Forum: Wirtschaft
30 Prozent des Nettoeinkommens: Deutsche Wohnen kündigt eigenen Mietendeckel an
REUTERS/ Fabrizio Bensch

Preisobergrenze und drohende Enteignungen: Immobiliengesellschaften wie die Deutsche Wohnen sind in Berlin zuletzt unter Druck geraten. Nun will das Unternehmen die Diskussion entschärfen - mit einer eigenen Regelung.

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herrin 23.06.2019, 04:50
60. "nur für bedarfsgerechte Wohnungen"

Ich finde das eine Frechheit. Legen die Unternehmen jetzt die bedarfsgerechte Größe fest? Sollen gerade ältere Menschen umgesiedelt werden, damit ein Konzern seine 20% Rendite einfahren kann? Und was heißt bezogen auf die Nettokaltmiete? In Essen werden die letzten Hütten mit einer qm-Zahl von 50 für 400€ angeboten. Hinzukommen 200 bis 250€ Nebenkosten ohne Heizung. Und zwar gerade von solchen Wohnungsunternehmen. Die Hütten haben großteils noch Nachtspeicherheizungen. Wo bleiben die ethischen und moralischen Grundsätze dieser Unternehmen? Denn sie haben eine Verpflichtung. Aber sie achten nur auf die Rendite, die ausländische Investoren erwarten. Mich widert diese Raffgier einfach nur an.

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herrin 23.06.2019, 06:14
61. Dieser Artikel ärgert mich!

Bedarfsgerechte Größe einer Wohnung. Was fällt diesen Personen ein, dies für die Leute festlegen zu wollen. Im Gegenzug würde ich gerne eine bedarfsgerechte Vergütung für die Manager und eine bedarfsgerechte Rendite für die Investoren festlegen. Der Markt scheint hier zu versagen! Wenn sich also Manager und Investoren eines Wohnungsbauunternehmens die Frechheit herausnehmen und den Bedarf für Menschen festlegen wollen, dann sollten die Menschen auch deren Bezahlung und Rendite festlegen. Verdammt nochmal, auch ein Spiegel sollte langsam wach werden. Aber wahrscheinlich wird mein Kommentar so oder so wieder zurückgehalten. Wie schon so oft!

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pittiken 23.06.2019, 07:54
62.

Zitat von marcanton80
Man kann es ja mal versuchen aber bitte nicht ins Kleingedruckte gehen diese Regelung ändert an dem Problem garnichts!Und wo bleibt die Vonovia immerhin der größte Immobilienkonzern mit 800000 Wohnungen Der Markt muss reguliert werden da es um Daseinsvorsorge geht , das der sich nicht selber reguliert haben uns die letzten Jahrzehnte wohl genug gezeigt
Wer hat denn die Wohnungen an die großen Vermieter verscherbelt und warum? Die Politiker, weil sie ihren maroden Haushalt konsolidieren mussten. Und Neubauten werden verhindert von RRG, besonders die Linke Lompscher mit ihrem Stasi erster an der vordersten Front.

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pharloff 23.06.2019, 07:58
63. @ redwed11

Tut mir leid, ich diskutiere nun mal gern anhand von Fakten und nicht anhand von ideologisch herbei fantasierten Zahlen.

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dagmar1308 23.06.2019, 07:59
64. Über die Warmmiete

verdienen die dann aber auch Geld. Wieso muss der Hausmeister ein Gehalt bekommen? Der ist doch Angestellter des Wohnungskonzerns.......hellau.
Künstliche Intelligenz wird es möglich machen, dass ich bei Aldi bald
Rabatt bekomme, damit ich nicht mehr als Summe x für Lebensmittel ausgeben muss. Natürlich limitiert nach Kalorien und Nährwerten. Die armen Dicken.

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so-long 23.06.2019, 07:59
65. 30% vom Netto

Ganz einfach: dann werden Mieter bevorzugt, die ein (etwas) höheres EK haben. Oder den "Schattengeschäften wird Tür&Tor geöffnet. Rationierungs- und Deckelungsmaßnahmen haben noch nie zum gewünschten Ergebnis geführt.

