Forum: Wirtschaft
100 Jahre BMW: Ich war mal ein Flugzeug
BMW

Vor hundert Jahren wurde BMW gegründet. Den Durchbruch als moderner Autohersteller schaffte das Unternehmen aber erst viel später. Fünf Gründe, warum der Münchner Konzern speziell ist.

Seite 2 von 7
Thunder79 05.03.2016, 12:18
10.

Mit meinen 36 Jahren fahre ich schon den vierten BMW, aktuell den 530D und bin mit meinem Nebengewerbe welches auf BMW Autoteile fokussiert ist, sehr erfolgreich. Die Marke ist für mich nicht nur ein Auto sondern mittlerweile irgendwie mein Leben. Es macht aber auch alles Spaß an der Marke, sei es das fahren selbst, die Leute die man kennenlernt (nein, nicht die Tiefer-lauter-breiter-Fraktion :-) und auch die Tatsache dass die Marke weltweit so überaus erfolgreich ist, freut einem sehr. Marketing ist eben einer der Rezepte, aber auch nicht verwerflich, in der heutigen Gesellschaft absolut vertretbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mistermajo 05.03.2016, 12:20
11. Fehlt da nicht etwas...

Jetzt habe ich den Artikel schon zwei Mal gelesen und bin fassungslos, dass die Motorrad Sparte nicht ein einziges Mal erwähnt wurde. Wenn BMW schon ein so "besonderes" Unternehmen sein soll - was auch immer damit gemeint ist - dann hätte ein Hinweis auf die Zweiräder aus dem Hause BMW sicherlich nicht geschadet. Der Konzern setzt damit schon seit über 90 Jahren Maßstäbe. Und das Berliner Werk mit über 1.500 Mitarbeitern ist die einzige noch existierende deutsche Motorradproduktion...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stfn 05.03.2016, 12:21
12.

Stichwort Greenwashing: mögen Elektroautos heute vor allem dazu nötig sein, den rechnerischen Flottenverbrauch zu senken und möglichst nah an den CO2-Zielwert der EU zu kommen um ab 2020 teure Strafen zu vermeiden, so stellen sie langfristig betrachtet eine sinnvolle Alternative zur fossilen Verbrennung dar (Tesla macht das eindrucksvoll vor). Der i3 ist ein Geniestreich und beweist, dass urbane Elektromobilität auch für einen von Aktionärsinteressen getriebenen Großserienhersteller kein Widerspruch in sich sein muss. Die Beschleunigung aus dem Stand ist gewaltig, da bleibt jeder M3 an der Ampel erstmal zurück. Keine Ahnung warum "grün" immer so negativ konnotiert ist, die Freude am Fahren ist trotz oder gerade wegen des E-Antriebs eher gegeben als bei einem schwachbrüstigen 3er.
Stichwort Reihensechszylinder: in einem realistischen Nutzungsszenario ist der Sechser wesentlich ökonomischer als ein aufgeladener Vierzylinder. Aber im Verbrauchstest nach NEFZ liest sich der Vierer auf dem Papier eben besser, also wird er über alle Volumenmodelle ausgerollt um, s.o., den Flottenverbrauch runterrechnen zu können. Aber da man auch bei BMW weiß, dass NEFZ nicht mehr lange gelten wird und auch WLTP nur ein Zwischenschritt zu einem wirklich realistischen Verbrauchstest sein wird, müssen sich die Sechser-Fans (mich eingeschlossen) keine Sorgen machen: der wird kontinuierlich weiterentwickelt und in den teuren Baureihen konserviert, um ein fulminantes Comeback zu feiern wenn man den Verbrauch nicht mehr mit einem Turbo-Vierer schönrechnen kann. Wobei ich zugeben muss: der 528i ist mit dem Vierer durchaus potent motorisiert, schlechte Motoren sind das sicherlich nicht.
Stichwort Isetta-Qualität: der aktueller 7er ist hins. Technik und Verarbeitung de facto das beste Auto der Welt. Auch die 5er-Reihe, die großen X'e (5 und 6) und der GT sind Meisterwerke. Aber dafür muss man eben auch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen - an einem 1er oder 3er würde ich die Qualität nicht messen wollen, wer in der Klasse unterwegs ist, ist bei einer A- oder C-Klasse, einem A4 oder einem Passat sicher besser unterwegs.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zuversicht 05.03.2016, 12:31
13. Liegen Sie da nicht falsch?

Zitat von kenterziege
Die Initiative im Bereich der E-Mobilität kann man nur als Greenwashing bezeichnen. Im Grunde ist das ein totaler Misserfolg. Der Misserfolg ist so groß, dass niemand wagt die Produktionsdaten des Leipziger Werkes zu nennen.
Im Segment der E-Fahrzeuge liegt der BMW hinter Tesla und dem Nissan Leaf auf Platz 3 der weltweit am meisten nachgefragten E-Fahrzeuge. In Norwegen ist er der meistgekaufte BMW. So was als totalen Misserfolg darzustellen hat was. Die max. sinnvolle Produktionskapazität des Wagens liegt übrigens grob bei rund 35.0000 Einheiten. Mit der überarbeiteten Version ab Herbst diesen Jahres, dürfte es ein leichte sein diese Zahl zu erreichen.

