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Tischgrill-Rezept: Das zweitbeste Teppanyaki-Fleisch der Welt
Foodbild/ Peter Wagner

Das weltbeste Rindfleisch für den Tischgrill kostet bis zu 600 Dollar pro Kilo. So viel müssen Sie nicht zahlen, um höchste Gaumenfreuden zu erleben, doch auch die Alternative ist leider nicht günstig. Aber es lohnt sich.

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schlaueralsschlau 27.01.2019, 18:12
10. @ der Blicker

Ja und in mein Chili con Carne kommt selbstverständlich auch nur Hackfleisch vom Wagyu. Und meersalz... alles andere wäre ja wohl auch widerlich;)

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gourmet?gourmand? 28.01.2019, 07:17
11. Geflügelfilet?

Sie zweifeln zu Recht an der anatomischen Korrektheit der hiesigen Geflügelfilets. Es gibt sie aber: Auf dem Rücken, knapp über dem Beckenknochen findet sich eine kleine Mulde, und der ein kleiner, muschelförmiger Muskel liegt. Sehr zart, sehr schmackhaft. Und heisst passenderweise "Auster". In Ländern mit kulinarischer Tradition sind beispielsweise Hühneraustern separat erhältlich.

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FrieFie 28.01.2019, 10:09
12.

Einerseits: Viele Spezialitäten sind sehr teuer und nichts, was man sich wöchentlich leistet. Oder man setzt sie sehr sparsam ein und futtert sich am leckeren Brot dazu satt.
Vieles, was Esskultur ausmacht, lebt von einem Einsatz, Können und Wissen, das nunmal nicht zu Discounter-Preisen zu haben ist. Auch (echte) Bio-Lebensmittel und Fleisch von glücklichen Weidekühen kann es nicht billig geben, oder den einzigartigen Käse von der kleinen Sennerei auf der Alm. Insofern kann man auch teure Lebens- und Genussmittel rechtfertigen und sich freuen, wenn es Leute gibt, die gerne die Preise bezahlen und damit auch Kultur am Leben erhalten. (Auch wenn manche keine Ahnung davon haben und hohe Preise nicht immer der Qualität entsprechen. ;) )
Andererseits: Wenn der "Hobbykoch"-Kolumnist nun schon zum dritten mal in zwei Monaten das zweiteuerste Rindfleisch, das zu bekommen ist, und immer vom gleichen Lieferanten empfiehlt, und keine Alternative anbietet, dann wird´s komisch. Noch komischer, wenn er einerseits Frische und höchste Qualität preist, andererseits statt frischer Kaffir-Limonenblätter, die es im Asiamarkt (in den man für andere Zutaten sowieso gehen muss) rund um´s Jahr frisch oder tiefgefroren gibt, Trockenpulver einsetzt. Das ist genauso, als würde man getrocknete Petersilie für grüne Sauce empfehlen, aber extra auf den Markt gehen um die anderen Kräuter zu besorgen.
Und dann Sojasauce zum marinieren? Das wäre mir für so edles Fleisch viel zu penetrant.
Es fehlt auch der Hinweis, dass das (bei niedriger Temperatur) ausgelassene, gefilterte Fett sich lange im Glas im Kühlschrank hält und zum braten sehr gut einsetzen lässt. Bei der Qualität und Menge, die beim parieren anfällt, würde sich das durchaus lohnen. Wer das unappetitlich findet: Die Meisen freuen sich auch darüber!

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chrissikaa 28.01.2019, 14:01
13. Ein-, zweimal im Monat Fleisch essen, dann aber richtig!

Wenn die Parole hieße: "Ein-, zweimal im Monat Fleisch essen, dann aber richtig!", wäre ich voll dabei!
60, 80 oder gar 100 EUR pro Kilo lokal produziertes Fleisch, wenn's dann auch von einem Tier ist, dass auswachsen durfte, dass artgerecht und gesund gehalten und ohne Streß und Qual geschlachtet wurde, von Menschen, die fair bezahlt werden, dann wären das ein Preis, den ich gerne bezahlen würde. Aber nein, solches Fleisch muss importiert werden, was der im Artikel geschilderten Perversion noch die Krone aufsetzt!
Mahlzeit!

