Forum: Wirtschaft
19 statt 7 Prozent: Politiker fordern höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch
Geisser/ imago images

Tierschützer wünschen sich höhere Preise für Fleisch, um das Geld in bessere Haltungsbedingungen zu investieren. Politiker von Grünen und SPD können sich das vorstellen - selbst aus der CDU kommt Zustimmung.

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Nandiux 07.08.2019, 10:43
70. Fleisch ist im Schnitt zu billig.

Das sollte erstmal der Grundkonsens sein. Geht endlich mal konsequenter gegen die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung vor. Sind zu wenig Kontrolleure vorhanden, muss die Zahl erhöht werden. Nur so kann man Missstände flächendeckend überwachen und aufdecken. Wenn zudem die größten Subventionen nicht mehr in die Großbetriebe fließen, sondern in die Betriebe, die das Tierwohl achten, wäre schon einiges getan.

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Kritik 07.08.2019, 10:43
71.

Steuern sind nicht zweckgebunden.

Siehe Bundeszentrale für politische Bildung:

"Steuern dürfen zudem nicht zweckgebunden sein: jeder Steuer-Euro fließt unabhängig von der Steuerart in die Gesamtmasse des Haushalts, aus dem wiederum alle Ausgaben finanziert werden"
-Zitatende-

Von dort werden sie dann sinnlos verballert, für Mütterrenten, Baukindergelder, unfertige Flughäfen, unterirdische Bahnhöfe, schlecht klingende Konzertsäle und anderen Schwachsinn.

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Koboldmaki 07.08.2019, 10:44
72.

Gemäß des Verursacherprinzips müssten eigentlich alle Schäden, die durch Massentierhaltung entstehen, in Geld bewertet und auf den Fleischpreis umgelegt werden. Sicherlich würde sich dann die ökologische Landwirtschaft sehr schnell durchsetzen. Wir müssen weg von der industriellen, exportorientierten Massentierhaltung, die nur mit dem Einsatz von Pestiziden, Antibiotika und genmanipuliertem Futter funktioniert. Die EU ist gefordert ihre Subventionspolitik drastisch zu verändern, um Mensch, Tier und Umwelt wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und zukünftigen Generationen noch eine Chance zu geben.

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mckberlin 07.08.2019, 10:45
73. Richtig so

Besser wäre 400% wie auf alk und Zigaretten

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advocatus diaboĺi 07.08.2019, 10:46
74. Das ist nicht ausreichend

um den Fleischkonsum und den damit verbundenen CO2 Ausstoß zu minimieren, aber auch zum Schutz der Gesundheit von Verbrauchern, müssen unsere Nahrungsgewohnheiten radikal umgestellt werden. Eine Steuer wird das nicht richten. Besser wäre es, den allgemeinen Verkauf von Fleischprodukten in Supermärkten generell zu verbieten und lediglich in lizenzierte Metzgereien zuzulassen, so wie das etwa die skandinavischen Länder mit dem Verkauf von Alkohol handhaben. Es bleibt zu hoffen, dass das künftige grüne Kabinet entsprechend handeln wird.

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manpower62 07.08.2019, 10:49
75. Zitronrnpresse

Glaubt denn wirklich irgendein Politiker, dass das Geld durch die höhere Mehrwertsteuer tatsächlich dem Tierwohl dient? Wenn ja, wollen sie dann die mehreinnahmen nach Südamerika und Osteuropa beweisen? Das sind immerhin die größten Fleischproduzenten und Exporteure. dass die Grünen eine steuererhöhungs- und verbotspartei sind wird spätestens beim Tanken spürbar. So treiben sie immer mehr Menschen der AFD zu. Vor kurzer Zeit für mich noch etwas Unmögliches... nun aber im Bereich des möglichen.

