Forum: Stil
Schönheiten aus Stahl: Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist
Henk Bruyns/ Koga

Alte Rennräder sind begehrt. Schicke Stahlklassiker gibt es mitunter schon für um die 200 Euro. Doch was sind solide Einstiegsmodelle und woran erkennt ein Laie, ob sein Wunschfahrrad unfallfrei ist?

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myonium 17.08.2018, 10:29
10.

Zitat von fatherted98
....Rennräder sind ja auch nicht für die Stadt gebaut sondern wie der Name schon sagt....um rennen zu fahren bzw. zu trainieren....deshalb auch die Sitzposition und der lange Weg zu den Bremsen wenn man Oberlenker fährt....ich persönlich nehme das Rennrad nur für länger .....
Die Geschmäcker sind nun mal verschieden ... Obwohl Sie natürlich recht haben, dass Rennräder nicht für die Stadt konzipiert sind, gibt es doch ein Detail, das für mich auch in der Stadt unschlagbar ist: Der Rennlenker mit kombinierten Schalt-/Bremsgriffen.

Insofern würde ich *mein* ideales Stadtrad eher um diesen Lenker rumbauen ... Vintage-Stahlrahmen ist doch Schickimicki - in der Stadt bei max. 20 km/h merkt man den Unterschied zwischen unterschiedlichen Rahmentypen eh nicht. Aber der Lenker ;-)

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egoneiermann 17.08.2018, 12:31
11.

Wer ohne Schutzbleche fährt ist entweder ein Sportler oder ein Schönwetterfahrer. Aber gut, der schlanke Stahlrahmen ohne alles sieht wirklich toll aus.
Übrigens gehen auch die Preise für wirklich alte normale Stahlräder in die Höhe, habe selbst noch ein Wanderer Vorkriegsmodell.

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heb78 17.08.2018, 13:49
12. Mein Alltagsrad:

Ich habe von einem Freund ein schönes Holland-Herrenrad aus den 70ern geschenkt bekommen. Nach einer kleinen Wartung, neue - NOS - Chromlampe dran und los gings. Mittlerweile ist eine Sachs Duomatic verbaut, damit bin ich in der Stadt flott genug beim Anfahren und schnell genug, um - zur Not - Kreise um Pedelecs fahren zu können.
Das Fahrrad entspannt aber total und man erntet eher freudige Blicke...

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troy_mcclure 17.08.2018, 13:49
13. Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist?

* der Jutebeutel sollte nicht in die Speichen geraten
* der Bart sollte gepflegt sein

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heb78 17.08.2018, 13:54
14. Mein Alltagsrad:

Ich habe von einem Freund ein schönes Holland-Herrenrad aus den 70ern geschenkt bekommen. Nach einer kleinen Wartung, neue - NOS - Chromlampe dran und los gings. Mittlerweile ist eine Sachs Duomatic verbaut, damit bin ich in der Stadt flott genug beim Anfahren und schnell genug, um - zur Not - Kreise um Pedelecs fahren zu können.
Das Fahrrad entspannt aber total und man erntet eher freudige Blicke...

Ein Rennrad würde ich mir auch nicht für die Stadt zulegen.
Für alte Räder bekommt man übrigens noch erstaunlich viele Ersatzteile, nur halt nicht beim örtlichen Fahrradladen! Aber es gibt die eine oder andere Internetseite, die sich mit dem Thema Stahlbikes und Alttteilen beschäftigt...

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varesino 17.08.2018, 14:51
15. Gut das der Artikel unter Stil steht

Viele Räder aus den 70ern waren Pseudo-Rennräder, der Rennlenker wars. Der Rest Massenware, bleischwere Rahmen, billige Felgen und Komponenten.
Damit zu fahren ist kein Spass. Die Schaltungen sind ungenau, die Bremsen, bremsen nicht und die Übersetungen sind meist unpassend.
Haken und Riemen mit dazu passenden Schuhen, besser nicht. Das ist einfach nur gefährlich.

