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Lyrik

Was hier noch fehlt, ist ein Forum wo man sich vom drögen und harten Alltag des Internet - Surfens erholen kann um sich den Harfenklängen der Poesie hinzugeben. Alles ist erlaubt : sowohl selbstverfaßte Zeilen, wie auch die berühmter Poeten, ob politisch oder unpolitisch, ob satirisch oder ernst, ob Goethe, Schiller, Rilke, Wedler oder Morath: Nur keine Hemmungen!

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HeinzHH 13.06.2014, 16:23
26180.

Zitat von tinosaurus
"Niwo" Gelegentlich fällt das Niveau hier runter ab ins Klo Bei Daaadada und Blablabla sehe ich keinen Sinn mehr da Und hat man eine Schaffenskrise dann schweigt und gönnt man sich 'ne Prise....
Angenehme Endspannung.

Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht,
daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht,
daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag,
weil er nur an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat,
weil er vom Ziel besessen ist.

Finden aber heißt:
frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.

(Hermann Hesse, Siddhartha)

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Bloomberg 13.06.2014, 16:29
26181. Geschichte der Brille (

Zitat von tinosaurus
"Niwo" Gelegentlich fällt das Niveau hier runter ab ins Klo Bei Daaadada und Blablabla sehe ich keinen Sinn mehr da Und hat man eine Schaffenskrise dann schweigt und gönnt man sich 'ne Prise....
Tino, hier soll doch (manchmal) sich – von der Alttag- erholen zu können, und immer nur kluge und tiefsinnige Worte aus sich zu geben ist sehr ermüdend. Für eine Mann auch, oder?
Und Sie sollten die Frauen doch sehr wohl kennen: Die geben oft nur bla bla bla aus sich raus ..
So ist das Leben. Und der Dichtkunstthemen sollte manchmal auch der Leben folgen.
Manchmal geht hier sehr ernst, manchmal geht sehr locker.
Vielleicht wegen der Hitze? Ist heute so eine lockere Tag? Kann sein … LG-o

PS.: hier ist eine hübsche Zweizeiller:

Von mein Fingern tropft
der Blut: sagte Sohnessohn.

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Bloomberg 13.06.2014, 16:34
26182.

Zitat von HeinzHH
Hallo O., ein wirklich schöner Post von Dir(!), besonders die Nonne ist recht inspirierend... ;) lg
Dirk, ich frage Dich
hier ehrlich:
was ist es : ;) ?
Lachen ist: :)
aber dies ;) ?

Ebenfalls an Dir LG, aber wenn Du mich nicht aufklärst, werde sehr "böse" sein ...

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KurtT. 13.06.2014, 16:53
26183.

Zitat von HeinzHH
Angenehme Endspannung. Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben. (Hermann Hesse, Siddhartha)

Ich suche nicht - ich finde!

Suchen - das ist Ausgehen von alten Beständen
und ein Finden-Wollen
von bereits Bekanntem im Neuem.

Finden - das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen
und was gefunden wird,
ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewissheit solcher Wagnisse
können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewissheit,

in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht
- menschlich beschränkt und eingeengt -
das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis
im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen,
der in aller Angst des Loslassens
doch die Gnade des Gehaltenseins
im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt ...

von Pablo Picasso

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KurtT. 13.06.2014, 17:24
26184.

Zitat von Jörn Bünning
Ach ja, die Last des leeren Geistes ehrt auch Besitzer, ja so heißt es: Es brauchen dann die vielen Deppen nicht soviel mit herumzuschleppen.

Der Selbstgefällige

Allzu leicht fällt ihm das Lästern,
so es ihn nie selber trifft -
doch was ihm scheint Attitüde,
das zeugt nie von Geistesblüte:
Weil es meistens ist voll Gift!

Deppen, das sind nur die and'ren,
niemals auch man selbst -
darum putzt er nie den Spiegel,
sonst er säh' sein eigenes Übel:
Gott bewahre, Gott vergelt's!

von Pedroburla - als lächelnder Spötter ...

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mr.feelgood 13.06.2014, 17:42
26185.

