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Lyrik

Was hier noch fehlt, ist ein Forum wo man sich vom drögen und harten Alltag des Internet - Surfens erholen kann um sich den Harfenklängen der Poesie hinzugeben. Alles ist erlaubt : sowohl selbstverfaßte Zeilen, wie auch die berühmter Poeten, ob politisch oder unpolitisch, ob satirisch oder ernst, ob Goethe, Schiller, Rilke, Wedler oder Morath: Nur keine Hemmungen!

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tinosaurus 02.12.2011, 14:21
14300. Verbesserung?

Zitat von tinosaurus
Am Grab Lass ruhig Staub zu Staub, Erde zu Erde werden Du lebst noch lange weiter in der Erinnerung.

Lass ruhig Asche zu
Asche,
Staub zu Staub
werden
Du lebst noch lange
weiter
in der Erinnerung.

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Jörn Bünning 02.12.2011, 14:30
14301. Noch'n Vorschlag

Zitat von tinosaurus
Lass ruhig Asche zu Asche, Staub zu Staub werden Du lebst noch lange weiter in der Erinnerung.
(Kleiner Scherz von mir)

Lass ruhig Asche zu Staub,
Staub zu Erde
werden
In Deiner Erinnerung
lebst Du weiter.

;)

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tinosaurus 02.12.2011, 14:43
14302. verunglückt

Zitat von Jörn Bünning
(Kleiner Scherz von mir) Lass ruhig Asche zu Staub, Staub zu Erde werden In Deiner Erinnerung lebst Du weiter. ;)
Diesen kleinen Scherz finde ich etwas unpassend und verunglückt. Die verbesserte Version finde ich schon stimmiger und eigentlich muss man das nicht unbedingt ins Lächerliche ziehen. Aber wenn es Dir Spaß macht.....

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Jörn Bünning 02.12.2011, 15:27
14303. Nix für Ungut!

Zitat von tinosaurus
Diesen kleinen Scherz finde ich etwas unpassend und verunglückt. Die verbesserte Version finde ich schon stimmiger und eigentlich muss man das nicht unbedingt ins Lächerliche ziehen. Aber wenn es Dir Spaß macht.....
Es war ja nicht bös gemeint, doch provoziert die Phrase (und eine solche ist es in jedem Fall) "in der Erinnerung lebst du weiter" wohl schon die Frage um wessen Erinnerung es geht, oder?
Da ist die Aussage "in Deiner Erinnerung lebst Du weiter" nur scheinbar paradox, denn viele sind bereits zu Lebzeiten gestorben, leben aber in (oder besser: aus) ihrer Erinnerung weiter.

Und die Formel "Asche zu Asche - Staub zu Staub" scheint mir auch geliehen, woher doch gleich?

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Das_Leben_ist-schön 02.12.2011, 15:28
14304.

Zitat von Consul
Wessen Hirn?
Das bleibt der Mystik der poetischen Phantasie überlassen.

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Das_Leben_ist-schön 02.12.2011, 15:31
14305.

Zitat von tinosaurus
Am Grab Lass ruhig Staub zu Staub, Erde zu Erde werden Du lebst noch lange weiter in der Erinnerung.
Am Arbeitsplatz

Lass ruhig
die Arbeit liegen
Wenn sie es wert war
wird sie sich türmen.

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Parzival v. d. Dräuen 02.12.2011, 16:12
14306.

Zitat von Das_Leben_ist-schön
Am Arbeitsplatz Lass ruhig die Arbeit liegen Wenn sie es wert war wird sie sich türmen.
Kauf Dir
einen
Tirolerhut
der steht Dir
so gut.

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tinosaurus 02.12.2011, 16:20
14307. Alles Staub

Zitat von Jörn Bünning
Es war ja nicht bös gemeint, doch provoziert die Phrase (und eine solche ist es in jedem Fall) wohl schon die Frage um wessen Erinnerung es geht, oder? Da ist die Aussage "in Deiner Erinnerung lebst Du weiter" nur scheinbar paradox, denn viele sind bereits zu Lebzeiten gestorben, leben aber in (oder besser: aus) ihrer Erinnerung weiter. Und die Formel scheint mir auch geliehen, woher doch gleich?

Ist schon gut. Darüber lässt sich lange philosophieren. Mit "der Erinnerung" wollte ich es eben neutral halten. Vielleicht ist es auch zu banal.

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Das_Leben_ist-schön 02.12.2011, 16:21
14308.

Zitat von Parzival v. d. Dräuen
Kauf Dir einen Tirolerhut der steht Dir so gut.
Doe Lyrikmonster sind unterwegs.

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Marbot 03.12.2011, 08:09
14309.

Zitat von Jörn Bünning
... sehr bezeichnend für das Hin und Her der schönen Dinge ...
..und das Wiederentdecken nach fast 20 Jahren, so lange ist es her, daß ich das ‚Lied von der Jugend’, adaptiert und vertont von Gustav Mahler, zum ersten Mal bewusst gehört habe, und zwar in dem
wunderbaren Film von Gérard Corbiau ‚Maestro’ mit José Van Dam.


Damals haben mich weniger die Worte als die Musik fasziniert. Mit Mahlers Musik war ich allerdings nicht vertraut, kannte den vollständigen Liederzyklus nur dem Namen nach und habe mich später auch nicht mehr näher damit befasst, nur die Erinnerung an den wunderschönen Film und dieses Lied blieb lebendig (die Segnungen des bequemen Internets standen noch nicht zur Verfügung).

Nun habe ich es zufällig vor ein paar Tagen, chinesisch gesungen und mit Erklärungen, wiedergehört und vielleicht wäre die Sendung an mir vorbeigerauscht, wäre ich nicht durch Deine ‚Geschichte der Lin Dai Yü’ sensibilisiert gewesen auf das Thema.

Solche Wiederentdeckungen machen mich immer ein bißchen glücklich wie unverhoffte Geschenke.

Mitten in dem kleinen Teiche
Steht ein Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan.

Wie der Rücken eines Tigers
Wölbt die Brücke sich aus Jade
Zu dem Pavillon hinüber.

In dem Häuschen sitzen Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern,
Manche schreiben Verse nieder.

Ihre seidnen Ärmel gleiten
Rückwärts, ihre seidnen Mützen
Hocken lustig tief im Nacken.

Auf des kleinen Teiches stiller
Wasserfläche zeigt sich alles
Wunderlich im Spiegelbilde.

Alles auf dem Kopfe stehend
In dem Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan;

Wie ein Halbmond steht die Brücke,
Umgekehrt der Bogen. Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern.



Eine Vertonung kann ich hier nicht verlinken, das klappt meistens nicht von Österreich nach Deutschland, aber wer Interesse hat, findet verschiedene Versionen leicht selbst bei YouTube.

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