Aber zur Deko vollkommen OK.
Wenn man wirklich damit fahren möchte sollte man sich auf die 90er Jahre konzentrieren. Diese Räder sind funktional vollkommen in Ordnung. Und da mit Rahmen von einem Rahmenbauer nicht aus der Fabrik.

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7eggert 17.08.2018, 16:35
16.

Zitat von Tobi_86
Also ich kann den Trend nicht so richtig nachvollziehen. Ein Rennrad ist in der Stadt schon arg unpraktisch. Man sitzt sehr ungemütlich und die Bremsen sind ziemlich schlecht. So richtig sicher fühle ich mich darauf nicht im Stadtverkehr. Ich habe ein Cyclocrosser (quasi wie ein Rennrad) und ein Trekkingrad. Wenn ich in die Stadt fahre, nehme ich eigentlich immer das Trekkingrad. Das ist wesentlich entspannter.
Man sitzt auf Beidem bequem, die Bremsen sind, weil gut gewartet, in beiden Fällen perfekt. Das Rennrad hat kein Licht am Tag, dafür ist es etwas schneller.

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7eggert 17.08.2018, 16:38
17.

Zitat von derkohn
Sieht halt cheffig aus, wenn man neben so einem Ding seinen Vollbart krault und böse kuckt. Abgesehen davon, das so ein Teil nicht für den "normalen" Straßenverkehr zugelassen ist, macht es einfach keinen Spaß: Friktionsschaltung am Rahmen, lausige Bremsen, kein Schutzblech, Sitzposition mit normaler Hose, Gürtel usw. unangenehm und dann noch das Wartungsproblem: Ersatzteile sind oft speziell und kaum noch zu bekommen. Und schließlich: Viele der alten Rennräder haben noch geklebte Schlauchreifen. Da hat man bei einer Panne mal richtig Spaß. Wenn schon retro, dann ein Hollandrad für die Stadt. Damit ist man tatsächlich auch schneller unterwegs als mit einem Rennradoldie.
Ich habe einfach ein neues 28"-Laufrad genommen, als das 27"-Rad keinen neuen Schraubkranz mehr bekam - Dank Friktionsschaltung immer kompatibel. Wer's nicht weiß, sieht keinen Unterschied.

Reflektorengeraffel kann man sich anbauen.

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hr.schnackermüller 17.08.2018, 17:03
18. Stahlrahmen

Immer aufpassen ob das Schätzchen nicht durchgerostet ist.
Der vom Fahrer erzeugte Schweiß tropft auch auf den rahmen. Und gerade an den Durchführungen der Züge
fällt das nicht immer gleich ins Auge.

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baronin 17.08.2018, 17:36
19. Zwei Dinge. Nein, drei. Nein, noch mehr Dinge.

Die Sattelstütze muss sich nach dem Lösen der entsprechenden Klemmschraube auf und ab bewegen lassen. Der Lenkervorbau muss sich nach dem Lösen der Klemmschraube (die zentrale Inbusschraube da vorne) bewegen lassen. Sind diese Alu-Teile am Stahl-Rahmen festkorrodiert, oder auch nur eins von beiden, kann das zu einem unendlichen Kampf und sogar dem Totalverlust des Rahmens führen. Lagerspiel in den Naben vorne, hinten und am Tretlager prüfen! Spiel im Lenklager prüfen, dazu Vorderradbremse anziehen und Fahrrad im Stand vor und zurück schieben. Wenns nackelt: Lenklager kaputt oder nicht angezogen, in der Regel kaputt. Lenker muss sich weich von links nach rechts bewegen lassen, wenn er hingegen "einrastet": Lenklager hin. Dann noch ein alter Trick: Fahrrad kerzengerade durch eine Pfütze fahren und danach die Wasserspur der Reifen prüfen. Zwei Spuren nebeneinander? Rahmen verzogen!
Ach, liebe Leute, ein alter Renner, das ist leider nichts für Doofe.
Bart und Jutetascheträger? Gibt jede Menge neuer lookalike Vintage-Räder in allen Pastellfarben der Welt, meist mit geschwungenen Schriftzügen druff: Wie für Euch gemacht. Holt sie euch!

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