Forum: Treffpunkt
Lyrik

Was hier noch fehlt, ist ein Forum wo man sich vom drögen und harten Alltag des Internet - Surfens erholen kann um sich den Harfenklängen der Poesie hinzugeben. Alles ist erlaubt : sowohl selbstverfaßte Zeilen, wie auch die berühmter Poeten, ob politisch oder unpolitisch, ob satirisch oder ernst, ob Goethe, Schiller, Rilke, Wedler oder Morath: Nur keine Hemmungen!

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tinosaurus 29.06.2014, 08:51
26500. Tja

Zitat von HeinzHH
Niveau in Deinen Texten?
Ja komisch, kann es selber kaum glauben, aber ich habe zahlreiche Lesungen von Rostock bis München (mit musikalischer Begleitung) in kulturellen Einrichtungen, Uni-Münster, Cafes aber auch Haftanstalten gegen Bezahlung veranstalten dürfen. Hinzu kommen einige Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien (mit ISBN-Nummer). Hauptsächlich Kurzgeschichten, aber auch Gedichte. Mehr will ich jetzt nicht verraten, zumal Eigenlob ja stinken soll. Im Internet (Lyrikecke) bin ich mit ca. 100 Gedichten und auch Kurzgeschichten unter "tino" vertreten. Scheinbar geht es auch ohne Niveau.

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HeinzHH 29.06.2014, 09:19
26501.

Zitat von tinosaurus
... Scheinbar geht es auch ohne Niveau.
Boh, das ist aber toll...
...und ja..., kommt halt darauf an, worauf man Wert legt!

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klmo 29.06.2014, 09:25
26502.

Zitat von KurtT.
[b] Es gibt eben Leute, die "scheintot" schon sind, die kennen nur Bosheit, ihr Leben verrinnt. Sie finden stets "Freunde", die mit ihnen schleimen, ganz ohne Humor: Sie können nur "greinen" ...
Sie Lügenbaron alias Münchhausen, wer hier wirklich "scheintot" ist und schleimt, das ist die große Frage...

Hier können Sie ungestört ihre heiße Luft verblasen, in anderen Foren mit Sicherheit nicht.

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Umberto 29.06.2014, 09:31
26503. La Mer

La mer
Qu'on voit danser le long des golfes clairs
A des reflets d'argent
La mer
Des reflets changeants
Sous la pluie

La mer
Au ciel d'été confond
Ses blancs moutons
Avec les anges si purs
La mer bergère d'azur
Infinie

Voyez
Près des étangs
Ces grands roseaux mouillés

Voyez
Ces oiseaux blancs
Et ces maisons rouillées

La mer
Les a bercés
Le long des golfes clairs
Et d'une chanson d'amour

La mer
A bercé mon coeur pour la vie

Charles Trénet

http://www.youtube.com/watch?v=fd_nopTFuZA

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gantern 29.06.2014, 10:44
26504. Sackgasse

Uncoole Geister scheuen die Rebellion
unfreie Meister bilden eine Koalition
Schmieden brüchige Allianzen im Nu
lassen fremde Gedanken nicht zu

Und so wird das Denken banal
alles kommt aus einem Kanal
Wie soll es sich denn entwickeln
ohne Esprit und geistigem Prickeln

Graue Zellen werden immer kleiner
mickrige Reime werden nicht feiner
Auch wenn sie von denen gemacht
die irgendwann mal was vollbracht

ganter

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HeinzHH 29.06.2014, 10:56
26505.

Fahle Winde (In nomine patris)

Traurig
blühen bunte Worte
im Wind öffentlicher Selbstbespielung.
Da ist jede Prostituierte wahrhaftiger.

Stetig
drehen sich Rohrwürmer
um ein selbst gewähltes Schicksal.
Was bliebe von ihnen ohne Eigenrotation?

Bei Nacht
weht der stinkende Wind zum Strand
und trägt das Gepäck des Tages
in den wartenden Schlick.

Zäher Teer
schwebt zum Grund klagender Meere
auf die wahnsinnigen Rohrwürmer

Jeden Tag
sitzen Kinder staunend
am Wegesrand und betrachten
die untergehende Sonne

(HHH)

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eigentlicher_Schwan 29.06.2014, 11:44
26506.