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exxilist 07.08.2019, 10:49
76. Ein Anfang

Wirklich gut wird es nur, wenn wir endlich anfangen im Gegenzug Bio - Nahrungsmittel zu fördern, bzw. die Kosten von konventioneller Erzeugung denjenigen aufzubürden, die sie verursachen.
Damit meine ich den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Die sorgen für ganz viele Probleme. So sind sie z.B. inzw. im Grundwasser angelangt und das Entfernen aus demselbigen ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Diese Kosten sollten auf den Preis der "konventionellen" Lebensmittel aufgeschlagen werden und nicht auf den Wasserpreis. Den zahlen nämlich auch die Bio Käufer mit. Das ist extrem unfair. Die Umweltverschmutzer zahlen sehr wenig und diejenigen die sich verantwortungsvoll benehmen zahlen gleich doppelt und dreifach.Das muss endlich angepasst werden. Wo bitte bleibt hier das Verursacherprinzip?
Das über die MwSt. zu regeln ist ein guter anSatz. Bio runter, konventionell rauf. Fleisch noch ein bißchen mehr. Wird sich dann auch gesundheitlich auswirken. Man kann Kochkurse anbieten, für diejenigen, die ohne ihr tägliches Schnitzel in der Luft hängen. Tim Mälzer hat in einem Experiment unlängst bewiesen, das eine 5 köpfige Familie durchaus auch mit Hartz4 Bio kochen kann. Mann muss sich haltwieder mit kochen befassen und nicht nur im TV zuschauen und nichts davon mitnehmen.
Weiterhin sind gesundheitliche Aspekte durch Pestizide zu nennen. Allergien, Unfruchtbarkeit, Krebs, etc. kann und wird von Pestiziden verursacht und belastet das Gesundheitssystem. Auch das verursacht Kosten, die letzten Endes alle tragen müssen.
Zu guter Schluss hat unlängst eine weltweite Expertenkommission festgestellt, das die Menschheit nur mit Bio überleben kann. Und da steht es kurz vor 12. 50,7 % der weltweiten Ackerflächen sind durch intensive Landwirtschaft unwiderbringbar verloren. Bei 51%, so sagen sie, ist die Menschehit nicht mehr in der Lage sich zu ernähren.
Es wird endlich Zeit zu handeln und nicht mehr nur Lippenbekenntnisse und auf dem Papier schöngerechnete Zahlen zu präsentieren, die das Problem nicht lösen.

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intercooler61 07.08.2019, 10:50
77. Doch.

Zitat von claudiasy
[...] Fleisch essen ist kein Menschenrecht. [...]
Der Mensch ist von Natur aus ein Omnivor.

Eine komplett fleischlose Ernährung ist zwar machbar, aber widernatürlich. Sie bedarf zusätzlicher Planung, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Die bekannt gewordenen Fälle von Säuglingen und Kleinkindern, die in Folge veganer Ernährung qualvoll verendet oder für den Rest ihres Lebens schwerst behindert sind, zeigen, was geschieht, wenn die Ideologie über die Biologie triumphiert.

Ich bin gern bereit, das Doppelte oder Dreifache für Fleischprodukte zu bezahlen, wenn das Mitgeschöpf, das dafür sein Leben gibt, anständig und artgerecht behandelt wird. Eine MWSt-Erhöhung gewährleistet das nicht, höhere Produktionsstandards schon. Allerdings dürften die international nicht leicht durchzusetzen sein.

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Kritik 07.08.2019, 10:50
78.

Zitat von rambazamba1968
Fleisch muss teurer gemacht werden, z.B. über die Mehrwertsteuer. Drei wichtige Ziele würden erreicht werden. 1. Mehr Tierwohl durch die Mehreinnahmen 2. besser für die Natur 3. besser für die Gesundheit der Menschen weniger Fleisch und bessere Qualität zu konsumieren
Zu Ihrem ersten Punkt:
Die Mehrwertsteuer sackt der Staat ein.
Warum daraus mehr Tierwohl entstehen soll, bleibt Ihr Geheimnis, denn die Steuern sind nicht zweckgebunden, sie dürfen es lt. Gesetz nicht sein.
Die beiden anderen Punkte mögen zutreffen, unter der Annahme, daß bei höheren Preisen die Nachfrage sinkt (sogen. Preiselastizität).

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Arminia11 07.08.2019, 10:50
79. Eine neue Reichensteuer!

Anders kann diese Überlegung nicht klassifiziert werden. Die Steuer würde sich auf den Konsum kaum auswirken, da der erhöhte Fleischkonsum gerade auf die Mittel- und Oberschicht zurück geführt werden kann. Die Armen werden den Zugang noch schwerer haben oder auf Fleischprodukte zurück greifen müssen, die weiterhin nicht aus dem Bühof kommen.

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