Forum: Stil
Schönheiten aus Stahl: Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist
Henk Bruyns/ Koga

Alte Rennräder sind begehrt. Schicke Stahlklassiker gibt es mitunter schon für um die 200 Euro. Doch was sind solide Einstiegsmodelle und woran erkennt ein Laie, ob sein Wunschfahrrad unfallfrei ist?

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heb78 20.08.2018, 10:29
30.

Zitat von gwyar
Was hier bisher noch nicht sonderlich erwähnt wurde, sind die Problematiken, wenn bei so einem vermeintlich günstigen "Scheunenfund" auch nur die Kette hin ist... Die neue Kette läuft dann nicht auf dem alten, ausgemergelten Kettenblatt; auch die Kassette zickt. Ersatz ist eventuell nicht mehr verfügbar, oder nur zu astronomischen Preisen. ......
Sie haben sicherlich recht, daß die modernen Komponenten ihre Berechtung haben und in vielen Dingen auch besser sind.
Nur ist das für die Zielgruppe meist nicht so wichtig. Denn ein altes Stahlrennrad wird sicherlich nicht dafür genutzt, die Alpen hochzuhechten, oder einen neuen Rekord beim Berliner Stadtrennen aufzustellen.
Die meisten wissen, dass sie damit geschwindigkeitstechnisch nicht mithalten können, sie erfreuen sich aber am Charme des Fahrrads und auch an deren teils ausergewöhnlichen Komponenten, die es heute nicht mehr gibt, oder wiederkommen.

Ich habe zum Beispiel an meinem Hollandrad eine Sachs duomatic verbaut, vorher hatte ich eine Automatix. Letztere gibt es heute wieder von SRAM und erfreut sich wieder einiger Beliebtheit bei Stadträdern und auch bei "Fixis" sieht man sie häufiger...
Was viele aber unterschätzen ist der eigene Einsatz bei Reparaturen, weil sich nur noch wenige Spezialisten mit den alten Bauteilen auseinandersetzen. da muß man dann selber ran. Ist aber auch kein Hexenwerk, heb z.B. vorgestern erst das Thompson Tretlager gewechselt. Vorteil: man braucht kein Spezialwerkzeug! ;-)

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