Forum: Wirtschaft
19 statt 7 Prozent: Politiker fordern höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch
Geisser/ imago images

Tierschützer wünschen sich höhere Preise für Fleisch, um das Geld in bessere Haltungsbedingungen zu investieren. Politiker von Grünen und SPD können sich das vorstellen - selbst aus der CDU kommt Zustimmung.

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berndine 07.08.2019, 17:18
320. ....

Keine Steuer auf Fleisch aus artgerechter Haltung.
Artgerechte Haltung muss dann noch definiert werden.

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g_bec 07.08.2019, 17:25
321. Ja,

Zitat von emil7685
Unsinn. Die können dann genau gar nichts anbauen. Ohne die Devisen die durch den Futtermittelanbau ins Land kommen können diese Länder weder Saatgut noch Pestizide noch Düngemittel auf dem Weltmarkt einkaufen. Also auch keine Nahrungsmittel in halbwegs brauchbarer Menge anbauen.
Ja, so stellt sich der Bayer-Aktionär die Welt vor. Watt ham die da bloß vor Glyphosat und passendem Saatgut vorher angebaut.
Hinweis: Saatgut muss von Bauern eigentlich nicht gekauft werden.

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giwi21 07.08.2019, 17:42
322. Um etwas für das Tierwohl zu tun

muss keine Steuer erhöht bzw. neue eingeführt werden. Dafür kann man Gesetze erlassen. Aber durch Steuererhöhungen wird der deutsche Staat immer reicher und die Bürger immer ärmer. (Der aufgeplusterte Bundestag muss ja finanziert werden)

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paysdoufs 07.08.2019, 17:51
323.

Nicht dass bessere Tierhaltungsbedingungen keine Diskussion verdient hätten (gerade im Rahmen des vorangepeitschten Freihandels mit Nordamerika). Aber außer (Verbrauchs)Steuern, (Verbrauchs)Steuern, (Verbrauchs)Steuern scheint deutschen Politikern echt nichts anderes mehr einzufallen. Und apropos Tierwohl: Wo steht denn das linke Parteinspektrum aktuell bzgl. Halal-Schlachtungen/Schächten? Von wegen Glaubwürdigkeit und so...

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sfeige 07.08.2019, 18:03
324. Hast da mal irgendeiner nachgedacht?

... was passiert wenn das Fleisch über eine Steuer teuer gemacht wird???? Der Preisdruck beim Handel steigt, mindestens gefühlt. Der Preisdruck auf die Hersteller steigt definitiv und das Tierwohl wird nicht besser sondern schlechter.

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karl-felix 07.08.2019, 18:06
325. Vielen

Zitat von Klimagas
dass Nagerfraß bei Ihnen "Wegwerfen" heißt und was Ernteverluste mit Containern zu tun haben, das ist auch rätselhaft.
Dank für die Nachfrage. Sie sollen nicht rätseln .
Es geht um die Ernte und Nachernte Verluste. Die führen dazu , dass per Saldo weniger als die Hälfte der erzeugten Kalorien auch tatsächlich beim Esser ankommen .
Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihre intellektuelle Kapazität des Mitdenkens überschätzte. Für mich kommen Ernte/Nacherntevernichtung z.B. durch Kriege dem Wegwerfen gleich - eher noch verwerflicher. Das ist die grösste Hungerursache der Welt .
Sorry mein Fehler , Sie zu überschätzen .
Containern zu bestrafen ist ein Beispiel das zeigt , wie pervers unser System von kommerziellen Beziehungen und Eigentumsverhältnissen ist ( Franziskus ): Lieber wegwerfen als den Hungernden etwas gönnen .

Jetzt verstanden ? Ansonsten fragen Sie, immer wieder gerne behilflich .

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FrankDunkel 07.08.2019, 18:08
326.

Zitat von vogelsberg
Jeder Revolution gehen solche Aktionen voraus. "Friede den Hütten, Krieg den Palästen". Man kann das bis zur Unendlichkeit fortsetzen. Aber irgendwann bricht der Krug und dan gucken sich alle Schlaumeier an. Fleischsteuer, Energiewendebeitrag, CO2 Steuer, der Phantasie sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Dass Geld verdient werden muss, d.h. ein Mehrwert geschaffen werden muss, interessiert inzwischen keinen, oder es wird als natürlicher Vorgang angesehen. Einen Stall umzurüsten geht nach Ansicht der Experten wohl in einer Woche, genauso wie ein Haus energetisch zu sanieren. Ich habe den Eindruck, dass Politiker aller Coleur sich gegeeinander hochschaukeln und zum Schluss bezahlt alles der normale Bürger. Bitte den Bogen nicht überspannen.
Bei dieser "Revolution", die sich hier anbahnt, werden aber im Gegensatz zu von Ihnen zitierten wohlfeilen Spruch nicht die Paläste, sondern die Hütten bekämpft.
Den Reichen kann es egal sein, wie teuer Fleisch künftig verkauft wird, sie werden es sich immer leisten können. Nur der kleine Mann von der Straße, der wird den Gürtel wieder ein oder zwei Löcher enger stellen können.