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pharloff 23.06.2019, 08:01
66. @ redwed11

Doch, es ist ein Naturgesetz. Nennt sich Angebot und Nachfrage. Metropolen ziehen sind halt nun mal attraktiver, weswegen viele Menschen dorthin wollen. Der Raum ist aber begrenzt. Ergo regelt der Preis die Nachfrage. Das gilt überall, auch beim Wohnen. Ja, es gibt ein Grundrecht auf Wohnen. Es gibt aber kein Grundrecht überall und vor allem in bester Innenstadtlage Wohnungen für jedermann und dann noch für 5-6 Euro zur Verfügung zu stellen.

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so-long 23.06.2019, 08:05
67. Dann

Zitat von redwed11
Wieso müssen Weltstädte Wuchermieten nach sich ziehen. Das ist weder ein Naturgesetz noch gibt es gegen den in allen deutschen Städten grassierenden Mietwucher, wenn die Politik konsequent wäre, Mittel und Wege. Keine deutsche Stadt muss diesen Mietwucher hinnehmen
ziehen Sie doch aufs Land, zB McVor oä.. Da ist der Lebensunterhalt zwei Nummern günstiger. Darauf sagen Sie: dort ist der Hund begraben und Arbeit gibt es auch keine. Damit kommen wir dem Problem näher bzgl. der Ballungszentren überall auf der Welt.

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pittiken 23.06.2019, 08:05
68.

Zitat von dr.Ö
wiescheid heute, 18:06 Uhr 5. Und bei Verringerung des Einkommens,... ... zum Beispiel durch Kündigung, reduziert sich dann auch die Miete? Irgendwie verstehe ich aber die Diskussion auch nach so langer Zeit noch nicht, warum sollen die Mieten in begehrten Lagen (und die Hauptstadt zähle ich pauschal dazu) nicht höher sein und tatsächlich auch ein Luxus darstellen, den man sich gönnt oder eben auch nicht. Wir sind zum Beispiel irgendwann aus Düsseldorf weggezogen, weil sich unsere Prioritäten verschoben haben und wir für wohnen (erst Miete, jetzt Eigentum) weniger ausgeben wollten, als es der Markt dort verlangt. Aber die volle Infrastruktur, Kultur, kurze Wege und alles noch günstig ist halt nicht möglich, da muss man sich entscheiden. Wie bei nahezu jeder Dienstleistung und Ware ja auch... Oder bekomme ich den Porsche bald auch zu einem bestimmten Prozentsatz meines Gehalts? Porsche=Luxus Wohnen=Grundbedürfnis Ich selbst bin von Geburtswegen Berliner, kann mir das zusammenziehen mit meiner Frau jedoch ohne Wechsel des soziale Umfelds nicht leisten. (altmiete von zwei 1 Zimmer Wohnungen ist halb so hoch, wie neu Miete für eine Wohnung mit 1,5~2 Zimmern.) hier geht es nicht unn den Luxus im Zentrum zu wohnen, sondern unn den Luxus da wohnen zu bleiben, wo ich aufgewachsen bin. aber gut, ich bin noch jung... jetzt stelle dir das für eine 80 jährige Oma vor, soll die sich an ein neues Umfeld gewöhnen, weil ihre Wohnung im Zentrum zu hip für die ist?
Es gibt kein Grundbedürfnisse dort wohnen zu bleiben, wo man schon lange gelebt hat, wenn man es sich nicht leisten kann. Man will sich nicht verändern, man lässt aber auch keine Neubauten zu.

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pharloff 23.06.2019, 08:06
69. @ uhoeness

Die isolierte Betrachtung von einzelnen Neubauprojekten ist irreführend, denn der gesamte Wohnungsbestand besteht ja nicht nur aus diesen Objekten. Die Rendite von Vermietern liegt in Deutschland nämlich irgendwo zwischen 2 und 5%. Das ist nicht unanständig viel, kein Wucher. Neu subventioniert eben alt. So ist das in jeder Branche.

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