Forum: Wirtschaft
290 Millionen Dollar Schmerzensgeld: Bayer-Aktie stürzt nach Urteil gegen Monsanto ab
AFP

Minus elf Prozent: Der Aktienkurs des Chemiekonzerns Bayer fällt massiv. Ein US-Gericht hatte die Konzerntochter Monsanto zu 290 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt - an einen einzelnen Kläger.

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iffelsine 13.08.2018, 10:41
90. Billige und ausreichende Lebensmittel wollen alle, aber

entsprechende chemische Unterstützung bei der Herstellung dieser Lebensmittel will keiner ? So liest sich das hier ! Eigentlich heißt es "im Zweifel für den Angeklagten" und hier sind Zweifel ja offenkundig wissenschaftlich belegt. Hier geht es bestimmt um ganz was anderes, hier können Milliarden verdient werden mit Call- und Put-Optionen bei sinkenden oder steigenden Aktienkursen und man sollte sich mal anschauen, wie die Jurymitglieder so in den kommenden Monaten leben und was sie ausgeben...

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kumi-ori 13.08.2018, 10:42
91.

Bayer zahlt das aus der Portokasse, nachdem korrupte EU-Kommissare einer Verlängerung der Anwendung von Glyphosat zugestimmt haben. Kein Problem.

Ich frage mich allerdings, was passieren wird, wenn alle die vietnamesischen Opfer von Agent Orange klagen werden.

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pepe83 13.08.2018, 10:42
92. Ist das eine politisches Urteil?

Es ist schon auffällig, dass in den letzten Jahren in den USA deutsche Konzerne oder wie hier Tochterunternehmen am laufenden Band zu riesigen Strafzahlungen verurteilt werden. Unabhängig davon, ob ein Verbrechen vorliegt, erscheint mir die Höhe der Strafe schon außergewöhnlich.

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basic11 13.08.2018, 10:44
93. Bayer, VW, Mercedes, ...

alle denken, Sie könnten weitermachen wie bisher, Sie ignorieren den Wandel und plötzlich wird da China als Umweltvorbild dastehen, weil der gut gesteuerte Staatskapitalismus schnellen Wandel ermöglicht.

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oalos 13.08.2018, 10:45
94. Leider nicht.

Zitat von kajosch55
Denn die Verlierer sind nur die Aktionäre, denen der Profit alles bedeutet. Die Nadelstreifen-Hörnchen, die den Deal ausgekungelt haben und die Kollegen, die ihn abgenickt haben sind wie immer erstens fein und zweitens raus. Die haben ihr Geld und gut ist. Und das ist richtig so. Die Bayer Aktionäre haben ihre Metzger selbst gewählt.
TEPCO in Japan z.B. kann die Schäden nach der Fukushima-Katastrophe gar nicht allein stemmen. Das macht dann letztlich der Steuerzahler.

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Spr. 13.08.2018, 10:45
95. Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben ...

Die anhängigen Klagen sind nicht neu, also hat Bayer davon gewusst, als sie sich Monsanto einverleibt haben. Ebenso wie von dem schlechten Ruf von Monsanto, dem Verdacht der krebserregenden Inhaltsstoffe, und auch von den erpresserischen Geschäftspraktiken, die Monsanto z.B. in asiatischen Ländern an den Tag legt.

All das hat Bayer nicht davon abgehalten, Monsanto zu übernehmen. Im Gegenteil wurde wohl davon ausgegangen, dass der extrem schlechte Ruf von Monsanto durch die Übernahme in Vergessenheit gerät, ohne allzu viel an den dubiosen, aber einträglichen Geschäftspraktiken ändern zu müssen. Ohne die als sicher angesehene Aussicht auf hohe Gewinne gibt es keine Übernahme.

Nun zeigt sich halt die andere Seite der Medaille und Bayer muss für all das aufkommen, was Monsanto verbockt hat. So verschärfend wie absehbar kommt noch hinzu, dass US-amerikanische Gerichte sehr gern ausländische Unternehmen zu extrem hohen Strafen verurteilen, die für ein US-amerikanisches Unternehmen wohl deutlich geringer ausgefallen wären. Vor allem heute unter diesem Präsidenten.

