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119 Milliarden Gesprächsminuten: Deutsche telefonieren erstmals mehr mobil als vom Fe
DPA

Das Handy hat das Festnetz überholt: Im vergangenen Jahr haben die Deutschen erstmals weniger "klassisch" telefoniert als mit dem Handy. Nur ein Mobildienst verzeichnet einen deutlichen Rückgang.

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rainer-rau 15.05.2019, 09:41
10. Hat jemand eine Vorstellung,

wie groß der Prozentsatz wichtiger und notwendiger Anrufe, Mails, Posts usw. ist? Die Umweltschäden des grenzenlosen Geplappers sind mit denen des Luftverkehrs vergleichbar, auch hier besteht ein riesiger Anteil aus reinen Spaßflügen. Ich will die Zeit nicht zurückdrehen und sehe in neuen Technologien durchaus einen Sinn, aber Maßlosigkeit und Oberflächlichkeit führen leider oft zu mehr Unsinn, und der ist wirklich zerstörerisch, materiell wie moralisch.

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sparrenburger 15.05.2019, 09:42
11. Ernsthaft ...

im Jahr 2019 ? - oh Deutschland, ich bin ja so unsagbar stolz auf Dich. Da sind wir bestimmt Vorreiter in Europa - kein Wunder, bei dem hohen Standard der Komunikationstechnik^^.

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cosmose 15.05.2019, 09:43
12.

Zitat von c.PAF
Und warum? Weil es auch mit leerem Akku und bei ausgefallenen Sendemasten (Stromausfall) funktioniert? Wie oft ich in den letzten Jahren zuhause vom Festnetz aus nicht telefonieren konnte, kann ich an einer Hand abzählen. Wie oft es zuhause mit dem Handy nicht geht, paßt auf keine Kuhhaut. Anbieter ist dabei egal, entweder wenig oder garkein Signal. Telefonieren jedenfalls nahezu unmöglich. Das Festnetz ist alles andere als obsolet, wer so etwas behauptet, verschließt wohl die Augen vor der Realität (= Netzabdeckung in Deutschland) komplett...
Meinen Akku lade ich an jedem USB-Anschluss auf, notfalls im Auto.
Dafür brauche ich keinen Strom.
Einen ausgefallenen Sendemast habe ich die letzten 10 Jahre, in denen ich ausschliesslich Mobiltelefonie nutze, noch nicht erlebt.

Beim Festnetz reicht bereits ein abgestürzter Router, gestörtes Internet, oder eben ein lokaler Ausfall des Stroms bei Ihnen zuhause.
Und der kommt sicher öfter vor, als ein regionaler Ausfall, bei dem auch Sendemasten betroffen sein könnten.
Sie haben hier also alleine schon drei Single Points of Failure.

Festnetz war gut und sinnvoll, VOR der Umstellung auf VoIP.

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sponuser936 15.05.2019, 10:25
13. Ich habe seit 10 Jahren kein Festnetz mehr.

Zitat von c.PAF
Und warum? Weil es auch mit leerem Akku und bei ausgefallenen Sendemasten (Stromausfall) funktioniert?
Ich wage ja zu bezweifeln, dass Ihr Telefon noch funktioniert, wenn der Sendemast 500 Meter weiter kein Strom mehr hat. Dann sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch betroffen.

Ausserdem... wie oft fallen denn solche Sendemasten aus? Haben Sie dazu irgendwelche Zahlen? Ist mir bisher nämlich noch nie aufgefallen.

Das Problem ist wohl eher, dass Sie entweder in einem Bunker wohnen oder der Sendemast einfach zu weit weg steht. In dem Fall macht es natürlich Sinn, das Festnetz erst mal zu behalten, klar.

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schnarchn 15.05.2019, 10:26
14.

Wie schon geschrieben, ist das doch auch ein Preisthema. Bei meinem DSL Vertrag ist zwar eine Festnetznummer dabei, aber für Gespräche ins Mobilfunknetz müsste ich pro Minute bezahlen. Mein Mobilfunkvertrag bietet mir für < 10 €/Monat zusätzlich zu etlichen GB Datenvolumen eine SMS- und Telefonflat. Ins Fest- und Mobilnetz. Aus welchem Grund sollte ich also mein Festnetztelefon nutzen?

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zensurgegner2016 15.05.2019, 10:45
15.

