Forum: Stil
Oldtimer im Alltag: Stilvoll sparen
Daimler

Oldtimer sind cool, aber teuer. Soweit das Vorurteil. Rechnet man aber genau nach, ergibt sich ein anders Bild: Unterm Strich sind manche Klassiker sogar billiger als der beliebteste Neuwagen Deutschlands.

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MatthiasPetersbach 22.02.2016, 12:58
20.

Zitat von iffelsine
Bei einem Neuwagen sind die Reparatur-Kosten in der Regel in den ersten drei Jahren bei "0€" (ist was nicht ok, wird meist auf Kulanz repariert). Bei einem 80er Baujahr kann heute eine Reparatur schnell in die Tausende gehen. Nix mit billiger...
Nun, die Reparaturkosten der ersten paar Jahre sind beim Neuwagen eben schon bezahlt - im Kaufpreis.

Ne vergleichbare Reparatur bei meinem T3 kostet bei jedem 7 Jahre alten Wagen das Doppelte - mindestens. Mal davon abgesehen, daß da Aggregate (=Fehlerquellen) drin sind, die beim T3 nicht kaputtgehen, weil nicht drin.

Daß man alles so oder anders machen kann, trifft auch für "Oldtimer" zu. Das hängt vom Modell und dem Geldbeutel ab - und dem persönlichen Verhalten und Vorlieben. Bei manchem Brot-und-Butter-Oldtimer hat man eben noch die CHANCE, den kostengünstig zu fahren resp. zu erhalten. Beim Neuwagen nicht.

Der T3 kostete mich über knapp 20 Jahre im Jahr ca. 300 Euro Reparatur und Verschleißteile. Und ich laß eigentlich alles machen außer mal Birnchen und Scheibenwischer ersetzen und Ölwechsel.

Mein modernes Auto kommt mit DEM nicht hin. Bei weitem nicht. Da kostet allein das Öl das 5fache.

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MatthiasPetersbach 22.02.2016, 13:05
21.

Zitat von Nabob
Die Instanzhaltungs- und Instandsetzungskosten von Oldtimern fressen den Unterhaltsvorteil um Längen auf. Aber man hat noch Autos mit Charakter, da muss man abwägen. Oldtimer sind in der Regel eine never-ending-story. Wer nur von A nach B kommen will, sollte keinen Oldtimer kaufen.
Das kommt einfach auf das Modell an.

Ich hab eigentlich KEINE Instandhaltungskosten - nur Reparaturen und Verschleißteile. Das hab ich aber - teurer - beim Neuwagen auch.

Gut, meine Kiste ist Lackmäßig und Kantenrostmäßig ein wenig abgerockt - ich leg da eben mehr Wert auf die Gebrauch. Die muß arbeiten :)

Aber der Erhaltensaufwand ist da exakt ein sonniger Samstagnachmittag im Jahr - für ein wenig den Aufbau entrosten und optisch aufhübschen (Unterbodenrost gibts nicht). Da investiert mancher mehr Zeit in seine Alufelgen polieren.

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MatthiasPetersbach 22.02.2016, 13:07
22.

Zitat von Tauem
(Die Oldtimer haben noch´nen Nachteil: sie stinken.)….Deshalb sollte man nur alte Cabriolets fahren.
Was man riecht, geht nicht in die Lunge.

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derkohn 22.02.2016, 13:09
23. Die Variablen...

...haben die Vorposter ja schon genannt. Kommt noch eins hinzu: Halte ich den Oldtimer schön auf Zustand 2 oder lebe ich von der Substanz? Bei ersterem habe ich eigentlich eine Dauerbaustelle. Wo wieder entscheidend ist, ob ich selber schrauben kann oder jede Stunde Arbeit Geld kostet.

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frenchie3 22.02.2016, 13:10
24. Kein Wertverlust beim Oldie?

Dann fragen Sie mal den Versicherer Ihres Vertrauens nach Diebstahl/Totalschaden. Denn gerade der Posten Versicherung ist in der Kalkulation durchaus erheblich

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krassmann 22.02.2016, 13:14
25. Oldtimer-Wahnsinn stoppen

Ich hoffe der Gesetzgeber reagiert bald. Die Steuersätze für Oldtimer müssen hochgesetzt werden. Diese Dinger verursachen einfach der Volkswirtschaft höhere Kosten und das muss sich in der Steuer wieder spiegeln.

1. Unfallrisiken. Die Dinger sind einfach unsicherer und das nicht nur für ihre Insassen. Ohne ABS und ASR kann man ein Fahrzeug einfach schlechter kontrollieren. Ohne die modernen Airbags ist das Verletzungsrisiko deutlich höher. Erst kürzlich waren im SPIEGEL die Zahlen zu sehen: Im Vergleich zu den 1990er Jahren ist die Anzahl der Unfälle ungefähr gleich geblieben, aber die Anzahl der Todesopfer nahezu halbiert worden. Das liegt in erster Linie am technischen Fortschritt bei den Fahrzeugen.