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emil7685 07.08.2019, 18:20
327.

Zitat von g_bec
Ja, so stellt sich der Bayer-Aktionär die Welt vor. Watt ham die da bloß vor Glyphosat und passendem Saatgut vorher angebaut. Hinweis: Saatgut muss von Bauern eigentlich nicht gekauft werden.
Nix ham die da angebaut. Vor Glyphosat, Kunstdünger und vernünftigem Saatgut gab es dort eine verheerende Hungersnot nach der nächsten und die Leute sind wie die Fliegen gestorben. Und selbstredend "muß" Saatgut vom Bauern gekauft werden, wenn der Bauer vernünftige Erträge haben und nicht nur von der Hand in den Mund leben will. Oder reden wir hier etwa nicht von kommerzieller Landwirtschaft sondern von Hobbylandbau zur Selbstfindung von Städtern mit Burnoutsyndrom?

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karl-felix 07.08.2019, 18:23
328. So

Zitat von andre_36
Ich bezahle seit zwanzig Jahren den fast doppelten Preis für Bio-Eier. Das mache ich, weil ich einsehe, dass die besseren Haltungsbedingungen Mehrkosten erzeugen. Das ist die logisch nachvollziehbare Reihenfolge: Bessere Bedingungen für die Tiere, höhere Produktionskosten, höherer Endpreis. Durch eine Mehrwertsteuererhöhung wird vorgegaukelt, dass es auch rückwärts funktionieren würde. Ich bin gespannt, wann ich die erste glaubhafte Erklärung für die wundersame Auswirkung des höheren Preises auf das Tierwohl zu hören oder lesen bekomme. Wenn alle Fleischprodukte teurer werden, gibt es keinerlei Anreiz für einzelne Produzenten, die Bedingungen in ihrem Unternehmen zu ändern. Die Konsumenten werden nicht weniger Fleisch kaufen, denn der Ersatz der Kalorien durch Obst und Gemüse wäre sogar noch teurer. Im Übrigen würde selbst eine erfolgreiche Lenkung des Kaufverhaltens weg vom Fleisch nicht zu besseren Bedingungen für die Tiere führen, da die Produzenten dann noch mehr an den Produktionskosten sparen würden, um ihre Gewinne stabil zu halten. Durch diese ganzen Steuer-Aktionen mogeln sich alle Parteien am Unausweichlichen vorbei: Regulierung der Wirtschaft. Das ist die heilige Kuh der freien Marktwirtschaft und die Angst davor, diese Kuh anzutasten, wird uns allen, ökologisch gesehen, das Genick brechen.
ist es. Die prozentuale Verteuerung der Bio-Eier wird dazu führen , dass weniger Menschen die sich leisten können/kaufen . Die Insolvenz vieler Bio-Höfe ist dann abzusehen .
Verteuerung des Fleisches aufgrund besserer Tierhaltung in Ordnung , Hochwertiges Fleisch zu verteuern fördert den Absatz von Billigfleisch/Gammelfleisch.
Beispiel : 1 kg Schweinebraten aus Massenhaltung verteuert sich um ca. 50 Cent auf 4,50 Euro ,ein Kilo Schweinebraten aus artgerechter Haltung um
1,50 Euro auf 14,60 Euro . Kontraproduktiv hinsichtlich des Tierwohls, da die 1,50 Euro nicht der Züchter mit der artgerechten Haltung erhält. Der Massentierhalter wird mit höherem Umsatz und Profit belohnt .

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sapalot 07.08.2019, 18:30
329. Am Ende ist es immer wieder

der Bürger, der entscheidet, wohin die Reise geht. Beim Fleisch wäre bei etlichen eine Reduzierung von den 200-300g pro Tag möglich. Muss ja nicht wie früher nur einmal in der Woche sein. Und wer meint, für 6€ 300g Biofleisch bei Discounter was gutes zu bekommen: naja...

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