Forum: Wirtschaft
10.000-Punkte-Marke: Franken-Freigabe beflügelt den Dax
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Das Ende der Obergrenze für den Schweizer Franken hat in aller Welt für Aufsehen gesorgt. In Frankfurt folgte auf anfängliche Verunsicherung ein Kurssprung. Schließlich können deutsche Unternehmen künftig günstiger in die Schweiz exportieren.

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rekorder 15.01.2015, 20:42
1. Das ist Religion

BIP (PPP):
EU:13.145.552.000.000 EUR
USA:13.013.639.600.000 EUR
Schweiz: 292.966.392.000 EUR

Einwohner:
EU:507.400.000
USA:317.200.000
Schweiz: 8.200.000

Vergleich:

Einwohner:
EU = 62 mal CH

BIP:
EU = 45 mal CH

Währung: 1 EUR = 1,16 USD
Währung: 1 EUR = 1,04 CHF

Das ist keine Finanzwirtschaft oder Ökonomie. Das ist Glaube, reine Religion.

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spon-facebook-10000617956 15.01.2015, 20:50
2. Fehlentwicklung

Die Abwertung der eigenen Währung bringt Deutschland einen Wettbewerbsvorteil, weil seine Arbeitskräfte billiger werden. Das ist aber genau die Entwicklung, die wir Bürger nicht haben wollen. Wir wollen einen Fortschritt durch Innovation und hochwertige Produkte und eine Steigerung unserer Einkommen und unseres Wohlstandes. Deutschland als Billiglohnland zu verheizen, mag den Firmenbossen gefallen, mir als Angestellten kommt da aber die Galle hoch.

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fuenfegeradeseinlassen 15.01.2015, 21:18
3.

Zitat von spon-facebook-10000617956
Die Abwertung der eigenen Währung bringt Deutschland einen Wettbewerbsvorteil, weil seine Arbeitskräfte billiger werden. Das ist aber genau die Entwicklung, die wir Bürger nicht haben wollen. Wir wollen einen Fortschritt durch Innovation und hochwertige Produkte und eine Steigerung unserer Einkommen und unseres Wohlstandes. Deutschland als Billiglohnland zu verheizen, mag den Firmenbossen gefallen, mir als Angestellten kommt da aber die Galle hoch.
Das sollten Sie bitte näher erläutern, wo werden die dt. Arbeitskräfte billiger durch die Abwertung SFR-EUR?
Nur Arbeitskräfte die aus der EU in der Schweiz arbeiten gehen werden m.E. dadurch "billiger", wenn Sie in EUR bezahlt werden...

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TS_Alien 15.01.2015, 21:19
4.

Man kann nicht günstiger in die Schweiz liefern, man kann die Produkte nur günstiger in der Schweiz anbieten und damit vielleicht mehr Marktanteile und Umsatz schaffen. Die Gewinne werden weiterhin in Deutschland in Euro abgerechnet. Und da viele Ausgangsmaterialien in US-Dollar eingekauft werden müssen (Rohstoffe, ...), ist ein allgemein schwacher Euro gleichzusetzen mit einem höheren Einkaufspreis der Ausgangsmaterialien. Bleibt der Marktanteil in der Schweiz gleich, geht der Gewinn aus der Schweiz damit sogar herunter.

Ein schwacher Euro kann die Exportwirtschaft ankurbeln. Mehr Gewinne erzielt man damit noch nicht. Ein schwacher Euro kann ausländische Produkte teurer machen, so dass bei den Eurobürgern die Nachfrage nach Produkten aus der Eurozone angekurbelt wird.

Um es kurz zu fassen: Ein schwacher Euro und niedrigste Zinsen machen die Eurobürger ärmer und ärmer und bringt sie dazu, vermehrt Produkte aus dem Euroland zu kaufen. Weil sie sich die anderen Produkte nicht mehr leisten können.

Mal sehen, was passiert, wenn das Öl wieder teuer wird. Benzinpreise von über 2 Euro pro Liter werden dann normal sein. Für die Exportwirtschaft müssen eben Opfer gebracht werden, so geht zumindest das Märchen.

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marcaurel1957 15.01.2015, 22:22
5.

