Forum: Wirtschaft
28 Jahre Wiedervereinigung: Deutschland droht die Ausländer-Lücke
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Während die westdeutsche Wirtschaft enorm von Zuwanderung profitiert, geht der Zuzug an Ostdeutschland zum großen Teil vorbei. Das ist ein Problem - und zwar für die gesamte Bundesrepublik.

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Kritik 30.09.2018, 21:32
90.

Zitat von maikii
In Norwegen leben 8 Millionen Menschen und es ist eines der reichsten Länder der Welt.
Norwegen hat enorme Erdölvorkommen vor der Haustür und erzielt einen Exportüberschuß von umgerechnet ca. 30 MRD Euro. 70% des Exports bestehen aus Erdölprodukten. Da ist es leicht, reich zu werden.

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jowitt 30.09.2018, 21:37
91. @ tim_thaler Heute, 17:54

Zitat von tim_thaler
der Artikel geht irgendwie an der Realität vorbei. Warum haben im Osten so wenig Bevölkerung und so wenig Wachstum gegenüber dem Westen? Da nach der Maueröffnung der neue Ostteil erstmal hauptsächlich als Absatzmarkt gesehen wurde und die Betriebe von der Treuhand so schnell wie möglich abgewickelt wurden. Tausende verloren damals ihre Jobs und mussten sich im Westteil einen neuen Job suchen, nur leider komme die nicht mehr zurück. Auch wenn man versucht hat wieder zurück zu kommen waren da mehrere Hürden. Firmen antworteten auf die Frage nach einem Job oft: "Wir würden sie sofort einstellen, aber wir können sie nicht bezahlen." Bis heute sind die Löhne und Gehälter oft noch niedriger als auf der anderen Seite. Wer will da hin ziehen? Bis auf ein Paar Ballungsräume auch noch die nächsten Jahrzehnte trostlos. Da fehlt die Ansiedlung von Technologie Firmen und anständige Löhne - wie es einst mit Bayern auch funktioniert hat. Aber dafür benötigen wir Fachkräfte - uns wenn es keinen einheimischen Fachkräfte mehr gibt gehört endlich ein Einwanderungsgesetzt wie Kanada,.. her wo der Zuzug von Fachkräften geregelt wird und keine 1000'en unqualifizierten Migranten. Und bei Fachkräften muss man heute auch an die Zukunft denken, denn wenn Industrie X.0 erst mal richtig greift und auch die ganzen Bürojobs von der KI ersetzt werden haben wir wieder Millionen Menschen zu viel die keine Arbeit finden, das wird leider heute nicht von den Politikern erzählt wenn man über einen "Mangel" spricht. Es soll lieber mal drüber geredet werden ob das bedingungslose Grundeinkommen dann evtl. eine Lösung wäre für den Überschuss der dann entsteht. Vor Jahrzehnten schon sagte man uns die Jobs in Deutschland sind zu teuer und wenn man die Lohnkosten nicht senke, müsse man verlagern, was ist passiert? Die Löhne wurden gesenkt (oder stagnierten sehr lange) und es wurden trotzdem zig tausend Arbeitsplätze verlagert (oder anders - nicht mehr in D neu geschaffen) Und da brauchen wir noch jedes Jahr 100-tausende unqualifizierte Migranten ? Man kann auch mal mit weniger Wachstum sich auf andere Sachen konzentrieren - es gibt kein grenzenloses Wachstum - nur wachsende Gier.
"Man kann auch mal mit weniger Wachstum sich auf andere Sachen konzentrieren - es gibt kein grenzenloses Wachstum..."

Warum soll es kein grenzenloses Wachstum geben? Es gibt schließlich quantitatives und qualitatives Wachstum. Zumindest das qualitative Wachstum ist nur durch unserenHirn, unseren Erfindergeist gebremst. Wir werden in 100 Jahren in gänzlich anderen Gesellschaften Leben und wir werden.

Auch der Fortschritt bei regenerativen Energieen und in dem Einsatz von immer mehr Robottern erzeugt schließlich auch Wachstum.

Wer also postuliert, es gäbe eine Begrenzung des Wachstums, behauptet gleichzeitig, es gebe keinen weiteren Fortschritt mehr und das ist doch nun wirklich Unsinn.

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murun 30.09.2018, 21:41
92. von wegen Milchmädchenrechnung ...

