Forum: Stil
Tiny Houses: Platz ist für die kleinste Hütte
Biro Zoltan

Aus Not baute sich ein junges Architektenehepaar aus Rumänien ein Mini-Haus. Inzwischen beliefern sie Kunden aus ganz Europa. Auch in Berlin steht eines ihrer Raumwunder mit Schlafzimmer, Küche, Bad und Kamin.

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hanuman1eins11!!! 24.10.2018, 13:05
20.

Das Thema "tiny house"beschäftigte auch uns mehrere Monate, da es sich so bestechend einfach und günstig anhört. Das ist es leider bei realistischer Annäherung nicht.

Wird eine frostfest (!) isolierte Wochenendunterkunft mit Zu- und Ableitungen, Strom und Kabel angestrebt, ist man schnell bei Summen, die nicht mehr wirklich "tiny" sind.

Und es ist egal, ob der Ausgangspunkt nun ein gebrauchter Bauwagen, Schaustellerwagen, Überseecontainer oder Holzbausatz-Schuppen ist (Danke Pinterest!). Rechnet man offen und ehrlich alle Installationen und Innenausbauten zusammen, kommt man leider zum Schluss, daß der pofige deutsche Wohnwagen höchstwahrscheinlich das einfachste wäre. Und den wollte man ja nun eigentlich gerade nicht.

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susuki 24.10.2018, 13:39
21.

Das richtige Konzept sind "stappelbare Kleinvillen".

Wenn Wohnraum aus Stapel- und Zusammenlegbaren Modulen besten, lassen sich aus "Doppelhohen Wohnzimmer", einfach hohen Schlafzimmer, Toiletten, Badezimmer, Küchen, Gemeinschaftsbereiche, Wintergärten , Balkone, Verandas und Verbindungsgängen ganze Wohnblöcke zusammenstellen

Ein derartiges Konzept erlaubt auch verdichtetes Wohnen wenn der Platz knapp wird.

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Mr.Jakob 24.10.2018, 14:07
22.

Als kleiner Zusatz zu @Winterwoods' Kommentar. Ich hatte selbst vor einigen Monaten mit dem Gedanken gespielt mir ein TinyHouse zumindest als Ferniendomizil anzuschaffen. Leider wird, sobald man etwas tiefer in die Materie eintaucht (siehe z.B. https://tinyhouses.wiki oder http://tinyhouses.de/), schnell klar, dass das Ganze weder einfach noch günstig wird. Ich fände es toll, wenn eine der großen Nachrichtenseiten diese Problematik etwas deutlicher thematisieren würden. Viele Menschen wären mit einer TinyHouse Lösung vollständig zufrieden. Leider ist es, Stand jetzt, für alle für die solce Alternativen am nötigsten wären ein Ding der Unmöglichkeit.

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Papazaca 24.10.2018, 16:36
23. Mini-Haus Diogene von Renzo Piano bei Vitra

Zitat von Mr.Jakob
Als kleiner Zusatz zu @Winterwoods' Kommentar. Ich hatte selbst vor einigen Monaten mit dem Gedanken gespielt mir ein TinyHouse zumindest als Ferniendomizil anzuschaffen. Leider wird, sobald man etwas tiefer in die Materie eintaucht (siehe z.B. https://tinyhouses.wiki oder http://tinyhouses.de/), schnell klar, dass das Ganze weder einfach noch günstig wird. Ich fände es toll, wenn eine der großen Nachrichtenseiten diese Problematik etwas deutlicher thematisieren würden. Viele Menschen wären mit einer TinyHouse Lösung vollständig zufrieden. Leider ist es, Stand jetzt, für alle für die solce Alternativen am nötigsten wären ein Ding der Unmöglichkeit.
Wenn es Sie wirklich interessiert, sehen Sie sich mal bei Vitra das sehr kleine Haus Diogene von Renzo Piano an. Sieht gut aus, bereitet Regenwasser auf, hat Solar-Module und eine Biotoilette. Und ist deswegen auch sicher nicht billig. Aber ein konzeptioneller Einstieg, der besser ist, alles vieles auf dem Markt.

Noch preiswerter ist allerdings mein North Face Zelt VE 25, gut für Patagonien und den Himalaja. Liegt unter 1000 Euro. Leider ohne Wasser, Toilette und Küche ....+ Flug ....