Zitat von TS_Alien
Man kann nicht günstiger in die Schweiz liefern, man kann die Produkte nur günstiger in der Schweiz anbieten und damit vielleicht mehr Marktanteile und Umsatz schaffen. Die Gewinne werden weiterhin in Deutschland in Euro abgerechnet. Und da viele Ausgangsmaterialien in US-Dollar eingekauft werden müssen (Rohstoffe, ...), ist ein allgemein schwacher Euro gleichzusetzen mit einem höheren Einkaufspreis der Ausgangsmaterialien. Bleibt der Marktanteil in der Schweiz gleich, geht der Gewinn aus der Schweiz damit sogar herunter. Ein schwacher Euro kann die Exportwirtschaft ankurbeln. Mehr Gewinne erzielt man damit noch nicht. Ein schwacher Euro kann ausländische Produkte teurer machen, so dass bei den Eurobürgern die Nachfrage nach Produkten aus der Eurozone angekurbelt wird. Um es kurz zu fassen: Ein schwacher Euro und niedrigste Zinsen machen die Eurobürger ärmer und ärmer und bringt sie dazu, vermehrt Produkte aus dem Euroland zu kaufen. Weil sie sich die anderen Produkte nicht mehr leisten können. Mal sehen, was passiert, wenn das Öl wieder teuer wird. Benzinpreise von über 2 Euro pro Liter werden dann normal sein. Für die Exportwirtschaft müssen eben Opfer gebracht werden, so geht zumindest das Märchen.
man kann zum gleichen Preis anbiten und damit deutlich höhre Gewinne erzielen oder billiger weren und damit dei Konkurrenz aus dem Markt drücken. Also beides sehr positive Wege.

Die meisten Importe werden in Euro abgerechnet, dies wird zwar auch teuerer, der Effekt ist aber gering.

Um es kurz zu fassen, ein niedriger Eurokurs und niedrige Zinsen wirken wie ein Konjunkturprogramm und machen die Europäer reicher und reicher.

Iregndwann werde wir auch Benzinpreise über 2 Euro sehen....in 5 Jahren oder in 10 Jahren, wer weiss...das ist aber völlig unabhängig von der Währung, die übrigens dann auch wieder ganz andere Kurse hat.

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goethestrasse 15.01.2015, 22:31
6. Pervers..

..diese Zockerrei. Immer mehr billiges Geld. Eiige drehen am grossen Rad und die grosse Masse verliert ihre Altersvorsorge. Der Euro schmiert ab. Ich finde die schweizer Entscheidung klug. Lieber jetzt als nach dem Absaufen der Draghi-Titanic.

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SarahMue 15.01.2015, 22:33
7. falsch!

Der Index ist zunächst massiv und schnell eingebrochen und danach langsam wieder angestiegen. Die "Franken-Freigabe" kann nicht als Grund für den angeblichen Anstieg herhalten. Der Anstieg nach dem Einbruch liegt unter der Dynamik der letzten Tage. Typischer Börsenjournalismus: Der Grund für eine Bewegung ist unbekannt aber irgendeine Korrelation wird einfach erfunden.

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drs3 15.01.2015, 22:38
8. Das ist ja nicht so schlecht

Die Schweiz hat ein Freihandelsabkommen mit China…
Da hat sich heute ein riesiger Markt geöffnet…
Deutschland bietet günstig an und die Schweiz liefert aus...

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einzigerwolpertinger 15.01.2015, 23:07
9. So sehe ich das auch

Zitat von marcaurel1957
man kann zum gleichen Preis anbiten und damit deutlich höhre Gewinne erzielen oder billiger weren und damit dei Konkurrenz aus dem Markt drücken. Also beides sehr positive Wege. Um es kurz zu fassen, ein niedriger Eurokurs und niedrige Zinsen wirken wie ein Konjunkturprogramm und machen die Europäer reicher und reicher.
Am reichsten werden wir, wenn der Euro auf 50 US$-Cent abgewertet wird. Oder darunter.

Dann beherrschen wir den Weltmarkt, alle anderen sind aus dem Markt gedrängt. Einzige geringfügiger Voraussetzung ist, daß alle andren sich das gefallen lassen. Kommt es hingegen zu einem Abwertungswettlauf, na dann...gute Nacht.

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