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14-Milliarden-Euro-Deal: Vonovia will Deutsche Wohnen übernehmen
DPA

Übernahmekampf auf dem deutschen Immobilienmarkt: Der größte Wohnungskonzern Vonovia will die Nummer zwei der Branche kaufen. Die Offerte für die Deutsche Wohnen soll die Bildung eines Rivalen verhindern.

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localpatriot 14.10.2015, 12:41
40. Der niedrigste Anteil an Eigentumswohnungen

Die Deutschen sind mt beinahe 50% Mietern das Volk mit der niedrigsten Quote an Wohnungseignern in der EU und im Euroland.

Hier gäbe es eine Möglichkeit die Wohnungen an Mieter und Private zu verkaufen. Die meisten Ostblockstaaten waren nach dem Fall des Kommunismus in der Lage Sozial und andere Mietwohnungen an die Mieter und andere Im Volke zu verkaufen.

Die Kanzlerin und ihr Gefolgsmann Gabriel versagen hier.

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platzanweiser 14.10.2015, 12:41
41.

Ich würde eine Prüfung durch das Bundeskatellamt durchaus für angemessen halten. Möglicherweise macht das Immobilienvolumen im Vergleich zu Gesamtdeutschland nur 1% aus - aber das ist wohl zynischerweise etwas zu kurz gedacht. Wie hoch sähe denn Antweil beispielsweise in Hamburg, Berlin oder Frankfurt aus? Es ist auch keinefalls ein Geheimnis, dass diese Immobilienhäuser nicht selten einen gewissen Anteil ihrer Wohnungen unter rethorischen Begründungen leer stehen lassen - gerade soviel, um den Wert der anderen ungebremst in die Höhe zu treiben. Ein solcher Zusammenschluss ist unter jedem Gesichtspunkt abzulehnen.

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krisensitzung 14.10.2015, 12:44
42.

Zitat von muellerthomas
Es gibt ja kommunale, genossenschaftliche und sonstige nicht profitorientierte Wohnungsgesellschafen. Mein Eindruck ist allerdings, dass Qualität und Preis dort nicht systematisch besser sind als etwa bei Vonovia. Bei einigen Gesellschaften mag das gelten, bei anderen nicht. Alleine den Renditedruck zu nehmen, hilft also offenbar nicht.
Oh doch, die Qualität der gemeinnützigen Genossenschaften ist nahezu durchgängig besser. Ein positives Beispiel ist etwa die sehr rührige GAG in Köln. Auch zwischen dem Bestand kleiner Privatvermieter und dem der Deutschen Annington liegen gewöhnlich Welten.
Fakt ist aber, dass der Druck auf Vermieter durch die Gesetzgebung und die Rechtsprechung an Amtsgerichten kontinuierlich zunimmt, so dass sich Vermieten letzlich nur noch für diese gewinnorientierten Großunternehmen, vulgo 'Haie', lohnt. Kleinvermieter werden so aus dem Markt gedrängt, auch weil die Mietsachschäden und Renovierungskosten bei jedem Mieterwechsel den Gewinn massiv reduzieren, während die Haie, die eh kaum instandsetzen, sich vermehren.
Ergebnis völlig falscher politischer Entscheidungen der Vergangenheit und der Gegenwart.

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tomsnap 14.10.2015, 12:52
43. Erhebt Grunderwerbssteuer auf solche Deals!

Mir ist vollkommen schleierhaft warum auf solche Deals keine Grunderwerbssteuer erhoben wird. Dann gäbe es solche Deals nicht mehr, denn das alles geht nur zu Lasten der Mieter ...

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claterio 14.10.2015, 13:00
44.

Zitat von platzanweiser
Es ist auch keinefalls ein Geheimnis, dass diese Immobilienhäuser nicht selten einen gewissen Anteil ihrer Wohnungen unter rethorischen Begründungen leer stehen lassen - gerade soviel, um den Wert der anderen ungebremst in die Höhe zu treiben.
Das dürfen Sie aber gerne mal vorrechnen. Nehmen wir mal an, Sie lassen 20 Prozent Ihrer Wohnungen leerstehen um für Wohnungsknappheit zu sorgen. Dann müssen Sie in Ihren übrigen Wohnungen die Mieten um 20 Prozent erhöhen, allein um die Kosten dieses Leerstands zu kompensieren - das müssen Sie am Markt erstmal durchsetzen gegen Ihre Wettbewerber.

Hinzu kommt, dass sie die leerstehenden Wohnungen naürlich weiter beheizen und instandhalten müssen, also steigen die Nebenkosten relativ für alle anderen Mieter. Auch das müssen Sie am Markt erstmal durchsetzen.

