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100.000-Euro-Pauschale: Italien wird zur Steueroase für Superreiche
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Italien ködert reiche Ausländer mit einer neuen Einheitssteuer: Wer seinen Wohnsitz dorthin verlegt, muss nur noch einen pauschalen Betrag von 100.000 Euro pro Jahr zahlen. Auch ein Visum kann man sich künftig einfach kaufen.

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jogola 13.03.2017, 16:14
140. Millionäre,

Zitat von besucher-12345
In der Schweiz war die Pauschalbesteuerung zunächst populär, wurde dann aber auf Kanton- oder Gemeindeebene teilweise wieder abgeschafft. Grund: Reiche kaufen sich teuer ein, verbrachten aber zu wenig Zeit vor Ort, so dass sie relativ wenig ausgaben. Dort, wo es genügend Platz gibt, kann die Pauschalbesteuerung aus Landessicht Sinn machen, an beliebten Ecken wie der Zürcher Goldküste ist sie aber kontraproduktiv: Wertvolle Ressourcen (Eigenheime etc.) werden ineffizient genutzt.
die Milliardäre wollen Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen !

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wolke:sieben 13.03.2017, 16:15
141. Hallo Deutschland !!!

........AUFWACHEN !!! oder NACHMACHEN !!!

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observatorius 13.03.2017, 16:15
142. Steuerpiraterie nach Vorbild von Zwergstaaten

Was Italien da macht ist Steuerpiraterie. Dass es zulässig ist zeigt den Verrottungszustand der EU, die an ihrer neoliberalen Hybris jetzt selbst zu Grunde geht. Denn es waren die Neoliberalen, die sich einer Vereinheitlichung der Steuersysteme und Steuersätze mit dem Argument widersetzt haben, ein Steuerwettbewerb sei für die Entwicklung Europas positiv.
Wirklich Positiv dürfte es aber nur für die Preise von Luxusvillen sein.
Ob sich das verfaulte Italienische Bankensystem mit diesem finalen Schuss ins Knie des italienischen Steuerstaats aber noch retten lässt ist mehr als fraglich.
Es ist das letzte Aufgebot einer Clientelwirschaft, die den Feudalismus niemals hinter sich gelasssen hat.
Deutschland sollte jedenfalls das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien aussetzen, damit all jenen Steuerflüchtlingen, die ihrer Verantwortung auf diese Weise zu entfliehen suchen, keine Gewähr auf diesen Ablaßhandel gegeben wird.

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didohaun 13.03.2017, 16:17
143. Eine Radikalisierung der Betrogenen

wird die Folge dieser zunehmenden Praktiken sein, die sich vorerst noch damit zufrieden geben den Rattenfängern am Rande des Parteienspektrums hinterher zu laufen. Da sie von denen nur enttäuscht werden können, stellt sich die Frage was dann?

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santoku03 13.03.2017, 16:18
144.

Zitat von bartsuisse
in der Schweiz nennen wir das Pauschalbesteuerung. Das ist nicht nur schlecht denn diese Menschen haben auch keine Leistung, wie Ausbildung, im Land in Anspruch genommen und bringen daher einen neuen Nettosteuerbeitrag.
Klar ist das für das aufnehmende Land ein Vorteil, das bestreitet ja keiner. Aber ein Steuerdumping-Wettbewerb innerhalb Europas schadet am Ende allen, weil irgendwann keiner der Reichen und Mobilen mehr Steuern zahlt.

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Thomas Schnitzer 13.03.2017, 16:19
145.

Zitat von KlausMeucht
Wir haben aber keine Grenzen wie stellen sie das fest? Die wirklich Reichen sind selten Angestellte mit festen Arbeitsvertrag der an einem Ort gebunden ist.
Wir brauchen auch keine Grenzen, das stellt man wie seinerzeit bei Boris Becker mit Belegen wie Kredikartenabrechnungen, Kontoauszügen und etwas moderner, Telefonprotokollen fest.

Es wurde noch nie anhand einer Grenzkontrolle erfasst, wer gerade im Ausland ist, und wer nicht. Versuchen sie also bitte nicht so zu tun, als man geschlossene Grenzen für wirtschaftliche Angelegenheiten wie diese benötigen würde.

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eulenspiegel1979 13.03.2017, 16:19
146. Ich finds cool

Endlich ein Land, dass meine Steuern nicht will, aber mein Geld. Bleibt mehr zum shoppen. Auf gehts nach Italien! La Dolce Vita!
Hab ich was vergessen? Ein wichtiges Detail vielleicht, wie z. B. den nötigen Reichtum? ...

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charlybird 13.03.2017, 16:20
147. Das

vereinte Europa, es lebe Hoch, solange es noch existiert. Aber wir dürfen uns wirklich nicht beschweren, wenn man diese Überschüsse auf Kosten der Partner erwirtschaftet, müssen die eben zu den Strohhalmen greifen.
Und Steuergerechtigkeit hört am Entrée der Beratungssozietäten sowieso auf. :-)

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schwaebischehausfrau 13.03.2017, 16:21
148. @Sueddeutscher:

Zitat von Süddeutscher
Vor allem geht es auf Kosten des kranken Systems. Und letztlich zahlen das die reichen Geberländern, bzw. deren Steuerzahler. Und das will ich nicht mehr. Wir brauchen endlich wieder Wettbewerb unter den Staaten statt Gleichmacherei in der Komfortzone Euroland, wo die Steuerzahler der starken Staaten die schwachen in schöner Regelmäßigkeit zu retten haben. Die EU muss reformiert werden, aber zuvor muss sie erodieren. Und diese Aktion der Italiener ist Teil meiner Hoffnung.
Es geht nicht um "starke Staaten" und "schwache Staaten", sondern um eine Alimentierung von Staaten, in denen die Bürger durchaus sehr wohlhabend sind und ein höheres Durchschnittsvermögen und Renten-Niveau haben als die Staaten, von denen sie sich bedienen , aber einfach keine Lust zum Steuerzahlen haben. Und diese Staaten sehen in Umverteil-Organisationen wie der EU und durch Steuer-Raubrittertum zu Lasten anderer Staaten eine Möglichkeit, ihren Bürgern auch weiterhin das Steuerzahlen und schmerzhafte Reformen ersparen zu können. Das Ganze wird dann auch noch als "Europäische Solidarität" verkauft.

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Thomas Schnitzer 13.03.2017, 16:21
149.

Zitat von Süddeutscher
Vor allem geht es auf Kosten des kranken Systems. Und letztlich zahlen das die reichen Geberländern, bzw. deren Steuerzahler.[...]
Italien ist Nettozahler.

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