Forum: Stil
Schönheiten aus Stahl: Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist
Henk Bruyns/ Koga

Alte Rennräder sind begehrt. Schicke Stahlklassiker gibt es mitunter schon für um die 200 Euro. Doch was sind solide Einstiegsmodelle und woran erkennt ein Laie, ob sein Wunschfahrrad unfallfrei ist?

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flohzirkusdirektor 17.08.2018, 19:35
20. Aha!

Zitat von varesino
[...] Die Schaltungen sind ungenau [...]
Auf Deutsch, Sie können nur rastbare Schaltungen bedienen, kein, auf die es aufs Gefüjl ankommt.

Zitat von
[...] die Bremsen, bremsen nicht [...]
Schon mal mit Mafac-Bremsen (https://de.wikipedia.org/wiki/Mafac#...ompetition.jpg) gebremst?

Zitat von
[...] Haken und Riemen mit dazu passenden Schuhen, besser nicht. Das ist einfach nur gefährlich [...]
Nein, auch die sind nicht gefährlich, man sollte lediglich in der Stadt die Lederiemen eher lockerer zuziehen als bei einer Überlandfahrt.

Wer gewohnt ist, im Zweifel aus den Steigbügeln eines Pferdesattels zu kommen, dem machen auch Haken keinerlei Probleme. Und es gibt sogar Haken völlig ohne Riemen, zu meiner Jugendzeit despektierlich "Mädchenhaken" genannt. Hatte auch meine Frau an ihrem Rennrad ...

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flohzirkusdirektor 17.08.2018, 19:54
21. Mein Alltagsrad:

Ein Opel-Sportrad - das "sportliche damals war, dass alles, was ansonsten verchromt war, in Mattschwarz lackiert wurde - von 1919, noch mit einem Halter für eine Karbidlampe, hinten lediglich ein Katzenauge. Bei einem Gebrauchtfahrradhändler/Selbereparierwerkstatt ergatterte in eine zeitgenössische Daimonlampe mit Dynamo, natürlich nur nach vorne und bei einem Fahrradhändler in der Toscana den passender Adapter Kardiblampenhalter-elektrischer Scheinwerfer. Rücktritt und Klotzbremse. War ein extrem zuverlässiger Begleiter, die breiten reifen interessierten strassenbahnschienen nicht, aber es wollte mindestens einmal im Monat abgeschmiert werden, die Abschmiernippel erinnerten einen schon rechtzeitig daran.

Die einzigen Neuteile waren auf alt designte Pedale und ein alt aussehender Ledersattel mit Federung. Dennoch, der Wiederaufbau brauchte fast zwei Jahre - zur Freude meiner Mutter auf unserem Balkon! Zumindest mein Hund fand es interessant ...

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varesino 17.08.2018, 20:39
22. Warum denn immer gleich persönlich?

Zitat von flohzirkusdirektor
Auf Deutsch, Sie können nur rastbare Schaltungen bedienen, kein, auf die es aufs Gefüjl ankommt. Schon mal mit Mafac-Bremsen (https://de.wikipedia.org/wiki/Mafac#...ompetition.jpg) gebremst? Nein, auch die sind nicht gefährlich, man sollte lediglich in der Stadt die Lederiemen eher lockerer zuziehen als bei einer Überlandfahrt. Wer gewohnt ist, im Zweifel aus den Steigbügeln eines Pferdesattels zu kommen, dem machen auch Haken keinerlei Probleme. Und es gibt sogar Haken völlig ohne Riemen, zu meiner Jugendzeit despektierlich "Mädchenhaken" genannt. Hatte auch meine Frau an ihrem Rennrad ...
Ich habe 6 Rennräder ohne Index-Schaltung besessen. Ich kann es noch, sogar ohne rattern. Aber warum soll ich am Unterrohr herumfummeln, wenn es seit 89/90 Bremsschalthebel gibt?
Nein ich hatte nie eine Mafag an meinen Rädern, aber alles von Campa, über Weinman und Shimano.
Und auch da brachten die 90er einen riesigen Fortschritt.
Zum Thema Haken und Riemen. Sie kennen dann sicher auch noch die schönen damals gebräuchlichen Schuhplatten? Die mit dem Schlitz. Da hilft der lockere Riemen nicht viel.