Zitat von Benefranz2
... Der Autor schreibt sehr genau hin, dass die ostdeutschen Gehälter bei 90% aber die Produktivität bei 75% des Westniveaus liegen. Das bedeutet für Unternehmer, dass sie im Vergleich zu Westdeutschland 15% weniger Gewinn mache. Vielleicht sollte man im Osten mal darüber nachdenken, das Anwesenheit nicht gleich Arbeit ist.
Ganz so einfach ist Ihre Milchmädchenrechung auch nicht... Konkretes Beispiel an einem Unternehmen in M-V, in dem bis vor kurzem mein Stiefvater gearbeitet hat. Die Firma stellt in einer Kleinstadt in der mecklenburgischen Seenplatte für deutschlandweite Kunden Lüftungssysteme her. Abgesehen davon, dass die normalen Fließbandarbeiter dort bei regelmäßigen und nicht überstundenausgeglichenen 50-60--Stundenwochen mit etwas als 1.000 Euro netto nach Hause gehen - die Arbeits- und nicht Anwesenheit war wochentäglich von 5 bis 16 Uhr, hängt die Produktivität aber auch stark z.B. von der Qualität der Produktionsstrecken ab.

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wolf99 30.09.2018, 21:43
93.

Zitat von Benefranz2
".... P.S. Der Autor schreibt sehr genau hin, dass die ostdeutschen Gehälter bei 90% aber die Produktivität bei 75% des Westniveaus liegen. Das bedeutet für Unternehmer, dass sie im Vergleich zu Westdeutschland 15% weniger Gewinn mache. Vielleicht sollte man im Osten mal darüber nachdenken, das Anwesenheit nicht gleich Arbeit ist."
Sie sollten sich mit der Definition des Begriffs "Produktivität" auseinandersetzen, bevor Sie so einen Blödsinn schreiben. Die geringere Produktivität im Osten ist besonders der Tatsache geschuldet, dass die Industrie dort weniger exportorientiert ist und kleinteiliger ist. Damit ergibt sich eine geringere Wertschöpfung pro Arbeitseinsatz.
Für Sie ein Beispiel: Der Schweißer der 40h real arbeitet und Bleche heftet ist unproduktiver als der Industriemechaniker, der einen Schweißroboter 35h die Woche bedient.
Arbeit ist nicht immer produktiv, genauso wie Anwesenheit nicht automatisch Arbeit ist.

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jowitt 30.09.2018, 21:44
94. @ kpkuenkele Heute, 18:18

Zitat von kpkuenkele
Aufgrund der Gier des Staates zahlt inzwischen das Gros der Arbeitnehmer den Spitzensteuersatz, der bereit beim 1,5 fachen des Durschschnittseinkommens beginnt. Dass Mann und Frau berufstätig sein müssen, um trotz dieser Belastung noch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist inzwischen die Regel. Da reicht es dann nur noch zu einem, maximal zwei Kindern. Wenn Zuzug dieses Problem lösen sollte, müsste JEDER Migrant mehr als der Durchschnitt der bisherigen Bevölkerung verdienen, damit diese durch die höheren Steuerbeiträge der Neubürger entlastet würden. Laut den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann-Studie hat der Durchschnitt aller bereits im Land lebenden Migranten aber eine negative Sozialbilanz, d.h. der Staat und die Gesellschaft machen Verlust. Dass die Wirtschaft trotzdem für Einwanderung ist, sollte nicht verwundern, folgt sie doch dem Prinzip, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Da ist es dann auch kein Problem, wenn auf einen Facharbeiter 20 Sozialhilfeempfänger kommen. (Quelle für Bertelsmannstudie: http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/ZEW_BeitragZuwanderungStaatshaushalt2014.pdf)
"Laut den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann-Studie hat der Durchschnitt aller bereits im Land lebenden Migranten aber eine negative Sozialbilanz,"

Sie müssen so eine Studie natürlich auch lesen können: Hier geht es außschießlich um Ausländer und zukünftige Migranten. Diejenigen, die sich bereit Intergriert haben (25% der Deutschen haben einen Migrationshintergrund) sorgen nämlich für eine positive Sozialbilanz und schaffen sogar in großem Umfang Arbeitsplätze.

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matthias_reimann 30.09.2018, 21:45
95. Komplett egal da Roboter und KI die Lücke füllen werden

Es mag einigen noch nicht klar sein, aber der Fortschritt bleibt nicht stehen. Während in den USA und Asien an Alltagsrobotern und KI für das Internet der Dinge gebaut wird, reden wir hier über altmodische Beschäftigungskonzepte die KI und Roboter nicht beinhalten. Diese Trends werden aber über uns kommen wie das Smartphone und wir können und werden dem nicht entgehen. Wir werden langfristig viel weniger Menschen in der Produktion benötigen bei steigenden Wohlstand durch Automatisierung und KI-Robotorisierung.
Am besten mal den Precht lesen, dann weiss man was auf uns zukommt.