Auf Ihre rechnerische Herleitung (bitte mit realistischen Zahlen) bin ich daher gespannt.

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claterio 14.10.2015, 13:06
45.

Zitat von localpatriot
Die Deutschen sind mt beinahe 50% Mietern das Volk mit der niedrigsten Quote an Wohnungseignern in der EU und im Euroland. Hier gäbe es eine Möglichkeit die Wohnungen an Mieter und Private zu verkaufen.
Fast jeder Mieter, der dies ernsthaft will, kann sich doch heute schon eine Wohnung kaufen. Bei Immobilienzinsen nahe Null ist die Kreditrate für's Wohneigentum nur noch wenig teurer als das Wohnen zur Miete.

Offensichtlich haben viele Mieter in Deutschland gute Gründe, warum sie nicht kaufen. Sie können so leichter den Wohnort wechseln, müssen sich nicht an eine Bank binden, können ihre eigenen Ersparnisse selber anlegen oder davon Urlaub machen und müssen sich auch bei Arbeitsplatzwechsel oder Scheidung nicht um den Verkauf der Immobilie kümmern. Zudem muss man keine Rücklagen bilden für den Fall, dass mal das Dach oder die Fenster neu gemacht werden müssen - das übernimmt der Vermieter. Last not least hat ein Mieter viel mehr Rechter in einem Mehrfamilienhaus als der Eigentümer einer Eigentumswohnung.

Also was genau wollen Sie dagegen tun, dass viele Mieter in Deutschland ganz bewusst keine Wohnungen kaufen? Wollen Sie sie dazu zwingen?

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Pie_78 14.10.2015, 13:23
46. Kartellamt?

Zitat von dergenervte
Was sagt eigentlich das Bundeskartellamt zu der Sache.
Wo bitte entsteht denn hier ein Monopol! Wir haben 40 Mio. Wohnungen in Deutschland!

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Pie_78 14.10.2015, 13:26
47. Mut zum Sozialismus? Nein Danke!

Zitat von thomas_gr
Wie kann es sein, dass elementare Dinge wie Wohnen, Wasser, Strom, usw immer weiter auf wenige private Eigentümer übergehen? Das darf in einem Sozialstaat nie passieren. Leider ist diese Entwicklung nur mit Mut zu begegnen. Bei über 600 mutlosen Parlamentarieren sehe ich da aber keine Chance
Sollen etwa Wohnungen nun staatlich verwaltet und gebaut werden? Dann aber gute Nacht Deutschland! Ich freue mich auf neue Plattenbauten.... !

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Pie_78 14.10.2015, 13:37
48.

Zitat von krisensitzung
Oh doch, die Qualität der gemeinnützigen Genossenschaften ist nahezu durchgängig besser. Ein positives Beispiel ist etwa die sehr rührige GAG in Köln. Auch zwischen dem Bestand kleiner Privatvermieter und dem der Deutschen Annington liegen gewöhnlich Welten. Fakt ist aber, dass der Druck auf Vermieter durch die Gesetzgebung und die Rechtsprechung an Amtsgerichten kontinuierlich zunimmt, so dass sich Vermieten letzlich nur noch für diese gewinnorientierten Großunternehmen, vulgo 'Haie', lohnt. Kleinvermieter werden so aus dem Markt gedrängt, auch weil die Mietsachschäden und Renovierungskosten bei jedem Mieterwechsel den Gewinn massiv reduzieren, während die Haie, die eh kaum instandsetzen, sich vermehren. Ergebnis völlig falscher politischer Entscheidungen der Vergangenheit und der Gegenwart.
Das ist sicherlich in Teilen richtig! Die politischen Entscheidungen sind jedoch auf Druck der "Verbraucherschützer-Lobby" bzw. Mieterschutzverbänden gefällt worden. Wie so oft, ist der vermeintlich gut gemeinte Entschluss zum Schutz von Bürgern gegen die Marktwirtschaft, nach hinten los gegangen! Eine einigermaßen Mietrendite muss nun mal erzielt werden, sonnst braucht man ja nicht das Risiko einer Vermietung einzugehen. Es wird Zeit das die Recht von Vermietern gestärkt werden....

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tizian 14.10.2015, 13:50
49. Regional

Zitat von future-trunks
wenn der größte Branchenvertreter nicht mal 1% des marktes beherrscht, wie es im immobiliensektor der fall ist, wird das Kartellamt über so eine übernahme nur in ein leichtes gähnen verfallen. zurecht.
Das Kartellamt prüft aber auch regionale Marktbeherrschung. Deswegen ist schon mal eine Fusion von Tagesspiegel und Berliner Zeitung geplatzt. Und regional kann das hier durchaus anders aussehen.

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