Es ist schön das Sie Reiten und sicher aus dem Steigbügel kommen.

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flohzirkusdirektor 17.08.2018, 23:08
23.

Zitat von varesino
[...] Zum Thema Haken und Riemen. Sie kennen dann sicher auch noch die schönen damals gebräuchlichen Schuhplatten? Die mit dem Schlitz. Da hilft der lockere Riemen nicht viel [...]
Meine Radfahrschuhe hatten lediglich komplett flache Sohlen. Mein Rad ist ein 100%iger Nachbau von Eddy Merckx' Fahrrad von 1972, da gab es diese merkwürdigen Schuhe mit Platten noch gar nicht.

Übrigens, wer legte sich wohl mit diesem Rad auf die Nase, Sie oder ich? Verda**te versenkte Strassenbahnschienen in der Innenstadt! Und da es Sie nicht interessiert, beiden passierte nicht, weder dem Rad noch mir.

Btw., bei der Ebucht gibt es heutzutage Mafac-Bremsen für kleines Geld ...

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dimaco 18.08.2018, 01:53
24.

Mein Stahlrenner von Raleigh ist eines meiner liebsten Räder die ich besitze, damit fahre ich so ziemlich alles, von täglich 30km Arbeitsweg bis Touren von 100-300km. Original ist nur noch Rahmen, Lenker und Sattelstütze. Schaltgruppe, Bremsen und Laufräder sind relativ sehr aktuell von der Technik. Ich mag die schlanken Rohre und die klassische Diamantform.
Ich halte immer noch Ausschau nach einem guten Rahmen, vielleicht baue ich mir dann noch einen zweiten Stahlrenner auf.

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varesino 18.08.2018, 13:54
25. Schön für Sie

Zitat von flohzirkusdirektor
Meine Radfahrschuhe hatten lediglich komplett flache Sohlen. Mein Rad ist ein 100%iger Nachbau von Eddy Merckx' Fahrrad von 1972, da gab es diese merkwürdigen Schuhe mit Platten noch gar nicht. Übrigens, wer legte sich wohl mit diesem Rad auf die Nase, Sie oder ich? Verda**te versenkte Strassenbahnschienen in der Innenstadt! Und da es Sie nicht interessiert, beiden passierte nicht, weder dem Rad noch mir. Btw., bei der Ebucht gibt es heutzutage Mafac-Bremsen für kleines Geld ...
Es ist schön, das sie einen 100% Nachbau von etwas besitzen.
Ich bezog mich auf die Schuhe von Eddy Merckx von 1972. Ja, damals gab es diese "merkwürdigen" Schuhe mit Platten für Sicherheitspedale noch nicht.
Nichts desto trotz trug der Rennsportler Schuhplatten, aus Alu, an die Sohle genagelt, später mit dem Aufkommen von Plastiksohlen, aus Plastik, geschraubt.
Diese Platten haben einen Schlitz in den der hintere Steg des Pedals greift.
https://www.rennrad-news.de/forum/threads/klassische-rennradschuhe-zeitliche-zuordnung.125911/

Rennsport haben Sie wohl nie betrieben.

Da ist der Fuß sehr schön fixiert.
Look hat sein Pedal am Anfang als SIcherheitspedal vermarktet, mit Recht.

Ich habe auch kein Interesse an französischen Mittelzugbremsen, schön anzusehen an einem Randonneur. Aber kein Bedarf.

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flohzirkusdirektor 18.08.2018, 14:37
26.

Zitat von varesino
Es ist schön, das sie einen 100% Nachbau von etwas besitzen. Ich bezog mich auf die Schuhe von Eddy Merckx von 1972. Ja, damals gab es diese "merkwürdigen" Schuhe mit Platten für Sicherheitspedale noch nicht. Nichts desto trotz trug der Rennsportler Schuhplatten, aus Alu, an die Sohle genagelt, später mit dem Aufkommen von Plastiksohlen, aus Plastik, geschraubt. Diese Platten haben einen Schlitz in den der hintere Steg des Pedals greift. https://www.rennrad-news.de/forum/threads/klassische-rennradschuhe-zeitliche-zuordnung.125911/ Rennsport haben Sie wohl nie betrieben. Da ist der Fuß sehr schön fixiert. Look hat sein Pedal am Anfang als SIcherheitspedal vermarktet, mit Recht. Ich habe auch kein Interesse an französischen Mittelzugbremsen, schön anzusehen an einem Randonneur. Aber kein Bedarf.
1.: Ich kenne diese Platten natürlich. Meine Schuhe sahen in etwa so aus wie die mit der Ledersohle ohne Platte - nur war bei mir das Leder leider kein Leder. Zu teuer.

