Forum: Stil
Trockner im Test: Wen Sie im Winter bedenkenlos an Ihre Wäsche lassen können
Getty Images

Es wird kalt in Deutschland - trocknen muss die Wäsche jetzt drinnen. Aber welcher Trockner ist wirklich schnell? Und welcher schont die Umwelt? Hier sind die Sieger der Stiftung Warentest.

Seite 1 von 7
Cpt. Stubing 20.10.2019, 21:56
1.

Wäsche trocknet, wenn die Luft trocken ist. Nicht wenn sie warm ist. Also auch im Winter. Draußen. Oder in der durch die Heizungsluft eh zu trockenen Wohnungsluft. Wäschetrockner sind Stromfressen, soll nun etwas fürs Klima getan werden oder nicht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 20.10.2019, 22:05
2. Aeg?

Unser erster AEG-Wärmepumpen-Wäschetrockner (anno 2006 gekauft) war auch test-Sieger. Dummerweise hatte er 2 Mal einen wirtschaftlichen Totalschaden, beidesmal war die Wärmepumpe defekt. Das erste Mal in der Garantiezeit, das 2. Mal nach gut 4 Jahren. Und unserer war nicht der einzige der das hatte.

Die Stiftung Warentest macht keine Wäschetrockner-Dauerläufe ("In das Gesamturteil flossen die Kriterien Trocknen (50 Prozent), Umwelteigenschaften (15 Prozent), Handhabung (30 Prozent) und Sicherheit und Verarbeitung (fünf Prozent) ein."). Was soll ein Test, wenn die Haltbarkeit nicht bewertet wird? Wenn der teure Testsieger kurz nach Ablauf der Garantiezeit nur noch Schrott ist?

Der Nachfolger kam dann nicht mehr von A.. (eigentlich Electrolux) sondern von B.. (Die, die auch mal Zündkerzen gemacht haben). Und der läuft und läuft. Seit vielen Jahren ohne größere Mucken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gluehweintrinker 20.10.2019, 22:26
3. Wieso gibt es Wäscheleinen im sibirischen Winter?

Antwort: weil die Fähigkeit zum Wäschetrocknen mehr von der Luftfeuchtigkeit als der Temperatur abhängt, dazu von der Luftbewegung. Sogar bei starkem Frost kann man im Freien Wäsche trocknen, wie es in arktischen Regionen üblich ist. Dabei gefriert zunächst das Textil bretthart, und das Wasser geht von der festen übergangslos in die Gasphase über, Resublimation genannt. Es bleibt also festzuhalten, dass ein Wäschetrockner für Privathaushalte ein absolut überflüssiges Produkt sind, ja... auch für jene mit drei Kindern. Wäschespinne im Garten, Rack auf dem Balkon oder auch in einen kleinen Raum bei ausgeschalteter Heizung und offenem oder gekipptem Fenster.

Und ja... auch vor 40 Jahren hatten die meisten Haushalte bereits Waschmaschinen und keine Wäschetrockner und viel weniger Zeit, da man damals noch nicht Onlineshoppen konnte und seine Post zum gelben Briefkasten bringen musste... Mutter Natur erledigt das Wäschetrocknen kostenlos und ohne Einsatz von elektrischem Strom. Wer es also mit dem Klimaschutz ernst nimmt und sich fragt, was er den tun könne ohne allzu große Bequemlichkeitseinbußen... keinen Wäschetrockner nutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
super-m 20.10.2019, 22:28
4.

Solche Geräte kauft man nicht nach Testurteilen, sondern nach der Verfügbarkeit von Explosionszeichnungen und Ersatzteilen. Entscheidend für Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sind nämlich nicht die Stromkosten, sondern die Reparaturkosten im Falle eines Defektes... Und da führt kein Weg an Bosch/Siemens vorbei. Miele Ersatzteile gibt es zum Beispiel nur für Händler zum entsprechenden Preis, bei dem ganzen Billigschrott wie Beko und Co gibt es meistens überhaupt keine Möglichkeit an Ersatzteile zu kommen. Dementsprechend wandern diese Geräte auch schnell auf den Müll, ruinieren damit ihre Umweltbilanz komplett und sollten meiner Meinung nach komplett gemieden werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Meconopsis 20.10.2019, 22:28
5. Verbieten

Man könnte viel erreichen für den Klimaschutz, wenn man solche Geräte verbieten würde. In den allermeisten Fällen sind Wäschetrockner überflüssige Stromfresser. Im Gegensatz zur Waschmaschine ein wirklich überflüssiges Gerät, das meist nur aus reiner Bequemlichkeit zum Einsatz kommt. Selbst kleine Wohnungen im Hochhaus haben in aller Regel einen gemeinschaftlich zu nutzenden Trockenraum. Auch wenns ein bischen unbequem sein mag, man kann es von den Leuten schon verlangen. Fördert auch die Sozialkompetenz, dann muss man mal raus aus den eigenen vier Wänden. Ebenso gehören Klimaanlagen radikal temperaturbegrenzt, egal ob zu Hause, im Supermarkt oder im Auto. Genau da müssen wir anfangen, und zwar weltweit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 20.10.2019, 22:40
6. @ alle Vorschreiber

Volle Zustimmung. Nimmt man den Stromverbrauch aller Wäschetrockner zusammen, kommt sicher mindestens die Leistung eines ganzen KKW zusammen. Strom, der dann woanders fehlt. Aber wir diskutieren über die Klmaveränderung ... Eine Kleinigkeit noch an #3: Der Phasenübergang fest->flüssig heißt Sublimation. Der umgekehrte, also flüssig->fest, heißt Resumblimation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brooklyner 21.10.2019, 23:19
7.