2. Umwelt. Na schön, die Ökobilanz mag ja besser sein, aber das hilft den Städten nicht bei ihren Umweltproblemen. Und die Oldtimer haben ganz furchtbare Abgaswerte - dagegen ist ein VW-Diesel geradezu ein Saubermann. Feinstaub und Stickoxide könnten mit nachgerüsteter moderner Abgasreinigung herausgefiltert werden, aber für Oldtimer gibt es zumeist solche Technik nicht. Ausserdem dürfte bei voranschreitender Energiewende die Ökobilanz von Neuwagen besser werden, denn am meisten fällt bei der Produktion der Stromverbrauch ins Gewicht. Die Metalle und Kunststoffe können bei modernen Fahrzeugen sehr gut recycled werden.

Aber eigentlich mache ich mir keine Sorgen. In spätestens 10 Jahren werden vermutlich sowieso aus Sicherheitsgründen Menschen kein Fahrzeug mehr auf öffentlichen Strassen führen dürfen - nur noch auf Privatgeländen, Rennstrecken, etc.

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MatthiasPetersbach 22.02.2016, 13:20
26.

Zitat von frenchie3
Dann fragen Sie mal den Versicherer Ihres Vertrauens nach Diebstahl/Totalschaden. Denn gerade der Posten Versicherung ist in der Kalkulation durchaus erheblich
Kommt -wie die ganze Diskussion (und wie sinnvollerweise im bemerkenswert sachlichen Artikel erwähnt) auf den Oldtimer an - und wie man den bewegen und erhalten will.

Mein T3 hat vor 18 Jahren gebraucht 7000 Mark gekostet. Wenn es da heute nen Unfall gibt, kriege ich noch 500 Euro. und kauf mir für 2000 Euro den nächsten. Was hab ich da verloren? Den schließ ich nichtmal ab.

Gut - fairerweise sollte man vielleicht zu DIESER Art der Fahrzeugnutzung eher "alte Autos fahren" sagen statt "Oldtimer fahren". Früher (™) hieß das ja auch so :)

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bluemetal 22.02.2016, 13:25
27. Kosten

Diese Milchmädchenrechnung setzt aber voraus dass nie etwas an einem 30 Jahre alten Fahrzeug kaputt geht. Das ist angesichts einer genannten Fahrleistung von 10.000 km völlig illusorisch ! Dazu kommen Probleme bei teuren Ersatzteilen und teuren kompetenten Werkstätten.
Trotz allem kann ein Oldtimer lohnen, wichtig für eine Wertsteigerung ist, dass es ein Sportwagen im weitesten Sinne ist, möglichst noch offen und Original und die gebauten Stückzahlen möglichst gering. Damit ist eine Wertsteigerung sehr realistisch.

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MatthiasPetersbach 22.02.2016, 13:29
28.

Zitat von rudi_1957
(so richtig) rechnet sich so ein Auto, glaube ich, nur, wenn man selber schrauben kann. Genauso kommen in dieser Werkstatt aber auch Leute mit 2,8l Granada's und ähnlichen Dingern vorbei, da überlegt man manchmal schon...
Weiß nicht - mein Auto muß sich nicht rechnen. Es muß zuverlässig anspringen, jederzeit fahrbereit sein und für meinen extrem schmalen Geldbeutel (zumindest für diese Sache) passen.

Also gebrauchtes Auto eines alten Modells*.

1-2000 Euro Kaufpreis, 500 Euro im Jahr Fahrzeugerhalt und wenn einem mal der schwarze Peter in Form eines kapitalen Unfalles oder Motorschaden trifft, wird er verschrottet - und der nächste kommt.

Bei nem Wagen für 12000 Euro ist man immer gezwungen, auch Reparaturen für 4000 Euro machen zu lassen. Man ist quasi im Zugzwang. Auch das sollte man bei der Abwägung gegenüber einem Neuwagen berücksichtigen.

*Je jünger mittlerweile die alten Autos werden, desto weniger geht das natürlich. Erstens sind die neuen Baureihen schlechter - und zweitens werden die schon wegen der ausufernden Ausstattung völlig überteuert angeboten.

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kradist 22.02.2016, 13:37
29. Nur für Liebhaber

Natürlich kann ein solider Oldtimer aus den 80ern relativ günstig sein. Das lohnt sich aber nur für jemanden, der einen Oldtimer sucht und fahren möchte.

Einige Kommentatoren verstehen offenbar den Artikel nicht.

Die Rechnung ist ebenfalls sehr großzügig. Wer kauft sich denn heute schon nen Neuwagen? Viele Autos sind Firmenwagen, oder privat geleased.

Ein 2-3 jähriger Golf, gerade der "kleine" 1.4er mit 125 PS ist ab 12k zu haben, mit wenig Laufleistung.

Hätte man diesen Wert genommen, also 12.000 € und hätte die Kosten eines E30-325i gegenübergestellt, wäre das Ergebins sicher anders ausgefallen.

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