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Gibt es Gott? IV

Es gibt aus aktuellem Anlass der Papst-Wallfahrt eine weitere Fortsetzung der längsten, schwierigsten, komplexesten Debatte.

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david.go 01.04.2006, 12:03
50.

Zitat von BeYourself
Die Wahrscheinlichkeit dass es Gott gibt ist wohl ebenso NULL, weil die Frage wer dann "Gott" (was immer das sein mag) geschaffen hat immer noch nicht geklärt ist. ... Fazit: Man schon sehr naiv sein muss um an "Gott" zumindest in biblischer Form zu glauben!
In der Bibel steht, dass "die Erkenntnis des Menschen nur Stückwerk" ist.
Unser Denken ist eben an Zeit und Raum gebunden und wir können uns nicht vorstellen, was "Ewigkeit" bedeutet, wenn wir in der Bibel lesen, dass Gott von "Ewigkeit zu Ewigkeit" existierte und existieren wird.

Der Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt schrieb, dass es in der Bibel etwa 6.408 Verse gibt, in denen prophetische Aussagen enthalten sind. Davon haben sich bereits 3.268 Verse erfüllt. Nach der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung kann dies kein Zufall sein

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Dieter 58 01.04.2006, 12:28
51. Es muß Ihn geben!

Schwimmen zwei Goldfische in ihrem Glas herum.
Fragt der eine den anderen: "Was glaubst Du, gibt es Gott?"
Der andere überlegt kurz und antwortet:
"Ich bin ganz sicher, es gibt Ihn, denn wo käme sonst unser tägliches Futter her?"

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spacetime 01.04.2006, 12:59
52. Gott zeigt sich nicht

Gott lässt sich nicht mit Wissenschaft und Forschung erklären. Für das was er tut muss es keinen für Menschen erklärbaren Sinn geben.
Das sagen einige Gläubige, aber ich sage, dass es genau aus dem Grund keinen Gott gibt. Ob es Gott gibt oder eben nicht ist 50:50. Für das was es auf der Welt passiert braucht es keinen Gott, aber dafür das es diese Welt gibt schon...
Ich weiß es nicht.

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Erdenbuerger 01.04.2006, 13:17
53. Gott oder nischt