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hifimacianer 24.10.2018, 16:47
24. Thema Minimalismus

Gerade gestern habe ich eine interessante Doku gesehen: "Minimalism" (Netflix).
Ein Teil handelte ebenfalls von unseren heutigen Wohnverhältnissen. Wir bewohnen heute im Schnitt pro Person ein Vielfaches der Fläche, wie noch vor 50 Jahren. Jeder strebt nach höher, mehr und weiter - ob er es braucht oder nicht. Es ist wie ein innerer Zwang, der zudem durch Werbung/Medien weiter befeuert wird. Und entsprechend reagiert natürlich auch der Markt, und baut immer mehr im Endeffekt unbezahlbare Häuser/Wohnungen. Man könnte viel günstiger bauen, wenn man wieder kleinere Einheiten bauen würde - aber die müsste natürlich auch jemand mieten/kaufen wollen. Und wir selbst müssten auch umdenken, damit unser derzeitiger Anspruch alles haben zu wollen (was wir meinen zu brauchen) dem ganzen nicht im Wege steht. Denn je kleiner die Wohnungen/Häuser, desto weniger passt natürlich auch rein. Wenn wir uns ein wenig rückbesinnen würden, wären solche Tiny-Houses gar nicht erst nötig. Sie scheinen mir eher wie ein plakatives (extremes) Symbol, um unserem heutigen Lebensstil den Spiegel vorzuhalten

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deka88 24.10.2018, 17:08
25.

Was soll der Hype um diese "Tiny Houses"? Es wäre schön, wenn die Politik Rahmenbedingungen schaffen würde, dass jeder Bürger in "Normal Houses" wohnen kann. In der Stadt ist das zur Zeit nicht möglich, da ja alles luxussaniert und zum Spekulationsobjekt für Reiche dient. Ich lasse mich jedenfalls nicht in so eine Zelle sperren

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friwi1 24.10.2018, 18:45
26. 25.der DIY-"thiny-house"-Module-3d-Drucker

zu sehen bei youtube, Produktionsprozess mit Baugeschwindigkeit von 9qm/24 h.
Das gute an 3d-Druckern wird die schnelle Realisierung von Ideen sein, die persoenliche Fabrik, ohne lange Wartezeiten und fremden overhead-Kosten.
Haus und Mobiliar damit drucken, in zirka 10 Jahren, ausgehend heutiger Prototypen von General Electric und Fraunhofer Institut, ganze Maschinenteile/Motoren fuer den Kuechen und Badbereich.

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weltraumschrott 24.10.2018, 18:54
27. Wie so oft ist es interessant,

mit welcher Vehemenz und latenten Aggression in den Spiegelforen ungewöhnliche Lebenskonzepte angegriffen werden. Ob Aussteiger, Tinyhouses oder architektonische Besonderheiten - stets reagiert ein großer Teil der Kommentatoren wie Igel, wenn man sie stört: Stacheln aufstellen und sich im "Gewohnten" einrollen. Und immer missgünstige Seitenhiebe verteilen auf diese Anderen, die vermeintlich reich, kinderlos und verantwortungslos sind und sich "böse, böse" aus der 9 to 5 Standardarbeits- bzw. wohnwelt verabschiedet haben.

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cisko 24.10.2018, 20:05
28. weg hier

Warum kann man nicht einfach die Dinge stehen lassen. Oder mal Anerkennung geben. Da hat ein Ehepaar eine schöne Idee und den Mut ein Unternehmen zu gründen. Und Kunden aus D. Mehr steht in dem Artikel doch gar nicht und hier kommt nur: gibs doch schon, Baurecht, lächerlich klein, ist viel teurer als beschrieben etc. Wenn das in D so weiter geht ersticken wir noch an notorischer Missgunst und Phantasielosigkeit.

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at.engel 24.10.2018, 21:27
29.

Es gibt eigentlich nur zwei Ansätze: Das eine nennt man "Markt", das andere "Politik". Folgt man dem Markt, gibt es in den Metropolen eigentlich nur eine Möglichkeit Kosten zu sparen, und das ist, in die Höhe zu bauen. Mitten in Manhatten ein 25m²-Haus hinzustellen, ist wirtschaftlich wie sozial Wahnsinn.
Und wo Grundfläche keine Rolle spielt, kann man sich sowieso etwas größeres leisten (Selbst eine einfache Jurte hat 40m²)
Aber gerade da, wo der Markt bestimmend ist, kehrt sich ja das Ganze ins Gegenteil: Um so mehr Leute bereit sind, auf immer weniger Raum zu leben, umso teurer wird dieser (nennt man "Angbot und Nachfrage", nur dass das schon fast zynisch klingt...). Nur so zum Beispiel (gerade nachgesehen): Paris, 8. Bezirk: 5m² 70000€. Gleicher Bezirk: 30m² 405000€. (Ich hätte auch unter Tokyo oder Silicon Valley nachschauen können...)
Resultat ist jedenfalls: "Tiny Houses" gibt es schon lang, und zwar in der ganzen Welt, nur meistens an der Peripherie... und da nennt man das Favelas oder so ähnlich. Und diese Menschen bauen sich das nicht aus Überzeugung, sondern weil es so etwas wie (Wohn-) Politik in diesen Ländern nicht gibt.
Kurz: Die einzige akzeptable Antwort auf das Wohnproblem ist politisch!

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