Forum: Wirtschaft
28 Jahre Wiedervereinigung: Deutschland droht die Ausländer-Lücke
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Während die westdeutsche Wirtschaft enorm von Zuwanderung profitiert, geht der Zuzug an Ostdeutschland zum großen Teil vorbei. Das ist ein Problem - und zwar für die gesamte Bundesrepublik.

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Zaunsfeld 30.09.2018, 16:51
1.

Der Grund ist einfach. In Ostdeutschland werden für die gleiche persönliche Arbeitsleistung 30 bis 40% niedrigere Löhne und Gehälter gezahlt (Summe aus absolutem Gehaltsunterschied plus unterschiedlicher Wochenarbeitszeit). Käme ich aus dem Ausland und würde einen Job angeboten bekommen, bei dem ich in Kassel oder Köln 30% mehr Gehalt bekomme als für den gleichen Job in Jena oder Leipzig, würde ich auch lieber den Job in Kassel oder Köln nehmen. DAS ist der Grund - ganz profan, ohne dass ich erst wieder Tiefenpsychologie und Psychoanalyse bemühen müsste.

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ditor 30.09.2018, 17:00
2. Schon schlimm

Es ist schon schlimm zu sehen wie wenig es gelingt die eigene Gesellschaft nachhaltig auftzustellen und wie wenig dies, siehe Kolumne, auch gewünscht ist. Hauptsache genug Zuwanderung damit wir uns nicht umstellen müssen. Da wünscht sich der Kolumnist Integration - die integrierten Zuwanderer werden die gleichen Strukturprobleme haben wie die Einheimischen, die Probleme sind später die gleichen, nur mit mehr Leuten.

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AlternativeMeinung 30.09.2018, 17:01
3. Bevölkerungswachstum = Zunahme der Umveltverschmutzung

Klimaveränderung, Wohnungsnot, Verkehrsprobleme, Zubetonierung...

Alles Probleme des Bevölkerungszuwachses.

Lasset uns umkehren und das Kapital besser verteilen.
Laßt uns die Alten besser integrieren, eine Selbstbestimmung für das eigene Lebensende einführen und das Alter mit Technologie unterstützen.

Laßt und ausländische Mitbürger ausbilden und dann zurückschicken um die Heimatländer zu stabilisieren und dort Bedarf aufbauen.

Und schafft geldliche Entwicklungshilfe weitgehend ab.

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gigi76 30.09.2018, 17:04
4. Fehlannahme

Mangel an Arbeitskraft beseitigt man am besten durch Automatisierung und generell technischen Fortschritt. Schon heute ist eine Führungskraft in der Lage um den Faktor 10 mehr Mitarbeiter zu koordinieren als vor 100 Jahren. Bedeutet, es braucht gar nicht mehr Zuwanderung, auch aus dem Aspekt der Ressorurcenschonung heraus.

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spon_1873159 30.09.2018, 17:07
5. Immer nur Wachstum?

Wir werdennuns langfristig ohnehin auf eine schrumpfende Bevölkerung und die damit verbundenen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft einstellen müssen. Dass ein an einer Hochschule Lehrender immer noch das Dogma des ewigen Wachstums zu vertreten scheint, lässt in Hinblick auf die Zukunft des Landes schlimmstes befürchten.....

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claus7447 30.09.2018, 17:16
6. Das kann man sich zurecht rechnen!

Zitat von Zaunsfeld
Der Grund ist einfach. In Ostdeutschland werden für die gleiche persönliche Arbeitsleistung 30 bis 40% niedrigere Löhne und Gehälter gezahlt (Summe aus absolutem Gehaltsunterschied plus unterschiedlicher Wochenarbeitszeit). Käme ich aus dem Ausland und würde einen Job angeboten bekommen, bei dem ich in Kassel oder Köln 30% mehr Gehalt bekomme als für den gleichen Job in Jena oder Leipzig, würde ich auch lieber den Job in Kassel oder Köln nehmen. DAS ist der Grund - ganz profan, ohne dass ich erst wieder Tiefenpsychologie und Psychoanalyse bemühen müsste.
Der Vergleich hinkt. Ganz einfach, weil die Kaufkraft unterschiedlich ist z. B. Mieten, und dies das Lohngefälle ausgleicht. In thüringischen betrieben wird bereits weitgehend westliche Gehälter bezahlt und die Betriebe suchen händeringend nach Leuten. Aber wenn ich Ausländer wär, würde ich es mir lange überlegen, ob ich in ein Bundesland gehe, wo ich beschimpft und ggf. verfolgt werde.

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j.malle 30.09.2018, 17:21
7. Nicht nur Pegida und Co

sind das Problem. Vielmehr auch die ungleiche Bezahlung. Die geringe Tarifbindung der ostdeutschen Firmen ist das Hauptproblem. Die meisten haben bis heute nicht begriffen, dass
die 90´ und Null´er Jahre vorbei sind. Da sollten die Beschäftigen am besten Geld mitbringen.
Auszubildende standen Schlange. Heute müssen Mitarbeiter und Auszubildende umworben und auch gehalten werden. Die Bezahlung muss nach 28 Jahren endlich die Gleiche sein.
Zumal viele Ostdeutsche auch auf Montage im Westen arbeiten und dabei weniger Verdienen.
Nämlich nur den Mindestlohn West. Ist im Bauhauptgewerbe immer noch gang und gebe.

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P-Schrauber 30.09.2018, 17:22
8. Wo ist da jetzt eine neue Erkenntnis?

Zitat 01:
"Allerdings sind die düsteren Vorhersagen möglicherweise überholt. Zum Glück. "

Zitat 02:
"... Die BBSR-Experten gingen für ihre Berechnungen von einem konstanten Zuwanderungstrend aus: ... 200.000 Personen jährlich; so viele Menschen wanderten im langfristigen Durchschnitt mehr nach Deutschland ein als aus. In den vergangenen Jahren jedoch war die Zuwanderung nach Deutschland doppelt so hoch. Seit 2012 kommen 400.000 bis 500.000 Menschen jährlich mehr ins Land als gehen, die Flüchtlingszahlen von 2015 nicht mitgerechnet. …"

" … Dabei handelt es sich überwiegend um Leute aus anderen europäischen Ländern, die in Deutschland einen Job finden. …"

Eine Ausländer-Lücke ist nicht nach der demographischer Feststellung in dem Artikel in der Verteilung auf das Bundesgebiet zu finden, die Zahlen zeigen es, die Überschrift ist irreführend.

Man sieht ferner dass die Ballungsräume und Technologie- Industrie und Handelszentren erheblich mehr Ausländer aufnehmen als zum Beispiel MeckPom wo sowieso kaum jemand wohnt, und sich große hochindustriell geführte Agrarbetreibe befinden die nur wenig Mitarbeiter brauchen die durch die vorhandene Bevölkerung abgedeckt wird.

Es gibt wichtigeres als diese Feststellung, wo sich Kommentieren mehr lohnen würde, schreibe nur weil mir Eurer fehlt.

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maikii 30.09.2018, 17:27
9. Na und

In Norwegen leben 8 Millionen Menschen und es ist eines der reichsten Länder der Welt. Ich würde mir ein dünn besiedeltes Deutschland wünschen. Wir sollten bedenken, dass die Erde überbevölkert ist und vor allem Länder wie Deutschland sehr hohe Ressourcen unseres Planeten pro Kopf verbraucht.

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