Die Sender am Arbeitsplatz
bringen nicht Musik für alle.
Drei Radios an den Seiten hat's,
plus die Geräusche in der Halle.
Doch wie die Stille plötzlich ganz leise
einzustimmen beginnt in eine Weise,
die ich noch nie gehört hab zuvor,
blonde Strähne streicht hinters Ohr,
wie sie so neben mir singt,
ganz kurz ein Auge, einen Blick durch den Spind
mir zeigt, ihr Knie, Briefträgerinnenwade,
denk' ich, eigentlich schade,
dass es damals in Amsterdam
nicht zum Bund für das Leben kam.

Cora -Amsterdam orig.Video

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eigentlicher_Schwan 29.06.2014, 11:46
26507.

Zitat von HeinzHH
Och, da find ich besser :):):)
Und da steh' ich vor den Pforten
von Computern allerorten,
Haustür, Webcom und Konsorten:
Mache ein Gesicht.
Was ich nicht zeige, siehst du nicht.
Wie anders das Gedicht!
Beim Verweilen
zwischen den Zeilen
siehst du das wahre Gesicht.

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eigentlicher_Schwan 29.06.2014, 11:47
26508.

Froh sein,
mal kein Gedicht zu scherei'n
denn die Welt dreht sich von allein.
Mein Gedanken-Kommissar
erklärt mir, wie es wirklich war.
Stolz sei'n die Inder auf Sativa,
Schöpfer Rimbaus und der Schwarzerdeböden!
Herr Armut hat eine dicke Zahnlücke,
die bricht sein Grinsen in zehntausend Stücke.

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KurtT. 29.06.2014, 12:13
26509.

Zitat von HeinzHH
(...) Jeden Tag sitzen Kinder staunend am Wegesrand und betrachten die untergehende Sonne (HHH)

Gute Gedichte, die von Jörn B., Ganter und Dir, Heinz - vor allem jene, die das Meer betreffen; diese Gefühle und Gedanken erinnere ich auch ... *

* Hier in Prosa, aus meinem Roman:

(...) Im orangefarbenen Licht dieses späten Nachmittags schien der Hafen mit seiner weit in die Bucht ragenden Pier wie ein Gemälde alter holländischer Meister. Die "Vagrant" lag neben einigen Fischloggern und Kuttern - mit ihr würden wir nach Tanger segeln. Im Laderaum des schlanken Zweimastschoners wurden jetzt Kisten verstaut. Der Segelmacher saß auf dem Klüverbaum, überwachte die Arbeit und überprüfte dabei den Zustand der Segel, die im warmen Wind trocknen sollten.
Mit Roberto - auf See meistens schweigsam, an Land jedoch blumiger Rede und dem Weine zugetan - waren wir in den vergangenen Tagen oft bei Maria, der Fado-Sängerin. Wenn wir danach zum Fischereihafen schlenderten, wo sein Zuhause war, setzten wir uns gerne auf die schmiedeeiserne Bank am Ende der langen Strandpromenade und rauchten zusammen eine Pfeife mit gutem Haschisch – das er so liebte wie ich. Es war schön, sich mit ihm an der allen menschlichen Lärm vergessen machenden Musik des Meeres zu erfreuen, an der Gelassenheit und souveränen Kraft des Wassers. Das in ewiger Unrast Land zu erobern sucht – und nun doch nur im Sande versickerte, sich ein letztes Mal an Felsen und Kieseln reibend. Der See vitales Atmen schenkte uns eine Ahnung von Frieden, die weitherzige Verbundenheit mit allem Lebendigen. Ich mochte den Segelmacher, mit dem ich dieses Gefühl teilen durfte. Menschen wie er waren es, die mir geholfen haben, mein Maß zu finden ...(Ende Auszug)


Wünsche allen einen angenehmen Sonntag! Pedro






PS: Übrigens: Wer eine ISBN hat, darf seine weichen Eier selbstverständlich gleich neben Pegasos löffeln und selbige dem Zeus kratzen! Mann o Mann - soo möchte ich NICHT alt werden ...

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