Forum: Treffpunkt
Gibt es Gott? IV

Es gibt aus aktuellem Anlass der Papst-Wallfahrt eine weitere Fortsetzung der längsten, schwierigsten, komplexesten Debatte.

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sojiti 31.03.2006, 20:41
20.

ich habe den pfarrer nach dem sinn gefragt, warum tut gott so etwas?
der pfarrer sagte, ich weiß es nicht, dies sind die momente bei denen ich selber zweifle.
ich habe meine sohn morgens tot in seinem bett gefunden.
plötzlicher kindstod. 5 wochen alt.

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RichardKlein 31.03.2006, 20:45
21. Gibt es Gott ?

Wer glaubt, braucht keinen Beweis, egal wie fromm oder wissenschaftlich die Verpackung ist. Wer Beweise will zeigt seinen Unglauben. Gott läßt sich nicht (wissenschaftlich) nicht beweisen. Warum sollte ER auch ?Wer IHM vertraut, wird erfahren, ob ER ist.

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dr-ducati 31.03.2006, 21:06
22. Wie eine Wahnvorstellung

"And god disappeared in a puff of logic" Douglas Adams.

Es ist den Gläubigen offenbar nicht genug, einfach nur zu "sein". Es muß immer noch ein tieferer Grund dabei sein. Da werden dann Klimmzüge gemacht, die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen, die für einen nicht gläubigen wahrhaftig amüsant sind...

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kiamay 31.03.2006, 21:30
23.

Niemand kann beweisen, dass es einen Gott gibt, aber es kann auch niemand widerlegen. Zu behaupten man wisse, dass beten nichts helfe finde ich etwas anmaßend.


"Wenn es keinen Gott gäbe, so müsste man ihn erfinden." - Voltaire

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black wolf 31.03.2006, 21:57
24.

Zitat von thies
Eigentlich macht es wenig Sinn darüber zu debattieren, ob es Gott gibt oder nicht, denn Beweise für oder gegen seine Existenz, die nicht in Frage gestellt werden können, werden sich nicht finden lassen. Davon auszugehen, dass es keinen Gott gibt, halte ich aber für sehr naiv. Theoretisch wäre es denkbar, dass ein Sturm über einen Schrottplatz hinweg fegt, und dabei die Schrottteile zu einer funktionierenden Boing 747 zusammen setzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, ist jedoch so klein, dass wohl kaum jemand glaubt, dass es wirklich passiert. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Universum und das Leben nur zufällig entstanden ist, ist deutlich kleiner.
Nein. Es ist naiv zu glauben, man könne mit dem Wiederholen der gleichen alten ID-Pseudoargumente, die völlig am Kern der Sache vorbei gehen, noch irgend jemanden hier überzeugen. Eine von Menschen konstruierte Maschine hat nichts mit einem durch Evolution entstandenen biologischen Apparat gemein, denn ein Wirbelsturm kennt keine Selektion. Evolution ist kein blinder Zufall, auch wenn dieser Strohmann immer wieder gerne zur Verdummung der Menschen vorgeschoben wird.

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columbia 31.03.2006, 21:59
25. Nonsens

Welch eine Nonsensidee zu glauben, man könnte Gott, den Schöpfer des Universums, mal schnell in einen "Betversuch" integrieren - quasi um nachzuweisen, dass es ihn gibt. Und das soll intelligente Wissenschaft sein? Welch Dummheit. Beten und Fürbitte hat eine geistliche Dimension und keine psychologische. Gottes Kraft lässt sich nicht in einer "Versuchsreihe" abrufen.

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Fachi 31.03.2006, 22:05
26. Anlass?

Zitat von sysop
Es gibt aus aktuellem Anlass eine weitere Fortsetzung der längsten, schwierigsten, komplexesten Debatte - nach einem Gastbeitrag, der große Resonanz fand.
Hey, das GeG ist wieder offen. G*** und sysop sei dank. Aber was ist denn der aktuelle Anlass und der Gastbeitrag?

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adsum 31.03.2006, 22:35
27. Ich weiß es nicht. Wichtig wäre es ohnehin nur, wenn Gott etwas von uns will!