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jowitt 30.09.2018, 21:55
96. @ kpkuenkele Heute, 18:18 _Nachtrag

Zitat von kpkuenkele
Aufgrund der Gier des Staates zahlt inzwischen das Gros der Arbeitnehmer den Spitzensteuersatz, der bereit beim 1,5 fachen des Durschschnittseinkommens beginnt. Dass Mann und Frau berufstätig sein müssen, um trotz dieser Belastung noch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, ist inzwischen die Regel. Da reicht es dann nur noch zu einem, maximal zwei Kindern. Wenn Zuzug dieses Problem lösen sollte, müsste JEDER Migrant mehr als der Durchschnitt der bisherigen Bevölkerung verdienen, damit diese durch die höheren Steuerbeiträge der Neubürger entlastet würden. Laut den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann-Studie hat der Durchschnitt aller bereits im Land lebenden Migranten aber eine negative Sozialbilanz, d.h. der Staat und die Gesellschaft machen Verlust. Dass die Wirtschaft trotzdem für Einwanderung ist, sollte nicht verwundern, folgt sie doch dem Prinzip, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren. Da ist es dann auch kein Problem, wenn auf einen Facharbeiter 20 Sozialhilfeempfänger kommen. (Quelle für Bertelsmannstudie: http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/ZEW_BeitragZuwanderungStaatshaushalt2014.pdf)
"Aufgrund der Gier des Staates zahlt inzwischen das Gros der Arbeitnehmer den Spitzensteuersatz,..."

Das stimmt nicht. Um in die Nähe des Spitzensteuersatze zu gelangen, müssen Sie schon einige zehntausend EURO verdienen. Ein Alleinernährer einer Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen von 70.000 EURO brutto pro Jahr zahlt in Summe zwischen 25 und 30 % Steuer. In dem Beispiel würde der Spitzensteuersatz erst über 110.000 EURO fällig. Und das auch nur für jeden EURO oberhalb von 110.000. In Summe zahlt man selbst dann noch lange nicht den Spitzensteuersatz

Und auch das Argument, man bräuchte -im Gegensatz zu früher- zwei Gehälter, um eine Familie ernähren zu können, kann ich nicht nachvollziehen: Früher hatte man auch nicht zwei Autos, fuhr nicht zweimal im Jahr in den Urlaub, hatte nicht mehrere Fernseher, kaufte keine Ferigprodukte und nicht jedes Jahr 4 neue paar Schuhe und zwei neue Winterjacken.

Wenn sie so leben wie früher, könnten sie auch heute noch locker mit einem Gehalt die Familie ernähren.

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otto.normalster 30.09.2018, 22:02
97. Wachstum Wachstum über alles...

Ihre Beiträge, Herr Professor, stomlinienförmig wie immer. Auch der Unsinn mit dem allseits beliebten und wiedergekäutem "Einwanderungsgesetz" nervt. Soll es doch nur dazu dienen, dem bisherigen Vorgehen die erforderliche Legitimation zu geben. In wie weit soll es denn aber helfen, illegale Migration zu verhindern? Wie lange ist eigentlich bekannt, dass man auf den sogenannten "demographischen Wandel" zusteuert? Und was sind die Maßnahmen seit jeher? Vielleicht sollte man auch mal die sinnlosen Tätigkeiten reduzieren, dann könnte man sich auch auf etwas produktives widmen. Wirtschafts"wissenschaftler" zum Beispiel. Und im speziellen jene, die in Zeitungen von Fachkräftemangel herumblubbern.

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rieberger_2 30.09.2018, 22:10
98. Wünschenswerter Bevölkerungsrückgang?

Unser relativ kleines Land ist mit mehr als 80 Mio. Einwohnern eindeutig überbevölkert. Ein freiwilliger Bevölkerungsrückgang auf 60 Mio. wäre aus ökologischen Gründen begrüßenswert. Die Aggression vieler Menschen ist ein Resultat dieser Überbevölkerung.
Es beklagt hauptsächlich die Wirtschaft den Rückgang von potentiellen Kunden und preiswerten Arbeitskräften.

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Brain 30.09.2018, 22:10
99. Jowitt

Von was reden Sie denn bitte? Mit Steuerklasse 1 habe ich fast 50% Abzüge. Deutschland hat mit die höchsten Abgabensätze. Und ja, die Gier des deutschen Staates ist wirklich unermesslich.

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