Ob es Gott gibt oder nicht, ist eine sehr individuelle Frage. Genauso kann man fragen, ob es die Liebe gibt oder nicht! Denn was ist (wissenschaftlich) die Liebe? Da heisst es, dass z.B. beim Verliebtsein ein körpereigener Drogencocktail freigesetzt wird, der uns in den `Verliebtheitsrausch` katapultiert. Man kann da sogar von WAHN sprechen, denn faktisch gibt es keinerlei Beweise für die Existenz der Liebe, bis auf den Hormonkick. Oder kann man den Grad von Liebe den man fühlt messen oder gar wissenschaftlich darstellen? Und ist dieser Grad, nur weil man ihn nicht messen kann, etwa nicht existent. Ich bin der Meinung (und viele andere bestimmt auch...sonst wär die Menschheit wohl schon ausgestorben), dass das Empfinden von Liebe sehr wohl real, wichtig, gar lebensnotwendig ist, auch wenn sie erst durch körpereigene Drogen erlebbar wird. Aber sie ist (subjektiv empfunden) vielmehr als nur das, was mir jeder bestätigen kann, der schonmal Liebe empfunden hat. Sie auf einen Hormoncocktail zu reduzieren ist wissenschaftlich vollkommen richtig, aber wir sind uns alle einig, dass da viel mehr ist, oder? UNd nun zu Gott:
Wie erfährt man Gott? Durch Beten, Fasten, Extase, Trance, Meditation, Schlafentzug usw.! Zumindest haben alle Religionen, solche und ähnliche Praktiken in Ihr Glaubenssystem integriert. Und beleuchtet man nun wissenschaftlich die Bewusstseinszustände, die durch beharrliches Praktizieren solcher Riten entstehen, findet man wieder körpereigene Drogenausschüttungen, die durch solche Praktiken ausgeschüttet werden und bei dem Betreffenden Geisteszustände bishin zu Visionen/Halluzinationen führen kann. Wie bei der Liebe kann man dies als Wahn abtun! Für diejenigen, die es empfinden/erleben ist es aber vielmehr.
Im Mystizismus, der nahezu allen Religionen zu Grunde liegt, ist der Kern die eigene Erfahrung (einfach mal bei Wikipedia schauen) und die Erkenntnis, dass man die Fülle der Erfahrung unmöglich in Worte fassen kann. Fragmente wie unendliche Liebe, einssein mit allem (Gott), Fluss der Liebe usw. sind klägliche Versuche das Unbeschreibbare in sich zu beschreiben. Vom wissenschaftlichen FAKT hat man (egal welchen Glauben man hat) lediglich einen Hormonkick...wir haben alle einen Körper, der uns solche Bewusstseinszustände ermöglicht. Der Unterschied ist nur unsere Kultur, Sprache, Denken, Erfahrungen usw., mit denen wir das Unbeschreibliche zu beschreiben versuchen. Die Erfahrung trennt nicht die Religionen, nur die Beschreibungen und die Tatsache, dass viele der Weltreligionen heute mehr Wert auf das Wort, als auf die Erfahrung an sich legen. Früher wurde (heute auch noch teilweise) auch in christlichen Klöstern Mystizismus betrieben, in dem die Mönche stundenlang meditierten usw.! Heute ist das Gebet im Christentum zu einem Fürbitten verkommen und nicht mehr zu einem IN SICH hören. Da gibt es sogar eine Bibelstelle, in der Jesus sagte, man solle nicht in Synagogen beten, als vielmehr daheim im stillen Kämmerlein, denn Gott ist im Verborgenem. So auch, sehr interessant, die Cryotanks, die durch Reizentzug (was bei der Meditation z.B. mehr Geisteskraft in Anspruch nimmt) den Betreffenden verhältnismässig schnell in visionäre Bewusstseinszustände katapultiert.
Sieht man z.B. Moses (40 Tage fasten) oder Jesus (ich glaub auch 40 Tage durch die Wüste) wissenschaftlich, ist schnell klar, dass die beiden nach solchem Nahrungsentzug immense Halluzinationen erlebt haben müssen. Nun kann man die halt als Wahn abtun, oder eben ersnt nehmen, was da so aus dem Körper kommt (wie auch die Liebe).
Buddha fastete 7 Tage lang vor einem Baum, Mohammed fand Gott in der Meditation.....! Und da finde ich: Anstatt zu streiten, welche Wörter/Bezeichnungen etc. richtig sind, sollte man lieber selbst Erfahren und sich ein eigenes Bild machen, wobei einem die Religionen hervorragend inspirieren können. Und ob man sich entscheidet Christ, Buddhist zu sein, ist eine individuelle Entscheidung. Genauso könnte man auch eine eigene Beschreibung entwickeln und wir, die wir die Wissenschaft haben, können erkennen, dass all dies einer körperlichen Erfahrung zu Grunde liegt, die chemisch gleich ist (unabhängig vom Glauben).
Wir hier in Europa neigen dzu alles rtionalistisch zu sehen, ignorieren aber dabei, dass wir in einem Leben stecken, welches sich der ratio entzieht. Kein Gedanke kann wissenschaftlich festgehalten werden, keine Antworten gibt es zum Tod und der Grossteil unserer Technik (z.B. Relativitätstheorie) unterliegt Mechanismen, die nicht LOGISCH erklärbar sind.
In diesem Sinne, Erdenbürger

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Tango 01.04.2006, 13:34
54. Der Mond ist aufgegangen

Zitat von Thomas List
Ich halte es mit Matthias Claudius: "Seht ihr den Mond dort stehen? - Er ist nur halb zu sehen, Und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, Die wir getrost belachen, Weil unsre Augen sie nicht sehn."
Ein schönes Lied, und ich habe es meinen Kindern oft vorgesungen (manchmal immer noch).

Aber sehen Sie doch mal den Hintergrund: das Gedicht ist, wenn ich nicht irre, 1779 entstanden, also zur Zeit der Aufklärung.

Das Lied diente dazu, der vernunftbezogenen Aufklärung entgegenzuwirken.

Aber es ist trotzdem ein schönes Lied.

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adsum 01.04.2006, 13:41
55. Braucht Gott auch etwas zum Essen und Trinken und muss er auch mal aufs Klo?

Zitat von sysop
Es gibt aus aktuellem Anlass eine weitere Fortsetzung der längsten, schwierigsten, komplexesten Debatte - nach einem Gastbeitrag, der große Resonanz fand.
"Braucht Gott auch etwas zum Essen und Trinken und muss er auch mal aufs Klo?", fragte mich mein kleiner Enkelsohn als ich ihn ein bißchen was aus der Bibel und über Gott und die Welt erzählen wollte.
Ich hatte ihm gerade gesagt, dass Gott uns Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat und schon hatte ich ein Problem. Ich musste herzhaft lachen; denn das mit dem Klo fiel ihm gerade ein, als er dringend mal gehen mußte.
Welche Problem müssen Kreationisten haben, wenn sie an die Bibel buchstabengetreu glauben.
Gruß
adsum

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raxputin 01.04.2006, 15:04
56.

Zitat von Chretienne
Würden wir von ihm sprechen, wenn nicht?
der wunsch is da wohl vater des gedankens....