Zitat von aausmade
wenn ihr noch immer den Spruch von Frau Merkel zitiert: ....das Internet ist Neuland ...." seit ihr so was von 2013, das man euch im Hinblick auf eine Meldung von 2019 schon wieder Nostalgieromantik unterstellen kann. Kommt doch mal endlich im hier und jetzt an! Ansonsten stimmt die Aussage verschiedener Foristen: Die Dominanz des Festnetzes in D lag lange am hervorragenden Ausbau. In anderen Ländern (vor allem Süd und Osteuropa) hatte man das nicht. Daher setzte sich das mobile Endgerät dort wesentlich schneller durch. Ich könnte jetzt die technischen Restriktionen einiger Länder erläutern, aber das ist a) am Thema vorbei b) sinnfrei, da es die meisten (vor allem die Basher) eh nicht verstehen. Solange schlechtes mobiles Internet noch immer mit abreißenden Gesprächen in einen Topf geworfen wird, sollte man bevor man meckert sich mit der Materie beschäftigen. In diesem Sinne......
Na ja

Ehrlich gesagt interessiert es keinen Investor und eigentlich auch keinen Menschen, wieso und weshalb irgendein Zustand so schlecht ist wie er ist

Wenn unsere Bürger weniger Energie darauf verwenden würden zu begründen, warum und wieso irgendetwas nicht geht, dann wäre schon viel geholfen
Genau so gehört dieses: Geht nicht, WEIL ...verboten

Fakt ist:
Gesprächsabbrüche wegen zu geringer Kapazität sind auch in Großstädten an der Tagesordnung
Fakt 2: Diese Bundesregierung hat NULL gelernt, die machen mit den rezepten von Vorgestern weiter

Die verhalten sich immer noch so wie wenn Internet Neuland wäre

Und ein Gesprächspartner von Altmeier wird bei einem Gesprächsabbruch seinen iMtarbeitern nicht sagen: Deutschlands Super Duper Festnetz...deswegen Mobilfunk nicht ganz so gut, aber muss man verstehen, dafür ist ja....

Sondern er wird sagen: Das Museum Deutschland bekommt es eben nicht mehr gebacken
Es erstarrt im Alter

Wir bei uns vermeiden mittlerweile Geschäftsgespräche im Auto, weil es einfach nur noch so unendlich zum fremdschämen ist
Und ich habe echt kein Bock mehr Gespräche zu beenden, nur weil ich ganz genau weiß, dass am mittleren Ring in München wieder mal bei der Abfahrt XY das Netz weg sein wird
Seit Jahren

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aausmdade 15.05.2019, 11:02
16. @zensurgegner

Ich habe am mittlereren Ring in München keine Gesprächsabbrüche. Tipp: Telefon auf 2 G umstellen. Der Handover von 3G/4G auf 2 G funktioniert nur bedingt, egal in welchem Land auf dieser Welt.

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Crom 15.05.2019, 11:02
17.

Ich hab schon seit Jahren kein Festnetztelefon mehr. Eingehende Anrufe werden aufs Mobiltelefon weitergeleitet, ausgehend geht gleich übers Mobilnetz. Den Festnetzanschluss habe ich nur noch fürs Internet. Im Notfall könnte ich aber auch über die Fritz Phone App via Festnetz telefonieren.

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c.PAF 15.05.2019, 11:04
18.

Zitat von cosmose
Festnetz war gut und sinnvoll, VOR der Umstellung auf VoIP.
Da stimme ich voll und ganz zu!

Aber worauf ich hinauswollte: Selbst das VoIP-Festnetz ist noch immer für zig 100.000e alternativlos, weil die Netzabdeckung in Deutschland einfach so schlecht ist. Also kann man das Festnetz nach wie vor nicht abschreiben.

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zensurgegner2016 15.05.2019, 11:29
19.

Zitat von aausmdade
Ich habe am mittlereren Ring in München keine Gesprächsabbrüche. Tipp: Telefon auf 2 G umstellen. Der Handover von 3G/4G auf 2 G funktioniert nur bedingt, egal in welchem Land auf dieser Welt.
Kein Mensch hat interesse daran sein Handy" umzustellen" und dann wieder "zurückzustellen"
Fahren Sie mal auf dem Autobahnring um München drumrum: an 4 Stellen immer Funkloch
Oder die Autobahn nach Stuttgart
Da kann man seit Jahren die Uhr dannach stellen an welchen km wieder mal Funkloch ist
Stuttgarter Messe, direkt am Flughafen auf der B27
In Frankfurt kenne ich auch 3 Ecken

Und ich rede hier nicht vom Hinterland, sondern von hochfrequentierten Strecken

Das deutsche Netz ist nur noch peinlich, und die Bundesregierung unternimmt nichts ernsthaftes das zu ändern
Mehr sogar, bei 5G zementierte man das Vorgehen für Funklochschaffung noch

Was sagte die EU: Deutschlands digitaler Zukunftsplan aus dem Jahre 2018 ist so mies, so grottenschlecht, so unambitioniert, so ahnungslos von der Materie, dass es bereits jetzt gesichert ist, dass Deutschland nicht mehr lange mithalten kann
Er taugt allenfalls dazu, die Sicht auf den Rest der EU nicht vollends zu verlieren

Grund: Alle Weichen, alle die Digitalisierung betreffenden Regularien, alle Gesetze, alle Genehmigungsprozesse und auch Auflagen, alles Dinge die auf viele Jahre wirken, sind so "von VorVorgestern" dass man Jahre braucht, nur um dieses Erstarren aufzubrechen

Ein Beispiel wäre die Lizenzvergabezeiten/Fristen/Absprachen für Frequenzen
lleine da lähmen wir die Zukunftsaussichten
Wissen alle
macht nur keiner was
ist kompliziert, lieber Wahlreden schwingen

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