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hansriedl 28.01.2019, 19:47
14. Das beste Fleisch ist

was am besten schmeckt. Fleisch wir auf den Grill gewürzt, wer kann danach noch sagen ob das Kilo 20, 30 oder gar hundert Euro kostete. Rinderfleisch muss mindestens zwei Wochen im Kühlraum lagern damit es nicht zäh ist. Habs einmal in einen Steak Lokal probiert, außer der hohen Rechnung fiel mir nichts besonderes auf. Rinderfleisch aus Brasilien, wo Rinder auf gerodeten Urwald, zudem auf unbelasteten Boden könnte gut schmecken, aber um den Urwald zu schonen und den Jair Bolsonaro zum Trotz werden nie
mehr Fleisch kaufen das Brasilien importiert wird.
Außerdem, das ideale und beliebteste Fleisch zum Grillen ist Schweinefleisch.
Auch Hendl, knusprig gegrillt ist immer ein Renner

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spezialdm 29.01.2019, 10:18
15. Hype

Wagyu, Kobe etc. ist kein schlechtes Fleisch, ganz im Gegenteil. Aber vorallem ist es ein Hype, mittlerweile ein Statussymbol. Schon an der Marmorierung soll man erkennen, dass der Esser hier was "teures" auf dem Teller hat. Vorteilhaft auch, dass es irgendwie "exotisch" ist. Dabei gibt es in D und Europa ebenfalls sehr gutes Rindfleisch wie z.B. echtes Simmentaler aus der Schweiz oder Boeuf de Hohenlohe. Aber irgendwie auch langweilig wenn man mit einem echten Kobe "posen" kann.
Früher gab es mal eine Hype um Austern oder Champagner, beides bekommt man in guter Qualität im Ursprungsland "quasi hinterhergeworfen". Die besten Austern bekommt man nicht auf Sylt sondern in Bretterbuden in der Bretagne, direkt am Meer. Günstiger sind sie auch noch.
Der Poser unterscheidet sich vom echten Gourmet dadurch, dass er hauptsächlich nach Name oder Marke kauft/konsumiert, nicht nach der tatsächlichen Qualität.

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medwediza 30.01.2019, 23:00
16. Verwechslung

Zitat von schlaueralsschlau
Currywurst mit Pommes (Zubereitung wahlweise mit Backofen, Grill, Herd oder Fritteuse) Für die Pommes die zweitbeste Remoulade (ist nicht so teuer wie die zweitteuerste aber sollte es wert sein) als Getränk empfehle ich eine stilvolle Dose Pils der Marke xy (möchte hier keine Werbung machen) Guten Appetit P.S. Bei Bedarf kann natürlich auch Shishokresse (erhältlich bei Aldi. Vielleicht ich nicht...)über den Teller gestreut werden.
Sie verwechseln essen mit Nahrungsaufnahme und Genuss mit Sättigung.

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hanuman1eins11!!! 30.01.2019, 11:13
17. japanische vs. deutsche Vorlieben...

Respektive japanische vs. meine eigenen Vorlieben: In einer Kochdokumentation zum Thema Thunfisch und auch auf einem Weber-Grill-Seminar wurde auf Fettgehalt von Fleisch eingegangen. Hierbei wurde betont, dass die (hohe) Verteilung und Menge von Fett von Japanern als Qualitätsmerkmal angesehen wird; durchaus auch nach dem Motto "je mehr, umso besser".

Speziell bei dem Grillkurs ist mir das bei niedrigen Temperaturen gegarte Wakyu-Kobe-Stückchen fast wieder aus dem Hals gesprungen, widerlich fett.

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k70-ingo 30.01.2019, 13:17
18.

Zitat von chrissikaa
Wenn die Parole hieße: "Ein-, zweimal im Monat Fleisch essen, dann aber richtig!", wäre ich voll dabei! 60, 80 oder gar 100 EUR pro Kilo lokal produziertes Fleisch, wenn's dann auch von einem Tier ist, dass....
Der Konjunktiv muß nicht sein, Sie können dabei sein.
Es gibt hierzulande einige Ökolandwirte, bei denen Sie Ihr persönliches Rind oder Schwein erwerben können, was nach Ihren Vorgaben gefüttert und geschlachtet wird.
Angeblich soll das nicht allzu extrem teuer sein, wie ich hörte.

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retterdernation 30.01.2019, 18:41
19. Zahlen sind immer relativ ...

Waygu oder Kobefleisch auf 100 bis 600 Euro das Kilo festzulegen und jeder empfindet das als teuer - ist irreführend. Das sind offenbar Aldi-Preise. Ich würde dieses Fleisch als Cover-Version bezeichnen. Die Australier tun sich in dieser Nach-Zucht des Originals hervor. Ob diese Tiere genauso behandelt werden, also mit täglicher Massage verwöhnt, wie ihre japanischen Verwandten u.a., halte ich mal offen. Normal - fängt der Preis für Kobe-Fleisch bei etwa 1100 bis 1200 Euro das Kilo an. Je nach Qualität und Nachfrage geht da aber noch was nach oben. Das kann dann auch schnell mal 2400 Euro das Kilo bedeuten. Dafür bekommt man dann auch eine Qualität an Fleisch, die sich niemand unter den Lesern hier, auch nur im Ansatz vorstellen kann. Das schmilzt im Gaumen und lässt alle Sinne in Dir den Fudji Yama erklimmen.

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