hochintelligenten Tieren antut. Einfach eine Schande.
sagte der Muslim über die Europäer, die gerne in Massen hochintelligente Schweine essen. Und die gerade geborenen Kinder von Schafen und Rindern wegen des besonders zarten Fleisches isst dann auch der Muslim. Hasen sind eigentlich auch keine dummen Tiere - und was rechtfertigt dann bitte das Köpfen von Hühnern?

Es ist so einfach sich über andere zu erheben, wenn das was man selbst so tut gar nicht mehr wahrgenommen wird. Denn das ist man ja gewohnt. *Das* ist dann ganz normal und ein Höhepunkt der westlichen Zivilisation, wenn die Franzosen Gänsen die Leber "stopfen" wir uns Fischeier reintun oder Froschschenkel und Schnecken essen.

Eine Schande sind höchstens solche wenig durchdachten Kommentare. Wer da konsequent sein will, der sollte nicht mit dem Finger zeigen, sondern vor der eigenen Türe kehren.

Die einzigen, von denen ich mich zum Tiere töten belehren lasse sind Veganer, die sind wenigstens Konsequent was die nicht-Verwertug von Tieren angeht - auch wenn sie viele andere Haupt- und Nebenwidersprüche ihrer Ernährungsdieologie ebenfalls ignorieren.

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