Wenn es Ihre Sprachkenntnisse erlauben empfehle ich den Link
https://www.youtube.com/watch?v=uDr4L6BzpP8
Tearing Down the Model T of Our Time zeigt was BMW hier wirklich entwickelt hat.

Man kann über das Ergebnis des Wagens durchaus streiten, unbestritten sind die technologischen Meisterleistungen, die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich aber für BMW in der Zukunft deutlich auszahlen werden, mehr jedenfalls als die gerade von Mercedes versenkten 2,6 Milliarden in neue Dieselmotoren. Hier zeigt sich auch der Unterschied zu anderen Herstellern. Man ist nicht nur fixiert auf den momentan Umsatzbringer, sondern denkt deutlich weiter als die automobile Konkurrenz.
Und das beste am i3 ist noch gar nicht erzählt: 80% der Käufer kommen von anderen Marken. Für solche Zahlen würden andere Marken einiges geben.
Von allen dt. Marken nimmt man BMW das Engagement für E-Fahrzeuge und Hybride noch am ehesten ab. VW hat nur widerwillig auf BMW reagiert und in Windeseile zwei Verbrennermodelle zu E-Fahrzeugen umgebaut. Mit jedem verkauften E-Golf macht VW Verluste und vom Tesla Klon Mercedes B wollen wir erst gar nicht sprechen. Der ist in der Tat - auch im E-Segment - ein totaler Misserfolg.
Für BMW sehe ich dagegen eine erfolgversprechende Zukunft, da sie viel flexibler agieren können wie ihre Konkurrenz

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Grafensteiner 05.03.2016, 12:50
14. BMW 3/15 - Dixi

Leider wieder keine Informationen und Bilder von dem ersten BMW-Auto, das kein BMW war.

http://www.autowallpaper.de/Wallpaper/BMW/BMW-Dixi/BMW-Dixi.htm

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spmc-12355639674612 05.03.2016, 12:55
15. Herbert Quandt

hat vielleicht - zusammen mit dem Land Bayern - BMW gerettet. Wie wir heute wissen, haben sich er und sein Vater während der NS-Herrschaft nicht mit Ruhm bedeckt, im Gegenteil.
Als ehemaliger BMW-Fahrer (520, 6-Zyl., Bj. 79) verstehe auch ich den angeblichen Mythos überhaupt nicht. Seitdem ich mich von dieser Marke fernhalte, habe ich nie wieder so viel Geld in ein Auto hineinstecken müssen, nur um es fahrbereit zu halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
a.weishaupt 05.03.2016, 13:08
16. NS-Vergangenheit

Ein paar Worte über die Kooperation Herbert Quandts mit den Nazis wären auf jeden Fall angebracht gewesen. Stichwort KZ-Außenlager Allach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tingletangle 05.03.2016, 13:10
17. schöner Artikel

BMW beweist wie wichtig und gleichzeitig erfolgversprechend die richtige Kombination aus Technik und Marketing ist. Gerade die Techniker! verliebt bis über beide Ohren in Ihre Zylinder, Getriebe und technische Daten belächeln ja gern die Marketing Leute und können die Budgets dir dafür freigegeben werden oft nicht nachvollziehen. BMW beweist exemplarisch wie eine perfekte Symbiose aus beiden Welten aussieht. Hervorragende Autos bauen reicht nicht aus- ohne cleveres Marketing verkauft man eben nix und schon wären auch die Ingenieure ihre Jobs los. weiter so BMW! schön zu sehen übrigens wie die 3 großen Premium Hersteller alle ein anderes image pflegen, obwohl sie letztlich doch sehr ähnliche Produkte herstellen. Image ist eben nichts und alles zugleich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knuller 05.03.2016, 13:28
18. Lädierter Ruf

Mittlerweile hat BMW doch einen recht lädierten Ruf. Stichwort: "dem korrekte 3er BMW".
Für mich war das ein Grund, mir lieber einen Jag zu kaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hamberliner 05.03.2016, 13:47
19. Re: Image ist eben alles

Zitat von mansiehtnurmitdemherzengu
Die Faszination für BMW werde ich nie verstehen, aber sie machen offenbar alles richtig. Gerade das Konzept "Mini" zeigt exemplarisch wie man den Leuten mit Emotionen das Geld aus der Tasche ziehen kann.
Die Emotionen, die ich dabei empfinde, sind Wut und Abscheu. Erstens ist das kein Mini, und zweitens macht sich das Dosengeraffel in der Hamburger BMW-Niederlassung in der Motorradabteilung breit. Als Motorradkunde fühle ich mich da nicht mehr willkommen, und ich konstatiere den beleidigenden Versuch, mich zum Dosentreiber umzuerziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7