Forum: Wirtschaft
300.000 Euro Strafe: Höchstmögliches Bußgeld wegen "Telefonterror"
DPA

Die Bundesnetzagentur wirft einem Vermittler von Strom- und Gasverträgen vor, am Telefon "aggressiv und teilweise bedrohend" um Kunden geworben zu haben. Dafür verhängte sie das höchstmögliche Bußgeld.

Seite 1 von 5
sametime 10.12.2018, 19:24
1. Die Strafe reicht nicht.

Diese Firmen müssen zusätzlich zur Strafe aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt werden. Ich habe bei meinem Umzug eine neue Telefonnummer erhalten und Veröffentlichung meiner Rufnummer untersagt. Seitdem habe ich meine Ruhe. Wer das nicht macht, sollte den Anrufer der Bundesnetzagentur melden und außerdem die Nummer des Anrufers im Router sperren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Guerilla_79 10.12.2018, 20:08
2. ...

Sind das diejenigen, vornehmlich aus Neumünster und Hamburg, die einen JEDES Wochenende aller penetrants anrufen, nachdem der Stromwechsel über eines der einschlägigen Portale sich dem Vertragsende neigt?

Na Gott sei Dank.

Bin auch dafür diese Drückerkolonen zu schließen und zu enteignen(am besten an ein Kinderheim spenden dann).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 10.12.2018, 20:11
3. Nicht-Veröffentlichung hilft nicht

Die Nicht-Veröffentlichung der Telefonnummer nützt nichts. Die Computer der Belästiger rufen systematisch *alle* Nummern an, und sobald man (aus Versehen) abhebt, ist man dran.

Eine schwarze Liste (mit blockierten Nummern) kann nicht helfen, die Belästiger ändern ja dauernd ihre Nummern, nur eine weisse Liste wäre wirksam.

Die einzig langfristige Art sich gegen die Belästiger zu schützen, wäre soldidarisches Verhalten: ** Alle ** Angerufenen, weigern sich irgend etwas zu akzeptieren, aber wenn auch nur 1% der Angerufenen auf irgend ein Angebot eingehen, lohnt sich der Aufwand der Belästiger bereits.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
turjan 10.12.2018, 20:22
4.

Im Prinzip sind 300.000 Euro fuer eine mittelgrosse Firma gar nichts. Das faellt dann wohl unter "Werbungskosten".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ericmato.schneider 10.12.2018, 20:26
5. Das sind nur 50€ pro Beschwerde

Das ist unverhältnismäßig. Enteignung des komplette Vermögens, Berufsverbot und Knast. Solche Betrugssachen sind nicht tolerierbar. Diese kriminelle Kultur führt zur Erosion unseres gesellschaftlichen Friedens. Das zieht sich inzwischen durch alle Berufe und Schichten. Das war in den 60ern bis 80ern nicht so in Deutschland. Das ist seit den 90ern so, seit Amerikanisierung, Versicherungsprovisionsvertreterei durch die Art Typen die an jung, pickelig, mit schlechten Anzügen an FDP-Ständen stehen.
In anderen Ländern wie Osteuropa, Indien etc ist Beschiss ganz normal.

Es ist wichtig das in diesem Bereich durchaus kulturell WIE IN SKANDINAVIEN existierende "Gewissen" zu Anstand und Aufrechtigkeit und HANDSCHLAGverträgen "es gilt das gesprochene Wort" a la Tacitus "die Germanen, das edle Volk" - zu bewahren und wieder neu zu beleben.

Leider gibt es dazu zu viele Dummköpfe, toxische selbsthassende Linke und schüchterne ehrbare.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 10.12.2018, 20:29
6. @TheBear

Ergänzung: Ich nehme ab und lege dann den Hörer weg. Während die Damen und Herren dann nachfragen, ob sie mit mir verbunden sind und Hallo, Hallo brüllen, können Sie keine andere Person belästigen.

Das kostet die Zeit und nervt die.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schmihom 10.12.2018, 20:29
7. wie wärs's mit Selbstverteidigung ?

Schon nach der Telefonbelästigung innerhalb von 60 Sekunden auf meinem Telefon die Tasten *#*934*0000# gedrückt, und schwups, klingelten die Callcenter-Gangster bei mir "gegen die Wand". (Telekomvertrag). Im letzten Jahr habe ich auf diese Weise aus allen Richtungen der Welt, über zwanzigmal, auch Außer-Europa, meine automatische Blockierliste gefüllt. Und wenn Werbeanrufe sich als "Unbekannt" reinmogeln wollen, gehe ich sowieso nicht ran. Wirkliche Freunde und Familienmitglieder geben sich auf dem Telefon zu erkennen. Wenn also alle ihre Blockierfunktion nutzen, lohnt sich das Geschäftsmodell für Abzocker nicht mehr lange, es verabschiedet sich wegen fehlender Rentabilität. Auch der einfache Hinweis, diesen unerlaubten Privatanruf durch Callcenter-Drückergruppen, mitzuschneiden, hat schon zum abrupten Abbruch geführt. Warum also erst auf empfindliche Strafen für diesen organsierten Betrug warten? Wirksamer ist es im kleinen zurückzuschlagen. Jeder für sich und diese Pest trocknet aus. Hier macht wirklich Kleinvieh den entscheidenden kollektiven Mist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mirage122 10.12.2018, 20:30
8. Verbrecherische Methoden

Nummern sperren lassen, Geheimnummern, Robinson-Liste; das nützt alles rein gar nichts, weil die Call-Center-Computer nach dem Zufallsprinzip irgendwelche Nummern wählen. Da ist man irgendwann "dran" und kann nur auflegen. Gefeit ist man dagegen nicht,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TJäger 10.12.2018, 20:37
9. Verbrechen lohnt sich (doch!)

Die Strafe ist viel zu niedrig. 50 ? pro Beschwerde schrecken niemanden ab. Selbst wenn sich, hoch geschätzt, jeder 10. beschwert hat, 5 ? pro Person Bußgeld kann ein solches Unternehmen schlicht in die eigene Kalkulation einpreisen (realistisch eher jeder 100. -> 0,50 ?). Wir sollten uns was Verbraucherschutz bei so etwas angeht, an den USA orientieren: Dort wird bei das Bußgeld bei ähnlichen Verstößen PRO VERSTO? berechnet!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5