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Zündkerze 13.08.2018, 10:46
96. da stellt sich doch unweigerlich die Frage

was da in der oberen Etage der Bayer AG für Leute sitzen. Anscheinend solche, die mit der gleichen Arrroganz wie unsere Autobosse mit ihrem fetten Gesäß im Ledesessel sitzen und denken, sich ünber alles hinwegsetzen zu können. Wie kann man nur ein Kauf einer Firma in die Wege leiten und dann auch noch abnicken, wenn klar sein muß, das ein nicht unbedeutender Prozess mit ungewissem Ausgang gegen diese Firma anhängig ist. Und es drängt sich einem der Verdacht auf, das man mit dem Urteilsspruch erst den Verkauf abgewartet hat. Unabhängig wie das nun in den Berufungsinstanzen weiter geht, Glyphosat wird über kurz oder lang aus den Regalen verschwinden. Das hätte schon längst der Fall sein müssen. Und Menschen mit Sachverstand hätten Bayer das vorhersagen können, solche die Bayer nicht hat auch wenn deren Lohnzettel danach ausssieht.

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Trudi 13.08.2018, 10:48
97. Das Ami System

Zitat von magic88wand
Da entscheidet eine Jury aus Laien, dass ein Herbizid 1. krebserregend ist und 2. dass der Krebs des Klägers auf die Nutzung zurückgeht. Und das, obwohl US-Behörden den Verkauf erlauben. Dümmer geht's nicht.
Sie haben absolut Recht. Leute, die glauben, hier ist der Beweis erbracht worden, dass das Pflanzenschutzmittel krebserregend ist, haben keine Ahnung vom amerikanischen Rechtssystem. Da kann jeder gegen jeder Klage einreichen und den größten Quatsch behaupten. Solange sich ein Anwalt findet der den Fall vertritt. Anwälte arbeiten auf Erfolgsbasis, daher ist das kein Problem. Die Kosten, die der Beklagte hat, werden auch nicht wie in Deutschland, dem Kläger auferlegt (beim Verlieren des Prozesses), daher ist diese keinerlei Hürde, jede dämliche Klage einzureichen. Und das Urteil fällt eine Juri, die vom Thema null Ahnung.

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tutnet 13.08.2018, 10:48
98. Wie dämlich war Bayer?

Es war bekannt, daß Tausende Klagen anhängig sind, aber in der Gier der Bayer Manager "Der Größte" zu werden, wurden alle Bedenken ignoriert.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, aber es ist zu befürchten, daß weitere Klagen zu Gunsten der Kläger entschieden werden. Nicht zuletzt beruht das auf dem amerikanischen Rechtssystem, wo ein Einzelrichter mit einer Jury den Schuldspruch fällt. Jetzt, da Monsanto zum deutschen Bayer Konzern gehört, werden Klägeranwälte auch noch auf "America First" pochen. Germany beutet die USA schließlich seit Jahren aus. Gerade der einfache Mann (und ggf. Trump-Anhänger) in der Jury dürfte für diese Argumentation empfänglich sein.

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Sporenburg 13.08.2018, 10:48
99. schei.. auf die Aktie

die verseuchen vermutlich ungestraft unseren Lebensraum mit unabsehbaren Langzeitwirkung. Krebs durch direkten Gebrauch ist da noch das geringste Übel. Bayer und BASF teilen sich diesen Giftmarkt auf dem es um Mdr geht – ob Dämmstoffe, Saatgut oder Herbizide. Die Menschen erkranken und niemand wird die direkte Beteiligung nachweisen können. Einfacher kann man es vermutlich nicht haben. Zudem sind 290 Millionen Strafe zum jetzigen Zeitpunkt sicher auch kein Zufall – vor dem Verkauf an Bayer hätte das wohl kein US Gericht gewagt.

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