Zitat von Gluehweintrinker
Antwort: weil die Fähigkeit zum Wäschetrocknen mehr von der Luftfeuchtigkeit als der Temperatur abhängt, dazu von der Luftbewegung. Sogar bei starkem Frost kann man im Freien Wäsche trocknen, wie es in arktischen Regionen üblich ist. Dabei gefriert zunächst das Textil bretthart, und das Wasser geht von der festen übergangslos in die Gasphase über, Resublimation genannt. Es bleibt also festzuhalten, dass ein Wäschetrockner für Privathaushalte ein absolut überflüssiges Produkt sind, ja... auch für jene mit drei Kindern. Wäschespinne im Garten, Rack auf dem Balkon oder auch in einen kleinen Raum bei ausgeschalteter Heizung und offenem oder gekipptem Fenster. Und ja... auch vor 40 Jahren hatten die meisten Haushalte bereits Waschmaschinen und keine Wäschetrockner und viel weniger Zeit, da man damals noch nicht Onlineshoppen konnte und seine Post zum gelben Briefkasten bringen musste... Mutter Natur erledigt das Wäschetrocknen kostenlos und ohne Einsatz von elektrischem Strom. Wer es also mit dem Klimaschutz ernst nimmt und sich fragt, was er den tun könne ohne allzu große Bequemlichkeitseinbußen... keinen Wäschetrockner nutzen.
Simmt schon, bis auf Sublimation statt Resublimation. Wofür man allerdings zwingend einen Trockner mit ein paar Tennisbällen braucht, ist beim Trocknen von Daunendecken und -kissen. Aber dafür gibt es ja glücklicherweise Waschsalons, zumindest in der Großstadt. Leider gibt es ja mittlerweile fast nirgends mehr eine echte Bettfedernreinigung, die die Federn in einem Gebläsetank reinigt und wo die verschlissenen Federn durch neue ersetzt werden. Weil im Milbenzoo mag man auch nicht schlafen und in geschredderten PET Flaschen schon gleich gar nicht, ausser man ist Allergiker, aber dann kann man sich auch eine Alpakedecke anschaffen, ist zwar nicht billig, aber gut, anscheinend mögen die Milben das Alpakahaar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anna cotty 21.10.2019, 23:22
8.

Zitat von Gluehweintrinker
Antwort: weil die Fähigkeit zum Wäschetrocknen mehr von der Luftfeuchtigkeit als der Temperatur abhängt, dazu von der Luftbewegung. Sogar bei starkem Frost kann man im Freien Wäsche trocknen, wie es in arktischen Regionen üblich ist. Dabei gefriert zunächst das Textil bretthart, und das Wasser geht von der festen übergangslos in die Gasphase über, Resublimation genannt. Es bleibt also festzuhalten, dass ein Wäschetrockner für Privathaushalte ein absolut überflüssiges Produkt sind, ja... auch für jene mit drei Kindern. Wäschespinne im Garten, Rack auf dem Balkon oder auch in einen kleinen Raum bei ausgeschalteter Heizung und offenem oder gekipptem Fenster. Und ja... auch vor 40 Jahren hatten die meisten Haushalte bereits Waschmaschinen und keine Wäschetrockner und viel weniger Zeit, da man damals noch nicht Onlineshoppen konnte und seine Post zum gelben Briefkasten bringen musste... Mutter Natur erledigt das Wäschetrocknen kostenlos und ohne Einsatz von elektrischem Strom. Wer es also mit dem Klimaschutz ernst nimmt und sich fragt, was er den tun könne ohne allzu große Bequemlichkeitseinbußen... keinen Wäschetrockner nutzen.
Ich fuerchte, wenn man in einem Land lebt, wo die Winter nicht nur feucht, sondern sehr nass sind, ist es ohne Waeschetrockner sehr schwierig. Selbst in den Haeusern und Wohnungen hat man eher ein Problem mit zuviel Feuchtigkeit ( und dementsprechend Schimmel an den Waenden), so dass eher vom Waeschetrocknen im Haus abgeraten wird.
Frost haben wir im Winter sehr selten, aber taeglichen Regen. Jeder Versuch, Waesche draussen auf der Leine zu trocknen, scheitert.
Klimaschutz hin oder her---- ich brauche einen Waeschetrockner.
Ueberigens geht es meinem 94 jaehrigen Vater in Deutschland aehnlich: er kommt ohne seinen Trockner nicht aus, weil er es zu anstrengend findet, die Waesche auf die Leine zu haengen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anna cotty 21.10.2019, 23:27
9.

Zitat von Meconopsis
Man könnte viel erreichen für den Klimaschutz, wenn man solche Geräte verbieten würde. In den allermeisten Fällen sind Wäschetrockner überflüssige Stromfresser. Im Gegensatz zur Waschmaschine ein wirklich überflüssiges Gerät, das meist nur aus reiner Bequemlichkeit zum Einsatz kommt. Selbst kleine Wohnungen im Hochhaus haben in aller Regel einen gemeinschaftlich zu nutzenden Trockenraum. Auch wenns ein bischen unbequem sein mag, man kann es von den Leuten schon verlangen. Fördert auch die Sozialkompetenz, dann muss man mal raus aus den eigenen vier Wänden. Ebenso gehören Klimaanlagen radikal temperaturbegrenzt, egal ob zu Hause, im Supermarkt oder im Auto. Genau da müssen wir anfangen, und zwar weltweit.
Verbieten ist eine typisch deutsche Antwort.
Was ist mit alten Leuten, die es zu anstrengend finden, die Waesche in den Gemeinschafs-Trockenraum zu schleppen, sie dort aufzuhaengen und spaeter wieder abzuhaengen? Aber vielleicht sollte man die auch verbieten?
Ausserdem hat nicht jeder Zugang zu Trockenraeumen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7