Künstlers Abendlied

Ach, daß die inn're Schöpfungskraft

Durch meinen Sinn erschölle!

Daß eine Bildung voller Saft

Aus meinen Fingern quölle!



Ich zittre nur, ich stottre nur

Und kann es doch nicht lassen;

Ich fühl', ich kenne dich, Natur,

Und so muß ich dich fassen.



Bedenk' ich dann, wie manches Jahr

Sich schon mein Sinn erschließet,

Wie er, wo dürre Heide war,

Nun Freudenquell genießet:



Wie sehn' ich mich, Natur, nach dir,

Dich treu und lieb zu fühlen!

Ein lust'ger Springbrunn, wirst du mir

Aus tausend Röhren spielen.



Wirst alle meine Kräfte mir

In meinem Sinn erheitern,

Und dieses enge Dasein hier

Zur Ewigkeit erweitern.

Johann Wolfgang von Goethe
(Er hat Carl Philipp Moritz in Italien gepflegt, als dieser sich den Arm brach.)

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Bloomberg 13.06.2014, 17:45
26186.

Zitat von HeinzHH
Hallo O.,.. ist recht inspirierend... ;) lg
Ach Dirk, (..lach..) mit Inspirationen sollte
man doch sehr vorsichtig sein, wenn so der
richtige kommt aus der Himmel, dann
muss ergreifen oder eben lassen.

Und sehr dankbar sein immer
fürs seltene Geschenk, diese.

Eine schönes Sport-WE an Dir auch wünsche-o

(Sry, ich muss jetzt die hübsche
Erbsens befreien aus ihren Hülse)

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Bloomberg 13.06.2014, 18:14
26187.

Inspiration

Ich habe dich auf der Kreuz gelegt,
dein Haare mit Stiche gespannte
die Augen mit Löcher verblendet,
in der Iris, und misshandelte
Schulter und Muskel, Ehre
abgeschnitten, Tafel gegeben.

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gantern 13.06.2014, 20:39
26188. In den Büheln

Hügel auf und ab Korn und Wein,
lehmiger Weg durch Wiesen im Sonnenschein.
Hinter dem Riegel, wo die zwei Pappeln stehen,
muß zwischen Brombeerbüschen ein Hohlweg gehen,
dann ist die Brücke neben dem Wirtshaus – und dann
geht's durch Gärten und Kukuruzfelder bergan
bis zum Haus mit dem Windrad über dem Kirschenbaum.

Ich raste am Weg. Da höre ich wie im Traum
wieder das Lied aus dem Hof herüberwehn,
wie damals, als ich das alles zuerst gesehen...
Eine dunkle, sinnende Stimme sang,
was mir lieb und gut einen Sommer lang.
Wir haben den Wäschekorb oft an den Bach getragen
und haben immer gelacht an den sonnigen Tagen.

Jeden Abend gab's Lieder und grüngold'nen Wein
und nächtelang Grillenrufen und Mondenschein.
Viele Wege waren und damals, Hand in Hand,
einer am Maisfeld hin – einer am Waldesrand
und einer, der hinten um's Dorf nach dem Kirchhof lief...
Schläft mein Großvater dort unter dem Rasen, wohl sieben Schuh tief...
Ich habe ihn nie gesehen. Aber sein Haus
mit dem Schnörkelgiebel sieht noch heute wie vormals aus,
all sein Werken lebten die festen Mauern mit,
und meine Wege trugen einst seinen Bauernschritt.
Hügel auf und ab, zwischen Korn und Wein...
muß mir wohl irgendwie Heimat sein.

Bruno Ertler

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eigentlicher_Schwan 13.06.2014, 21:27
26189. Junimond

Schwarzwald und Vogesen
sind wie Parallelen;
die einzige Stelle, wo Mutter Erden
Schamlippen bildet auf die Schnelle.
Außerirdische brächte
die Doppel-L-Schwäche
zum Titisee. Es werden
weiße Nächte ...
mag es in Wittdün geben
oder nicht. Hier ist es immer noch
fünf Stunden Nacht,
in aller Pracht.

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