Forum: Stil
Trends von der Möbelmesse: So wohnen wir morgen

Statt Zimmer gibt es Zonen, die Küche wird geschickt getarnt, und große Couchlandschaften sind out. Hereinspaziert in die Wohnung von morgen.

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MartinS. 22.01.2019, 15:47
40. ...

Zitat von ursusmichaelis
OK - ich war / bin / werde nie ein TREND-MONGER sein. Daher: Zum Glück bin ich schon 75 - wenn das alles morgen schon kommen sollte - würde ich lieber nach Afrika ziehen... Dort sind die Leute zwar anders drauf - aber meist noch "normal" - nach deren Vorstellungen. Dieser Krempel, der einem da als "Trend" angeboten wird, heißt eigentlich nur: "Zurück in die Höhle - unsere Vor-Vor-Vor...fahren waren ja auch glücklich damit". Ich brauch's halt kuschelig...
Das ist doch das Schöne, dass man die Wahl hat.... man kann Trends vorstellen. Wers mag, der nimmts vielleicht... wer nicht, der muss ja nicht.
Ist doch eigentlich ne tolle Sache. Und der eine oder andere angebliche Trend erweist sich dann auch als Blindgänger, weils nach der Vorstellung vom Kunden schlicht nicht akzeptiert wird.

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holgerli 22.01.2019, 15:48
41. wohnen morgen: anders fühlen, aber nicht wohl

guten tag,
ein verkehrssperrstreifen auf dem couchtisch und ein mit bunten kissen aufgepepptes antiksofa machen mir persönlich keine wohnatmosphere. küchenmöbel auf rollen haben für mich den charme eines dauerprovisoriums und überhaupt wohnen, was sich nicht traut sich auf etwas festzulegen, beurteile ich etwa wie etwas, was beteuert für alles offen zu sein: es ist halt nicht ganz dicht.

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30-06 22.01.2019, 15:51
42. wenn ich diesen

"So wohnen wir morgen" verallgemeinernden Scheiß schon lese kommt mir das Kotzen hoch. Ich lebe z.B. in einem 150 Jahre alten Bauernhaus, wie viele hier und habe bestimmt kein Interesse mir diesen Mist auf die Augen klatschen zu lassen.

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hcmc01 22.01.2019, 15:51
43. Oh Gott......

....wie grausig. Es zeigt sich mal wieder, der Konsum muss um jeden Preis angeregt werden; was gestern noch TOTAL angesagt war, ist heute TOTAL out (grosse Couchlandschaften). Ohne Stil kann man sich alles anschaffen, was man will, es wird immer einfach nur trendy aussehen und ist morgen schon wieder out!

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geotie 22.01.2019, 16:26
44.

Zitat von ortilius
ist jedoch nur meine Meinung...
Das ist nicht nur Ihre Meinung!
Das sieht auf den Bildern aus wie beim Baumarkt in der Abteilung Dusche, Küche und Fliesen. Gewollt, aber nicht gekonnt! Da ist eine Generation am Werk, die unbedingt alles besser machen will, auf jeden Fall nichts vom Alten behalten. Aber okay, wenn man senfgelbe Fliesen länglich und hochkant verlegt und das schön findet, aber mal ehrlich, dass mag dann doch nur der, der diesen Griff ins Klo gewagt hatte. Dazu dann diese offene Wohnweise! Es gibt immer mal Gäste, die man einladen muss oder einfach mit dem guten Kumpel mitkommen, aber in Wirklichkeit nicht mag. Und dem zeige ich mit einem Rundumblick alles was ich an Gütern habe oder wie meine geschmacklichen Vorlieben sind? Nun, wer so leben möchte, heute oder in der Zukunft, gerne aber ohne mich. Designerwohnungen sind allgemein schon immer etwas für den ausgesuchten Geschmack. Ich richte mich so ein wie es mir gefällt und was ich nicht mehr mag, kommt auch mal vor, dann fliegt es raus.
Früher habe ich auf Megayachten die Inneneinrichtungen gebaut, da ging es übrigens nicht viel um Geschmack, sondern um den Preis. Möglichst teuer, weil besonderer Designer es designt hat oder Material, was es nicht weiter mehr gibt.

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_Hoppla_ 22.01.2019, 16:41
45. Alte Idee neu verpackt...

