Forum: Stil
Karottensuppe mit Veggieballs: Lieblingsgericht mit Orangennote
Peter Wagner/ Foodbild

Karottensuppe ist für viele die flüssige Entsprechung zum Gemüsebratling: gesund, aber langweilig. Doch im Doppelpack werden die beiden zu einem rasanten Gaumenschmaus - und mit ein paar Tricks sogar zur Leibspeise.

Seite 1 von 2
dasfred 29.06.2019, 09:36
1. Kopfschütteln

Also die Karottensuppe kann ich mir in einer leichten Variation noch Vorstellen. Misopaste würde ich dabei dann durch helle Sojasauce ersetzen, wenn es um den Umami Geschmack gehen sollte. Bei Kunstfleisch ist für mich aber Schluss und für hundert Gramm Schafsmilch fahre ich nicht ins Reformhaus. Also diese Woche wird mein Speiseplan mal wieder nicht mit einem Wagner Rezept erweitert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 29.06.2019, 10:17
2. Suppe bei der Bullenhitze ist genau das Richtige

Guten Morgen lieber Fred, Du willst also nicht 6 Stunden warten, bis die Gemüsefarce im Kühlschrank die entsprechende Bindung erreicht hat? Und dann? Was ist die Alternative? Döner, TK-Pizza oder fasten?

Bei der Hitze ist vielleicht ein knackiger, frischer Salat besser als eine Suppe. Und auch schneller. Aber für unseren Hobbykoch ist das Glück oft etwas komplizierter. Und scheinbar kann er sich nicht vorstellen, das es im Sommer manchmal sehr heiß sein kann. Hat er seine Artikel vielleicht schön früher in Sölden geschrieben, nach dem "apres Ski " ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EL2666 29.06.2019, 10:46
3. 40 Zutaten

… für eine Karottensuppe ?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 29.06.2019, 12:14
4. Zu Nr.2 Papazaca

Ich habe mich heute für Schmorgurken entschieden. Mit echtem Hackfleisch. Noch ist es in Hamburg nicht sonderlich heiß und Schmorgurken sind wenigstens relativ leicht verdaulich und stopfen nicht so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chilibär 29.06.2019, 14:20
5. Andere Überschrift

Mir fällt bei dem Ganzen eine andere Überschrift ein: "Der Zutatenprotzer im Aroma-Dschungel".

Viel Spass beim (Ab)schmecken...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomas387 29.06.2019, 15:24
6. Wieder mal ein Super-Rezept!

Wie üblich haben uns zwar die meisten Zutaten gefehlt, aber da haben wir statt den gelben Rüben einfach die übrig gebliebenen Erbsen vom letzten Rezept genommen, dem mit dem Fisch, und statt Orangensaft eine Gurke verpresst. Statt Ingwer kam Wasabi rein, den haben wir immer als Pulver daheim. Das Schafs-Espuma und die Veggie-Bällchen haben wir weg gelassen, dafür den Waldmeister rein, der noch frisch draußen wächst und ein paar Minzblätter. Drüber gestreut haben wir dann noch - zwecks der Optik - geröstete Brennesselblätter: Da passiert gar nichts.
Insgesamt wieder mal ein großartiges Rezept, bei dem man nicht selber denken muss, sondern einfach bequem nachmacht, was vorgeschlagen wird. Prima!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kielbasam 29.06.2019, 20:18
7. Klasse Rezept.

Danke für die Anregung mit diesem Rezept. Trifft genau meinen Geschmack.
Werde ich nächste Woche mal probieren denn leider fehlen mir jetzt die frischen Pilze.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
autocrator 29.06.2019, 23:55
8. verwürzt

chicchic, nette idee, mit 2, 3 kniffen ließe sich das ganze noch ins vegane abbiegen.
Aber jesum: 6 (!) kardamom-kapseln UND nen ganzen sternanis ... Und zu alledem einen schweren Nero-Wein ... too much.
Aber gut, das ist ja lässlich, beim würzen muss jeder koch selber aufpassen. Und das wird die herausforderung bei dem rezept sein:
5 wuchtige geschmäcker (karotte-orange-kardamom der suppe versus schafskäsenaroma versus estragon-pesto versus vielgewürzte gemüsebällchen versus schweren rotwein) ... da besteht einfach die gefahr, dass da schnell was verwürzt ist oder das ganze einfach "kippt". OK, kochen ist niggs für angsthasen, aber was Wagner hier auftischt, halte ich für "gewagt", das geht über "mittelschweres hausfrauenkochen" mit einer gewissen gelinggarantieverpflichtung hinaus: Bei ungewürztem essen kann man schlimmstenfalls noch mit salz und pfeffer nachhelfen, aber bei verwürzem essen hilft schnell nur noch die tonne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
landsend 30.06.2019, 14:22
9. verquast

Schon wieder ein aufwendig zurecht gebasteltes Rezept, das weder der Jahreszeit entspricht (Suppen-taugliche Karotten sind Herbst- oder Wintergemüse, gute Orangen dito) noch geschmacklich eine klare Linie fährt. Aber derlei Eigenbröteleien nach dem Motto "Hauptsache kompliziert und arbeitsaufwendig" gelten hierzulande offenbar als Ausweis als kulinarischr Kompetenz. In meinen Augen sind sie eher ein Armutszeugnis, dass allenfalls verdeutlicht, warum es mit der Kulinarik in Deutschland nicht weit her ist. Da wird allzuoft Hobby- Tüfteln mit handwerklchem Können und Geschmacks-sicherheit verwechselt. Man nehme sich vielleicht einmal ein Beispiel an BBC Food, die es schaffen, spannende und machbare Rezepte der britischen Weltküche in ganzer Bandbreite zu präsentieren - und das selbstverständlich saisongemäß und mit meist einfach verfügbaren Zutaten. Wie wäre es, wenn sich der SPIEGEL traute, Gerichte der Migrantenküche zu präsentieren - inklusive der Diskussion über hierzulande verfügbare Zutaten? Damit könnte man sogar einen wirklchen Beitrag zur Verständnisbildung leisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2