Zitat von sysop
Es gibt aus aktuellem Anlass eine weitere Fortsetzung der längsten, schwierigsten, komplexesten Debatte - nach einem Gastbeitrag, der große Resonanz fand.
Die Frage nach einem Gott oder höherem Wesen hätte nur Sinn, wenn Gott oder das höhere Wesen etwas von uns will.
Wenn er oder es etwas von uns will, muss es sich offenbaren und zwar so, dass es keinen Zweifel gibt, so dass man nicht an ihn „glauben“ muss, sondern seine Existenz eine „Tatsache“ ist, also so eine Art wissenschaftlicher Beweis.
So hat sich Gott leider nicht offenbart, deshalb will er nichts von uns, und darum ist seine Existenz für mich nur eine hypothetische Frage ohne Konsequenz.
Freilich hätte ich nichts dagegen, wenn es Gott gäbe, ich würde mich riesig freuen. Aber wenn es ihn nicht gibt, freue ich mich natürlich genauso.
Dasselbe gilt auch für ein Weiterleben nach dem Tod. Als ich noch nicht lebte, war ich ja schon einmal tot. Die Milliarden von Jahren seit dem Entstehen des Weltalls, habe ich nicht miterlebt, also war ich tot und das war nicht schlimm. Und sollte es doch ein Weiterleben geben, na ja dann freue ich mich auch.
Die hilflosen Theologen meinen aber, Gott will „nicht bewiesen“ werden, man soll an ihn "glauben". Das macht es den Menschen leichter. Glauben kann man an alles Mögliche, warum nicht auch an Jesus als Gottessohn, Gottvater, Heiligen Geist, Jahwe, Allah oder ein sonstiges höheres Wesen.
OK. Das ist in Ordnung. Wenn es niemandem schadet. Gottlose und Gottgläubige haben schlimmste Verbrechen begangen und begehen sie noch heute. Wenn sich beide nur an unsere Menschenrechte halten würden, könnten wir schon alle glücklich miteinander leben.
Der unendlich barmherzige Gott hat jedenfalls nicht die schlimmsten Naturkatastrophen verhindert.

Fragt man aber einen Theologen, ob Gott auch an einen anderen Gott glaubt, der ihn wiederum erschaffen hat und vor dem er sich wegen Untätigkeit verantworten muss, dann sagt jeder Theologe, dass diese Frage unsinnig sei.

Also kann ich auch eine Stufe vorher aufhören und "glauben", dass es keinen Gott oder Schöpfer braucht. Die Welt mit ihren Geschöpfen existiert halt ganz einfach, und es bedarf keiner weiteren Sinnfrage. Aus! Äpfel! Amen!
Aber das wäre für viele Menschen eine unerträgliche Antwort, deshalb muss es ganz einfach einen Gott oder Götter oder sonstige höhere Wesen geben, „glauben“ kann man doch wenigstens daran. Das kostet doch kein Brot!
Gruß
adsum

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sojiti 31.03.2006, 22:44
28.

na gut ich versuche es noch einmal hier was einzustellen.

ich fragte den pfarrer, warum tut gott so etwas?
der pfarrer sagte mir, ich weiß es nicht. hier zweifle ich selber an gott.
ich ging morgens an das bett von meinem sohn. er war tod.
plötzlicher kindstod. er war 5 wochen alt.

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kira-2 31.03.2006, 22:46
29. @berndbernd40

Zitat von berndbernd40
die menschen müßte doch mittlerweile begriffen haben, dass es keinen gott gibt. ich kann nicht verstehen wie es möglich ist, dass es immer noch personen gibt die an soetwas glauben.

Wenn DU der Meinung bist, dass es keinen Gott gibt, ist es deine persönliche Erfahrung. ICH bin der Meinung, dass es einen Gott gibt, und dass er sich in meiner Lebensgeschichte schon häufiger offenbart hat.
Aber so, wie ich nicht erwarte, dass jeder meine Erfahrungen gemacht hat, solltest du auch nicht deine Erfahrungen als alleingültig ansehen. Jeder Mensch macht seine individuellen Erfahrungen. Die einen interpretieren bestimmte Situationen als von Gott gelenkt, die anderen interpretieren sie als Schicksal.
Ob es einen Gott gibt oder nicht, kann nicht für alle Menschen gültig beantwortet werden. Wer die Existenz Gottes leugnet, wird niemals Belege dafür finden. Wer der Meinung ist, es gäbe Gott, findet mannigfaltige Belege für seine Existenz.
Wer aber mit dem Anspruch an Gott herangeht: Entweder du machst das, was ich will, sonst glaube ich nicht - der wird in jedem Fall scheitern.
Nenne mir Belege für die Nichtexistenz Gottes, dann nenne ich dir Belege für die Existenz Gottes - vermutlich sogar mit denselben Indizien. Wie gesagt: Die Entscheidung, ob Gott existiert oder nicht, fällt immer aufgrund der Herangehensweise an die Frage. Erwarte ich ein nein, dann finde ich ein nein. Erwarte ich ein ja, dann finde ich ein ja.
Glauben ist eine Entscheidungssache für oder gegen Gott. ICH habe mich FÜR Gott entschieden, du dagegen. Ich kann deine Meinung akzeptieren - du meine auch?

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