Nein, neu ist dieses 'offene Wohnen' nicht. Das gab es schon in den vergangenen Jahrhunderten, damals allerdings nicht als Trend, sondern den Lebensbedingungen geschuldet. In manchem Haus lebten sogar die Schweine und Ziegen noch mit im Gesamt-Ensemble, und die Küche war schwarz - vom Ruß der offenen Kochstelle.

Eigentlich sollten wir froh sein, dass wir das heute nicht mehr so haben müssen, also wieso sollten 'wir' uns nun von irgendwelchen realitätsfernen Designern erzählen lassen, wie 'wir' morgen zu leben haben? Das ist doch nicht anders als auf einer Modenschau in Mailand: was die dürren Models dort über den Laufsteg staksen, kann auch kein Mensch tragen. Genauso wenig will man nach einem anstrengenden Arbeitstag erst mal Stellwände verschieben, die Küche aus dem Versteck holen, den Kram des Homeoffice-Tages vom kombinierten Arbeits- und Esstisch räumen, damit man Platz fürs Abendessen hat und sich anschließend auf ein unbequemes Mini-Sofachen mit wackeligen Beistelltischchen falten.

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unpolit 22.01.2019, 17:06
46. Stil und Persönlichkeit

Wenn wir uns einrichten - und das kommt nicht oft vor - dann achten wir auf folgende Dinge: Die Möbel sind aus dem Material, aus dem sie oft nur vorgeben, zu sein: Massivholz, Glas, Metall, Naturstein, Leder.
Es muss für uns gemütlich sein. Dazu gehört auch das natürliche Suchen nach Rückzugsecken, nach Rückendeckung zu berücksichtigen. Es muss möglichst flexibel sein. Esstisch mit Erweiterung und noch ein paar passende Stühle in Reserve. Weil wir gern kochen und Gäste bewirten. Übrigens mit Küche, die zum Wohnzimmer offen ist. Aber grundsätzlich wollen wir uns in der Wohnung wohl fühlen. Dazu gehören auch kleine separate Rückzugsräume. Ach, beinahe vergessen: Es gibt Design und Farben, die zeitlos sind. Damit werden im ersten Moment teure Anschaffungen über die Zeit doch recht günstig.

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melnibone 22.01.2019, 17:11
47. So wohnen Wir garantiert nicht.

Da denke ich, werden nur die mit Geld vielleicht so wohnen.
Und selbst denen wird das irgendwann auffallen, dass nach kurzem Protzen ... sie keiner mehr besuchen kommt.
Weil es zu Unpersönlich und zu Unbequem ist.
Wenn in der Außenwelt alles durchgestylt und durchdigitalisiert sein wird ... wird es automatisch einen Gegentrend für ein anderes Zuhause geben.
Retro mit natürlichen Materialien und alten Formen und Möbeln.

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OhMyGosh 22.01.2019, 17:21
48.

" Beim Themenschwerpunkt "Future Kitchen" zeigt der Züricher Designer Alfredo Häberli eine mobile Herdplatte, tragbar wie ein Tablet. Bei Bedarf kann sie am Tisch genutzt werden. Oder man setzt sie mitten auf den Tresen, als mobile, gewissermaßen moderne Version der Feuerstelle, die nach Bedarf auch einmal direkt dort platziert werden kann, wo sich gerade das Leben abspielt."

Die gibt es für wenig Geld (45 €) auch bei IKEA, als tragbares Induktionskochfeld:

https://www.ikea.com/de/de/catalog/products/00331627/?query=Induktionskochfeld,+tragbar

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MannAusmNorden 22.01.2019, 17:26
49. 180 Quadratmeter????

Also, 180 Quadrat ist schon eine Ansage! Und sowas sollen wir, nach Meinung von "Forschern" bald alle bewohnen sollen/können/müssen? In der Stadt sicher eine gute Geldanlage, kostet nur grob eine halbe Million. Als Haus kann ich mir das kaum vorstellen (auf der Raumkonzept möchte ich nicht eingehen, gehe da einer Meinung mit Nr. 1 bis Nr. 3). Und auf dem Land möchte man ja auch gerne mal etwas abgetrennt haben, also eine Diele in die man eintritt zum Beispiel. Ist für mich wie eine Modemesse: hübsch anzusehen, nur oft nach dem Motto: Nicht mit mir!

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