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David Köper 01.04.2006, 15:36
57. Wenn Gott was will, soll er sich melden...

Zitat von adsum
Die Frage nach einem Gott oder höherem Wesen hätte nur Sinn, wenn Gott oder das höhere Wesen etwas von uns will. Wenn er oder es etwas von uns will, muss es sich offenbaren und zwar so, dass es keinen Zweifel gibt, so dass man nicht an ihn „glauben“ muss, sondern seine Existenz eine „Tatsache“ ist, also so eine Art wissenschaftlicher Beweis. So hat sich Gott leider nicht offenbart, deshalb will er nichts von uns, und darum ist seine Existenz für mich nur eine hypothetische Frage ohne Konsequenz. adsum
Sehr richtig, sehr richtig. Wenn Gott existiert und etwas von uns will, möge er sich melden. Das hat er allerdings schon getan und zwar auf dreierlei Weise:

1. In der Schöpfung
2. In der Geschichte
3. In Jesus Christus

Die Schöpfung zeigt Gottes Kreativität, Macht und seinen Sinn für Schönheit. Die Naturgesetze sind nicht die Ursache des Universums, sondern nur Gottes Technik.

In der Menschheitsgeschichte hat sich Gott den Menschen zunächst unmittelbar (vor dem sog. Sündenfall) und dann immer wieder mittelbar offenbart. Aber selbst dann war er persona non grata. Seine Propheten wurden in regelmäßigen Zeitabständen erschlagen.

Schließlich hat Jesus Christus durch seine Taten und seine Worte noch einmal auf Gott hingewiesen und zwar für jeden verständlich, auch das schlichteste Gemüt. Es ist so einfach, dass es intelligenten Menschen dumm erscheint, daran zu glauben.

All dies ist in der Bibel nachzulesen. Sie zeigt: selbst wenn Gott sich real zeigen würde, würden die meisten ihn ablehnen. Getreu dem herzlich offenen Manson-Song: "Dear god, if you were alive, you know we'd kill you".

Dementsprechend erwartet Gott von uns, dass wir ihn suchen und verspricht "wer sucht, der wird finden".

Dass wir hier nur leben, um ein paar Beiträge zu posten und dann abzutreten, ist meiner Auffassung nach ein tragischer Irrtum.

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Peter Königsdorfer 01.04.2006, 16:32
58.

Zitat von david.go
Unser Denken ist eben an Zeit und Raum gebunden und wir können uns nicht vorstellen, was "Ewigkeit" bedeutet, wenn wir in der Bibel lesen, dass Gott von "Ewigkeit zu Ewigkeit" existierte und existieren wird. Der Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt schrieb, dass es in der Bibel etwa 6.408 Verse gibt, in denen prophetische Aussagen enthalten sind. Davon haben sich bereits 3.268 Verse erfüllt. Nach der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung kann dies kein Zufall sein
Natürlich lässt sich Ewigkeit nicht vorstellen, aber sie lässt sich leicht dahin sagen.

Können sie mir bitte die 3.268 erfüllten Prophezeiungen auflisten?
Im Glas gibt es Wasser. Das Glas ist zur Hälfte gefüllt. Das kann kein Zufall sein ;-)

mfG
Peter

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BeYourself 01.04.2006, 17:26
59. RE: Nach der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung

Zitat von david.go
In der Bibel steht, dass "die Erkenntnis des Menschen nur Stückwerk" ist. Unser Denken ist eben an Zeit und Raum gebunden und wir können uns nicht vorstellen, was "Ewigkeit" bedeutet, wenn wir in der Bibel lesen, dass Gott von "Ewigkeit zu Ewigkeit" existierte und existieren wird.
Führen Sie das nun als Beweis für "Gottes" Existens an? und wenn ja, als was für ein "Gott", eine Gasblase? ein Schöpfer? ein religiöser "Gott"?

Oder meinen Sie ebenfalls die Ewigkeit macht jede Art von biologischen Leben mathematisch warscheinlicher, und entbindet somit "Gott" von seiner Notwendigkeit.


Zitat von david.go
Der Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt schrieb, dass es in der Bibel etwa 6.408 Verse gibt, in denen prophetische Aussagen enthalten sind. Davon haben sich bereits 3.268 Verse erfüllt. Nach der mathematischen Wahrscheinlichkeitsrechnung kann dies kein Zufall sein
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Davon haben sich bereits 3.268 Verse erfüllt.
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Sind da die "bewiesenen" Ereignisse wie Sintflut, die Heiligen drei Könige, der Morgenstern, die Auferstehung Jesu usw. auch schon mit eingerechnet? :-))

wäre schön wenn Sie mal ein paar "Erfüllungen" einstellen würden.

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