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30 Tage ohne Plastik: Meine Müll-Diät
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Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Für manche heißt das: keinen Alkohol, kein Fleisch, keine Süßigkeiten. Doch ist es auch möglich, auf Plastik zu verzichten? Ein Selbstversuch.

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ansv 14.02.2018, 10:11
1.

Es ist schwierig im Alltag. Ich halte mich da an "Kleinvieh macht auch Mist" und freue mich über jedes Stück Plastik, das ich eben nicht gekauft habe. Eine Verkäuferin allerdings, die in Anbetracht der mitgebrachten Verpackung die Augen rollt, hat ihren Beruf verfehlt. Wobei - bei uns gibt es einen Biosupermarkt, da wird man wohl genauso angeschaut, wenn man an der Obst- und Gemüse Bedientheke (ja, das gibt es dort und ja, Personal hat seinen Preis) keine Tasche rüberreicht...

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Oberleerer 14.02.2018, 10:24
2.

Auf Verpackungen zu verzichten ist wohl eher kontraproduktiv. Die Herstellung von Glas und Pappe und der Transport ist m.W. viel umweltschädlicher.

Die Kunststoffverpackungen in Deutschland landen fast alle im Recycling, wo das Erdölprodukt meist thermisch recycled" (verbrannt) wird.

Was aus dem Meer gefischt wird, sind Fischernetze und Abfälle internationaler Schiffe. Bei den Weltmeeren dann der Müll, der in anderen Ländern in den Flüssen landet. Hier kann man als Verbraucher nichts machen. Das ist Aufgabe der Politik, nicht nur Freihandelsabkommen zu verhandeln, sondern auch auf einfachste Umweltauflagen zu pochen.

Mikroplastik, wie Peelingkörner im Duschgel, gehören natürlich verboten, wenn der Hersteller nicht sicherstellen kann, daß es weltweit geeignete Kläranlagen gibt, die das aus dem Wasser wieder rausholen. Es ist eine Frechheit, solche langlebigen Produkte herzustellen, die für wenige Sekunden Nutzung für immer in der Umwelt landen.

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YouDrinkCoffee 14.02.2018, 10:34
3. regelrecht unmöglich, das zu schaffen

Versuchen Sie das einmal in einer Familie mit 4 Kindern, wo vielleicht auch ein Hausbau mit anfiel ... wie im Artikel beschrieben ist es (sofern überhaupt möglich) unfassbar zeitaufwendig. Dies ist eins der grössten Probleme der Menschheit. Auf Glasflaschen auszuweichen oder längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen entspricht auch in etwa der Plastik-Müllverbrennung, da hier das Auto benutzt wird, nicht wahr? Die Politik sollte es richten; sie wird dies jedoch nicht tun (können). Richtig, die Verbraucher sollten vor dem Kauf zweimal nachdenken aber letztlich brauchen wir eine Technologie, die das Plastik in der Tat recyclen kann (und nicht downcyclen).

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ElOmda 14.02.2018, 10:39
4. Farce

Obst und Gemüse kommt wöchentlich in der Bio-Kiste.

Und wie kommt all die Waren in den Markt? Auch in den Unverpackt Markt?
Wie wird Kernseife und Natron transportiert?

Viel besser wäre ein sinnvolles Recycling. Statt der Mülltrennung die vorgaukelt man würde was bewirken und die zusätzlich die Umweltbelastet: Alels in eine Tonne und dann als Werstoff Zentralsortiert.
Bei uns wird der Gelbe Sack in die Müllverbrennungsanlage gefahren damit diese überhaupt funktioniert.

Und besser wäre auch das man all den Müll in den Markt zurückbringt damit man als Verbraucher Druck auf die Handelskette ausübt.

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emobil 14.02.2018, 10:47
5. Mikroplastik

Zitat von Oberleerer
Mikroplastik, wie Peelingkörner im Duschgel, gehören natürlich verboten, wenn der Hersteller nicht sicherstellen kann, daß es weltweit geeignete Kläranlagen gibt, die das aus dem Wasser wieder rausholen. Es ist eine Frechheit, solche langlebigen Produkte herzustellen, die für wenige Sekunden Nutzung für immer in der Umwelt landen.
Schweden macht's mal wieder vor und verbietet Mikroplastik in Kosmetika. https://www.tagesschau.de/ausland/mikroplastik-101.html
Es geht also!
M.W. fand SPON das nicht berichtenswert - warum eigentlich?

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muekno 14.02.2018, 10:50
6. Ja wir könnten mit viel weniger Plastik leben

Der verbarucher kann manches tun z.B. mit Verzicht auf Plastiktüten, einmehr könnte Industrie und Handel tun bei Verpackungen die oft mehr Plastik enthalten als das Produkt selbst, besonders schlimm diese Plisterverpackungen. Der Verbraucher kann etwas tun indem er nur Produkte in alternativen Verpackungen kauft, was jedoch sehr schwierig ist weil es oft keine alternativen gibt.

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muekno 14.02.2018, 10:53
7. Falsch

Zitat von Oberleerer
Die Kunststoffverpackungen in Deutschland landen fast alle im Recycling, wo das Erdölprodukt meist thermisch recycled" (verbrannt) wird.
Das meiste wird ins Ausland exportiert vor allem nach China welches aber nicht mehr will. Verbrennen ist ebenfalls nicht gut, da wieder giftige Dämpfe entstehen, welche teuer entsorgt werden müssen, echt recycelt wird nur das wenigste

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varlex 14.02.2018, 11:00
8.

Ein genereller Verzicht auf Kunststoffe in der Verpackungsindustrie halte ich nicht für zielführend.

Grundsätzlich sollte einfach eine "Überverpackung" vermieden werden.

D.h. zu große Verpackung, 3x eingeschweißte Verpackung etc.

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slartibartfass2 14.02.2018, 11:01
9. Es ist nicht so schwer...

Einfach in einem Bio-Markt einkaufen gehen und erst einmal alle Sachen, die es un Glas zu kaufen gibt einkaufen, wie z.B. Milch, Joghurt, Gemüse... kein Tetra-Pack und Fleisch, Wurst und Käse an einer (echten) Frischetheke kaufen (nicht wie bei manchen Ketten, wo tiefgefrorenes Fleisch am Vortag aufgetaut und als Frischfleisch verhökert wird). Getränke kaufe ich sowieso nicht in Plastikflaschen. Und schwupps - sind 90 % des Plastikmülls gebannt. Mir würde eine 40 l -Mülltonne reichen, aber ich habe von meinem Garten soviel Grünschnitt über (der nicht mehr in die Grüne Tonne passt), dass ich die Reste dort mit hineinpacke...

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