2.: Nein, ich fuhr mein Rennrad nur zu Hobbyzwecken. Muss man für diesen Thread Profi-Rennradler gewesen sein? Wusste ich gar nicht ...

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varesino 18.08.2018, 15:52
27. Man muss natürlich keine Rennen gefahren haben

Zitat von flohzirkusdirektor
1.: Ich kenne diese Platten natürlich. Meine Schuhe sahen in etwa so aus wie die mit der Ledersohle ohne Platte - nur war bei mir das Leder leider kein Leder. Zu teuer. 2.: Nein, ich fuhr mein Rennrad nur zu Hobbyzwecken. Muss man für diesen Thread Profi-Rennradler gewesen sein? Wusste ich gar nicht ...
Aber der Ton macht die Musik, ihrer ist ziemlich arrogant.

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flohzirkusdirektor 18.08.2018, 16:37
28. Sorry.

Zitat von varesino
Aber der Ton macht die Musik, ihrer ist ziemlich arrogant.
Aber ich bin immer noch stolz darauf, Eddys Rad en détail (sinnigerweise hatte es ausgerechnet in meinem Schulbuch Französisch jede Menge Referenzbilder dieses Rades gegeben, so hatte der Plan begonnen, aber den Rahmen hatte ich mir erst ein paar Jahre später leisten können) nach- und mein Opel von 1919 quasi ab Schrottplatz (es lag völlig verrostet und verrottet - selbst der Originalledersattel war komplett verfault - in der Ecke des untersten Decks einer Tiefgarage, in der ich einen Stellplatz für mein Auto angemietet hatte, wieder zu einem sehr guten Alltagsrad aufgebaut zu haben mit fast ausschliesslich original alten Ersatzteilen, deren Quelle erwähnte ich ja schon. Da hatte kein Fahrradmechaniker seine Hände dran gehabt, das waren ganz alleine meine Kinder ...

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gwyar 19.08.2018, 04:23
29. Jetzt auch ich

Was hier bisher noch nicht sonderlich erwähnt wurde, sind die
Problematiken, wenn bei so einem vermeintlich günstigen "Scheunenfund" auch nur die Kette hin ist... Die neue Kette läuft dann nicht auf dem alten, ausgemergelten Kettenblatt; auch die Kassette zickt. Ersatz ist eventuell nicht mehr verfügbar, oder nur zu astronomischen Preisen. Eine sprichwörtliche Kettenreaktion. Also ist, soweit möglich, ein Upgrade erforderlich.
Meine persönliche Meinung: Mein erstes "Rennrad" war Anfang der 80er ein Peugeot. Ablösung Anfang der 90er - wieder Peugeot. Beide flugs auf Bahnlenker umgerüstet. Nach kurzer Zeit musste ich mich aus privaten Gründen von letzterem trennen und habe diesem lange nachgetrauert... Nach langer Pause und viel Frust mit Alu hatte ich die Möglichkeit, mir mit ausreichend Kleingeld ein neues Rad aufzubauen (nun gut - aufbauen zu lassen). Auf den ersten Blick sieht es aus, wie aus vergangenen Tagen, ist aber Carbon (Alan Mito). Und an alle Früher-war-alles-besset:ich weine meinem Stahlrahmen nicht mehr nach, der Komfort ist eine andere Welt. Gewichtstechnisch spielt das Rad auch in einer Dimension und beides zusammen macht Meter. Wer was anderes behauptet ist entweder Masochist, oder hat den Vergleich bisher nicht erfahren können. MEINE Meinung. Ein guter CroMo-Rahmen, Reynoldsrohre in Ehren, aber die Zeit läuft weiter.

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